Im Grätzelzentrum am Max-Winterplatz wurde gestern die Ausstellung „Zerstörte Synagogen“, erstellt von Bob Martens und Herbert Peter, eröffnet. Diese war zuvor schon in der Brigittenau zu sehen und wurde jetzt mit Schautafeln der Synagogen der Leopoldstadt ergänzt.
In den letzten Jahren wurden über 20 Synagogen virtuell rekonstruiert und in die Straßenzüge eingebaut. Auch Modelle sind zu sehen und Pläne wurden ausgegraben.
Es sprachen Peter Mlczoch (GB), BV Gerhard Kubik und Ausstellungsmacher Bob Martens. Es begrüßte auch der „Doyen“ der österreichischen Synagogenforschung, Pierre Genée, die Gäste. BesucherInnen brachten sich in die Diskussion ein und erzählten von ihrem Wissen zu Synagogen und Bethäusern. Ein Büchertisch des Verlags Mandelbaum mit einschlägigen Büchern und die Publikation
Die zerstörten Synagogen Wiens
Wien: Mandelbaum, 2010, 2. Auflage
von den Ausstellungsmachern Bob Martens und Herbert Peter lagen auf.
Mehr zu den technischen Details der virtuellen Rekonstruktion der Synagogen auf der Webseite von Bob Martens: http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/6646/
Die interessante Ausstellung ist nur bis zum 29. Oktober zu sehen, also schnell vorbeischaun, am besten gleich kommenden Sonntag, 17.10., 15 Uhr, es werden neue Stationen des Wegs der Erinnerung durch die Leopoldstadt eröffnet:
WEG DER ERINNERUNG LEOPOLDSTADT – neue Stationen und ihre Geschichte(n)
Sonntag, 17.Oktober 2010 um 15h
im Grätzelzentrum der Gebietsbetreuung
Eröffnung: Es sprechen Angehörige und Elisabeth Ben David-Hindler (Verein Steine der Erinnerung).
Anschließend Begehung einiger Stationen im Stuwerviertel.
Ausstellung „Zerstörte Synagogen“, 13. bis 29. Oktober 2010
Montag bis Mittwoch 9.00 – 12.00 Uhr, 13.00 – 17.00 Uhr, Donnerstag, 13.00 – 19.00 Uhr, Freitag, 9.00 – 12.00 Uhr – am besten nach tel. Voranmeldung, damit der Ausstellungsraum nicht gerade besetzt ist: (+43 1) 214 39 04
Ort: Grätelzentrum der Gebietsbetreuung
Max-Winter Platz 23, 1020 Wien
Mehr Fotos zur Ausstellungseröffnung hier.

Ab 10:00 – 19:30 am Karmeliterplatz stellen sich im Stundentakt antirassistische Initiativen vor, begleitet von Musik, Performance, Lesungen, Musical …
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