ein schiff wird sinken und es heisst: titanic

18 01 2012

während rundum die welt von nerzpelztragenden „kulturmenschen“, die sich´s immer schon richten können, in den abgrund gefahren wird, feiern die wiener sängerknaben eine heile welt, die es nur in der erinnerung irgendwelcher dementer ewiggestriger gibt.

wie soll das ding heissen? „vox augarten“ oder „konzertkristall“?

nein: titanic, und nicht vox augarten sollte das ding heissen, titanic heisst das ding ab sofort. die arroganz tanzt weiter, die welt versinkt.

zwischen dem weltkulturerbe eines nazi-balls in der hofburg und den sängerknaben agiert als scharnier die verwaltung der österreichischen bundesgärten.

so ist es um die republik bestellt und das riesenrad dreht sich rechtsherum.

(vgl. http://derstandard.at/1326502996286/Wiener-Saengerknaben-Ein-Schiff-wird-kommen v. 17.1. 2012)





Fotograf Martin Juen gewinnt Prozess gegen die Wiener Sängerknaben

21 12 2011

Martin Juen vor dem Bezirksgericht 2 in der Taborstraße

 

Von Uschi Lichtenegger.

Fast zwei Jahre musste Martin Juen auf das Urteil warten, und es hat sich ausgezahlt den Prozess zu führen. Auf seinem Blog Martin Juen Fotografie ist die Geschichte detailliert dokumentiert.

Der bestdokumentierteste Widerstand

Der Widerstand gegen den Bau einer Konzerthalle der Wiener Sängerknaben (WSK) am Augartenspitz schrieb Geschichte. In Beiträgen in Blogs, im Facebook, Fernsehen, youtube, Printmedien berichteten JournalistInnen und WiderständlerInnen mitunter auch life vom Augartenspitz.

Hier weiterführende Links:

http://www.erlustigung.org/

http://www.baustopp.at/

http://augartenspitz.wordpress.com/

http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/collections/72157620492367880/

http://www.flickr.com/photos/martin-juen-fotografie/collections/72157622759604818/

Die erste Pressekonferenz der BefürworterInnen für Grün- und Naherholungsgebiet und somit GegnerInnen gegen der Verbauung des Augartenspitzes durch Private Sängerknaben fand im Dezember 2006 vor dem Augartenspitz statt. Ein Journalist, Martin Juen, war von Anfang an dabei und fast könnte man sagen „rächten“ sich die Wiener Sängerknaben und brachten vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. Gärner am 1. April 2010 – kein Scherz! – eine Klage wegen Besitzstörung gegen Martin Juen ein.

und hier vor der Baustelle vor der Konzerthalle, die im Augartenspitz gebaut wird.

Die unterstellte Tat – Besitzstörung

Martin Juen habe mit anderen in der Nacht am 9. März , um 1.15 Uhr den Bauzaun, der die Baustelleneinrichtung begrenzt, umgerissen und weiters mit Daraufstehen bzw. -sitzen verhindert, dass dieser wieder aufgestellt werden konnte. „Der Beklagte hat dadurch körperlich in die Sachherrschaft der Klägerin (der Wiener Sängerknaben, UL) widerrechtlich eingegriffen und dadurch gestört“, wie in der Klagsschrift zu lesen ist.

Was passierte wirklich?

Martin Juen dokumentierte in seiner bewährten Weise in unzähligen Fotos auch in der Nacht vom 8. auf den 9. März, was sich am Augartenspitz abgespielt hat. Nämlich, GegnerInnen der Verbauung des Naturraums Augartenspitz wollten die Baumfällungen verhindern. Der Bauzaun fällt und von der ganzen Geschichte brachte Martin Juen Fotos davon in den Prozess ein. Dass man kaum in Distanz fotografieren und Zäune niederreißen gleichzeitig kann, versteht sich ja von selbst. Aber der Vertreter der Wiener Sängerknaben, RA Dr. Gärner, unterstellte bei einer Verhandlung, dass Martin Juen die Fotodaten gefälscht haben könnte. Was er damit bezweckte, ist auch nicht ganz klar ist, da die Sache an sich, das Zaunniederreißen in den Fotos gezeigt wird, aber vielleicht hat diese auch Martin Juen gefälscht???

Prozessbeobachtungen

Anfangs hat Martin Juen im Prozess nur 3 Fotos eingebracht, den Bauzaun betreffend. Bei der Verhandlung im September 2010 legte er ein Konvolut von Fotos vor, zu dem die Richterin meinte, das sei ein „Ballast, was die Sache aufbauscht“. Im Prozess gab es auch Aussagen von Zeugen, die sich nicht mit den Fotos von Martin Juen decken. Z.B. versuchte Zeuge G.F. den Widerständigen anzuhängen, dass sie alle vermummt gewesen seien. „Der Angeklagte ist mit Vermummten auf dem Zaun gestanden.“ – Im Urteil ist zu lesen, dass die Leute nicht vermummt waren, sondern die Kleidung darauf schließen läßt, es sei in jener Nacht kalt gewesen. – Was es auch war, leichte Minusgrade, und trotzdem hielten sich GrünraumschützerInnen die ganze Nacht in den Bäumen auf, und wurden im Laufe des 9. März’ von der Polizei von den Bäumen geholt, die zuvor schon trotz der BesetzerInnen, mit Kettensägen beschnitten wurden…

Ende gut, alles gut?

Martin Juen sprach das Gericht frei und auch seine Rechtsanwaltskosten seien von den WSK zu übernehmen. Martin Juen kann zu Recht feiern. Bei der Konzerthalle der Wiener Sängerknaben hingegen feierten andere die Dachgleiche…

Abschließend möchte ich noch die Frage an die Wiener Sängerknaben stellen, ob JournalistInnen, die in einem Jahr über die Eröffnung der Konzerthalle berichten, Gefahr laufen, sollten sie dies vor Ort tun, von den Wiener Sängerknaben auf Besitzstörung geklagt zu werden?





16 Tage gegen Gewalt an Frauen

24 11 2011

Von 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, dauert die Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen. Die Grünen Frauen thematisieren im Rahmen dieser Kampagne den Frauenhandel und zeigen am 1.12.2011 im Lokativ den Film von Anja Salomonowitz „Kurz davor ist es passiert“.

Immer noch ist eine von fünf Frauen von Gewalt in der Familie betroffen. Aber nicht nur physische, auch psychische und strukturelle Gewalt soll in den 16 Tagen gegen Gewalt thematisiert werden. Ziel ist die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen sowie die allgemeine Stärkung von Frauenrechten, denn Gewalt an Frauen ist die weltweit häufigste Menschenrechtsverletzung.

Frauenhandel = Gewalt gegen Frauen

Auch Frauenhandel ist Gewalt an Frauen und eine schwerwiegende Menschenrechtsverletzung. Anja Salomonowitz schafft mit ihrem Film „Kurz davor ist es passiert“ eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Frauenhandel, ohne dabei die Frauen zu reinen Opfern zu degradieren. Gehandelte Frauen erzählen ihre Geschichten, aber sie erzählen sie Anja Salomonowitz und nicht dem Publikum. Im Film werden die Erzählungen der Frauen von anderen Menschen wiedergegeben und zwar von Menschen, die in irgendeiner Form einen Bezug zu den Ereignissen oder Orten der Erzählung haben: Ein Zöllner, ein Kellner in einem Bordell, eine Diplomatin, ein Taxifahrer.
Im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen zeigen die Grünen Frauen Wien und die Grünen Leopoldstadt den Film „Kurz davor ist es passiert“.

Begrüßung:
Martina Wurzer, Frauensprecherin Grüne Wien
Uschi Lichtenegger, Klubobfrau der Grünen Leopoldstadt

Im Anschluss an den Film Publikumsdiskussion. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Wann: 1. Dezember 2011, 19 Uhr
Ort: Lokativ, Arnezhoferstrasse 12, 1020 Wien





Auf den Barockaden – von der Poesie des Widerstandes

30 10 2011

Der Dokumentarfilm „Auf den Barockaden“ erzählt anhand eines ungewöhnlichen Protests gegen den Bau einer Konzerthalle im denkmalgeschützten Augarten am Augartenspitz, wie Protest und BürgerInnenbeteiligung im 21. Jahrhundert aussehen können.
Von Anfang an hat Doris Kittler mit der Kamera in der Hand über viele Jahre hinweg den Widerstand dokumentiert. Ob es Diskussionen wie das Parkparlament im Aktionsradius Wien waren, oder Treffen der Widerständigen, ob Besetzungen und Wiedereroberungen des Augartenspitzes, Demonstrationen und Erlustigungen, Doris Kittler hat die Szenen auf Film gebannt. Es ist hier die einzigartige Chance, Widerstand gegen Verbauung eines öffentlichen Raums dokumentarisch zu sichern und öffentlich zu machen, und so sind alle aufgerufen, ob sie den Widerstand unterstützt haben, oder nicht, hier einen Beitrag zu leisten.

Crowdfunding

„Auf den Barockaden“ ist von den Filmförderstellen für einen Kinofilm noch nicht ausfinanziert, Filmemacherin Doris Kittler geht nun einen neuen Weg und bittet die engagierte Bevölkerung um Unterstützung! Es geht ganz einfach: Werdet Teil von Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) und überweist eine kleine Spende von euro 10,- aufwärts und helft, den Film möglich zu machen!
Kto Nr. 00418 200 002, Bank austria, Blz 12000. Kontoinhaber: Cronos Film Verwendungszweck: Auf den Barockaden. – Dein/Ihr Beitrag zählt! der Film soll im Herbst 2012 in die heimischen Kinos kommen.

Weitere Info: www.auf-den-barockaden.at

Stand des Widerstandsprojekts:
http://www.baustopp.at/

http://www.erlustigung.org/

Vernetzung von BürgerInneninitiativen:
http://www.aktion21.at/





Danke Sabine für deine engagierte Arbeit!

19 10 2011

Sabine Gretner unterstützt die BürgerInneninitiativen gegen die Verbauung des Augartenspitz'.

Mit 21.10.2011 wird die Planungssprecherin Sabine Gretner den Grünen Gemeinderatsklub verlassen. Der Rücktritt ist nicht nur ein Verlust für den Klub, sondern auch für alle Grünen MandatarInnen in den Bezirksparlamenten, so auch für die Grünen in der Leopoldstadt.

Unter Beobachtung





Wir feiern Frauensilvester!

29 09 2011

Frauen verdienen weniger als Männer, bloß weil sie Frauen sind. Jedes Jahr wird der Tag berechnet, ab dem Frauen, wären sie Männer – bereits vorher „verdient“ hätten. Der Equal Pay Day fällt 2011 in Österreich auf den 4. Oktober.

Finanziell gesehen ist der 4. Oktober ein für Frauen vorverlegtes Jahresende.
Darum:

Feiern Sie mit uns Frauensilvester!

Dienstag, 4. Oktober, von 17 – 20 Uhr
Fett+Zucker, 1020 Wien, Hollandstraße 16

Mit Brötchen, Sekt, Donauwalzer und noch viel mehr!

Wir freuen uns auf Sie!

Ruth Dögl, Bezirksrätin Grüne Leopoldstadt
Uschi Lichtenegger,
Klubvorsitzende Grüne Alternative Leopoldstadt
Martina Wurzer,
Gemeinderätin und Frauensprecherin Grüne Wien

Die Einkommensschere der Leopoldstadt klafft ziemlich auseinander:
hier betrug 2010 der
durchschnittliche Brutto-Jahresbezug einer Arbeitnehmerin Euro 23.254,-
durchschnittliche Brutto-Jahresbezug eines Arbeitnehmers Euro 30.355,-

Noch dramatischer ist die Situation bei Selbstständigen:
zu versteuerndes Einkommen Frauen:   72,1Mio. €
zu versteuerndes Einkommen Männer: 150,8Mio. €
(Quelle:
Statistisches Jahrbuch der Stadt Wien – 2010, Seite 143 ff)





Die „Kritische Masse“ und die Leopoldstadt

15 09 2011

Diesen Freitag, den 16.9.2011, ist es wieder Zeit für Critical Mass. Wer gemeinsam mit anderen gemütlich und mit viel Platz für sich durch Wien radeln möchte, sollte unbedingt dabei sein.

Bei Critical Mass geht es darum, dass sich eine kritische Masse an Radfahrern trifft, gemeinsam radelt und sich damit Platz im öffentlichen Raum schafft. Durch die Menge der Radler kann auch auf Straßen gefahren werden, wo sonst nur Autos fahren. Man sieht dadurch die Stadt von einer anderen Seite, die normalerweise den Autofahrern vorbehalten ist. Im Gegensatz zu uns auf unseren Rädern, können sie aber die Stadt nicht so genießen, weil sie entweder an den Häuserfronten schnell vorbeiziehen oder im Stau stecken und im Frust die Rückseite des Vorderautos anstarren.

Im Mai waren wir mit 700 RadlerInnen am Gürtel und Wienzeile unterwegs. Kurz vor dem Ende haben wir noch ein paar Runden vor Schloss Schönbrunn gedreht.

Der Naked-Bike-Ride im Juni war so etwas wie der offizielle Höhepunkt der Critical-Mass-Ausfahrten. Heuer gab es wunderschönes Wetter und viele hatten etwas weniger Bekleidung an. Die ganz mutigen haben sich verkleidet oder mit Bodypainting herausgeputzt.

Dabei ging es auch durch die Leopoldstadt über die Praterstraße und Praterstern, den wir dreimal umrundet haben. Danach weiter über die 3-spurige Lassallestraße, wo statt den Autorasern gemütliche Radfahrer unterwegs zur Reichsbrücke waren. Zum Abschluss gab es auf die Donauinsel Essen von der Volxküche und viele kühlten sich in der neuen Donau ab.
Auch im Juli und August ging es durch die Leopoldstadt. Für die jetzige Ausfahrt im September ist wieder ideales Wetter mit Sonnschein vorhergesagt. Wer sich ein Bild machen will, dem sei das Youtube-Video vom Juni empfohlen:

Und im Anschluss an die Critical Mass gibt es noch die Möglichkeit, am Jubiläums-Friday-Night-Skating (200. Ausgabe) teilzunehmen – auch mit Fahrrädern. Abfahrt ist wie immer um 21 Uhr am Wiener Heldenplatz.
Diesmal geht es über die A22 – Nordbrücke nach Floridsdorf. Oft hat man nicht die Gelegenheit, mit Skates und Fahrrädern auf einer Autobahn zu fahren.

Wäre es nicht herrlich, wenn wir immer ungefährdet die normalen Straßen benützen könnten? Wir wollen uns nicht mehr mit engen, gefährlichen, Konflikte mit Fußgängern fördernden Radwegen abfinden.

Am 22.9.2011 findet übrigens der alljährliche autofreie Tag statt, um für eine umweltfreundliche Mobilitätspolitik zu werben. Unter anderen mit der Sperre des Rings und einem Rasen am Ring zum gemütlichen Picknicken.

Mike und Robert





Umspannwerk Krieau

7 09 2011

Die Entfernung der  abgebildeten Bäume erfolgte nach den Bestimmungen des Wiener Baumschutzgesetzes rechtmäßig, so die Antwort aus dem zuständigen Magistratischen Bezirksamt.

Zwischen dem Erholungsgebiet „Grüner Prater“ und den denkmalgeschützten Tribünen der Trabrennbahn Krieau soll durch die Abänderung des Flächenwidmungsplanes ein Umspannwerk, mit Gebäudehöhe 9,0 m, Kubatur 8.100 m3 ermöglicht werden.

Der Verkauf der nötigen Fläche des Umspannwerkes an die Wienstrom GmbH wurde von der Gemeinde schon im „Vorfeld“ abgewickelt.

Das laufende naturschutzrechtliche Verfahren wurde mit der Methode Kettensäge zügig planiert. Trotz des noch offenen Flächenwidmungsverfahrens wurde letzte Woche eine ca. 1.500m2 große Baustelle eingerichtet und 6 Bäume gefällt.

Noch bevor klar war, ob die Flächenumwidmung überhaupt beschlossen wird, begann wienstrom also mit den Bauarbeiten und fällte die Bäume. Damit werden vollendete Tatsachen geschaffen, egal ob noch ein besseres Grundstück für das Umspannwerk gefunden hätte werden können. Wir Grüne haben immer für einen Alternativstandort plädiert, der nicht im Prater liegt.

Ein Teil Erholungs- und Landschaftsschutzgebiet des Grünen Prater soll wieder vor ungebremsten Verwertungsdruck der Immobilienentwickler zurückweichen.
Es sind gerade Großprojekte wie die WU oder die hochgewuchteten Investorengebäude an der „Waterfront“ die immens viel Energie fressen .
Nach dem Verursacherprinzip kann der logische Standort des Umspannwerkes daher nur im Bereich dieser hungrigen „Entwicklungspotenziale“ gesehen werden.
Um eine weitere Ausdünnung des Grünen Praters und die Zerstörung des legendären Ambientes rund um die Tribünen der Krieau und den historischen Bildhauerwerkstätten zu verhindern:
Benützt die Möglichkeit zur Stellungnahme im Zuge der öffentlichen Auflage der Flächenumwidmung!

Ort: Bezirksvorstehung für den 2. Bezirk, 2., Karmelitergasse 9

Einsichtnahme in den Planentwurf bis 22. September 2011, Amtsstunden
Letztmalig Informationen durch Mitarbeiter/in der MA 21 A
8. September 2011 von 15 bis 17.30 Uhr
Schriftliche Stellungnahmen zu diesem Entwurf, können während der öffentlichen Auflage, an die MA 21 A  unter Angabe der Plannummer 7661E, gerichtet werden.
Stellungnahme online bis 22. September

Bilder dazu: http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/sets/72157627592206142/






Ciclovia in der Leopoldstadt

2 09 2011

Ich kann mir ja nicht vorstellen, dass es wirklich viele Menschen gibt, die die wirren Presseaussendungen des blauen Gemeinderats Mahdalik wirklich lesen, aber diesmal greift er wirklich ein interessantes Thema auf.

Unsere Grüne Stadträtin Maria Vassilakou hat in einem Falterinterview die Durchführung von Ciclovias nach dem Vorbild aus Bogota für Sommer 2012 angekündigt. Dabei geht es darum, an Sonntagen einzelne Straßen stundenweise für den Autoverkehr zu sperren, um die Fläche für andere Verwendungen freizubekommen. Man kann dann dort Radfahren, Skaten, Gymnastik und andere Sportarten betreiben – oder einfach nur Spazieren gehen.

Einfach, die Stadt aus ungewohnter Perspektive ungefährdet genießen. In Bogota sind es jeden Sonntag insgesamt rund 100km Straßen, in Wien ist in einem ersten Schritt nur an einzelne Straßenzüge gedacht.

Schaut euch den youtube-Bericht dazu an. Er ist ziemlich beeindruckend und zeigt schön, wofür man die Straße noch verwenden kann, außer für das Abstellen von Autos. Und es gibt in vielen anderen Städten auch schon Nachahmer der kolumbianischen Idee.

Maria Vassilakou bezeichnet in dem Falter-Interview auch die Praterstraße als geeignet für Ciclovia und möchte sie zumindest einmal sperren. Wir halten das für eine sehr gute Idee und sind davon überzeugt, dass das auch die Mehrzahl der LeopoldstädterInnen so sehen werden.

Und der Herr Mahdalik kann den Sonntag gerne in Transdanubien verbringen, wenn er auf Straßensperren allergisch reagiert.

Wolfgang





Frauenspuren in der Leopoldstadt

1 08 2011
Hier Petra Unger beim Praterspaziergang "Sie radeln wie ein Mann, Madame"

Die Geschichte der Frauen in der Leopoldstadt ist vielfältig: Volkssängerinnen, Künstlerinnen, Habsburgerinnen und Gründerinnen von Mädchenschulen haben in der Leopoldstadt gelebt und gewirkt. Viele von ihnen waren Jüdinnen und damit ist die Geschichte der Frauen in der Leopoldstadt auch eine Geschichte der Vertreibung und Ermordung.
Petra Unger recherchiert seit Jahren die Frauen in Wien! Wir freuen uns, zu einem Spaziergang mit Petra Unger auf den Spuren bewundernswerter Frauen, ihren Leistungen und ihrer Schicksale, einladen zu dürfen!

Wann?
17. August 2011 um 18 Uhr
und
31. August 2011 um 17 Uhr und nur für Frauen!

Treffpunkt?
Pfarrkirche St. Leopold, 1020 Wien, Alexander Poch Platz 6

Anmeldung!
Da die Teilnehmer_innen-Anzahl auf 25 Personen beschränkt ist, wird um verbindliche Anmeldung gebeten:
Uschi Lichtenegger – email: uschi.lichtenegger@gruene.at








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