Zuerst etwas “Zeitgeschichte”:
Im Mai 1998 sollte der Straßenzug Meiereistraße/Stadionallee bereits für den motorisierten Individualverkehr gesperrt werden. Also auch unter der Woche, analog zur derzeitigen Regelung am Wochenende. Busse und Taxis dürfen fahren. Die Schilder waren bereits aufgestellt, aber noch verhüllt.
Doch das verhinderte eine konzertierte Aktion der ÖVP mit der Kronenzeitung. Ex-Verkehrsstadtrat Svihalek fiel das Herz in die Hose und er blies die Sperre ab.
Im Jahr 2000 stellten wir den ersten Antrag, dass diese Sperre für den MIV doch eingeführt werden sollte. Dieser Antrag verschwand in der ominösen Evidenzmappe vom Herrn Junek, dem SP-Vorsitzenden der Verkehrskommission. 2005 stellten wir den nächsten diesbezüglichen Antrag. Nun erklärten Hr. Junek und der Vertreter der MA46, dass zuerst eine Untersuchung klären müsste, ob die parallel führende, 8-spurige Südosttangente den zusätzlichen Autoverkehr von ein paar Tausend Autos täglich aufnehmen kann, ohne dass der Verkehr dort zusammenbricht. Wir hielten dies damals bereits für einen schlechten Scherz, doch stimmten wir der Zählung zu, damit der Antrag nicht sofort von der SPÖ-Mehrheit abgelehnt wird. Darauf folgten einige weitere Sitzungen, in denen entweder die Jahreszeit nicht passte oder der MA46-Vertreter einfach noch nicht dazugekommen war. Danach verschwand auch dieser Antrag in Juneks Evidenzmappe.
Nachdem sich im Herbst letzten Jahres wieder ein schwerer Unfall an der Kreuzung Hauptallee/Meiereistraße ereignete, bei dem ein Auto eine Joggerin niederstieß und schwer verletzte, brachten wir den Antrag Nr. 3 ein. Auf Grund der parallelen Medienberichte konnte die SPÖ den Antrag nicht so einfach niederstimmen und stimmte daher zu, unsere beiden alten Anträge wieder auf die Tagesordnung der Verkehrskommission zu nehmen.


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