Ich bin echt sauer

9 10 2009
Literatur à la FPÖ

Literatur à la FPÖ

Der Ghostwriter der FPÖ für Presseaussendungen ist offenbar ein echt begnadeter Stammtisch-Literat. Im Ernst. Zwar sorgen seine Formulierungen immer wieder für Erheiterung, aber vom schriftstellerischen Standpunkt aus gesehen hat der Mann (eine Frau wird es bei der FPÖ wohl kaum sein) echt was drauf. Ohne wenn und aber.

Ein gutes Beispiel dafür war die heutige Presseaussendung des FP-Klubobmanns der Leopoldstadt. Eine Rücktrittsaufforderung klingt normalerweise wesentlich fader.

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Augartenspitz gewaltsam geräumt – was gilt das Wort des Bürgermeisters?

7 10 2009
Die Sängerknaben-Truppe bei der Arbeit

Die Sängerknaben-Truppe bei der Arbeit

Mitten in der Nacht, heute um 4 Uhr, standen 3 PolizistInnen und ca. ein Dutzend Männer in Zivil vor dem Eingang zum Augartenspitz.
Und tatsächlich, die private Truppe im Auftrag der Sängerknaben stürmt das Gelände und errichtet erneut einen Bauzaun. :shock:

Stadt Wien putzt sich ab
Heute wurde jedenfalls die Hinhaltetaktik von Bürgermeister Häupl offenkundig. Weder hat er zwischen den Konfliktpartnern vermittelt noch ging die heutige Räumungsaktion ohne Polizeieinsatz von statten.

Die Bürgerinitiative hatte den Bürgermeister wiederholt zu Gesprächen eingeladen, – schlussendlich immer vergeblich.
Sein Spezi Walter Nettig, Altknabe der Wiener Sängerknaben, hatte den Medien wiederholt erzählt, er würde mit den Anrainern und der Bürgerinitiative reden – und hat es natürlich nie getan, sondern Gespräche seit jeher verweigert.

Ungeachtet der Auflösung der Besetzung wollen die AktivistInnen weiterhin ihren Protest kundtun. Für 18.00 Uhr plant der Verein „Freunde des Augartens“ eine Kundgebung am Augartenspitz. Je mehr AugartenfreundInnen daran teilnehmen, desto besser. Die PolitikerInnen sollen sehen, dass der Erhalt des Augartenspitzes vielen Menschen (und damit potentiellen WählerInnen, Herr Häupl) am Herzen liegt.
Bitte kommt alle.

Wolfgang

Die Bürgerinitiative hat den Bürgermeister zu einem Gesprächstermin eingeladen - vergeblich

Die Bürgerinitiative hat den Bürgermeister zu einem Gesprächstermin eingeladen - vergeblich





Wer spricht hier mit gespaltener Zunge?

10 07 2009

Wenn man sich den gestrigen Artikel in der Wiener Zeitung durchliest, muss man sich die Frage stellen, wer den Polizeieinsatz am Mittwoch nun tatsächlich veranlasst hat.

Mitte: Sängerknaben-Präsident Walter Nettig, rechts: Sängerknaben-Mäzen Peter Pühringer

Mitte: Sängerknaben-Präsident Walter Nettig, rechts: Sängerknaben-Mäzen Peter Pühringer

Burghauptmann Beer

Burghauptmann Beer

Der Wiener Burghauptmann Beer , der den Augarten (im Besitz der Republik Österreich, also des Volkes) verwaltet, erklärt hier (gleichlautend in der entsprechenden APA-Meldung):

“Wir haben auf Wunsch der Sängerknaben gehandelt.“

Weiter heißt es aber:

„Bemerkenswert ist jedoch, dass der oberste Sängerknabe, nämlich Präsident Walter Nettig, nichts von der Entscheidung wusste. „Ich war nicht eingebunden, aber ich stehe voll zum Bauprojekt“, erklärt der Ex-Chef der Wiener Wirtschaftskammer im Gespräch mit der „Wiener Zeitung“. Er lässt aber leise Kritik am Vorgehen durchklingen: „Ich bin ein Mensch, der gerne spricht. Ich weiß nicht, ob es notwendig war.“

Das ist ein klarer Widerspruch.
Was ist da also wirklich geschehen?

Hypothese 1: Beer ruft am Dienstag beim Sängerknaben-Portier an, der mit einer Räumung einverstanden ist. Der Sängerknaben-Portier erstattet dem Sängerknaben-Präsidenten aber keine Meldung von dem Anruf.

-> Ein Rüffel für den Sängerknaben-Portier ist das mindeste.

Hypothese 2: Alt-Sängerknabe und aktueller Sängerknaben-Präsident Walter Nettig hat Beer – direkt oder indirekt – gebeten, die Räumung des Augartenspitzes zu veranlassen. Nun hat er aber angesichts der vernichtenden Medienberichte über den Polizeieinsatz kalte Füsse bekommen, will von nichts gewusst haben und lässt Burghauptmann Beer im Regen stehen.

-> Nicht gerade die feine englische Art.

Hypothese 3: Burghauptmann Beer hat tatsächlich eigenmächtig gehandelt und schiebt die Sängerknaben als Veranlasser der Räumung vor.

-> Eine Untersuchung durch unabhängige Stellen ist angebracht. Sollte die Untersuchung ergeben, dass Burghauptmann Beer tatsächlich eigenmächtig gehandelt hat und danach die Unwahrheit gesagt hat, ist sein Rücktritt fällig.

Mehr Möglichkeiten zur Erklärung dieses Widerspruchs fallen mir nicht ein.
Dir/Ihnen vielleicht?

Wolfgang





100 Polizisten gegen die AugartenschützerInnen

8 07 2009

Heute Früh hat die Wega den Augartenspitz geräumt.

Die Wega im Einsatz - gegen dasVolk

Die Wega im Einsatz - gegen das Volk

Nähere Details dazu hier.

Schließlich noch das erste Video vom Polizeieinsatz.