Radfahren in der Lassallestraße

20 10 2011

Die Stadtautobahn Lassallestraße schaufelt Autoverkehr in die Leopoldstadt

Die Lassallestraße ist eine Bundesstraße (B8) und eine der am meisten befahrenen Straßen in der Leopoldstadt. Doch in der Lassallestraße sind nicht nur viele Autos auf 6 Spuren unterwegs, auch die U1 transportiert im Untergrund täglich Tausende Menschen. Und schließlich fahren an starken Tagen auch noch fast 6.000 RadfahrerInnen in der Lassallestraße. Und das auf einem 2-Richtungs-Gehsteig-Radweg, der nicht mehr dem aktuellen Stand der Verkehrsplanung entspricht.

Weiter im Text:





3 Stunden Bezirksparlament

28 09 2011

Diesmal leider kein Liveblog von der Bezirksvertretungssitzung Leopoldstadt, aber zumindest nur eine kurze Zeitverzögerung.





Die „Kritische Masse“ und die Leopoldstadt

15 09 2011

Diesen Freitag, den 16.9.2011, ist es wieder Zeit für Critical Mass. Wer gemeinsam mit anderen gemütlich und mit viel Platz für sich durch Wien radeln möchte, sollte unbedingt dabei sein.

Bei Critical Mass geht es darum, dass sich eine kritische Masse an Radfahrern trifft, gemeinsam radelt und sich damit Platz im öffentlichen Raum schafft. Durch die Menge der Radler kann auch auf Straßen gefahren werden, wo sonst nur Autos fahren. Man sieht dadurch die Stadt von einer anderen Seite, die normalerweise den Autofahrern vorbehalten ist. Im Gegensatz zu uns auf unseren Rädern, können sie aber die Stadt nicht so genießen, weil sie entweder an den Häuserfronten schnell vorbeiziehen oder im Stau stecken und im Frust die Rückseite des Vorderautos anstarren.

Im Mai waren wir mit 700 RadlerInnen am Gürtel und Wienzeile unterwegs. Kurz vor dem Ende haben wir noch ein paar Runden vor Schloss Schönbrunn gedreht.

Der Naked-Bike-Ride im Juni war so etwas wie der offizielle Höhepunkt der Critical-Mass-Ausfahrten. Heuer gab es wunderschönes Wetter und viele hatten etwas weniger Bekleidung an. Die ganz mutigen haben sich verkleidet oder mit Bodypainting herausgeputzt.

Dabei ging es auch durch die Leopoldstadt über die Praterstraße und Praterstern, den wir dreimal umrundet haben. Danach weiter über die 3-spurige Lassallestraße, wo statt den Autorasern gemütliche Radfahrer unterwegs zur Reichsbrücke waren. Zum Abschluss gab es auf die Donauinsel Essen von der Volxküche und viele kühlten sich in der neuen Donau ab.
Auch im Juli und August ging es durch die Leopoldstadt. Für die jetzige Ausfahrt im September ist wieder ideales Wetter mit Sonnschein vorhergesagt. Wer sich ein Bild machen will, dem sei das Youtube-Video vom Juni empfohlen:

Und im Anschluss an die Critical Mass gibt es noch die Möglichkeit, am Jubiläums-Friday-Night-Skating (200. Ausgabe) teilzunehmen – auch mit Fahrrädern. Abfahrt ist wie immer um 21 Uhr am Wiener Heldenplatz.
Diesmal geht es über die A22 – Nordbrücke nach Floridsdorf. Oft hat man nicht die Gelegenheit, mit Skates und Fahrrädern auf einer Autobahn zu fahren.

Wäre es nicht herrlich, wenn wir immer ungefährdet die normalen Straßen benützen könnten? Wir wollen uns nicht mehr mit engen, gefährlichen, Konflikte mit Fußgängern fördernden Radwegen abfinden.

Am 22.9.2011 findet übrigens der alljährliche autofreie Tag statt, um für eine umweltfreundliche Mobilitätspolitik zu werben. Unter anderen mit der Sperre des Rings und einem Rasen am Ring zum gemütlichen Picknicken.

Mike und Robert





Sitzung der Bezirksvertretung vom 21.6.2011

21 06 2011

Schönen heißen Dienstag Nachmittag.

Für die Walcherstraße gibt es noch keine Lösung. Ziel ist ja die Geschwindigkeit des Verkehrs drastisch zu reduzieren. Weitere Ortsverhandlungen werden folgen.

56.072 EUR konnte der Bezirksvorsteher 2010 frei verfügbar vergeben. Ausgegeben wurde:

Spenden & Unterstützungen: 31%

Veranstaltungen für und von Bewohner: 32%

Der Rechnungsabschluss wird beschlossen

Der Radweg beim neuen ÖBB-Gebäude soll nach einem Antrag von uns saniert werden. Einstimmig!

Beim Augarten wird geprüft, ob die Zufahrt zum neuen Restaurant „decor im augarten“ so zulässig ist. Auch die Rechtmäßigkeit des Parkplatzes soll geprüft werden. Derzeit fahren alle in den Augarten, um dort zu parken und das kann’s ja nicht sein. Die ÖVP findest das übrigens nicht.

Die Situation mit den Blumentrögen auf dem Nestroyplatz wird in der Verkehrskommission behandelt, immerhin. Gegen die Stimmen der SPÖ übrigens!

Die FPÖ geht wieder mal gegen den TelAviv-Beach vor. Natürlich ohne Mehrheit.

Weiters will die FPÖ mit Wastewatchern gegen Obdachlose am Praterstern vorgehen. Auch das findet zwar die Zustimmung der ÖVP, aber keine Mehrheit.

Die ÖVP und FPÖ wollen außerdem, dass man von der Reichsbrücke wieder rechts abbiegen können soll. Das Ganze wurde vor ein paar Jahren geändert weil es immer wieder Unfälle gab. Keine Mehrheit.

Die FPÖ und ÖVP wollen den Radverkehr einschränken und Radfahren gegen die Einbahn in der Haidgasse wieder aufheben! Auch hier bleibt Blau-Schwarz in der Minderheit.

Die Bezirksvertretung will für das Stuwerviertel AnrainerInnenparken, einstimmig!

Grüne und SPÖ wollen eine Wohnsammelgarage im Bereich der Vereinsgasse errichten – bei gleichzeitigem Rückbau der Stellplätze an der Oberfläche. Blau-Schwarz ist dagegen.

Alle unsere Anträge findet Ihr hier.





Radstreifen Haidgasse – endlich!

2 06 2011

Keine Umwege mehr für RadfahrerInnen in der Haidgasse

Im Dezember 2007 (!) haben wir den Antrag gestellt, dass in der Haidgasse zwischen Rotenkreuzgasse und Leopoldsgasse das Radfahren gegen die Einbahn erlaubt werden sollte. Im Abschnitt zwischen Taborstraße und Rotenkreuzgasse war das Radfahren gegen die Einbahn bereits seit Jahren erlaubt. Durch die Öffnung kann man nun endlich direkt vom Radweg Rotensterngasse zum Karmelitermarkt fahren.

Wie üblich haben FPÖVP dem Antrag nicht zugestimmt, aber das fällt in der Leopoldstadt ja zum Glück nicht so sehr ins Gewicht, weil es hier eine rotgrüne Mehrheit gibt. Damit war die Sache aber noch lange nicht gegessen.

3 ½ Jahre hat es gedauert

Zuerst sollte die Maßnahme an die Straßenwiederherstellung nach dem U2-Bau gekoppelt werd

en. Das war sicherlich sinnvoll, doch die U2 fährt ja auch schon wieder seit 3 Jahren in die Leopoldstadt. Und dann kam wohl die Wahl 2010 dazwischen, welche die Umsetzungsgeschwindigkeit weiterhin senkte. Schließlich kostete der Radstreifen gaaanz viele Parkplätze.

Wie auch immer, seit einigen Wochen kann man die Haidgasse endlich in beide Richtungen befahren. Und das ist gut so.

Wolfgang





Ring frei für RadlerInnen

5 04 2011

Tausende RadfahrerInnen warteten vor dem Burgtheater auf die Abfahrt

Am letzten Sonntag gab es im Zuge des ARGUS-Radfestes am Rathausplatz eine große Radparade rund um die Ringstraße. Die Schätzungen in den Medien schwankten zwischen 5.000-8.000 RadfahrerInnen, die dem Aufruf der Organisatoren gefolgt waren und die Gunst der Stunde nutzten, einmal in aller Ruhe über die Wiener Prachtstraße radeln zu können. Und zwar auf der Fahrbahn und nicht am leider viel zu schmalen und konfliktträchtigen Ringradweg. Während die Spitze der Radparade bereits am Schwedenplatz wartete, fuhren die letzten RadlerInnen erst vom Burgtheater los. Es war einfach ein tolles Feeling.

RadfahrerInnen am Ring, so weit das Auge reichte

Jeder und jede, der/die nicht dabei war, kann sich im tollen Video von Robert oder in der großen Bildersammlung davon überzeugen, was er/sie versäumt hat. Doch es wird sicher nicht die letzte Gelegenheit dafür gewesen sein.
Wir Grüne verlangen bereits seit langem, dass die Ringstraße permanent autofrei werden soll. Leider war die SPÖ Wien noch nicht so weit und deshalb konnten wir sie bei den Koalitionsverhandlungen – noch – nicht davon überzeugen.

Auch die Grüne Verkehrsstadträtin Vassilakou war mit von der Partie

Aber zumindest haben wir als ersten Schritt einige autofreie Wochenenden am Ring pro Jahr ausgehandelt. Das nächste Mal planen wir es für die Mobilitätswoche vor dem europaweiten Autofreien Tag  im September.
Wenn das Wetter passt, nehmen wir dann die 10.000er-Schallmauer an TeilnehmerInnen ins Visier.

Wolfgang





Neues Zeitalter für RadfahrerInnen in Wien!

4 02 2011

Die RadlerInnen sollen sich in Luft auflösen, meint wohl diese/r Autobesitzer/in, der genau auf dem Schwenk des Radwegs vom Gehsteig auf die Fahrbahn steht. - Das könnte bei Radstraßen allerdings nicht passieren.

Der nächste Schneefall kommt bestimmt! – Mit der rot-grünen Regierung sind wir nun mit vielen Wünschen und Forderungen besonders von RadfahrerInnen konfrontiert, die sich in den letzten Wochen besonders auf die Aussagen der Grünen Stadrätin Maria Vassilakou beziehen und Schwachstellen der Räumung von Schnee auf den Radwegen aufzeigen. Maria Vassilakou wird zitiert:

„Mein Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs in der Stadt deutlich anzuheben. Dazu gehört auch, dass RadfahrerInnen als gleichrangige VerkehrsteilnehmerInnen wahrgenommen werden und sie ebenso einen Anspruch auf Räumung ihrer Wege haben wie FußgängerInnen und AutofahrerInnen“, stellte Vassilakou klar.

Hier wurde ein erster Schritt gesetzt, es gibt einen im Internet einsichtbaren Plan, welche Radwege zuerst geräumt werden und ein Telefon, wo schlecht oder nicht geräumte Radverkehrsanlagen gemeldet werden können (01/546 48):

http://www.wienweb.at/tvcontent.aspx?menu=3&cid=175382
http://www.wien.gv.at/rk/msg/2011/01/24014.html

RadlerInnen, ihr seid nun aufgerufen, diese Services auch zu nützen und Schwachstellen aufzuzeigen!

Thema: Radstraßen

In den letzten Tagen wurden auch in den Medien die Radstraßen thematisiert und auf orf.at gibt es eine Umfrage, wie wir die Radstraßen sehen. Bitte beteiligt Euch bei der Abstimmung:

Die Stadt gehört uns – Ciclovia!

In Bogota werden jeden Sonntag von 7 Uhr bis 14 Uhr Straßen für AutofahrerInnen gesperrt und für die Besetzung der Bevölkerung freigegeben. Das betrifft nicht nur ein kleines Stück eines abgegrenzten Gebietes, nein, das freigegebene Netz durchzieht die Stadt, damit alle am öffentlichen Raum teilhaben können.
Auf youtube finden sich hier viele Filme, die Lust aufs Mittun machen!

Ein ambitioniertes Ziel – auch für Wien. Im Koalitionspakt mit der SPÖ haben wir Grünen als ersten Schritt in diese Richtung vier autofreie Wochenenden für die Ringstraße vereinbart.

Wir freuen uns schon auf Spaß und Bewegung am autofreien Ring!

Uschi





Radsternfahrt vom Praterstern zum Parlament und um den Ring.

30 09 2010

Am 22. September findet in Europa der alljährliche Autofreie Tag statt. Der Umwelt zuliebe wurde daher von den Grünen Wien, eine Radsternfahrt um den Ring organisiert. Am Praterstern trafen sich am Samstag, den 25. September, die RadfahrerInnen aus Floridsdorf, Donaustadt und der Leopoldstadt und nach der Devise

AUF DIE PLÄTZE FERTIG GRÜN

fuhren die RadfahrerInnen über die Praterstraße durch die Innere Stadt zum Parlament. Nachdem  die RadfahrerInnen aus West und Süd eintrafen, wurde der Ring einmal umrundet und trotz angekündigten „Starkregen“ kamen rund 200 RadlerInnen mit Ihren Kindern und recht interessanten Fahrrädern zu dieser Radsternfahrt, die bis zum Schluss trocken blieb. - es war gsund und schön -

Der öffentliche Raum muss wieder Lebensraum für Menschen werden, die sich auch ohne eigenes Auto bewegen wollen. Also mehr Platz für FußgängerInnen, Öffis und RadlerInnen,  für alle die sich ohne Auto durch die Stadt bewegen wollen. Kein weiterer Ausbau der „Leopoldstädter Autobahnen“, RadfahrerInnen sind gleichberechtigte VerkehrsteilnehmerInnen und gehören auf die Fahrbahn und nicht auf den Gehsteig.

Robert





RadfahrerInnen! Wählt nicht ÖVP!

29 09 2010

ÖVP-Politik: Nachrang für RadlerInnen

Eines muss man der ÖVP Leopoldstadt lassen. Sie verfolgt konsequent ihre Anti-RadfahrerInnen-Linie. Einer der ersten Anträge der ÖVP, den ich als frischgebackener Bezirksrat diskutieren durfte, war der Antrag, den Radweg in der Rembrandtstraße zu entfernen, weil nach ÖVP-Meinung ja eh kaum wer darauf fährt. Es sollten stattdessen Schrägparkplätze eingerichtet werden.

Und nun ein weiteres Highlight der Radfeindlichkeit der ÖVP Leopoldstadt. Der einzige Antrag der ÖVP in der gestrigen Bezirksvertretungssitzung hatte die Entfernung der Radständer im Bereich Ob. Donaustraße/Gr. Schiffgasse zum Inhalt – weil eh keine Radler dort parken. Statt dessen sollten Motorradparkplätze errichtet werden.

Die Zuweisung des Antrags in die Verkehrskommission wurde von allen Parteien außer den Grünen angenommen.

Zwischen diesen beiden Anträgen liegen nicht nur 12 Jahre sondern auch eine klare Haltung der ÖVP Leopoldstadt in der Radpolitik.





Auf die Radler „vergessen“

7 08 2010

Radfahren in der Leopoldstadt, Teil 2

Weitere 2 radfeindliche Örtlichkeiten in der Leopoldstadt:

RadfahrerInnen haben sich bei Baustellen in Luft aufzulösen

1) Die Wehlistraße östlich des Stadions wird derzeit umgebaut. Statt den 21er-Schienen wird es in Zukunft Schrägparkplätze geben. Außerdem wird es einen völlig sinnlosen Radweg geben. Dieser Radweg in einer Nebenstraße, am Gehsteig, versteckt hinter der Parkspur, mit lauter potentiellen Konfliktpunkten mit dem Autoverkehr bei jeder Kreuzung, ist nicht nur unnötig, sondern sogar gefährlich. Radstreifen auf der Fahrbahn wären die viel bessere Lösung.

Doch auch in der Bauphase zeigt die rote Bezirksvorstehung ihr Desinteresse an guten Radverbindungen. Im Zuge der Baustelle wurde in der Wehlistraße ab dem Marathonweg eine Einbahnregelung eingeführt – ohne Ausnahme für den Radverkehr. Wollen RadfahrerInnen ab dem Stadioncenter zum Praterkai fahren, so bleibt ihnen legalerweise jetzt nur mehr der Handelskai. Und der ist für RadfahrerInnen nicht wirklich zu empfehlen.
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