Ausstellung „Zerstörte Synagogen“ eröffnet

14 10 2010

Im Grätzelzentrum am Max-Winterplatz wurde gestern die Ausstellung „Zerstörte Synagogen“, erstellt von Bob Martens und Herbert Peter, eröffnet. Diese war zuvor schon in der Brigittenau zu sehen und wurde jetzt mit Schautafeln der Synagogen der Leopoldstadt ergänzt.
In den letzten Jahren wurden über 20 Synagogen virtuell rekonstruiert und in die Straßenzüge eingebaut. Auch Modelle sind zu sehen und Pläne wurden ausgegraben.
Es sprachen Peter Mlczoch (GB), BV Gerhard Kubik und Ausstellungsmacher Bob Martens. Es begrüßte auch der „Doyen“ der österreichischen Synagogenforschung, Pierre Genée, die Gäste. BesucherInnen brachten sich in die Diskussion ein und erzählten von ihrem Wissen zu Synagogen und Bethäusern. Ein Büchertisch des Verlags Mandelbaum mit einschlägigen Büchern und die Publikation
Die zerstörten Synagogen Wiens
Wien: Mandelbaum, 2010, 2. Auflage
von den Ausstellungsmachern Bob Martens und Herbert Peter lagen auf.
Mehr zu den technischen Details der virtuellen Rekonstruktion der Synagogen auf der Webseite von Bob Martens: http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/6646/
Die interessante Ausstellung ist nur bis zum 29. Oktober zu sehen, also schnell vorbeischaun, am besten gleich kommenden Sonntag, 17.10., 15 Uhr, es werden neue Stationen des Wegs der Erinnerung durch die Leopoldstadt eröffnet:

WEG DER ERINNERUNG LEOPOLDSTADT – neue Stationen und ihre Geschichte(n)
Sonntag, 17.Oktober 2010 um 15h
im Grätzelzentrum der Gebietsbetreuung

Eröffnung: Es sprechen Angehörige und Elisabeth Ben David-Hindler (Verein Steine der Erinnerung).
Anschließend Begehung einiger Stationen im Stuwerviertel.

Ausstellung „Zerstörte Synagogen“, 13. bis 29. Oktober 2010
Montag bis Mittwoch 9.00 – 12.00 Uhr, 13.00 – 17.00 Uhr, Donnerstag, 13.00 – 19.00 Uhr, Freitag, 9.00 – 12.00 Uhr – am besten nach tel. Voranmeldung, damit der Ausstellungsraum nicht gerade besetzt ist: (+43 1) 214 39 04
Ort: Grätelzentrum der Gebietsbetreuung
Max-Winter Platz 23, 1020 Wien

Mehr Fotos zur Ausstellungseröffnung hier.





Der Renner-Preis 2010 geht an drei Vereine aus der Leopoldstadt: Hemayat, Steine der Erinnerung, Theodor Kramer Gesellschaft

28 07 2010

Elisabeth Ben David Hindler, Initiatorin der „Steine der Erinnerung“, Frau des Jahres 2010

Wir freuen uns, drei Vereine aus der Leopoldstadt sind die diesjährigen Preisträger der Dr.-Karl-Renner-Stiftung:

Der Verein Hemayat (arabisch für “Schutz”) wurde 1995 gegründet und bietet seither Hilfe für Folter- und Kriegsüberlebende an. Ein Großteil der Patienten stammt dabei aus Tschetschenien, Afghanistan, dem Iran und Georgien. Die Unterstützung von Hemayat ist dabei für die Klienten kostenlos.

Der Verein Steine der Erinnerung gestaltete 2005 die Straße der Erinnerung am Volkertplatz: in den Boden gesetzte Messingtafeln – Steine der Erinnerung – schaffen eine Gedenkstätte für die ermordeten und vertriebenen Menschen.
Das Projekt führte zu den „Wegen der Erinnerung“, die zu vielen für das frühere jüdische Leben…





Rassismusfreie Leopoldstadt – Aktionstag – Freitag, 2. Oktober 2009

1 10 2009

Bierdeckel RassismusAb 10:00 – 19:30 am Karmeliterplatz  stellen sich im Stundentakt antirassistische Initiativen vor, begleitet von Musik, Performance, Lesungen, Musical …
Verein Ute Bock, Sonderpädagogisches Zentrum Leopoldstadt, ZARA, Steine der Erinnerung, SOS Mitmensch, Ehe ohne Grenzen, Wagenplatz Hafenstraße, Josephinisches Erlustigungskomitee u.a.
Wir sehen den/die Aktionstag/Aktionswoche Rassismusfreie Leopoldstadt nicht bloß als kurze Demonstration, sondern als Auftakt zur ständigen Diskussion, wie wir ein friedliches solidarisches Zusammenleben (zumindest) im Bezirk Leopoldstadt gestalten können, wo nur mehr EINE Geisteshaltung diskriminiert und ausgegrenzt bleiben soll: Rassismus und Faschismus.
Den Aktionstag veranstalten wir gemeinsam mit dem Verein Ute Bock, dem Werkkreis für Literatur der Arbeitswelt und der KPÖ. Spenden werden gesammelt für den Verein Ute Bock. Unterstützt wird der Aktionstag von dem Personenkomitee „Rassismusfreie Zone Leopoldstadt und anderswo“.

Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Das Programm der Woche und des Aktionstages ist einzusehen auf der Homepage
www.rassismusfreiezone.at
Detailliertes Programm:








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