(Traum)Bildung – Das grünalternative Sommercamp am Attersee

8 07 2010

Grünalternative Jugendorganisationen aus Österreich, Bayern und der Schweiz veranstalten von Mittwoch, 18. August bis Sonntag, 22. August das grünalternative Sommercamp in Weißenbach am Attersee.

Die Bildungssysteme sind in vielerlei Hinsicht schlichtweg miserabel. Die Politik zielt immer mehr darauf ab, Bildung als reine Ausbildung zu sehen.

Freie Bildung jenseits von grauen Schulalltagen, überfüllten Unis, sozialer Selektion, verschulten Lehrplänen ist heute mehr denn je eine Illusion. Die unibrennt–Bewegung auf den Universitäten hat gezeigt, dass SchülerInnen und StudentInnen nicht mehr bereit sind, diese Situation hinzunehmen.

Da sich die Dinge ändern müssen, werden am Sommercamp Kritik und Träume formuliert und Lösungen und erfolgreiche Strategien gesucht.

Abseits des Schwerpunktthemas gibt’s noch eine Menge anderer Workshops zu Themen wie Drogenpolitik, Pressearbeit, Postkolonialismus, Wasser, Trampen, Grundeinkommen und vieles mehr. Außerdem wird es auch genug Zeit fürs Baden, Party und Anderes geben.

Anmeldung und weitere Infos auf http://sommercamp.me/





Platz für die Kinder!

6 10 2009
Schließung einer Volksschule auf Kosten der Kinder

Schließung einer Volksschule auf Kosten der Kinder

Die Misere begann 2005 als die SPÖ von einem Tag auf den anderen die Volksschule Leopoldsgasse 3 zusperrte. Verzweifelte Proteste der Eltern, Unterschriftenlisten und ein Protestmarsch zum Stadtschulrat halfen nichts.

Bezirksvorsteher Kubik erklärte, dass es für die Volksschule Leopoldsgasse zu wenig SchülerInnen gäbe.

Bereits damals warnten wir davor, dass dieses Zusperren zu längeren Schulwegen für die Kinder und überfüllte Klassen in den verbliebenen Volksschulen führen wird .

Wir sollten leider recht behalten. Den Rest des Beitrags lesen »





Streik der SchülerInnen – sehr berechtigt

24 04 2009
Heute Streik der SchülerInnen

Heute Streik der SchülerInnen

Zugegeben, ich schätze die freien Fenstertage nach den Donnerstagfeiertagen im Frühling sehr, weil ich da hin und wieder mit Familie auf Kurzurlaub fahre. Deswegen bin ich von der Streichung der schulautonomen Tage auch persönlich betroffen.

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Autobahnen oder Volksschulen?

28 03 2009
Bildung statt Autobahnen

Bildung statt Autobahnen

Letzten Samstag les ich in den Salzburger Nachrichten einen interessanten Artikel zur aktuellen Debatte um die Schulpolitik.

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Nein zum PPP-Modell für Schulen!!!

25 03 2009

Wir sind im 2. Bezirk mit dem Public Private Partnership-Model (PPP) zur Errichtung und dem Betrieb der neuen Schule am Nordbahnhof konfrontiert. Die Errichtung und den Betrieb übernimmt ein privater Betreiber für die nächsten 22 Jahre plus 2 Jahre Kündigungsfrist. Das Modell ist aus folgenden Gründen abzulehnen:

1) Die Stadt Wien will die Erhaltungspflichten privatisieren. Das ist das Eingeständnis es in der Vergangenheit nicht zusammen gebracht zu haben die nötigen Mittel rechtzeitig bereitzustellen. Es ist aber kein Versagen des Prinzips „öffentlich“, sondern ein Versagen des Systems SPÖ-Wien. Ich halte es daher für unerträglich wenn sich die SPÖ aus der Verantwortung stiehlt und es anstatt besser zu machen gar nicht mehr macht!

2) Das PPP-Modell ersetzt demokratische Aushandlungsprozesse durch ein komplexes Vertragswerk. Das ist ein Kernelement des Neoliberalismus und das ohne erkennbaren Mehrwert – nicht das ich der Meinung wäre der Verzicht auf demokratische Prozesse lasse sich finanziell abgelten.

3) Die Laufzeit von 22+2 Jahren ist für ein privatrechtliches Vertragswerk zu Lange für die Substanz von Gebäuden zu kurz. Porr verpflichtet sich nach diesen 24 Jahren ein Gebäude in gutem Zustand zu übergeben. Bei einem Neubau nach modernsten bautechnischen Standards gehe ich davon aus, dass die großen Substanzprobleme erst nach dieser Frist auftreten – siehe unsere aktuellen Sanierungsfälle!

Gleichzeitig ist es äußerst ungewiss ob der private Vertragspartner über die gesamte Lebensdauer des Vertrags existiert. 24 Jahre ist eine doppelte Ewigkeit in der Bauwirtschaft und mit einem möglichen Konkurs ist auch die gewünschte Planbarkeit der Kosten dahin.

4) Dezentralisierung: Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das Vorgehen der Dezentralsierungsverordnung entspricht. Die Gemeinde Wien entzieht dem Bezirks mittels eines Vertrags die Erhaltungspflichten für das Schulgebäude für 24 Jahre. Das ist re-Zentralisierung durch die Hintertür.

5) Kosten: Zumindest für den Bezirk wird es teurer als die herkömmliche Variante. Die Kosten pro Klasse pro Jahr entsprechen genau den Koste, die wir in der Vergangenheit für die maroden alten Gebäude aufwenden mussten. Und das obwohl das Gebäude im Niedrigenergiestandard errichtet wird und in den ersten Jahre keine größeren Erhaltungskosten anfallen können.

6) Budgetkosmetik: Die Stadt Wien gibt zu diese Schule nur so errichten zu können. sonst wäre das Geld dafür nicht vorhanden. Das kann doch nicht sein, dass laufend Garagen errichtet werden können aber für Schulgebäude fehlt das Geld!





Verschrottungsprämie für Schmieds Bildungspolitik!

1 03 2009

Ich würde die Bildungspolitik unserer Regierung gerne gegen eine neue, zeitgemäße eintauschen. Die alte kann einfach verschrottet werden.

recycling

Wir haben in den letzten fünf, sechs Jahren ja schon viel Unfug erlebt in unseren Schulen. Die Sparefrohministerinnen, früher Gehrer – nun Schmied, zerstören die Zukunft ganzer Generationen. Da wurden fleissig Stunden gekürzt, Stellen nicht nachbesetzt, Förderstunden reduziert, Freiwillige Übungen weggekürzt, Sozialarbeit für unnötig befunden und gespart an allen Ecken. Und nun heißt es, die LehrerInnen sollen halt zwei Stunden länger unterrichten, dann kann die Bildungsreform weiter durchgeführt werden.

Hallo?

Da frage ich mich erstens gleich: welche Bildungsreform denn bitte? Denn da war genau gar keine. Die neue Mittelschule kanns ja wohl nicht sein. Und zweitens: soll der Unterricht jetzt besser werden wenn die PädagogInnen fürs gleiche Gehalt mehr arbeiten müssen? Und drittens: fein, dass jetzt wieder einmal hunderte JunglehrerInnen in die Arbeitslosigkeit geschickt werden, sie sind die Unsicherheit eh schon gewohnt…

In Krisenzeiten Geld bei Schule und Ausbildung zu sparen, ist grob fahrlässig und vernichtet die Chancen unserer Kinder. Ich will, dass die LehrerInnen deutlich bessere Bedingungen für ihre wertvolle und stressige Arbeit vorfinden: kleinere Klassen, mehr Freiraum, SozialarbeiterInnen und Supervision an den Schulen. Und ein Umdenken der Politik: das Beste ist für für Kinder und deren Bildungsweg gut genug. Hier wird nicht gespart. Aber Darabos kauft dann halt keine Panzerfahrzeuge um 200 Millionen Euro. Schöner Gedanke irgendwie.

Jutta