3 Postämter sollen geschlossen werden

13 08 2011

Laut einem Artikel der bz-Bezirkszeitung will die Post drei Postfilialen in der Leo­poldstadt bis Ende 2012 schliessen. Dabei handelt es sich um die Postämter Wehlistraße 309, Engerthstraße 191 und Krummbaumgasse 2–4.

Statt dessen sollen in vier Bawag-Filialen Postschalter eingerichtet werden.

Das Postamt in der Krummbaumgasse liegt im Zentrum des Karmeliterviertels

Wir betrachten diese Schließungsabsichten kritisch und als weiteren Schlag gegen eine funktionierende Nahversorgung im Bezirk.

Bereits jetzt bilden sich z.B. vor dem Paketschalter am Postamt Krummbaumgasse öfters lange Warteschlangen. Wir befürchten, dass dies in einer Bankfiliale noch ärger wird. Außerdem schließt die Bawag viermal/Woche bereits um 15 Uhr.

Daneben sind noch weitere Fragen offen:
Wird man in der Bank überhaupt Pakete aufgeben und abholen können?
Werden die Postdienste von den Bankangestellten nebenbei ausgeführt werden?

Wie man im online-Artikel der Bezirkszeitung nachlesen kann, gibt es bereits erste Proteste aus der Bevölkerung gegen die Schließung der Filiale Krummbaumgasse. In einigen Geschäften am Karmelitermarkt liegen bereits Unterschriftenlisten auf (Nachtrag: Obst und Gemüse Milosevic,  Schlangen-Apotheke in der Hollandstraße 15 und Pferdefleisch Gumprecht).

Wir würden von euch nun gerne wissen, was Ihr von den geplanten Schließungen haltet und starten daher eine Umfrage. Wir freuen uns aber natürlich auch über zusätzliche Kommentare.

Wolfgang





Der 2er – ein temporäres Kunstobjekt: Repair Democracy

12 03 2011

Migrantinnenrechte sind Frauenrechte!

Ein etwas anderer 2er durchfährt unseren Bezirk, die Fotoinstallation „Repair Democracy“ auf einer Straßenbahngarnitur ist ein großartiges Projekt von Lisl Ponger anläßlich 100 Jahre Frauentag:
Mit den Botschaften „Alle die hier sind, sind von hier“ und „Migrantinnenrechte sind Frauenrechte“ sind starke Frauen abgebildet.
Die Linie 2 fährt auf der Strecke über den Ring, wo vor 100 Jahren am 19.3.1911 20.000 Frauen für mehr Frauenrechte demonstrierten.

„Repair Democracy. Ein Demonstrationszug“. Lisl Ponger und Frauen von Peregrina, LEFÖ, Schwarze Frauen Community, FeMigra, LesMAUS, zu sehen bis Ende Juni 2011 auf der Straßenbahnlinie 2 zwischen Ottakring und Brigittenau.

Weitere Fotos der Straßenbahn:
http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/sets/72157626249553570/
Mehr über das Projekt:
http://www.koer.or.at/cgi-bin/page.pl?id=310;lang=de

100 Jahre später demonstrieren wieder Frauen für ihre Rechte am Ring:
AUS! Aktion. Umsetzung. Sofort.
Demonstration für Frauenrechte am Wiener Ring!
Treffpunkt: Sa 19.3.2011, 14:00 Uhr, Schwarzenbergplatz
Treffpunkt der Leopoldstädterinnen: 12.30 Praterstern, Abmarsch um 13.15
http://www.20000frauen.at/

Uschi Lichtenegger





Schwarze SchrebergärtnerInnen

28 02 2011

Klingt stark nach verfrühtem Aprilscherz

Die ÖVP-Bezirksvorsteherin der Josefstadt, Fr. Mickel, will dem Zweiten jeden zweiten 2er vorenthalten. Sie hat in der Bezirkszeitung allen Ernstes vorgeschlagen, dass nur jede 2. Garnitur der Straßenbahnlinie 2 in die Leopoldstadt fahren soll. Die andere soll bei der Urania umdrehen. Damit will sie die Unregelmäßigkeiten beim Fahrplan des 2ers verringern. Gleichzeitig bedeutete dies aber auch, dass sich die Intervalle des 2ers in der Leopoldstadt verdoppeln würden.

Ein ziemlich absurder Vorschlag, den die Grünen Leopoldstadt natürlich vehement ablehnen. Es mag schon stimmen, dass ein Teil der Verspätungen des 2ers in der Taborstraße entstehen, aber dafür haben wir bereits 2008 einen Vorschlag eingebracht. Ein Spitzenzeiten-Halteverbot vor der Kreuzung Taborstraße x Obere Augartenstraße soll vermeiden, dass der 2er vor dieser Kreuzung stadteinwärts im Autostau steht. Leider haben die anderen Fraktionen diesen Antrag im Bezirksparlament abgelehnt.

Es wäre schon sehr interessant zu erfahren, was eigentlich die ÖVP Leopoldstadt zu diesem Vorschlag ihrer Parteikollegin sagt. Auf deren Homepage ist dazu nichts zu finden. Es ist zu hoffen, dass VP-Klubobmann Skribany zumindest parteiintern seiner Parteikollegin aus dem 8. Bezirk eine Absage erteilt hat.

Wolfgang





Die Verkehrskommission tagt wieder

2 02 2011

Nach fast 10 Monaten Pause fand gestern wieder eine Sitzung der Verkehrskommission Leopoldstadt statt.

 

Dabei ging es primär um Radverkehrsanlagen, Zebrastreifen, Verkehrsspiegeln und Fahrbahnanhebungen.
Hier einige Highlights:





Feinstaub: 44 Überschreitungstage in der Taborstraße

8 11 2010

Letzte Woche wurde an der Luftgüte-Messstelle Taborstraße in der Leopoldstadt der Grenzwert für den Gesundheitsschutz von 50 µg PM10/m³ (Konzentration des Feinstaubs) bereits zum 44.mal im Jahre 2010 überschritten – gesetzlich erlaubt sind 25 Tage pro Jahr.

2009 waren es zum selben Zeitpunkt lediglich 13 Überschreitungstage. Das bedeutet, dass die Luft in der Leopoldstadt immer schlechter und ungesünder wird.

Atmen kann in der Leopoldstadt Ihre Gesundheit gefährden

Nachdem bereits im Frühjahr der Grenzwert in der Taborstraße an vielen Tagen überschritten wurde, gab es witterungsbedingt im Sommer eine Atempause. Doch im Herbst häufen sich wieder die Tage mit Überschreitungen.

Feinstaub ist eine ernste Gesundheitsgefahr. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO verursacht verkehrsbedingter Feinstaub allein in Österreich 2.400 Todesfälle und zehntausende Erkrankungen (Asthmaanfälle, chronische Bronchitis und Lungenkrebs) pro Jahr. Die Rußpartikel der Dieselabgase sind wegen der geringen Größe am schädlichsten. 2010 ist ein Jahr mit sehr hoher Feinstaubbelastung.

Wir erwarten uns von BV Kubik, dass er endlich wirksame Maßnahmen zum Schutz der Leopoldstädter Bevölkerung trifft. Weiterhin den Kopf in den Sand zu stecken ist unverantwortlich.

Wolfgang





Neuer Bus 5B für die Leopoldstadt

29 09 2010

Im März 2010 habe ich per Antrag gefordert, dass eine neue Buslinie zwischen der Taborstraße und der U6-Station Jägerstraße eingeführt wird. In der Juni-Sitzung verlas BV Kubik die ablehnende Antwort von SP-Finanzstadträtin Brauner: „Es wird keine Busverbindung in der Obere Augartenstraße kommen, weil kein Bedarf dafür besteht.“

Früher fuhr in der Oberen Augartenstraße noch durchgehend eine Straßenbahn, nun soll zumindest wieder ein Bus kommen

Mehr:





Ampel in der Taborstraße – unverändert inakzeptabel

27 09 2010

Die Problemkreuzung ist unverändert eine Zumutung

Letzte Woche habe ich mir in der Früh die Problemkreuzung Obere Augartenstraße/ Taborstraße wieder einmal einige Zeit angeschaut. Die Situation ist für FußgängerInnen und Öffi-BenutzerInnen nach wie vor unerträglich.

Entgegen der Beteuerungen von SP-Bezirksvorsteher Kubik und dem MA33-Vertreter  in der Verkehrskommission kommt es immer noch vor, dass man an der Kreuzung vorm Schöps bei der roten Fußgängerampel über die Taborstraße steht, sieht wie der 2er in Richtung Schwedenplatz einfährt, wie die Fahrgäste auf der Haltestelleninsel ein- und aussteigen und wie der 2er schließlich wieder weiterfährt. Und erst danach bekommen die FußgängerInnen Grün. Zumindest war dies bei den beiden 2ern, die ich beobachtet habe, einmal der Fall.
Der 2er zeigt “lange Nase”





FPÖ flüchtet vor Van der Bellen am Karmelitermarkt

26 09 2010

Gute Laune am Samstag Vormittag

Da staunten die Leute nicht schlecht als am Samstag Vormittag plötzlich eine 12-köpfige grün gekleidete Samba-Truppe durch die Taborstraße zog und mit lautem, rhythmischem Trommeln die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zog. Auch wir Grüne staunten nicht schlecht, dass sich spontan Dutzende Menschen anschlossen und mit uns zum Karmelitermarkt gingen.

Wer rotgrün will, muss grün wählen


Mitten drinnen ein gut gelaunter Alexander van der Bellen, der mit diesem „akustischen Auflauf“, für seine Vorzugsstimmen-kampagne im Wiener Wahlkampf warb.





Alexander Van der Bellen am 25.9. in der Leopoldstadt

22 09 2010

Alexander Van der Bellen tourt am 25.9. mit Uschi Lichtenegger und Adi Hasch begleitet von der Samba-Gruppe Vienna Samba Project durch die Leopoldstadt. Um 10:30 geht es bei der U2-Station Taborstraße los und der Spaziergang führt über die Taborstraße stadteinwärts zum Karmeliterplatz, um dann um etwa 11:00 Uhr beim Stand der Grünen am Karmelitermarkt einzutreffen.

Neben viel Infomaterial gibt es auch die Möglichkeit, mit Alexander Van der Bellen und den BezirkspolitikerInnen der Leopoldstadt zu diskutieren. Weiters freuen wir uns, dass auch Ulrike Lunacek, Abgeordnete zum Europaparlament und Sprecherin der Europäischen Grünen,  mit uns diesen Samstag am Karmelitermarkt wahlkämpft.

Alexander Van der Bellen will Stadtrat einer rot-grünen Regierung werden. Er kandidiert auf unserer Landesliste auf Platz 29 und möchte über Vorzugstimmen ins Rathaus kommen. Rund 10 000 Menschen müssen „Van der Bellen“ beim Stadtwahlvorschlag hinschreiben, damit er es schafft. Heute war sein Kampagnenstart.

Alexander Van der Bellen

Ulrike Lunacek





Auf die Radler „vergessen“

7 08 2010

Radfahren in der Leopoldstadt, Teil 2

Weitere 2 radfeindliche Örtlichkeiten in der Leopoldstadt:

RadfahrerInnen haben sich bei Baustellen in Luft aufzulösen

1) Die Wehlistraße östlich des Stadions wird derzeit umgebaut. Statt den 21er-Schienen wird es in Zukunft Schrägparkplätze geben. Außerdem wird es einen völlig sinnlosen Radweg geben. Dieser Radweg in einer Nebenstraße, am Gehsteig, versteckt hinter der Parkspur, mit lauter potentiellen Konfliktpunkten mit dem Autoverkehr bei jeder Kreuzung, ist nicht nur unnötig, sondern sogar gefährlich. Radstreifen auf der Fahrbahn wären die viel bessere Lösung.

Doch auch in der Bauphase zeigt die rote Bezirksvorstehung ihr Desinteresse an guten Radverbindungen. Im Zuge der Baustelle wurde in der Wehlistraße ab dem Marathonweg eine Einbahnregelung eingeführt – ohne Ausnahme für den Radverkehr. Wollen RadfahrerInnen ab dem Stadioncenter zum Praterkai fahren, so bleibt ihnen legalerweise jetzt nur mehr der Handelskai. Und der ist für RadfahrerInnen nicht wirklich zu empfehlen.
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