Vorrang bei Ampeln für die FußgängerInnen

27 11 2009

Grüne Verkehrspolitik

SPÖ-Verkehrspolitik

Im Verkehrskonzept der Stadt Wien, dem Masterplan Verkehr 2003 werden den FußgängerInnen die höchste Priorität eingeräumt. Wenn man sich einige Ampelschaltungen in der Leopoldstadt genauer anschaut, wird klar, dass dies oft nur eine leere Versprechung ist.

In der Bezirkszeitung hat es dazu in letzter Zeit einige Artikel gegeben, die sich mit diesem Problem näher beschäftigen.

Wir haben bereits alle diese Ampeln in der Bezirksvertretung bzw. in der Verkehrskommission thematisiert. Im Großen und Ganzen hat sich nicht viel verbessert, von kleinen Änderungen abgesehen.

Grundsätzlich ist dazu zu sagen, dass 1. die SPÖ Leopoldstadt (die ÖVP und die FPÖ genauso, aber auf Grund ihrer de facto absoluten Mandatsmehrheit entscheidet nun einmal die SPÖ alleine) dem Autoverkehr die oberste Priorität einräumt.

Und 2. sind die Umlaufzeiten in Wien viel zu lange (bis zu 120 Sekunden). Als Umlaufzeit bezeichnet man die Zeit vom Beginn einer Ampelphase bis zum nächsten Beginn der gleichen Phase (z.B. vom Grünwerden für die FußgängerInnen bis zum nächsten Grünwerden). Es ist zwar auch ungut, dass die Grünzeiten für FußgängerInnen ziemlich kurz sind, doch relevanter ist die lange Wartezeit bis zum Beginn der nächsten Grünphase.

Doch nun zu den betreffenden Ampeln:





Tempo 30 Zonen und die Macht der Wiener Linien!

17 11 2009

Vor kurzem wurde das Alliiertenviertel in der Leopoldstadt, abgegrenzt durch die Straßen Taborstraße – Am Tabor – Nordbahnstraße, flächendeckend als Tempo 30  Zone ausgeschildert, sowie das Radfahren gegen die Einbahn, in allen Einbahnen zugelassen. Der dazugehörige Antrag wurde bereits 1999 im Bezirksparlament von den Grünen Leopoldstadt eingebracht und nach “nur” 10 Jahren auch umgesetzt.

Fürs Volkertviertel wurde der Antrag im Jahr 2001 gestellt. Tempo 30 Zone und Radfahren gegen alle Einbahnen, abgegrenzt durch die Straßen, Taborstraße – Am Tabor – Nordbahnstraße – Praterstern und Heinestraße, wurde gefordert.

Und wer glaubt, dass über die Sicherheit von Schulkindern und über Tempo 30 Zonen Stadtrat Schicker oder Bezirksvorsteher Kubik entscheiden, der irrt gewaltig – nein – es entscheiden die Wiener Linien! wie es in einer Anfrage aus dem Jahr 2006 hervorgeht.

Und deshalb gibt es im Volkertviertel nicht nur viele Schulen, sondern eine unübersichtliche und durchlöcherte Tempo 30 Zone. Diese Eunuchen-Lösung ist als gefährlich einzustufen und  daher inakzeptabel für alle Schulkinder und auch inakzeptabel für die Lebenshilfe in der Rueppgasse.

Tempo 30 Lücke 1 / Volkertstraße

Bild 1 + 2 Die Lücken der T30 Zone in der Volkertstraße,

mehr Bilder unter: Tempo 30 Zone im Volkert- und Alliiertenviertel

Was haben Sie, Herr Stadtrat Schicker, mit folgender Passage in Ihre Presseaussendung vom 11. August 2009 gemeint?

“Tempo-30-Zonen: Deren Ausweitung wird zur Verkehrsberuhigung in Wohngebieten weiter vorangetrieben. 2009 sind u.a. im Volkert-und Alliiertenviertel in der Leopoldstadt sowie in Gersthof Tempo-30-Zonen geplant:”

Wird es eine volle oder “nur” eine halbe Tempo 30 Zone?

Und so bleiben die Mühlfeldgasse, die Rueppgasse (Nr.8-22), die Volkertstraße (Nr.2-16), der Volkertplatz (Nr.11-15), die Holzhausergasse, die Kleine Stadtgutgasse (Nr.10-16) und die Fugbachgasse (2-10), Tempo 50 Strecken.

Und Radfahren gegen die Einbahn gibt es nicht in der Volkertstraße (Nr.2-16), am Volkertplatz (Nr.11–15) und in der Holzhausergasse.

Kurz angedacht: Wann wird das Karmeliterviertel flächendeckend Tempo 30 Zone? Auch im Karmeliterviertel gibt es jede Menge an Schulen.

Immerhin wurde dieser Antrag der Leopoldstädter Grünen erst am 28. März 2000 gestellt.

Robert







Sitzung der Bezirksvertretung vom 10.11.2009

10 11 2009

Willkommen bei der heutigen Sitzung. Da ich meine Datenkarte vergessen habe gibt es den Bericht heute nur zum Nachlesen.

Probleme mit der Trinkwasserqualität in der Schule in der Vorgartenstraße. Grund ist noch nicht bekannt.

Der Marathonweg von der Hauptallee bis zum Stadion wird endlich auch für RadfahrerInnen “rechtskonform” befahrbar. Das war ein Grüner Antrag.

Das Kulturbudget wird erhöht, natürlich ohne FPÖ…

Jetzt werden alle möglichen Verkehrsanträge aus der Verkehrskommission berichtet und abgestimmt. Viele Grüne Anträge sind dabei und werden abgelehnt, darunter diverse RadfahrerInnen-Bevorzugungen, wie Radfahren gegen die Einbahn in der Weintraubengasse, eines Radwegs in der Krafftgasse, einem Vorziehen des Radstreifens von der Hollandstraße kommend an der Kreuzung Salztorbrücke.

Jetzt geht es zu den Anträgen.

Wir Grüne haben einen Resolutionsantrag der Solidarität mit den Studierenden eingebracht, wird interessant.

SPÖ (Mladensich): Jetzt kriegen wir offiziell ein Schriftstück überreicht mit dem gemeinsamen Antrag von Grün und Rot aus dem Gemeinderat. Er will nicht zustimmen, weil es eh einen Beschluss im Gemeinderat gibt. Versteh ich zwar nicht, aber bitte. Außerdem ist das keine Bezirksmaterie. Lieber Herr Mladensich, das ist auch kein Thema für den Gemeinderat…

Martina Wurzer (Grüne): Unverständlich diesem Antrag nicht zuzustimmen, weil wer mit den Umständen nicht einverstanden ist muss diesen Antrag unterstützen.

Antrag wird nur vom KPÖ-Vertreter unterstützt.

Grüner Antrag mit dem Wunsch einer Fahrbahnaufdoppelung über die Obere Augartenstraße beim neuen Augarteneingang beim großen Flakturm wird abgelehnt, weil die Wiener Linien nein sagen. Die Wiener Linien wollen das nicht und fordern eine besonders teure Ampel. Die SPÖ sagt nein, weil die Wiener Linien nein sagen. Das ist Neoliberalismus in Reinkultur.

Auch unserem Wunsch Radfahren gegen die Einbahn in der Krafftgasse geht es nicht besser. ÖVP (Hefelle) argumentiert, dass Radfahrer ruhig einen Umweg fahren können und nicht immer den direkten Weg beanspruchen dürfen.

Martin antwortet, dass es höchst an der Zeit ist den Anteil der RadfahrerInnen von derzeit 5% auf international durchschnittliche 10% zu heben, was übrigens auch die Bundesregierung fordert. Dafür müssen solche Hindernisse abgeschafft werden.

FPÖ (Neuwirth): diese Wortmeldung spar ich mir wieder zu geben

Antrag wird natürlich von SPÖ, ÖVP und FPÖ abgelehnt.

Wir fordern, dass Radabstellanlagen in der Regel nur mehr in der Parkspur und nicht auf Gehsteigen errichtet werden sollen, damit sie nicht mehr den FußgängerInnen im Weg stehen. Die SPÖ argumentiert, dass es gesetzlich erlaubt ist und daher auch gemacht werden soll und lehnt den Antrag ab.

Die überdimensionale Ampel Heinestraße/Stadtgutgasse wollen wir überprüfen lassen. Es gibt dort nur sehr wenig Verkehrsaufkommen. Die Lichtspiele (21 Einzelampeln) dort sind dafür mehr als überdimensioniert und viele müssen trotz leerer Straßen bei Rot ewig warten. Die SPÖ findet, dass eine Überprüfung schon ein Sicherheitsrisiko ist (sic!) und will das nicht mal überprüfen lassen. Junek (SPÖ) will keine Überprüfung, denn das würde bedeuten, dass sich die Dienststellen geirrt hätten, und die irren sich nicht (sic!). Die FPÖler stimmen uns sogar zu.

SPÖ, ÖVP, FPÖ wollen eine Verdichtung des öffentlichen Verkehrs zwischen Milleniumcity und Lassallestraße. Sie wollen dort de facto eine zweite Buslinie einführen und gleichzeitig den 11A anders führen. Dass der 11A überfüllt ist, ist richtig, aber statt dieser neuen Buslinie wäre ein Gesamtkonzept für den Nordbahnhof wichtig, idealerweise inklusive neuer Straßenbahn. Das sollte in der Bezirksentwicklungskommission besprochen werden. Das wollen die AntragsstellerInnen aber nicht, keine Diskussion…nicht mal eine Antwort.

Doch noch eine Reaktion, nach mehrmaligem Bitten. Junek meint, dass es nur um eine Verdichtung des Intervalls geht. In der Begründung steht nur eine Anregung und kein fertiges Konzept.

Jetzt stimmen wir auch zu…

Das war es für dieses Mal, schönen Abend

Markus Rathmayr





“Großparkplatz” Hollandstrasse: Parken jetzt auch noch am eh schon verschmälerten Gehsteigerl, und am Radstreifen möglich..

12 10 2009

Erst unlängst wurde der stadteinwärts linke Gehsteig der Hollandstrasse von angemessener Breite (die Hollandstrasse ist nunmal eine breite Straße), in einer geradezu unglaublichen Aktion, auf die amtliche Mindestbreite von 2m zurückgestutzt, und damit die Fahrbahn verbreitert — wir berichteten darüber.

Doch die Architekten dieser heroischen Leistung haben bei dieser Gelegenheit auch weitere Erleichtungen für den bedauernswerten Autoverkehr durchgesetzt:

So wurde der Randstein von ehemals fast 25cm auf leicht überfahrbare  Höhe von weniger als 10cm heruntergesetzt, um dem motorisierten Individualverkehr die leichtere Auffahrt auf den Gehsteig selbst, zum Zwecke des Parkens, zu ermöglichen.

Kinder- gegen Lieferwägen





Ampelzusatz – für die Leopoldstdt nicht geeignet!

21 08 2009

Ampel_HeumarktAm Heumarkt gibt es einen netten Ampelzusatz für FußgängerInnen. Da wird von 70 Sek. abwärts bis auf 00 gezählt und dann wird es grün.  Super!

Leider ungeeignet für die Leopoldstadt!

Denn für die Leopoldstadt müsste die Anzeige ein 3 stelliges Zahlensegment haben, denn in der Leopoldstadt zeigen viele FußgängerInnen-Übergänge länger als 99 Sekunden rot.

Beispiele gibt es ja genug: Obere Augartenstraße, Lassallestraße, Walcherstraße u.s.w.

Im Wien-Heute Beitrag, vom 11. 8. 2009, wurden die Ampelschaltungen für FußgängerInnen ebenfalls kritisiert. Von Stadtrat Schicker wurden rasche Änderungen zugesagt. Bisher ist nichts zu bemerken, oder?

Wir werden jedenfalls unsere Ampeln in der Leopoldstadt weiter beobachten.

Nervt Euch auch eine Ampel, dann schreibt uns einfach.

Robert





Schild-Bürgerstreich in der Hundeauslaufzone im Prater

20 06 2009

Im Prater zwischen Jesuitenwiese und Stadionallee, zwischen Haupt- und Rustenschacherallee ist Wiens größter Hundeauslaufplatz, d.h. dort dürfen die HalterInnen ihre Hunde legal von der Leine nehmen.

Für Konflikt sorgt seit Jahren, wenn Tafeln für das Fahrradfahrverbot abmontiert werden, da dann vermehrt RadlerInnen schnell den kürzesten Weg fahren, und der führt dann durch die Hundeauslaufzone.

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Die Stadt der kurzen Wege

31 05 2009

Die Stadt der kurzen Wege
oder
“Der Bezirksvorsteher hat schon wieder mal nichts verstanden.”

Der ADEG war nicht nur Nahversorgung, sondern auch Kommunikationszentrum in der Wohnhausanlage Weisergründe

Der ADEG war nicht nur Nahversorgung, sondern auch Kommunikationszentrum in der Wohnhausanlage Weisergründe

Ganz im Westen der Leopoldstadt steht seit 2002 eine Wohnhausanlage auf den ehemaligen Gründen der Weiser-Wurstfabrik. Von dieser Wohnhausanlage soll es über das Grundstück der mobilkom in der Oberen Donaustraße eigentlich einen öffentlichen Durchgang zum Donaukanal geben. So sagt es der gültige Flächenwidmungsplan. Doch der Grundbesitzer des mobilkom-Geländes, ein Frankfurter Immobilienfond will das nicht.

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Sitzung der Bezirksvertretung

28 10 2008

Liebe Interessierte,

Es ist wieder soweit. Die Sitzung hat um 16:00 begonnen…

BV Kubik berichtet über Straßenbennungen und ließt einen Bericht über die Barrierefreiheit der Wahllokale vor. Zukünftig soll es mehr barrierefrei erreichbare Wahllokale geben – gut so!

Nun wird mitgeteilt, dass sich niemand das Budget während der öffentlichen Auflage angesehen hat. Wundert mich nicht. Es wird Zeit, dass das Bezirksbudget so dargestellt wird, dass alle Leute das auch lesen können.

Wir sind schon bei den Anträgen:
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Name für neues Wegerl gesucht

13 09 2008
Ein neuer Weg im Stuwerviertel

Ein neuer Weg im Stuwerviertel

Die Bevölkerung hat sich ein neues Wegerl geschaffen! ;-)

Das passiert, wenn vorgeschlagene Gehwege nicht angenommen werden können, weil sie z.B. mit Bauzäunen verstellt werden.

Unser entdecktes Wegerl wartet nun auf  einen Namen. Das Wegerl mündet in die Schönngasse. Wir schlagen als Namen vor: “Schönnes Wegerl“, Grasweg oder hast du einen Vorschlag?

Dann poste ihn und wir werden den lustigsten Namen bei den zuständigen Behörden einreichen.