Gute Nacht Ausstellungsstraße!

7 10 2010

Als ob es noch nicht genug an Belastungen für die BewohnerInnen im Stuwerviertel und der Ausstellungsstraße gibt, hat sich die zur SPÖ-Holding gehörende Prater Service GmbH wieder was Neues einfallen lassen. Schon jetzt kreisen die automobilen BesucherInnen der Praterdisco spät in der Nacht auf Parkplatzsuche im Stuwerviertel und stören den Schlaf der Menschen. Jetzt kommt also auch noch ein neues Eventlokal dazu.

 

In den Kulissen des Riesenradplatzes entsteht der nächste Verkehrsmagnet

 

Neben der 3.500 Plätze fassenden Diskothek soll noch ein Gastronomielokal mit 1.200 Plätzen hinzu kommen. Es wird schon fleißig daran gearbeitet. Eine Betriebsanlagen-genehmigung ist derzeit noch ausständig.

In Wien läuft es dann so: Die Ortsverhandlung mit Einladung der Nachbarn wird sicher noch abgehalten. Einwände der Nachbarn können aber dann meist aus Zeitgründen nicht mehr berücksichtigt werden. Jetzt mahlen die Mühlen der Bürokratie und wenn sich die betroffenen Menschen keinen Anwalt engagieren, geraten sie ganz leicht zwischen deren Steine.
Was folgt: Eine zeitlich befristete Betriebsanlagengenehmigung, die anschließend meist unter Ausschluss der AnwohnerInnen, in eine definitive umgewandelt wird.

Fragt man die Verantwortlichen dieser Stadt, heißt es, dass alle 1.200  LokalbesucherInnen selbstverständlich mit der U2 anreisen werden. „Wer’s glaubt, wird selig.”

Alleine deshalb und wegen des Messeparkplatzsuchverkehrs, fordern die Grünen in der Leopoldstadt weiterhin die zeitliche Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung im Stuwerviertel.

Weil nur so zu tun, als sei eh alles gut, ist einfach zuwenig.

Ihr
Adi Hasch

 

In den Kulissen des Riesenradplatzes entsteht der nächste Verkehrsmagnet





Frauenporträts – Filmabend im Rahmen der Ausstellung „Blaue Wunder“

5 10 2010

Galerie vor Ort, 1020 Wien, Wohlmutstr. 14-16
Freitag, 8. 10. 2010, 19.00 Uhr

Begrüßung:
Uschi Lichtenegger, Klubvorsitzende der Grünen Leopoldstadt

Dagmar Ostermann und Ceija Stojka sind eingeladen.
Eintritt frei. Kleines Buffet.

Dagmar Ostermann

Aber in Auschwitz will ich begraben sein“
Die Geschichte der Dagmar Ostermann
2009. Länge 42 min. Regie: Marika Schmiedt
Juden und Hunden ist der Eintritt verboten!“ Mit diesem Satz wird Dagmar Ostermann, die einen jüdischen Vater hat, am 11. März 1938 von einem Tag auf den anderen der Besuch in ihrem Stammcafè, der Konditorei Lehmann im 1. Bezirk, untersagt.
Die Deportation ins Konzentrationslager Auschwitz überlebt sie, entwürdigt als namenloser Häftling mit der Nummer 21946, nur durch Zufall.

Simone de Beauvoir live. Ein Filmporträt von Alice Schwarzer und zu den weiteren Filmen:





Hort Venediger Au sperrt zu

22 09 2010

Spielplatz VenedigerAu

Die Gerüchte haben sich also doch bewahrheitet. Nun wird der Hort in der Venediger Au geschlossen. Neue Hortkinder werden nicht mehr aufgenommen. Die Kinder sollen gefälligst in der Schule am Nachmittag betreut werden. Dort gibt es aber weder genug Räume, noch genügend BetreuerInnen, um einen akzeptablen Mindeststandard an hochwertiger Betreuung zu gewährleisten. Die Qualität der Nachmittagsbetreuung an den Schulen ist teilweise unzumutbar und unwürdig einer modernen Stadt. Jetzt beschweren sich zu Recht die BetreuerInnen des Vereins (siehe Kurier-Artikel).

Dieser Verein wurde nur dafür gegründet um die BetreuerInnen “auslagern” zu können und somit schlechter bezahlen zu können. Dafür sind die SchülerInnenzahlen in diesen Gruppen höher als in vergleichbaren gemischten Hortgruppen. Im “Geiz-ist-geil”-Land werden die Kinder zu “Blödmännern” .In der Venediger Au war die Kombination Krippe, Kindergarten und Hort ein Segen für die Kinder. Diese haben früh gelernt,  soziale Verantwortung zu übernehmen und aufeinander und vor allem auf die Schwächeren Rücksicht zu nehmen. Die Jungen haben von den Älteren profitiert und umgekehrt. Jetzt werden die Gruppen bis zum Rand voll gestopft. Kein Platz mehr für Schulkinder. Diese müssen den Nachmittag künftig in den alten Klassenzimmern verbringen. In den Ferien und schulfreien Tagen wird es für die Eltern eine Herausforderung. War es bisher möglich zumindest in dieser Zeit in den Hort gehen zu können, ist dies nach einer Weisung der zuständigen MA nicht mehr möglich. So stellt sich die SPÖ Wien also moderne Betreuung vor!

Das Gerücht gibt es schon seit ein paar Monaten. Die Schließung ist der eine Skandal. Der Umgang damit der andere. Auf das Gerücht angesprochen wurde mir von der zuständigen Leiterin der MA vor wenigen Wochen offensichtlich glatt ins Gesicht gelogen, dass da nichts dran ist und alles unverändert bleiben wird.





10 Künstlerinnen und das Blaue Wunder

14 09 2010

FPÖ Kundgebung 9.9.2010 - Publikum und Gegendemonstration. Foto: Martin Juen

10.10.10
10 Künstlerinnen und das Blaue Wunder
Anlässlich der Wiener Gemeinderatswahlen am 10. 10. 2010 zeigt die Galerie vor Ort, Wohlmutstraße 14-16, künstlerische Auseinandersetzungen mit den Themen der Wiener Politik und insbesondere des zu erwartenden Wahlkampfes. Die Ausstellung versteht sich als Kritik an den üblicherweise nichts sagenden Versprechungen und vereinfachenden Lösungen auf den Wahlplakaten und insbesondere als Gegengewicht zu fremdenfeindlichen Äußerungen von Politikerinnen.

In Kooperation mit dieser Ausstellung laden die Grünen Leopoldstadt zu politisch-kreativen Interventionen. EINTRITT FREI.

Freitag, 24. 9. 2010, 19.00 Uhr:
#1 DIE POLITIK IN DER KULTUR. Zur Beteiligung der MigrantInnen an der Wiener Kulturpolitik
Diskussionsabend mit: Radostina Patulova, freie Wissenschaftlerin, maiz, Vorstandsmitglied der IG Kultur Österreich
Petja Dimitrova, Künstlerin, Vorsitzende der IG Bildende Kunst, lehrt an der Akademie der Bildenden Künste in Wien
Ljubomir Bratic, Sozialwissenschafter, Co-Autor der Studie “Perspektiven der Kunst- und Kulturpolitik in Wien mit besonderem Fokus auf Migrationsrealität”
Begrüßung: Peter Horn, Kultursprecher der Grünen Leopoldstadt

Freitag, 1. 10. 2010, 19.00 Uhr:
#2 BUMSTA NAZI! Lachen über Rechtsextreme.
Martina Wurzer & Guests lesen Passagen aus einschlägigen Texten.
Begrüßung: Martina Wurzer, Spitzenkandidatin der Grünen Leopoldstadt für den Gemeinderat, Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Antifaschismus, Antirassismus, Zeitgeschichte, Frauen, Kultur

Freitag, 8. 10. 2010, 19.00 Uhr:
#3 FRAUENFILMABEND
Begrüßung: Uschi Lichtenegger, Klubvorsitzende der Grünen Leopoldstadt
Dagmar Ostermann und Ceija Stojka sind eingeladen.

„Aber in Auschwitz will ich begraben sein“
Die Geschichte der Dagmar Ostermann
2009. Länge 42 min. Regie: Marika Schmiedt
Beginn ca. 19.15

„Juden und Hunden ist der Eintritt verboten!“ 
Mit diesem Satz wird Dagmar Ostermann, die einen jüdischen Vater hat, am 11. März 1938 von einem Tag auf den anderen der Besuch in ihrem Stammcafè, der Konditorei Lehmann im 1. Bezirk, untersagt.
Die Deportation ins Konzentrationslager Auschwitz überlebt sie, entwürdigt als namenloser Häftling mit der Nummer 21946, nur durch Zufall.

Simone de Beauvoir live
Ein Filmporträt von Alice Schwarzer
1974. 45 min. Emma film edition
Beginn ca. 20.30

Seit 1971 waren Beauvoir und Schwarzer politische Weggefährtinnen und Freundinnen, was die ganz ungewöhnliche Intimität des Porträts erklärt. U.a. reden Beauvoir und Sartre erstmals in diesem Film über die Spielregeln ihrer Beziehung.

LUNGO DROM. LANGER WEG
Ceija Stojka
2009. 48 min. Regie: Marika Schmiedt
Beginn ca. 21.30

Sie hat den Massenmord an Roma und Sinti in den Konzentrationslagern als eine der wenigen überlebt: die Künstlerin Ceija Stojka.
Die Angst, die durch ihre Erinnerungen an die grauenhafte Kindheit im Todeslager und die wieder zunehmenden Verfolgungen von Roma in  Europa wach gehalten wird, hat sie an ihre Kinder und Enkelkinder weitergegeben - aber auch die Liebe zum Leben.

I have dreamt of working as a hairdresser
Dokumentarfilm von Lidija Mirkovic
Marikahaymatfilm 2008. 90 min
Beginn ca. 22.30

Den Kindern steht die Angst in den Augen, als sie am Flughafen Belgrad ankamen. Die Roma-Familien wurden aus Deutschland abgeschoben. Von nun an sie sammeln sie Abfälle, putzen Schuhe oder handeln auf dem Flohmarkt. Die Lebensbedingungen am Rande der Gesellschaft in den Slums sind unhygienisch oder sogar gefährlich. Schüler werden zu Opfern rechter Gewalttäter. Sie müssen sich als Straßenmusiker, Bettler oder Prostituierte durchschlagen. Es gibt viel Resignation und wenig Hoffnung. Das Schicksal von Iva und ihr Traum, Friseurin zu werden, geben dem Dokumentarfilm den Rahmen.





Jetzt geht’s endlich los!

9 09 2010

Wahlkampfstand am Vorgartenmarkt


Im Zweiten ist es Tradition, dass Wahlkampf auf den Märkten seinen Auftritt findet. So fragen mich immer wieder BewohnerInnen der Leopoldstadt, wann denn der Intensivwahlkampf der Grünen beginnt, wann man uns endlich auf den Märkten sieht.

Nun ist es soweit. Wer uns treffen will, wer mit uns sprechen möchte, kann das an den nächsten vier Samstagen auf unseren Leopoldstädter Märkten tun.

Wir Grüne haben in den letzten fünf Jahren im Bezirk gute Arbeit gemacht. Wir waren die Partei, die die Mehrheitspartei stets gefordert hat und so auch die einzige wirkliche Kontrollpartei der Opposition waren.
Egal ob bei den Baumfällungen beim Praterstadion, dem Skandal um den Riesenradplatz, dem Widerstand gegen die 21er-Einstellung oder beim Bauprojekt am Augartenspitz.
Weiter im Text:





Openairkino gegen die Diskriminierung und Stigmatisierung von Sexarbeiterinnen

31 08 2010

Stuwerkomitee, Lokativ und Grüne Frauen Leopoldstadt

laden herzlich zu einem Filmabend und zur Diskussion

Preview des Dokumentarfilmes
DER AUSSTIEG

Österreich 2010, 78 min, Regie: Si.Si. Klocker
Mittwoch, 1. September, 20.00 Uhr vor dem LOKATIV
Ecke Arnezhoferstraße/Wolfgang-Schmälzl-Gasse Stuwerviertel, U1 und U2 Praterstern Im Lokativ bei Schlechtwetter. Mehr zum Film und detailliertes Programm:





2. Juni – Internationaler Hurentag

2 06 2010

Frauen in der Sexarbeit haben ein Recht auf…

- eine verständliche, klare Regelung der Prostitution
- das Ende der Sittenwidrigkeit
- den Stopp der polizeilichen Registrierung
- ein freiwilliges, kostenloses Gesundheitsangebot
- Verhütungsmittel und
- nachhaltige, passgenaue Beratungsangebote

Wiener Grüne Frauen – für sicheres und selbstbestimmtes Arbeiten!

Uschi Lichtenegger, Monika Vana und Barbara Huemer vor dem Ambulatorium im 3., wo sie anläßlich des Hurentags den Sexarbeiterinnen ein Frühstück servierten und Rosen schenkten.

Anlässlich des heutigen Internationalen Hurentags solidarisieren sich die Wiener Grünen Frauen mit den Sexarbeiterinnen und fordern mehr Rechte statt Kriminalisierung der Sexarbeit, die Abschaffung der Sittenwidrigkeit und bessere Arbeitsbedingungen in der Prostitution. Dazu findet eine Kundgebung der Wiener Grünen gemeinsam mit der Beratungsorganisation LEFÖ und dem Forum Sexworker.at von 14 bis 18 Uhr am Urban-Loritz-Platz mit Musik statt. Hinkommen – anschauen!

In der Früh fand schon eine Aktion der Grünen Frauen vor dem STD-Ambulatorium statt, der einzigen Stelle in Wien, bei der Sexarbeiterinnen die wöchentliche Gesundenuntersuchung vornehmen können. Ohne wöchentliche Gesundenuntersuchung kein „Grüner Deckel“ – also keine Berechtigung zur Sexarbeit! Dazu kommt noch die Meldepflicht von Sexarbeiterinnen bei der Polizei. Aus unserer Sicht reine Schikane: Wir fordern, dass die Gesundenuntersuchung bei allen niedergelassenen ÄrztenInnen in Wien vorgenommen werden kann.

Mehr über die grünen Forderungen zum Hurentag: http://diestandard.at/1271377936567/Gruene-fordern-Einklagbarkeit-von-Honorare

Sexarbeit Thema bei der BürgerInnenversammlung „Aktuelle Verkehrsfragen im Stuwerviertel“





Das Stuwerviertel: Der Gratisparkplatz der Automesse

17 01 2010

Parkplatz am Gehsteig

Jedes Jahr im Jänner sorgen Auto- und Ferienmesse am Wiener Messegelände für massive Belästigungen der BewohnerInnen des Stuwerviertels und des Viertels zwischen Vorgartenstraße und Handelskai.

Auch heuer hat sich uns beim Lokalaugenschein am Samstag im Stuwerviertel das übliche Bild geboten. Viele kreisende Autos der MessebesucherInnen, die sich das Geld für die Parkhäuser sparen wollten, keine freien Parkplätze für die BewohnerInnen des Viertels und auch wieder verparkte Gehsteige.

Autos parken am Gehsteig und auf Baumscheiben

Am Freitag sorgte eine erkleckliche Anzahl von Parksheriffs dafür, dass nur Besucherautos mit Kurzparkscheinen im Stuwerviertel und am Handelskai parkten und dadurch die MessebesucherInnen gleich in die Messeparkhäuser fuhren, die Situation im Stuwerviertel war vergleichsweise entspannt. Am Samstag und Sonntag fiel dieses Argument weg, am Wochenende gilt noch immer kein Parkpickerl.

=> Parkpickerl auch am Wochenende





“unsere uni” im Stuwerviertel

26 11 2009

Ins Lokativ im Stuwerviertel kommen am Do, 26.11. Studierende und Lehrende für einen InfoAbend im zweiten Bezirk. Sie bringen VideoStream Beispiele aus den Plenumssitzungen der ersten Tage im Audimax, Hintergrundmaterial in Bild&Ton und berichten über die Geschichte, die Hintergründe, die Funktionsweise sowie über die Forderungen von #unsereuni.

Wir freuen uns über alle Interessierten, die vielleicht noch wenig über #unibrennt mitbekommen haben, sich ein genaueres Bild abseits der Medienberichterstattung machen wollen, direkte Fragen an BesetzerInnen richten möchten oder einfach neugierig sind auf Erzählungen zum inneren Aufbau der besetzten und selbstverwalteten Universität.

Berichte direkt aus der Selbstverwaltung von unsereuni.at dringen bislang hauptsächlich über das Internet nach Außen. Das ändert sich in dem Maße, in dem Studierende und Lehrende in Schulen, Buchhandlungen und Diskussionszentren in der Stadt kommen, um Fragen über #unibrennt zu beantworten und aus dem Zentrum der Proteste zu erzählen.

1020 Wien, Arnezhoferstr. 12 – U1/U2 Praterstern, Ausgang Venediger Au

http://www.lokativ.at/unibrennt/

http://www.lokativ.at/lokalisierbar/





Keine „Autobahnen“ im Wohngebiet

31 08 2009

IMG_4165Gestern abends war die Ampel bei der Kreuzung Lassallestraße/Hakortstraße nicht in Betrieb, sie war auf Gelbblinken geschaltet, obwohl der Wochenendrückreiseverkehr eingesetzt hatte und auch stadtauswärts viele AutofahrerInnen unterwegs waren. Diejenigen, die die „Autobahn“ Lassallestraße queren wollten, brauchten viel Geduld…
Diese Situation führte zu einem Unfall.








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