Radständer Herminengasse – endlich!

29 03 2010

„Gut Ding braucht Weile“ – oder?

Über die fehlenden Radständer bei der U2-Station Schottenring, Eingang Herminengasse habe ich hier im Blog ja bereits geschrieben.

Also zur Chronologie noch mal kurz:

10.5.2008: Die U2 wird in die Leopoldstadt verlängert.

28.10.2008: Grüner Antrag auf Radständer in der Herminengasse.

24.3.2009: Antwort von Fr. Stadträtin Brauner (SPÖ): „Anfang 2009 werden 8 Radständer aufgestellt.”

März 2010: 10 Radständer werden neben dem Eingang Herminengasse der U2-Station Schottenring errichtet.

Jetzt kann mensch natürlich sarkastisch das Sprichwort „Gut Ding braucht Weile“ bemühen, doch ich finde, es ist bezeichnend dafür, welch geringen Stellenwert die rote Bezirksvorstehung dem Radverkehr in der Leopoldstadt einräumt – trotz aller Lippenbekenntnissen.

Eigentlich sollte es nicht einmal eine Diskussion darüber geben, dass bei neu eröffneten U-Bahnstationen auch ausreichend Radständer stehen, und zwar schon dem Tag der Inbetriebnahme der U-Bahn. Und nicht erst knapp 2 Jahre später.





Taborstraße – Herminengasse – Franz-Hochedlingergasse

13 12 2009

Radfahren in der Leopoldstadt, Teil 1

Radfahren macht Spaß und ist gesund

Das Fahrrad ist für die Leopoldstadt ein ideales Verkehrsmittel. Der Bezirk ist eben und durch seine zentrale Lage können auch viele wichtige Punkte in anderen Bezirken relativ leicht erreicht werden.

Doch wie sind die politischen Rahmenbedingungen für das Radfahren in der Leopoldstadt? Wenig Licht und viel Schatten – einfach stark verbesserungswürdig.

Wenig passiert von selber (auf Initiative des Magistrats), die meisten Fortschritte passieren auf Grund von Grünen Anträgen, auch wenn es lange dauert, wie z.B. die Öffnung der Einbahnen im Alliierten- und Volkertviertel in diesem Herbst (Antrag aus 1999 bzw. 2001). Vieles wird aber von der absolut regierenden SPÖ abgeschmettert.

2001 hatten wir die SPÖ soweit, dass vom Magistrat ein Radverkehrskonzept für die Leopoldstadt erarbeitet wurde. Das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen. So sollten z.B. alle Einbahnen für den Radverkehr geöffnet werden – sofern die Fahrbahn ausreichend breit ist. Von einer Umsetzung dieses Konzepts sind wir immer noch weit entfernt, obwohl die Zielvorgabe dafür 2007 war. Davon kann sich jeder  selbst überzeugen.

3 exemplarische Beispiele für den fehlenden Willen der SPÖ für Verbesserungen im Radverkehr.





Vorbild Salzburg

31 10 2009

Letzte Woche war ich beruflich in Salzburg. Nach den Terminen habe ich mir noch einige gute Verkehrslösungen angeschaut, an denen sich Wien ein Beispiel nehmen sollte.

Radfahren in der FuZo Linzerstraße erlaubt

Radfahren in der FuZo Linzerstraße in Salzburg problemlos möglich

1)      Radfahren in der Fußgängerzone.

Was in Wien – bis auf ganz wenige Ausnahmen – nicht geht, dürfte in Salzburg (gesehen in der FuZo Linzerstraße) keine Probleme machen. Bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Kärntnerstraße in Längsrichtung) sollte das auch in Wien zur Regel werden.

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Genügend Aufstellfläche für den Radverkehr bei Kreuzungen vor dem motorisierten Verkehr.

Genügend Aufstellfläche für den Radverkehr bei Kreuzungen vor dem motorisierten Verkehr

 

Weitere gute Verkehrslösungen





Keine Radständer am Gehsteig!

25 09 2009

Es ist unbestritten, dass es in Wien viel zu wenige Radständer gibt. Das liegt auch daran, dass die Aufstellung von Radbügel Bezirkssache ist und die Bezirke meist viel zu knausrig sind und nicht viel zahlen wollten.

Deshalb haben wir Grüne bereits seit langem verlangt, dass die Stadt Wien die Radbügel aus dem Zentralbudget zahlt. Nach jahrelangen, zähen Verhandlungen ums liebe Geld gibt es nun endlich 3 Förderschienen der Stadt Wien, die dafür Gelder aus den Einnahmen der Parkraumbewirtschaftung verwendet. In den letzten Wochen wurden daher auch vermehrt neue Radbügel aufgestellt.

Das ist gut so.

Negativbeispiel in der Heinestraße

Negativbeispiel in der Heinestraße

Nicht so gut – aber leider nicht anders zu erwarten – ist, dass in der Leopoldstadt einige Radbügel auf Gehsteigen aufgestellt wurden.

Das lehnen wir vehement ab! Parkende Fahrzeuge – auch Räder – gehören in die Parkspur!

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