Die SPÖ wehrt sich gegen die 11er-Bim

23 06 2010

Utl.  Faktenverdreher unterwegs

Unterschreiben Sie für den 11er

Gestern haben wir mit unserer Kampagne für die Wiedereinführung der Straßenbahnlinie 11 gestartet. Diese soll die ständig überfüllte Buslinie 11A vom Stadion bis zum Friedrich-Engels-Platz ersetzen.

Auf diesen Vorschlag hat die SPÖ gleich mit einer 1 ½-seitigen Presseaussendung reagiert, in der sie erklärt, warum das nicht geht (so wie alles, was nicht von der SPÖ kommt…).

Die Tatsache, dass in dieser Presseaussendung der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ und die SP-Bezirksvorsteher aus der Brigittenau und der Leopoldstadt zu Wort kommen zeigt, dass sie den Vorschlag als für sich sehr gefährlich betrachten.

Und nun ein paar Anmerkungen zur SP-Presseaussendung





Mit der Buslinie 11A durch die Leopoldstadt!

18 06 2010

Am 10. & 11. Juni 2010 war ich mit der Videokamera unterwegs und zwar im Linienbus 11A, zwischen der Endstelle Krieau und der Millennium City.

Im Bus hatte es über 38°C. und viel Geduld war gefragt!

Hier mein Fahrtbericht vom Donnerstag, den 10. Juni, am Nachmittag:

  • 16:21 ging es vom Praterstern im leeren 82A zur Endstelle des 11A
  • 16:25 an Krieau11A fährt vor meiner Nase weg – Monsterstau in der Vorgartenstraße
  • 16:35 kommt der erste 11A – ein zweiter 11A kommt gleich dazu.
  • 16:38 Abfahrt in Richtung Stadion – halb voll – bis Meiereistraße – Engerthstraße retour (baustellenbedingt)
  • 16:43 Station Offenbachgasse
  • Ampel Elderschplatz – Machstraße – 1:20 Wartezeit
  • Jungstraße – Vorgartenstraße – ab da füllte sich der Bus – die Türen quietschten
  • 16:50 Lassallestraße – Station 1
  • 16:53 Lassallestraße – Station 2 – Bus = bum voll – weiter zur Millennium City – man wird gut DURCH GESCHAUKELT – dazwischen hatte der Bus 2 Störungen mit der Tür–Hydraulik und musste 2 mal neu gestartet werden
  • 17:02 an Millennium City – 2 Min. später kam der nächste 11A – voll –17:06 kam dann der 3. – voll!
  • auch der 5A war in Richtig Leopoldstadt voll besetzt!
  • 17:19 ab Millennium City gesteckt voll – Bus hatte eine defekte Tür
  • 17:25 Station Innstraße – eine Frau schrie von außen: bleibens stehn, meine Kinder sind noch drinNotbremse – ich flog mit Kamera auf eine Frau…
  • 17:27 Eine Frau meinte: …den 21er hams einstellt, ….jeden Tag das selbe Theater, … die Stimmung im Bus war angespannt.
  • 17:33 Lassallestraße (an allen 4 Stationen – viele Menschen)
  • 17:37 Station Hillerstraße – alle mussten aussteigen – Bus fährt aus Plan–Technischen Gründen wieder zurück. (Kurzführung)
  • 17:38 Umsteigen in den nächsten Bus – wieder voll – dann Stau in der Engerthstraße (Fahrer öffnete zwischendurch die Türen, damit die Menschen zur U2 gehen konnten.
  • 17:51 Passieren der Kreuzung – Machstraße zur Vorgartenstraße
  • (Bei einer Grünphase kommen 3 KFZ drüber)
  • 17:55 Ankunft Krieau – Bus 11A fuhr wieder normal über die Offenbachgasse weiter.
  • In der Vorgartenstraße war Stau vom Elderschplatz bis zur Meiereistraße. (in beiden Richtungen)
  • Auf den nächsten 11A mussten die Menschen über 20 Min. warten
  • Auch die Fahrten zwischen 7h – 10h, am 11. Juni 2010 waren ähnlich der Fahrt vom Vortag

Zusammenfassung der beiden Fahrten mit dem 11A:

  • – SAUNA – QUIETSCHEND – LAUT – MANN /FRAU WIRD DURCH GESCHAUKELT – UNPÜNKTLICH – UNREGELMÄSSIGE INTERVALLE – AMPELSCHALTUNGEN und BAUSTELLENKOORDINATION sind nicht auf die ÖFFIS abgestimmt.
  • Eine Qual für alle Menschen die auf den 11A angewiesen sind.

Der 11A ist eine absolut wichtige Quer-Verbindung zwischen der Leopoldstadt, der Brigittenau und Döbling.

Dieser Bericht sowie das dazugehörige Video sollen die Politiker und die Wiener Linien wachrütteln, dass diese wichtige Verbindung wieder eine leise, moderne, bequeme und pünktliche Linie wird.

Am besten in Form einer Straßenbahn – dem 11er.

Robert





So könnte die Ausstellungsstraße aussehen!

19 05 2010

Zürich - Badenerstraße: Bim auf Rasengleis, daneben wenige Autos, keine Parkplätze

Im Zuge der U2-Eröffnung hat die SPÖ die Straßenbahnlinie 21 gekillt. Im Anschluss daran hat die Stadt Wien die Ausstellungsstraße umgebaut

So wie sich die SPÖ die perfekte Straße halt vorstellt – nämlich autogerecht:

Ausstellungsstraße: Betonwüste statt Lebensraum Straße

Jede Menge neue Parkplätze, zwei bis vier Fahrspuren, viele Ampeln, eigene Abbiegespuren und am Rand Radwege, die v.a. bei den Kreuzungen ein hohes Konfliktpotential mit FußgängerInnen und abbiegenden AutofahrerInnen in sich bergen. Und über weite Strecken völlig ohne Gehsteig auf der Seite des Praters – da braucht sich jetzt niemand wundern, dass die FußgängerInnen dort eben am Radweg gehen.

Wie wir befürchtet

U-Bahnaufgang Messe: Wenn die/der RadlerIn zwischen Stationsgebäude und Parkverbotsschild durchgekommen ist, lauern immer noch FußgängerInnen aus dem U-Bahnaufgang, die auf den Radweg steigen (und daran sind nicht die FußgängerInnen schuld, sondern die völlig verkorkste Anlage des Radwegs).

haben, ist die Ausstellungsstraße durch den Umbau zu einer Rennstrecke geworden, das Tempo ist eindeutig höher geworden. Klar, weder RadfahrerInnen noch eine Straßenbahn stehen nun mehr im Weg, die Straße ist zu einem seelenlosen, gefährlichen Schlauch verkommen.

Unter einem Grünen Bezirksvorsteher hätte die Straße sicher ganz anders ausgesehen. Wahrscheinlich so ähnlich wie die Badenerstraße in Zürich in der Nähe des Fußballstadions Letzigrund.

Dominierendes Element dieser Straße ist ein Rasengleis für die Straßenbahn. Daneben gibt es genau eine Fahrspur in beide Richtungen für den Autoverkehr. Aufweitungen für Abbieger habe ich dort keine gesehen.
Und ganz wichtig: Keine parkenden Autos am Straßenrand. Das gibt es übrigens häufig in Europas Städten.
Nur Wien ist anders – hier dominiert das abgestellte Blech den Straßenraum.

Ein weiterer Unterschied zwischen Wien in Zürich:

Zürcher Ampelschaltung: Wenn sich die Bim der Kreuzung nähert bekommt sie Grün, ohne dass sie stehen bleiben muss.

In Wien steht die Vorgabe „Öffis – Halt nur an Haltestellen“ seit 2003 im Masterplan Verkehr, dem offiziellen Verkehrskonzept der Stadt Wien. Doch in der Wiener Realität ist das viel zu selten umgesetzt – Papier ist eben geduldig.

In Zürich ist die Vorgabe in die Realität umgesetzt. Dort müssen die Öffis bei Ampeln einfach nicht stehen bleiben, weil sie immer rechtzeitig Grün bekommen.





Keine Bim durch das Nordbahnhofgelände!

30 06 2009

Eigentlich ist es ja keine Überraschung mehr:

Die Verlängerung der Straßenbahnlinie O in das immer bevölkerungsreicher werdende Nordbahnhofgelände ist nun endgültig gestorben. :evil:

Was hat die SPÖ nur gegen Straßenbahnen?

Was hat die SPÖ nur gegen Straßenbahnen?

Die MA18 plant bereits seit sage und schreibe einem Jahrzehnt daran. Der Brigittenauer Bezirksvorsteher blockiert ebenso lange und der Leopoldstädter Bezirksvorsteher hat dazu nichts zu sagen; – zumindest habe ich von ihm dazu nichts in der Öffentlichkeit gehört.

Die Verlängerung der Linie O durch das Nordbahnhofgelände über die Engerthstraße bis zum Friedrich- Engels-Platz mit einer guten Anbindung an U6 und die S45 ist bereits im Masterplan Verkehr 2003 (dem Verkehrskonzept der Stadt Wien) enthalten. Auch in der Fortschreibung des Masterplans (2008) ist diese Verlängerung unverändert enthalten.
Doch seit kurzem liegt uns eine Anfragebeantwortung von Bezirksvorsteher Kubik vor, in welcher er erklärt

„dass aus heutiger Sicht keine Straßenbahnlinie in das Nordbahnhofgelände geplant ist.“

Den Rest des Beitrags lesen »





Laufende Umfrage zum Nordbahnhofviertel

24 06 2009

Beteiligen Sie sich an der Abstimmung: Bus oder Bim?
Und informieren Sie sich hier über den Planungsstand!
Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!





Bim oder Bus für das Nordbahnhof Grätzl?

16 06 2009

Was sagen Sie?

Die Autobuslinie 11A und die U-Bahnlinie U1 sind häufig überlastet. Mit der Bebauung des Nordbahnhofgeländes werden viele zusätzliche Menschen in den Bezirk ziehen. Doch welche öffentlichen Verkehrsmittel werden ihnen zur Verfügung stehen?

Stand der aktuellen Verkehrsplanung der Stadt Wien

Stand der aktuellen Verkehrsplanung der Stadt Wien

zur Vorgeschichte und zur ABSTIMMUNG …





Kuriose Verkehrszeichen in der Leopoldstadt Teil 1

22 01 2009

Von Anfang Juli 2008 bis zum heutigen Tag ist dieser Abschnitt der Engerthstraße 244 eine Baustelle .

kummt do vielleicht a Bim? oder do net?

kummt do vielleicht a Bim? oder do net?

Bereits am 7. Juli 2008, also kurz nach der Euro, wurde begonnen zwischen den Stationen Meiereistraße und Stadion die ersten 310 Meter Schienen des 21ers zu demolieren.

Den Rest des Beitrags lesen »





21er ins Nordbahnhofgelände?

5 05 2008

Wer hat recht – Schicker oder Hora?

Das Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs wird entwickelt, es soll dort ein neuer Stadtteil entstehen. Seit etlichen Jahren plant die MA18 bereits an einer Straßenbahnlinie, die das Gebiet erschließen soll und vom Praterstern bis zum Fr. Engelsplatz führen soll. Seit Jahren geht nichts weiter, weil der Brigittenauer Bezirksvorsteher dagegen ist, er fürchtet um einige Parkplätze.

Doch nun scheinen sich die Ereignisse zu überschlagen (*Achtung: Ironie*).

Am 2.4.08 erklärt SP-Gemeinderat Karlheinz Hora, immerhin der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ, in einer Presseaussendung, dass „im Zuge des Vorhabens der Realisierung des Stadtentwicklungsgebietes im Bereich des ehemaligen Nordbahnhofgeländes auch die Führung einer Straßenbahnlinie durch die Heinestraße in dieses Gebiet geplant wäre.“

Knapp eine Woche später erklärt SP-Verkehrsstadtrat Schicker (in einer Audiobotschaft auf der SP-Homepage), dass der O-Wagen über die Nordbahnstraße verlängert, dann durch eine Unterführung ins Nordbahnhofgelände hineinfahren und schließlich im Nordbahnhofgelände enden wird.

Warum widersprechen sich die beiden SP-Verkehrszuständigen? Will Hora nur wegen der geplanten 21er-Auflassung beschwichtigen oder verheimlicht ihm der Stadtrat etwas…?

Leider halte ich die Wahrscheinlichkeit für ziemlich hoch, dass überhaupt keine Straßenbahnlinie das Nordbahnhofgelände queren wird und die Leopoldstädter Genossen sich auch in diesem Fall mit suboptimalen Buslösungen zufrieden geben werden – ist sicher viel billiger für die Wiener Linien, so wie beim 21er ;-(

wolfgang





Der 21er futsch: die SPÖ steht voll dazu

30 04 2008

Gestern in der Verkehrskommission.

BR Schöfbeck SPÖWir konfrontieren die SPÖ wieder und wieder damit, dass der 21er unersetzlich ist. Dass Schulkinder ihn brauchen, dass die SeniorInnen ihn brauchen. Und wir fragen, ob sie sich die Einstellung der Bim auch gut überlegt haben. Die lapidare Antwort: Mir stengan dazu. Ich kanns nicht glauben. Liebe Genossen, stengans da draussen auf der Straßn auch noch dazu?

Jutta