Petra Unger – Frauenspuren in der Leopoldstadt

29 09 2011

Wenn sich Petra Unger auf Frauenspuren bewegt, bewegt sich mit ihr eine stetig  wachsende Gruppe von Interessentinnen entlang einer Route scheinbar zusammenhangsloser Adressen.
Mitte August war es wieder soweit ein unbekanntes Kapitel weiblicher Geschichte der Leopoldstadt im Spaziergang zu entdecken.
Petra Ungers feministischer Rundgang kehrt das übliche: „wir schauen uns was Tolles an, und bekommen die Story dazu“, – ins Gegenteil – wir bekommen eine tolle Story und stehen vor einem ganz unscheinbaren Haustor.
Aber auch nicht immer,- die Jahrhunderte wechseln wie die Straßenseiten, gerade begegnen wir einer habsburgischen Prinzessin in effigie, stellt sich schon eine engagierte Wissenschafterin als Beispiel früh geschaffter Emanzipation vor. Dem anonymen „einfachen“ Frauenleben schaut die Zeitgeschichte beklemmend über die Schulter.

So erhellend und abwechslungsreich kommt man nicht so schnell in der Leopoldstadt herum. Hoffentlich beschert uns Uschi Lichteneggers Engagement bald eine Fortsetzung!

Fotos: http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/sets/72157627651334887/





3 Stunden Bezirksparlament

28 09 2011

Diesmal leider kein Liveblog von der Bezirksvertretungssitzung Leopoldstadt, aber zumindest nur eine kurze Zeitverzögerung.





Frauenspuren in der Leopoldstadt

1 08 2011
Hier Petra Unger beim Praterspaziergang "Sie radeln wie ein Mann, Madame"

Die Geschichte der Frauen in der Leopoldstadt ist vielfältig: Volkssängerinnen, Künstlerinnen, Habsburgerinnen und Gründerinnen von Mädchenschulen haben in der Leopoldstadt gelebt und gewirkt. Viele von ihnen waren Jüdinnen und damit ist die Geschichte der Frauen in der Leopoldstadt auch eine Geschichte der Vertreibung und Ermordung.
Petra Unger recherchiert seit Jahren die Frauen in Wien! Wir freuen uns, zu einem Spaziergang mit Petra Unger auf den Spuren bewundernswerter Frauen, ihren Leistungen und ihrer Schicksale, einladen zu dürfen!

Wann?
17. August 2011 um 18 Uhr
und
31. August 2011 um 17 Uhr und nur für Frauen!

Treffpunkt?
Pfarrkirche St. Leopold, 1020 Wien, Alexander Poch Platz 6

Anmeldung!
Da die Teilnehmer_innen-Anzahl auf 25 Personen beschränkt ist, wird um verbindliche Anmeldung gebeten:
Uschi Lichtenegger – email: uschi.lichtenegger@gruene.at





Frauen gehen für ihre Rechte auf den Ring!

15 03 2011

Organisation: Plattform http://www.20000frauen.at/
Treffpunkt: Samstag, 19. März 2011, um 14.00 am Schwarzenbergplatz; die Demoroute führt über die Ringstraße zum Parlament.
Wir Leopoldstädterinnen gehen gemeinsam über die Praterstraße und dem Ring zum Schwarzenbergplatz zur Demo.

Unser Treffpunkt:
12.30 Uhr Praterstern beim Tegetthoff-Denkmal
13.15 Uhr: Abmarsch zum Schwarzenbergplatz

Frauen, beteiligt euch! Frauen, seid laut und sichtbar!

AUS! Aktion Umsetzung. Sofort.
Am 19. März 1911 demonstrierten 20.000 Frauen für ihre Rechte auf dem Wiener Ring. 100 Jahre später nimmt die Plattform www.20.000frauen.at dieses historische Datum zum Anlass, die noch immer nicht erfüllten, sowie neu entstandene Anliegen der Frauen sichtbar und hörbar zu machen und für deren sofortige Umsetzung zu kämpfen.
Bereits über 174 Organisationen haben sich der Plattform angeschlossen: Die Demonstration am 19. März soll der Auftakt eines neuen gemeinsamen Weges von Frauenvereinen, NGOs und Interessenvertretungen sein.

„Jede verfügbare Statistik beweist das Gegenteil der vielzitierten, angeblich schon erreichten Emanzipation. Frau-Sein bedeutet nach wie vor Benachteiligung, Diskriminierung, Sexismus und Gewalt ausgesetzt zu sein“, sagte Petra Unger, Sprecherin der Plattform, bei der Auftakt-Pressekonferenz.

Aufruf der Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek:
http://www.frauen.bka.gv.at/site/cob__42715/6608/default.aspx

Bericht von der 2. Pressekonferenz:
http://diestandard.at/1297820338899/Endspurt-zur-grossen-Frauendemo-Warten-nicht-noch-100-Jahre

Forderungen der Grünen Frauen der Leopoldstadt auf der Plattform 20000 Frauen:
http://www.20000frauen.at/2011/01/grune-frauen-leopoldstadt/





Grüner Frauenbericht 2011

7 03 2011

Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner mit dem Frauenbericht 2011. Foto: Martin Juen

Judith Schwentner, Grüne Frauensprecherin, präsentierte anläßlich des Internationalen Frauentags am 8. März den diesjährigen Frauenbericht der Grünen im Parlament. Der Bericht beschäftigt sich heuer mit den Themen Frauenarbeit, Bildung, Budget, Frauen mit Behinderung und Migration, Gewalt, Gesundheit, Alter…
Mit dem Untertitel „Frauenleben in Österreich“ wird ein Querschnitt über die Situation im Leben der Frauen behandelt, ergänzt mit einleitenden Aufsätzen zu den Themen von betroffenen Frauen und statistischem Material – Grüne Forderungen und Lösungen werden prominent und übersichtlich dargestellt.
Vor allem die enge Verflechtung der Sozialpartner mit den Großparteien, was auch die geringe Repräsentanz von Frauen in der Politik verstärkt, kritisierte Judith Schwentner bei der Pressekonferenz. Die Forderung nach einer gesetzlichen Frauenquote für Politik, Sozialpartner und Aufsichtsräte kommt nicht von ungefähr. Im Vorstand der Bundesarbeiterkammer liege der Frauenanteil bei 12,5 Prozent, so Schwentner, die Landwirtschaftskammer verzichte überhaupt gänzlich auf Frauen im Präsidium…

 
Beispiel Frauenehrungen:





10 Künstlerinnen und das Blaue Wunder

14 09 2010

FPÖ Kundgebung 9.9.2010 - Publikum und Gegendemonstration. Foto: Martin Juen

10.10.10
10 Künstlerinnen und das Blaue Wunder
Anlässlich der Wiener Gemeinderatswahlen am 10. 10. 2010 zeigt die Galerie vor Ort, Wohlmutstraße 14-16, künstlerische Auseinandersetzungen mit den Themen der Wiener Politik und insbesondere des zu erwartenden Wahlkampfes. Die Ausstellung versteht sich als Kritik an den üblicherweise nichts sagenden Versprechungen und vereinfachenden Lösungen auf den Wahlplakaten und insbesondere als Gegengewicht zu fremdenfeindlichen Äußerungen von Politikerinnen.

In Kooperation mit dieser Ausstellung laden die Grünen Leopoldstadt zu politisch-kreativen Interventionen. EINTRITT FREI.

Freitag, 24. 9. 2010, 19.00 Uhr:
#1 DIE POLITIK IN DER KULTUR. Zur Beteiligung der MigrantInnen an der Wiener Kulturpolitik
Diskussionsabend mit: Radostina Patulova, freie Wissenschaftlerin, maiz, Vorstandsmitglied der IG Kultur Österreich
Petja Dimitrova, Künstlerin, Vorsitzende der IG Bildende Kunst, lehrt an der Akademie der Bildenden Künste in Wien
Ljubomir Bratic, Sozialwissenschafter, Co-Autor der Studie „Perspektiven der Kunst- und Kulturpolitik in Wien mit besonderem Fokus auf Migrationsrealität“
Begrüßung: Peter Horn, Kultursprecher der Grünen Leopoldstadt

Freitag, 1. 10. 2010, 19.00 Uhr:
#2 BUMSTA NAZI! Lachen über Rechtsextreme.
Martina Wurzer & Guests lesen Passagen aus einschlägigen Texten.
Begrüßung: Martina Wurzer, Spitzenkandidatin der Grünen Leopoldstadt für den Gemeinderat, Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Antifaschismus, Antirassismus, Zeitgeschichte, Frauen, Kultur

Freitag, 8. 10. 2010, 19.00 Uhr:
#3 FRAUENFILMABEND
Begrüßung: Uschi Lichtenegger, Klubvorsitzende der Grünen Leopoldstadt
Dagmar Ostermann und Ceija Stojka sind eingeladen.

„Aber in Auschwitz will ich begraben sein“
Die Geschichte der Dagmar Ostermann
2009. Länge 42 min. Regie: Marika Schmiedt
Beginn ca. 19.15

„Juden und Hunden ist der Eintritt verboten!“ 
Mit diesem Satz wird Dagmar Ostermann, die einen jüdischen Vater hat, am 11. März 1938 von einem Tag auf den anderen der Besuch in ihrem Stammcafè, der Konditorei Lehmann im 1. Bezirk, untersagt.
Die Deportation ins Konzentrationslager Auschwitz überlebt sie, entwürdigt als namenloser Häftling mit der Nummer 21946, nur durch Zufall.

Simone de Beauvoir live
Ein Filmporträt von Alice Schwarzer
1974. 45 min. Emma film edition
Beginn ca. 20.30

Seit 1971 waren Beauvoir und Schwarzer politische Weggefährtinnen und Freundinnen, was die ganz ungewöhnliche Intimität des Porträts erklärt. U.a. reden Beauvoir und Sartre erstmals in diesem Film über die Spielregeln ihrer Beziehung.

LUNGO DROM. LANGER WEG
Ceija Stojka
2009. 48 min. Regie: Marika Schmiedt
Beginn ca. 21.30

Sie hat den Massenmord an Roma und Sinti in den Konzentrationslagern als eine der wenigen überlebt: die Künstlerin Ceija Stojka.
Die Angst, die durch ihre Erinnerungen an die grauenhafte Kindheit im Todeslager und die wieder zunehmenden Verfolgungen von Roma in  Europa wach gehalten wird, hat sie an ihre Kinder und Enkelkinder weitergegeben - aber auch die Liebe zum Leben.

I have dreamt of working as a hairdresser
Dokumentarfilm von Lidija Mirkovic
Marikahaymatfilm 2008. 90 min
Beginn ca. 22.30

Den Kindern steht die Angst in den Augen, als sie am Flughafen Belgrad ankamen. Die Roma-Familien wurden aus Deutschland abgeschoben. Von nun an sie sammeln sie Abfälle, putzen Schuhe oder handeln auf dem Flohmarkt. Die Lebensbedingungen am Rande der Gesellschaft in den Slums sind unhygienisch oder sogar gefährlich. Schüler werden zu Opfern rechter Gewalttäter. Sie müssen sich als Straßenmusiker, Bettler oder Prostituierte durchschlagen. Es gibt viel Resignation und wenig Hoffnung. Das Schicksal von Iva und ihr Traum, Friseurin zu werden, geben dem Dokumentarfilm den Rahmen.





„Die gelbe Straße“ von Veza Canetti

12 03 2010

Eva Dité, Evelyn Fuchs, Ernst Christian Mathon

lesen von den

krotesken, bitterbösen Figuren in der Ferdinandstraße
im

Kosmos Theater

13. März 2010, 22:00 Uhr

Elias Canetti in seinem Vorwort: „… sie [Veza Canetti] schrieb mit Witz und Schärfe. Ihre Erzählungen, obschon sie von Mitgefühl für benachteiligte Menschen diktiert schienen, waren zu knapp und zu scharf, um sentimental zu wirken … ,Die Gelbe Straße’ handelt von der Unantastbarkeit des Menschen auch in seiner größten Gefährdung.“

Die „Gelbe Straße“- die Ferdinandstraße





Wir können die Einkommensschere nicht wegkuscheln

2 07 2009

Schon traurig: Frauen verdienen in Österreich im Schnitt um ein Viertel weniger als Männer. Das ist der zweitschlechteste Wert innerhalb der EU. Nur in Estland gibt es einen noch größeren Abstand. Die Frauenministerin tut das einzig richtige und verlangt erstens: innerbetriebliche Offenlegung der Gehälter. Und Strafen, wenn Frauen für dieselbe Aufgabe nicht dasselbe am Konto haben. Und die AK verlangt die Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände. Na bitte, wir Grüne wollen das schon immer!

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Open Air Kino zum Internationalen Hurentag

2 06 2009

Seit 1976 wird alljährlich am 2. Juni der Internationale Hurentag begangen. Damals besetzte eine große Gruppe von Sexarbeiterinnen eine Kirche in Paris, um auf ihre fehlenden Rechte bezüglich ihrer Arbeitssituation aufmerksam zu machen.

Aus diesem Anlass zeigen das Stuwerkomitee den
Dokumentarfilm „FRAUEN AM STRICH“
(A 1980, Projektgruppe Videoschluchten: Ruth Leder, Karin Jahn, Ursula Deniflee. 50 Min.)
und den Kurzfilm:
„Laura. Was Sie schon immer über Telefonsex wissen wollten“
( Ö, 2005, von SI.SI Klocker mit Beate Foltin, 18 Minuten) Den Rest des Beitrags lesen »





Gegen das machistische Eierschaukeln

29 04 2009

moik1

Der ÖGB hatte in der Schuldebatte vor allem um viele junge Kolleginnen gekämpft, weil diese Frauen hätten mit der bösen, bösen Schulreform von Frau Schmid keine Arbeit gefunden – so Neugebauer. Durchsichtig, berechnend und widerwertig sind diese Sätze bei mir eingefahren. Den armen jungen Frauen musste der alte Fritz helfen. Wem er nicht helfen wollte und der ganze ÖGB offensichtlich nicht, war Frau Wilhelmine Moik. Sie wurde 1894 in Wien geboren, lernte Näherin, schloß sich den Sozialdemokraten an und arbeitete im und für den ÖGB und war u.a. Mitbegründerin der Frauenorganisation, deren Vorsitzende jetzt Frau Csörgits ist. Im Austro-Faschismus und währende der Nazi-Zeit war sie öfters interniert. Sie ist für ihre Überzeugung eben eingestanden.

Der ÖGB baut nun eine neue Zentrale im 2. Bezirk und suchte aus 2 Vorschlägen den Namen für die Platzbenennung aus – Wilhelmine Moik und ein ehemaliger ÖGB-Präsident – hier sind Namen Schall und Rauch, ein Präsident halt, gab ja schon viele, Karriere wie gehabt). Der Mann wird dem Platz seinen Namen geben. Frau Moik wird nicht nur nicht bedacht, sondern noch dazu auf die Rückseite des ÖGB Gebäudes verbannt. Zum Personaleingang sozusagen – eine Schande! Frau Czsörgits sitzt auf einem Sessel, den Wilhelmine Moik für sie erkämpft hat. Ja, ist so, schreibt sie in einem Mail an die Grünen Leopoldstadt. Kampfgeist hab ich aus dem mail nicht lesen können – leider. Ich kann mir die Abstimmung gut vorstellen: Männer à la Neugebauer & Co – die gehören weg und starke kämpferische Frauen an die Macht.
Frauen aller Fraktionen vereinigt Euch!

Herzlichst und kämpferisch Ihre Ulli Böhmdorfer








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