Ingeborg Strobl: WIEN UND ANDERSWO

18 03 2012

 

Ingeborg Strobl – Präsentation in Wort und Bild
Donnerstag, 22.03.12, 19:00 Uhr
grün2, Novaragasse 7

Die Präsentation WIEN UND ANDERSWO umkreist alltägliche Realitäten ohne das Gerüst der üblichen Kategorisierungen. Ein anderer Blick auf Vertrautes, andere, verborgene Zusammenhänge – sehr subjektiv wahrgenommen und interpretiert.
Einen direkten Blick auf das Besondere bietet das Lokal der Grünen Leopoldstadt, das nun zum Teil der Präsentation wird: Strobls Wand-Arbeit für den U2 Aufgang Novaragasse „Ein Garten (zum Beispiel)“, direkt vis-à-vis der Grünen.

Frühlingsbotschaft 

Für viele Leopoldstädter/innen ist Ingeborg Strobls florale Wand-Arbeit zum U2-Aufgang Novaragasse „Ein Garten (zum Beispiel)“ Alltagsvertrautheit.
Inmitten des urbanen Raums erkennen nicht nur wir Grünen von visà-vis die Zeichen für ein neues politisches und ökologisches Verständnis, das uns an den Wert von lokalen Pflanzen und Lebensmitteln erinnert.
Die Gelegenheit der Urheberin des „Gartens“ zu begegnen, bietet sich am Donnerstag im grün2.

Ingeborg Strobl, 1949 in Schladming geboren, studierte 1967-72 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, 1972-74 am Royal College of Art in London. Sie lebt und arbeitet in Wien.
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und Projekte im öffentlichen Raum bezeugen die Bandbreite ihrer künstlerischen Arbeit.
In den 1970er Jahren arbeitete Ingeborg Strobl vor allem als Keramikerin und Grafikerin. In den 80er Jahren erfolgt eine Hinwendung zu formal reduzierten, zeichenhaft-symbolischen Tierfiguren. Zusammen mit Ona B., Evelyne Egerer und Birgit Jürgenssen gründete sie 1988 die Gruppe „Die Damen“, prozessorientierte Performance stand im Vordergrund. Ingeborg Strobl ist in verschiedenen Medien wie Fotografie, Film, Grafik, Comics, Künstlerbuch, Installation, Film oder Objektkunst zu Hause. Allen Medien immanent ist die Thematisierung von Natur, Kunst und Künstlichkeit.

 





Das war die Ehrung von Gül Lüle zur Frau des Jahres 2012

12 03 2012

Ulli Böhmdorfer und Alev Korun bewunderten mit Gül Lüle die "Leopoldine". Foto: Martin Juen

Am 8. März 2012, dem Internationalen Frauentag, vergaben die Grünen Leopoldstadt die Auszeichnung Frau des Jahres an Gül Lüle.
Der Preis ist mit 1.100 € dotiert. Gül Lüle ist Mitbegründerin und Leiterin des Frauentreffs, sie setzt sich engagiert und einfühlsam für die Frauen und Mädchen im Volkertviertel ein. Derzeit wird mit ihrer Hilfe ein EU-Projekt, ein Lerncafé am Markt, mit den Partnern Integrationshaus und VHS 16 verwirklicht.

Ulrike Böhmdorfer moderierte die feierliche Ehrung, sie erzählte von den bisherigen Frauen des Jahres und ihren hervorragenden Leistungen und hob immer wieder hervor, Frauen, ihr seid spitze und handelt danach!!!

Maxie Klein vom Vorstand der Grünen Frauen Wien betonte die immer noch nicht erfüllten Forderungen der Frauen nach über 100 Jahren nach gleichen Rechten und gleichem Einkommen und hob das wahrhaft schlechte Ranking Österreichs im Internationalen Vergleich hervor.

Uschi Lichtenegger, Klubobfrau der Grünen Leopoldstadt, erzählte vom Ungleichgewicht der Benennung im öffentlichen Raum: 92 % der nach Menschen benannten Straßen tragen Namen von Männern; nur 8 % einen von Frauen, die genauso für die Gesellschaft aktiv waren, die nicht minder großartige Leistungen erbracht haben. Ein wirklich positives Beispiel ist in Wien vor ein paar wenigen Wochen gelungen, in der Seestadt Aspern scheint die Sonne – Sonnenallee – auf lauter Straßen, die nach Frauen benannt sind – unter anderem nach Anne Frank oder Ella Lingens.

Nationalrätin Alev Korun erwähnte in ihrer Laudatio, die sie in türkisch und deutsch hielt, dass sie immer wieder von Mainstreammedien gefragt wird, wieso die Frauen nicht deutsch lernen würden… Ein Besuch im Frauentreff bei Gül Lüle beantwortet alle Fragen der JournalistInnen; vor kurzem ist darüber ein Bericht in der Furche erschienen.

Viele Frauen folgten der Einladung und feierten die Frau des Jahres, Gül Lüle. Foto: Martin Juen

Auch Gül Lüle ging in Ihrer Dankesrede auf die besonderen Bedürfnisse der Frauen ein. Manche haben noch nie eine Schule besucht oder die Schulzeit liegt Jahrzehnte zurück.

Die Leopoldine wurde von der Leopoldstädter Künstlerin Nora Dibowski gestaltet und von Bezirksrätin Sabine Oberneder überreicht.

Yasmine Piruz mit Partner Kurt Obermair sang Lieder in verschiedenen Sprachen und begeisterte damit das internationale Publikum, das noch lange feierte!

Die Grünen Leopoldstadt dankten Gül Lüle und Alev Korun mit Frühlingsblumen und wünschten den zahlreich erschienenen Frauen Alles Gute zum Frauentag!

Fotoalbum von der Ehrung und vom Fest für Gül Lüle:

http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/sets/72157629545727977/

Uschi Lichtenegger





Eröffnung von Grün2 durch Maria Vassilakou

12 03 2012

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Uschi Lichtenegger, Klubobfrau Grüne Leopoldstadt, durchschnitten das grüne Band und eröffneten das Lokal GRÜN2. Foto: Wladimir Fried

Endlich war es soweit! Am 7.3.2012 um 18.15 durchschnitt Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou symbolisch ein grünes Band und eröffnete das Lokal Grün2 der Grünen Bezirksorganisation Leopoldstadt. Ein Meilenstein für die Grünen Leopoldstadt!
Das Lokal Grün2 – Grün Quadrat – liegt in der Novaragasse 7 direkt gegenüber dem Aufgang der U2-Station Taborstraße, ist sehr zentral im Bezirk gelegen und aus allen Teilen der Leopoldstadt relativ leicht erreichbar.
In der Eröffnungsrede sprach Maria Vassilakou von der Herausforderung die Grünräume zu erhalten und trotzdem innovative Projekte zuzulassen, der besondere Schutz gilt aber in diesem Zusammenhang dem Erholungsgebiet Prater. Dass nachwievor die Feinstaubbelastung in der Leopoldstadt sehr hoch ist und Handlungsbedarf aller Verantwortlichen gefordert ist.
Positives berichtete Maria Vassilakou von der Durchwegung des Augartens. Hier ist mit einer Öffnung noch heuer zu rechnen, für den kommenden Sommer ist die Zeit zu knapp.

Nationalratsabgeordneter Wolfgang Zinggl eröffnete die Fotoausstellung "Occupy Augartenspitz!" von Martin Juen. Foto: Wladimir Fried

Nationalrat Wolfgang Zinggl eröffnete gleichzeitig auch die Ausstellung Occupy Augartenspitz! Diese Ausstellung zeigt in 27 Bildern des Fotografen Martin Juen eine fotografische Dokumentation des Widerstands gegen die Verbauung am Augartenspitz.

Bei großartiger Jazz-Musik von Anita Horn und Ensemble und freiem Buffet kamen rund 200 LeopoldstädterInnen und warfen ein neugieriges Auge auf das neue Lokal, welches zu einem Kommunikationszentrum in der Leopoldstadt werden soll. Die tolle Stimmung lud zum Verweilen ein, die letzten Gäste verließen kurz vor Mitternacht das Lokal.

Die nächste Veranstaltung im Grün2 am Donnerstag, 15. 3., 19 Uhr ist eine Podiumsdiskussion und trägt den Titel

„Kampf um den öffentlichen Raum, Beispiel Augartenspitz“.

Es diskutieren Sabine Gretner (ehem. Grüne Gemeinderätin), Uschi Schreiber (Aktionsradius Wien), Raja Schwahn-Reichmann (Josefinisches Erlustigungskomitee). Moderation: Sibylle Hamann (freie Journalistin, Autorin).

http://dieleopoldstadt.at/beitrag/article/1/occupy-augar.html

Davor laden am Mittwoch, 14.3., die Grünen Leopoldstadt zur BezirksrätInnen-Sprechstunde – 17 bis 19 Uhr – und ab 19 Uhr gibt es das 1. open house.
Mehr Fotos im flickr-Album der Grünen Leopoldstadt:
http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/sets/72157629192000502/
Uschi Lichtenegger





Grüner Lauftreff ab 12. März im Prater

11 03 2012

Die Grüne Sportvernetzung lädt zum ersten gemeinsamen Laufengehen ein, und zwar möchten wir, Christoph Obenhuber und Dominik Lueger ab sofort einen regelmäßigen Lauftreff anbieten. Der erste Termin findet am Montag, den 12. März statt, der Treffpunkt ist um 18:30 Uhr bei der “Kilometer 2″-Markierung  auf der Prater Hauptallee (auf Höhe des Ernst-Happel-Stadions).

Geplant ist, sich an einem fixen Wochentag zumindest alle 2 Wochen zu treffen (vorläufig mal der Montag, um sportlich in die Woche zu starten ;-) ) und die Hauptallee zu belaufen, ein bissl zu quatschen und auch ein paar inhaltliche Inputs zum Aufwärmen, Dehnen, Lauftechnik, Trainingsplänen oder Ähnliches zu geben.

Mehr zu den grünen Sportaktivitäten: Grüne Sportvernetzung auf Facebook





Grün2 eröffnet am Marianne-Schoiswohl-Platz

7 03 2012

Nur noch wenige Stunden, dann eröffnet Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou unser neues Grünes Bezirkslokal in der Novaragasse 7.

Ein besonderes Zuckerl ist auch die Aktion Wienerinnenplatz der Grünen Frauen Wiens, Frauen im öffentlichen Raum sichtbar zu machen und einen feministischen Stadtplan zu erstellen. So liegt Grün 2 am Marianne-Schoiswohl-Platz, eine großartige Frau, die wir Grünen Anfang des neuen Jahrtausends kennenlernten, als sie mit „ihren“ Kindern der VS Czerninplatz tolle Projekte umsetzte.

Grün2 soll ein Zentrum der Kommunikation werden

Wir haben uns für das Lokal direkt gegenüber dem Aufgang der U2-Station Taborstraße entschieden, weil es eben zentral im Bezirk gelegen ist. So sind wir aus allen Teilen der Leopoldstadt relativ leicht erreichbar. Unser neues Lokal – Grün2 – Grün Quadrat – ist ein Angebot an alle Leopoldstädterinnen und Leopoldstädter, mit uns Grünen im Bezirk in Kontakt zu treten. Was wir im Bezirk bewirken können, wollen wir gerne mit allen Interessierten diskutieren und erarbeiten. Grün2 soll für kreative und politische Menschen Raum und Ort für Kommunikation bieten.

Im Grün2 finden auch wechselnde Ausstellungen statt. Zum Start zeigen wir „Occupy Augartenspitz!“ – eine fotografische Dokumentation des Widerstands gegen die Verbauung am Augartenspitz vom Fotografen Martin Juen. Die Eröffnungsworte spricht Wolfgang Zinggl, Nationalratsabgeordneter und Kultursprecher der Grünen.

Eine besondere Veranstaltung findet einen Tag nach der Eröffnung vom Grün2, am Internationalen Frauentag statt: Die Ehrung von Gül Lüle zur Frau des Jahres 2012. Mit diesem Frauenpreis waren wir Grünen Leopoldstadt VorreiterInnen, wir feiern dieses Fest nunmehr zum 11. Mal.

Ganz besonders freuen wir uns natürlich darüber, dass die Grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou das neue Lokal morgen, Mittwoch, 7. März, um 17:30 Uhr eröffnet. Alle LeopoldstädterInnen sind zu diesem kleinen Fest bei Buffet und freiem Eintritt herzlich eingeladen!

Uschi Lichtenegger





Ein neuer Postpartner für das Karmeliterviertel fehlt

6 03 2012

Die Pläne der Post AG. Für sie endet die Leopoldstadt offenbar bei der Taborstraße.

Klubobfrau Lichtenegger übergibt Bezirksvorsteher Kubik die von den Grünen gesammelten Unterschriften gegen die Postamtsschließungen. Foto: Juen.

Am Montag, den 27.2. fand im Haus der Begegnung in der Leopoldstadt eine Bürgerversammlung zu den geplanten Postamtsschließungen statt. Wie nicht anders zu erwarten war, haben die Vertreter der Post AG die geplanten Änderungen verteidigt. Offenbar ist es eine österreichweite Strategie der Post, die meisten ihrer Postämter in Bawag-Filialen zu verlegen. Die Frage, ob dadurch die Qualität der Postdienstleistungen erhalten werden kann, konnte an diesem Abend nicht beantwortet werden. Auch nicht meine konkrete Frage, ob durch die Zusammenlegungen die Anzahl der Postschalter in der Leopoldstadt noch geringer und damit die Warteschlangen für die PostkundInnen noch länger werden.

Die Postvertreter meinten, dass die geplanten Verlegungen keine Standortfrage seien. Dem muss ich heftig widersprechen. Gehen wir die einzelnen Standorte konkret durch.

1) Das Postamt 1022 am Praterstern soll in die Bawag-Filiale in der Praterstraße 68 verlegt werden – diese Filiale ist gerade einen Häuserblock vom Hauptpostamt in der Weintraubengasse entfernt. Tausende LeopoldstädterInnen, die derzeit täglich am größten Öffi-Knoten der Leopoldstadt vorbeikommen und ihre Postgeschäfte so nebenbei am Nachhauseweg erledigen können, können dies nicht mehr tun.

2) Das Postamt 1024 in der Engerthstraße 191 soll in die Bawag-Filiale in der Lassallestraße 36 verlegt werden. Vom Zentrum des Stuwerviertels an dessen Rand. Hier war allerdings Bewegung zu erkennen. Die Post kündigte an, im Bereich Engerthstraße/Hillerstraße einen Postpartner – der zumindest einige Funktionen eines echten Postamts übernehmen soll – zu suchen. Das wäre zumindest schon ein erster Erfolg der Proteste von Bürgerinitiativen, Grünen und Poldi.

Über 200 LeopoldstädterInnen nahmen an der Bürgerversammlung teil und protestierten gegen die Postamtsschließungen. Foto: Juen.

3) Das Postamt 1025 in der Krummbaumgasse 2 soll in die Bawag-Filiale in der Taborstraße 37 verlegt werden. Auch diese Bawag-Filiale ist am Rande eines Wohnviertels, des Karmeliterviertels, 550m vom jetzigen Postamt entfernt. Jenes liegt direkt neben dem Karmelitermarkt im Grätzlzentrum. Diese Verlegung bedeutet eine Schwächung des Karmelitermarkts. BewohnerInnen, die am äußersten Rand des Karmeliterviertels – beim Gaußplatz – wohnen, müssen in Zukunft 1,2 km bis zum Postamt 1025 gehen.

Das Podium: Bezirksvorsteher Kubik und die Herren Mondschein und Fuchs von der Post AG. Foto: Juen.

Hier war bei der Bürgerversammlung von Seiten der Post keinerlei Bewegung zu erkennen. Sollte der Standort Krummbaumgasse tatsächlich geschlossen werden, so verlangen wir rund um den Karmelitermarkt einen zusätzlichen Postpartner.

Denn was im Stuwerviertel möglich ist, sollte im Karmeliterviertel auch möglich sein.

Wolfgang





Postamtsschließungen in der Leopoldstadt

22 02 2012

Gabriela Moser, Renate Pachler, Uschi Lichtenegger und Michael Ortner mit den Unterschriften der BürgerInnen gegen die Schließung der Postämter. Foto: Martin Juen

Seit Monaten kämpfen BürgerInnen der Leopoldstadt, wie auch die Grünen und die KPÖ, gegen die Schließung der Postämter Krummbaumgasse 2-4, Engerthstraße 191 und Wehlistraße 309. Tagtäglich erleben die Kunden der Postfilialen, die mit Paketen, Briefen, Überweisungen, Abhebungen u.v.a.m. auf die Post angewiesen sind, lange Warteschlangen und lange Wartezeiten. Wie es künftig weitergehen soll, wird in einer BürgerInnenversammlung am 27.2.2012 präsentiert.

Von wo die Post holen – noch mehr Lebenszeit für Schlange stehen verwenden?

Postschalter in den Bawag-Filialen in der Taborstraße, in der Lassallestraße und im neuen ÖGB-Hauptquartier sollen eingerichtet werden. Und auch Postpartner werden gesucht. ZB wurde einem Geschäft am Karmelitermarkt Euro 3.000 von der Post AG angeboten. Wie soll das zu finanzieren sein? Gerüchte gibt es schon, dass es Interessenten für das Postlokal in der Krummbaumgasse gibt, vielleicht möchte hier die Post noch ein bisserl Gewinn auf Kosten der BewohnerInnen des Karmeliterviertels machen?

Das Postamt in der Krummbaumgasse liegt im Zentrum des Karmeliterviertels

Auch könnten die Bawag-Filialen überfordert sein. ZB gibt es in der Lassallestraße meist die Schlange bis zur Tür, die KundInnen steigen sich im Eingangsbereich gegenseitig auf die Füße. Zusätzlich ist die Bawag-Filiale in der Taborstraße 37 wegen der Stiegen vor dem Eingang nicht barrierefrei.

Die Nahversorgung leidet

Ein weiterer wichtiger Aspekt: es wird immer die Nahversorgung hochgerühmt, hier aber wird sie aber zerschlagen. Die Postämter liegen gut erreichbar zentral in ihren Grätzln. Die Ersatzstandorte verlängern die Wege zum Postamt für die meisten BewohnerInnen. Besonders für ältere Menschen ist das ein massiver Eingriff in ihre Lebensqualität, und vielleicht wieder auf Hilfe angewiesen zu sein.

Gabriela Moser, Grüne Nationalrats-Abgeordnete, bei der Unterschriftenübergabe an die zuständige Verkehrsministerin Doris Bures. Foto: Grüne Leopoldstadt

Über 3.000 Unterschriften gegen die Schließung der Postämter

Nach den ersten Meldungen in der Öffentlichkeit wurden sofort Unterschriftenaktionen gestartet. Wir Grünen haben im Herbst am Karmelitermarkt und in der Engerthstraße, wie auch im Internet Unterschriften gesammelt. Am Karmelitermarkt lagen in mehreren Geschäften von BürgerInnen gestaltete Listen auf, beim Postamt Engerthstraße war neben uns Grünen auch die Initiative poldi und die KPÖ aktiv.

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Zuständige Verkehrsministerin Bures bekam Unterschriften überreicht

Bei einem Termin der Grünen Nationalrats-Abgeordnete Gabriela Moser wurden der zuständigen Verkehrministerin Doris Bures die Unterschriftenlisten überreicht. Wir erwarten uns von Ministerin Bures, dass sie die Befürchtungen von über 3.000
Leopoldstädtern und Leopoldstädterinnen ernst nimmt und in Verhandlungen mit der Post AG die geplanten Schließungen verhindert.

Die BürgerInnen der Leopoldstadt stehen hinter ihren Postämtern!

Unsere Wahrnehmung bei den Standln, also in persönlichen Kontakten, im www, per Telefon ist überall gleich: Hier sind sich alle Leopoldstädterinnen und Leopoldstäder einig, die Postämter müssen erhalten bleiben.

Information BürgerInnenversammlung

Am Montag, 27.1., um 19 Uhr findet im Haus der Begegnung am Praterstern eine von der Bezirksvertretung beschlossene BürgerInnenversammlung statt. Vertreter der Post sollen ein Konzept zu den Überlegungen zur Schließung bzw. Verlegung von Postämtern und Schaffung von Postpartnern präsentieren und stehen den BewohnerInnen und Geschäftsleuten für Fragen zur Verfügung – so steht es in der Einladung.
Alle Fragen, wie zB, ob euer Postamt im April noch offen hat und warum die Post die Nahversorgung zerschlagen will…, auf der BürgerInnenversammlung ist die Gelegenheit, sie zu stellen.

Uschi Lichtenegger





Ab Sommer 2012: Neue Autobuslinie 5B

29 01 2012

Neuer Bus als wichtige tangentiale Öffi-Verbindung im Bezirk

Nun ist es ganz offiziell und auch schon auf der Website der Stadt Wien nachzulesen. Ab Sommer 2012 wird eine neue Autobuslinie vom Praterstern (U1, U2) über die Taborstraße (U2), die Obere Augartenstraße, den Gaußplatz, den Wallensteinplatz und die Jägerstraße (U6) nach Heiligenstadt (U4) fahren.

Der Bus 5B ist v.a. für die östlichen Teile des Karmeliterviertels eine wichtige Querverbindung zu mehreren U-Bahnlinien, zur Tabor- und zur Wallensteinstraße. Außerdem bedeutet dies auch, dass die derzeit viel zu kurzen Betriebszeiten des 80A westlich des Pratersterns der Vergangenheit angehören, weil der 80A hier durch den 5B ersetzt wird und jener länger fahren wird.

Die neue Buslinie war echt eine schwere Geburt und ich frage mich immer wieder, wieso es in Wien so lange dauert, bis sich gute Ideen durchsetzen, aber wurscht, nun dauert es ja „nur“ noch ein paar Monate.

Früher fuhr in der Oberen Augartenstraße noch durchgehend eine Straßenbahn, nun kommt zumindest wieder ein Bus

Wir Grüne haben eine durchgehende ÖV-Verbindung in der Oberen Augartenstraße bereits seit langem gefordert. Eine Buslinie haben wir im März 2010 beantragt. Diesen Antrag hat Finanzstadträtin Brauner zuerst abgelehnt, weil ihrer Meinung nach dafür kein Bedarf bestand. Doch dann verkündeten die beiden Bezirksvorsteher aus dem 2. und 20. Bezirk in einer Presseaussendung im Wahlkampf 2010, dass es diese Buslinie ab 2011 doch kommen soll.

Und jetzt ist er endlich fix. Mit Sommer 2012. Spät, aber immerhin.

Wolfgang





50 Jahre Schnellbahn in Wien

17 01 2012

Schnellbahnen und U-Bahnen sind das Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs in Wien. Mit Hilfe dieser Schnellverbindungen rücken die Wiener Bezirk, aber auch das niederösterreichische Umland nahe zusammen.

http://www.flickr.com/photos/32360853@N05/sets/72157628909908693/

Bei der heutigen Zugstaufe: GR Rüdiger Maresch, Verkehrssprecher der Wiener Grünen und ÖBB-Chef Christian Kern

Die Schnellbahn fährt in Wien nun bereits seit 50 Jahren.  Anlässlich dieses Jubiläums veranstalten die ÖBB heute am Praterstern einen kleinen Festakt. Um 11 Uhr gibt es einige Festansprachen und eine Zugstaufe. Anschließend bieten die ÖBB Medienvertreter und S-Bahn-Fans (Anmeldung über Facebook) eine ca. 1stündige Rundfahrt (Praterstern-Meidling-Donauländebahn, über Stadlau und Floridsdorf zurück zum Bahnhof Wien Praterstern) mit dem getauften Zug an.
Darüberhinaus gilt heute die Freifahrt für alle Kunden auf dem ÖBB-Netz innerhalb der Kernzone Wiens.

Schließlich wird morgen in 8 Bezirksmuseen die Sonderausstellung „50 Jahre Wiener Schnellbahn“ (von 17. Jänner 2012 bis zum 1. Juli 2012) eröffnet. Die Eröffnung der Ausstellung im Bezirksmuseum Leopoldstadt findet am 17.1.2012 um 18:30 Uhr statt.

Die Verlängerung der S45 bringt den BewohnerInnen der Leopoldstadt viele Vorteile

Wir Grüne setzen auf attraktivere Öffis, um den Autoverkehr in der Stadt effektiv reduzieren zu können. Deshalb treten wir in den Verhandlungen mit den ÖBB auch schon seit Jahren für eine Verlängerung der S45-Vorortelinie von der jetzigen Endstation Handelskai über die Donauuferbahn bis zum Praterkai (Verknüpfung mit der S80) ein.
Da nun auch unser Koalitionspartner sehr eindeutig davon spricht, bin ich optimistisch, dass wir diese Erweiterung des Schnellbahnverkehrs in der Leopoldstadt in den nächsten Jahren durchsetzen können. Wann genau, das steht leider noch in den Sternen.

Wolfgang





Fotograf Martin Juen gewinnt Prozess gegen die Wiener Sängerknaben

21 12 2011

Martin Juen vor dem Bezirksgericht 2 in der Taborstraße

 

Von Uschi Lichtenegger.

Fast zwei Jahre musste Martin Juen auf das Urteil warten, und es hat sich ausgezahlt den Prozess zu führen. Auf seinem Blog Martin Juen Fotografie ist die Geschichte detailliert dokumentiert.

Der bestdokumentierteste Widerstand

Der Widerstand gegen den Bau einer Konzerthalle der Wiener Sängerknaben (WSK) am Augartenspitz schrieb Geschichte. In Beiträgen in Blogs, im Facebook, Fernsehen, youtube, Printmedien berichteten JournalistInnen und WiderständlerInnen mitunter auch life vom Augartenspitz.

Hier weiterführende Links:

http://www.erlustigung.org/

http://www.baustopp.at/

http://augartenspitz.wordpress.com/

http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/collections/72157620492367880/

http://www.flickr.com/photos/martin-juen-fotografie/collections/72157622759604818/

Die erste Pressekonferenz der BefürworterInnen für Grün- und Naherholungsgebiet und somit GegnerInnen gegen der Verbauung des Augartenspitzes durch Private Sängerknaben fand im Dezember 2006 vor dem Augartenspitz statt. Ein Journalist, Martin Juen, war von Anfang an dabei und fast könnte man sagen „rächten“ sich die Wiener Sängerknaben und brachten vertreten durch den Rechtsanwalt Dr. Gärner am 1. April 2010 – kein Scherz! – eine Klage wegen Besitzstörung gegen Martin Juen ein.

und hier vor der Baustelle vor der Konzerthalle, die im Augartenspitz gebaut wird.

Die unterstellte Tat – Besitzstörung

Martin Juen habe mit anderen in der Nacht am 9. März , um 1.15 Uhr den Bauzaun, der die Baustelleneinrichtung begrenzt, umgerissen und weiters mit Daraufstehen bzw. -sitzen verhindert, dass dieser wieder aufgestellt werden konnte. „Der Beklagte hat dadurch körperlich in die Sachherrschaft der Klägerin (der Wiener Sängerknaben, UL) widerrechtlich eingegriffen und dadurch gestört“, wie in der Klagsschrift zu lesen ist.

Was passierte wirklich?

Martin Juen dokumentierte in seiner bewährten Weise in unzähligen Fotos auch in der Nacht vom 8. auf den 9. März, was sich am Augartenspitz abgespielt hat. Nämlich, GegnerInnen der Verbauung des Naturraums Augartenspitz wollten die Baumfällungen verhindern. Der Bauzaun fällt und von der ganzen Geschichte brachte Martin Juen Fotos davon in den Prozess ein. Dass man kaum in Distanz fotografieren und Zäune niederreißen gleichzeitig kann, versteht sich ja von selbst. Aber der Vertreter der Wiener Sängerknaben, RA Dr. Gärner, unterstellte bei einer Verhandlung, dass Martin Juen die Fotodaten gefälscht haben könnte. Was er damit bezweckte, ist auch nicht ganz klar ist, da die Sache an sich, das Zaunniederreißen in den Fotos gezeigt wird, aber vielleicht hat diese auch Martin Juen gefälscht???

Prozessbeobachtungen

Anfangs hat Martin Juen im Prozess nur 3 Fotos eingebracht, den Bauzaun betreffend. Bei der Verhandlung im September 2010 legte er ein Konvolut von Fotos vor, zu dem die Richterin meinte, das sei ein „Ballast, was die Sache aufbauscht“. Im Prozess gab es auch Aussagen von Zeugen, die sich nicht mit den Fotos von Martin Juen decken. Z.B. versuchte Zeuge G.F. den Widerständigen anzuhängen, dass sie alle vermummt gewesen seien. „Der Angeklagte ist mit Vermummten auf dem Zaun gestanden.“ – Im Urteil ist zu lesen, dass die Leute nicht vermummt waren, sondern die Kleidung darauf schließen läßt, es sei in jener Nacht kalt gewesen. – Was es auch war, leichte Minusgrade, und trotzdem hielten sich GrünraumschützerInnen die ganze Nacht in den Bäumen auf, und wurden im Laufe des 9. März’ von der Polizei von den Bäumen geholt, die zuvor schon trotz der BesetzerInnen, mit Kettensägen beschnitten wurden…

Ende gut, alles gut?

Martin Juen sprach das Gericht frei und auch seine Rechtsanwaltskosten seien von den WSK zu übernehmen. Martin Juen kann zu Recht feiern. Bei der Konzerthalle der Wiener Sängerknaben hingegen feierten andere die Dachgleiche…

Abschließend möchte ich noch die Frage an die Wiener Sängerknaben stellen, ob JournalistInnen, die in einem Jahr über die Eröffnung der Konzerthalle berichten, Gefahr laufen, sollten sie dies vor Ort tun, von den Wiener Sängerknaben auf Besitzstörung geklagt zu werden?








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