Ring frei für RadlerInnen

5 04 2011

Tausende RadfahrerInnen warteten vor dem Burgtheater auf die Abfahrt

Am letzten Sonntag gab es im Zuge des ARGUS-Radfestes am Rathausplatz eine große Radparade rund um die Ringstraße. Die Schätzungen in den Medien schwankten zwischen 5.000-8.000 RadfahrerInnen, die dem Aufruf der Organisatoren gefolgt waren und die Gunst der Stunde nutzten, einmal in aller Ruhe über die Wiener Prachtstraße radeln zu können. Und zwar auf der Fahrbahn und nicht am leider viel zu schmalen und konfliktträchtigen Ringradweg. Während die Spitze der Radparade bereits am Schwedenplatz wartete, fuhren die letzten RadlerInnen erst vom Burgtheater los. Es war einfach ein tolles Feeling.

RadfahrerInnen am Ring, so weit das Auge reichte

Jeder und jede, der/die nicht dabei war, kann sich im tollen Video von Robert oder in der großen Bildersammlung davon überzeugen, was er/sie versäumt hat. Doch es wird sicher nicht die letzte Gelegenheit dafür gewesen sein.
Wir Grüne verlangen bereits seit langem, dass die Ringstraße permanent autofrei werden soll. Leider war die SPÖ Wien noch nicht so weit und deshalb konnten wir sie bei den Koalitionsverhandlungen – noch – nicht davon überzeugen.

Auch die Grüne Verkehrsstadträtin Vassilakou war mit von der Partie

Aber zumindest haben wir als ersten Schritt einige autofreie Wochenenden am Ring pro Jahr ausgehandelt. Das nächste Mal planen wir es für die Mobilitätswoche vor dem europaweiten Autofreien Tag  im September.
Wenn das Wetter passt, nehmen wir dann die 10.000er-Schallmauer an TeilnehmerInnen ins Visier.

Wolfgang





Rot-Grün in Wien

14 11 2010

Nun ist es also fix. Wien wird in den nächsten 5 Jahren von einer rotgrünen Regierung regiert werden. Auch das höchste Gremium der Wiener Grünen, die Landesversammlung hat heute eindeutig dem vom Verhandlungsteam ausgehandelten Koalitionspakt zugestimmt.

Vor allem die Übereinstimmung in Bildungsfragen soll laut Häupl den Ausschlag für Grün gegeben haben. Na, dann gemmas an…

Das war wenig verwunderlich, denn erstens ist das Wahlprogramm inhaltlich absolut herzeigbar und zweitens ist auch uns Grünen schon seit langem klar, dass wir unsere Ideen und Konzepte viel besser umsetzen können, wenn wir dafür in einer Regierung sitzen.

Die Grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou ist damit auch Stadträtin für Stadtplanung, Verkehr, Klimaschutz, Energie und Bürgerbeteiligung. Das sind Sachbereiche, in denen wir auf kommunaler Ebene wirklich etwas bewegen können.

Natürlich sind diese Bereiche auch mit Risiken für uns Grüne behaftet, aber ob wir diese Chancen nützen, liegt primär an uns.

Vor allem zum Thema Verkehr möchte ich als Verkehrssprecher der Grünen Leopoldstadt und als Verkehrsreferent des Grünen Rathausklubs ein paar Worte verlieren.

Entgegen der Ängste und Falschmeldungen von politischen Konkurrenten und mancher Medien, werden die Grünen das Autofahren nicht verbieten.

Es geht vielmehr um den sinnvollen Einsatz aller Verkehrsarten. Wir wollen den Menschen den Verzicht aufs Auto in der Stadt erleichtern. Deshalb hat für uns der Umweltverbund (Öffis, Rad, Zu Fuß) Priorität. Wir sind davon überzeugt, dass die Umsetzung einer Grünen Verkehrspolitik in Wien die Lebensqualität aller hier lebenden Menschen erhöht. Auch jene der AutofahrerInnen, die auf Ihr Auto angewiesen sind. Denn weniger Autos auf den Straßen bedeutet auch mehr Platz und weniger Stau für den Wirtschaftsverkehr und den notwendigen Autoverkehr.

Im Grünen Verkehrskonzept für Wien aus dem Jahr 2007 heißt es wörtlich: “In der städtischen Mobilität soll der Autoverkehr ebenso seinen Platz haben wie alle anderen Verkehrsformen auch, ohne jedoch auf deren Kosten zu gehen. Wir sind der Meinung, dass weniger Autoverkehr mehr Mobilität für alle bedeutet.“

Im Koalitionspapier sind viele Grüne Vorschläge im Verkehrsbereich eingeflossen. Nicht alle so konkret wie wir uns das gewünscht hätten, aber hier liegt es eben stark an uns Grünen, aus den Absichtserklärungen, Konzepten und Arbeitsgruppen greifbare Erfolge zu machen.

Der 21er wird wieder fahren!

Für die Leopoldstadt möchte ich aus dem Papier explizit einige konkrete Erfolge hervorheben:
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Häupl ist kein Bollwerk gegen rechts

9 10 2010

 

Was wollt Ihr? Eine absolute rote Mehrheit und mehr Häupl oder mehr Grüne Politik in Wien?

 

Die SPÖ geht mit dem Argument hausieren, dass nur eine Stimme für die SPÖ ein klares Zeichen gegen die FPÖ ist. Das ist für mich aber überhaupt nicht nachvollziehbar.

Sowohl die SPÖ als auch die FPÖ haben im Wiener Wahlkampf das „Duell um Wien“ ausgerufen, weil beide Parteien damit gut WählerInnen mobilisieren können. In diesem Sinne ist die harte Konfrontation der SPÖ mit der FPÖ eine gut durchdachte Wahlkampfstrategie und eine Inszenierung. Dass es sich hierbei nämlich nicht um eine tief sitzende Überzeugung der SPÖ handelt, zeigt die Partei im Bund und den Bundesländern, wenn sie etwa die sog. „Mitwirkungspflicht“ im Asylsystem mitbeschließt oder immer wieder Landeschefs mit Rot-Blau liebäugeln.

Dass die SPÖ die FPÖ sowohl inhaltlich als auch finanziell unterstützt verwundert also nicht:

- Teure Stadt Wien-Inserate in der rechtsextremen FP-Parteizeitung Neue Freie Zeitung (NFZ) – im Wahljahr um 150.000 €. Wir Grüne haben mehrmals einen Antrag gestellt, dass diese ungeheure indirekte Parteienfinanzierung der FP abgestellt wird. Die SP hat dies jedes Mal abgelehnt!
Häupl bestreitet dies im Standard-Chat einfach, aber hier ist der Beweis:
NFZ 38/2009, Seite 21
NFZ 33/2010, Seiten 20 und 21

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Die Schneeflocke – der Lieblingsfeind der Umweltstadträtin

29 01 2009

Abwehrkampf gegen Schneeflocken

Schneeflocken waren Dienstag Abend kaum zu sehen

Di., 27.1.09. 23 Uhr. Lufttemperatur +3 Grad. Regen mit vereinzelten Schneeflocken.

Ich bin noch unterwegs und sehe in der Oberen Donaustraße (also quasi im Stadtzentrum) ein Streufahrzeug der MA48 fahren. Als ich näher komme denk ich mir, ich seh nicht richtig. Das Streufahrzeug streut doch tatsächlich Salz auf die Straße (Feuchtsalz = in Wasser gelöstes Steinsalz).

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Die schwarze Serie geht weiter

28 10 2008

Unfassbar. Heute starb in der Leopoldstadt der 3. Radfahrer innerhalb von 14 Tagen. Abermals überrollt von einem Lkw.

Der Radfahrer war auf dem Gehsteig-Radweg in der Taborstraße unterwegs, als ein Lkw-Fahrer von der Taborstraße kommend in den Frachtenbahnhof Nordwestbahnhof einbog und ihn offenbar übersah.

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