Straßenbahnen für den Nordbahnhof

24 08 2010
Straßenbahnen haben viele Vorteile, die SPÖ Leopoldstadt sieht das anders

Straßenbahnen haben viele Vorteile, die SPÖ Leopoldstadt sieht das anders

Es ist noch keine 2 Jahre her, da haben SPÖ und ÖVP die Straßenbahnlinie 21 abgedreht und sich dafür auch noch medial feiern lassen. BV Kubik hat damals vom neuen Bus 82A als neuen Mega-21er geschwärmt und VP-Stadtrat Walter hat sogar einen eigenen Brief an alle Haushalte im Stuwerviertel geschrieben, um den 82A als ÖVP-Erfindung zu reklamieren. Heute ist klar, dass der 82A ein Rohrkrepierer ist.

Sehr amüsant war letzte Woche auch ein kleiner Schlagabtausch zwischen dem Wiener SP-Verkehrssprecher Hora und VP-Stadtrat Walter per Presseaussendung. Während Walter sich um die schlechte Verkehrserschließung der neuen Wohnbauten am Nordbahnhofgelände sorgt, lobt Hora das dortige Öffi-Angebot in höchsten Tönen.

In diesem Zusammenhang muss ich wieder mal daran erinnern, dass im Verkehrskonzept der Stadt Wien von 2003 eine Straßenbahn vom Praterstern quer durch das Nordbahnhofgelände zum Fr. Engelsplatz geplant war und schließlich der Abneigung der SPÖ gegenüber Straßenbahnen zum Opfer gefallen ist.

Wir Grüne haben schließlich im Frühjahr eine Kampagne gestartet, dieses Viertel optimal anzubinden – und fordern die Autobuslinie 11A in eine Straßenbahnlinie umzuwandeln.
Auf Grund dieser Grünen Aktion kommt jetzt, als kurzfristige zweitbeste Lösung, eine zusätzliche Autobuslinie – und v.a. bekommt der 11A die Endstation beim Einkaufscenter beim Stadion. Ein Grund mehr, den unnötigen 82A endlich einzustellen.

Dennoch bleibt es dabei, dass der 11er statt dem 11A, ein verlängerter O durch das Nordbahnhofgelände und eine eigene Straßenbahnlinie zwischen Schwedenplatz und Praterstern die besseren Lösungen sind. Auch wenn Straßenbahnen bei der SPÖ offenbar nicht mehr hoch im Kurs stehen.

Wolfgang





Ist die SPÖ noch zu retten?

23 08 2010

Ja, da war ich ziemlich geschockt, als ich im Bezirksjournal sah, dass ich auf dem Foto von der von den Grünen beantragten Bürgerversammlung im Stuwerviertel nicht zu sehen war. Hatte ich doch diese Versammlung bis zum Schluss nicht verlassen!

Links: Das ziemlich schlecht retuschierte Foto

Aber es war rasch zu erkennen – und da braucht man kein Kriminologe zu sein -, das Bild wurde (stümperhaft) manipuliert. Das Bild hat die SPÖ der Zeitung zur Verfügung gestellt. – Der Text des Artikels des Bezirksjournals „Adi Hasch kopflos“ siehe unten.

SPÖ von Angst getrieben?

Selbstverständlich macht man sich Gedanken darüber, was die SPÖ veranlasst hat, mich da raus zu retuschieren:
- Haben sie Angst vor den Grünen?
- Muss ich als Bezirksvorsteher-Stellvertreter aus dem öffentlichen Bild verschwinden?
- Sind die SPÖ-Umfragewerte im Bezirk so desaströs, dass den politischen Mitbewerbern keine Bühne geboten werden darf?
- Bisher kannte ich solche Methoden nur von Stalin. Dieser hat seine politischen Gegner, wie z.B. Leo Trotzki, aus allen offiziellen Fotos raus retuschieren lassen. Das war in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Und Stalin war kein Guter.

Ich will ja der SPÖ nicht unterstellen, dass sie Stalinisten sind, aber eine Entschuldigung für ihr Verhalten würde ich für durchaus angebracht halten. Das Leben geht schließlich auch nach einer Wahl wieder weiter.

Adi Hasch

- Artikel im Bezirksjournal





U2 Station Stadion – Aufzug wieder defekt!

17 06 2010

Am 10. Juni 2010 war es wieder einmal so weit, der Aufzug in der U2 Station „Stadion“, beim Abgang Meiereistraße war defekt und Rolltreppen gibt es nicht, somit waren viele Menschen zurecht verärgert.

Am 11.11.2008 habe ich bereits einen Blog, mit dem Titel „U2 Station Stadion – 3 Wochen ohne Aufzug!“ geschrieben, wo ich u.a. die Details der U2-Station „Stadion“ beschrieben habe.

Dieser Aufzug ist ja laufend hin…: so die Worte einer Kundin der Wiener Linien

Wir werden dran bleiben, denn das laufende „Kinderwagen-Schleppen“ ist für die Menschen auch nicht gerade lustig. Wem wundert es wenn ältere sowie behinderte Menschen den 21er zurück haben wollen.

Robert





So könnte die Ausstellungsstraße aussehen!

19 05 2010

Zürich - Badenerstraße: Bim auf Rasengleis, daneben wenige Autos, keine Parkplätze

Im Zuge der U2-Eröffnung hat die SPÖ die Straßenbahnlinie 21 gekillt. Im Anschluss daran hat die Stadt Wien die Ausstellungsstraße umgebaut

So wie sich die SPÖ die perfekte Straße halt vorstellt – nämlich autogerecht:

Ausstellungsstraße: Betonwüste statt Lebensraum Straße

Jede Menge neue Parkplätze, zwei bis vier Fahrspuren, viele Ampeln, eigene Abbiegespuren und am Rand Radwege, die v.a. bei den Kreuzungen ein hohes Konfliktpotential mit FußgängerInnen und abbiegenden AutofahrerInnen in sich bergen. Und über weite Strecken völlig ohne Gehsteig auf der Seite des Praters – da braucht sich jetzt niemand wundern, dass die FußgängerInnen dort eben am Radweg gehen.

Wie wir befürchtet

U-Bahnaufgang Messe: Wenn die/der RadlerIn zwischen Stationsgebäude und Parkverbotsschild durchgekommen ist, lauern immer noch FußgängerInnen aus dem U-Bahnaufgang, die auf den Radweg steigen (und daran sind nicht die FußgängerInnen schuld, sondern die völlig verkorkste Anlage des Radwegs).

haben, ist die Ausstellungsstraße durch den Umbau zu einer Rennstrecke geworden, das Tempo ist eindeutig höher geworden. Klar, weder RadfahrerInnen noch eine Straßenbahn stehen nun mehr im Weg, die Straße ist zu einem seelenlosen, gefährlichen Schlauch verkommen.

Unter einem Grünen Bezirksvorsteher hätte die Straße sicher ganz anders ausgesehen. Wahrscheinlich so ähnlich wie die Badenerstraße in Zürich in der Nähe des Fußballstadions Letzigrund.

Dominierendes Element dieser Straße ist ein Rasengleis für die Straßenbahn. Daneben gibt es genau eine Fahrspur in beide Richtungen für den Autoverkehr. Aufweitungen für Abbieger habe ich dort keine gesehen.
Und ganz wichtig: Keine parkenden Autos am Straßenrand. Das gibt es übrigens häufig in Europas Städten.
Nur Wien ist anders – hier dominiert das abgestellte Blech den Straßenraum.

Ein weiterer Unterschied zwischen Wien in Zürich:

Zürcher Ampelschaltung: Wenn sich die Bim der Kreuzung nähert bekommt sie Grün, ohne dass sie stehen bleiben muss.

In Wien steht die Vorgabe „Öffis – Halt nur an Haltestellen“ seit 2003 im Masterplan Verkehr, dem offiziellen Verkehrskonzept der Stadt Wien. Doch in der Wiener Realität ist das viel zu selten umgesetzt – Papier ist eben geduldig.

In Zürich ist die Vorgabe in die Realität umgesetzt. Dort müssen die Öffis bei Ampeln einfach nicht stehen bleiben, weil sie immer rechtzeitig Grün bekommen.





Handelskai: Öffikunden stehen im Stau…

12 04 2010

Wer dieser Tage vor hatte, mit den Öffis zum Praterkai bzw. zur Wehlistraße 309 oder gar zur Schule in die Aspernallee zu fahren, musste sich auf eine Odyssee begeben, denn zwischen Meiereistraße und Marathonweg hat Wiengas eine Baustelle eingerichtet.

Baustelle Wiengas

Baustelle Wiengas von Mitte April bis Ende Mai 2010

Somit ergeben sich zwischen Meiereistraße und Praterkai, Fahrzeiten von mehr als 25 Minuten. Die Unregelmäßigkeiten und Wartezeiten bei den Linien 77A, 80B und 84A sind für die Kunden der Wienerlinien absolut nicht zumutbar.

Ein Zebrastreifen beim U2 Ausgang Vorgartenstraße wird von den Wienerlinien verhindert, weil alle 15 Min. ein leerer 82A behindert wird.

Doch was tun die Wienerlinien bei Baustellen: nichts!!!

Keine Info an Haltestellen – keine Info im Internet.

Weiters werden laufend Haltestellen und Fahrstrecken dieser Linien ohne Ankündigungen geändert.

Der tägliche Horror – Stau:

stadteinwärts (von der A23) und        stadtauswärts (zur A23)

Dafür ist die Abbiegespur fürs Stadioncenter leer!

Die Forderung: stadtauswärts soll die Abbiegespur in den Marathonweg zu einer Geradeaus- und Abbiegespur umfunktioniert wird.  Wegen der eigenen Abbiegespur  für das EKZ wird der Stau in der linken Spur immer größer. Eine Anpassung der Ampel wäre  von Vorteil.

Am Tag kommen dann noch die Baustellen-LKWs dazu,  die das Aushubmaterial von der WU – Baustelle zum Hafen Wien bringen und wieder leer retour fahren – und das im 3 Min. -Intervall.

Weitere Bilder in voller Größe mit Beschreibung sind unter Flickr zu sehen.

AutofahrerInnen haben die Möglichkeit, einer Baustelle auszuweichen – ÖffifahrerInnen haben diese Ausweichmöglichkeit nicht, für die heißt es: jede Menge Geduld bzw. bitte warten!

Volkertviertel oder Schwedenplatz -> Praterkai mit Öffis -> mehr als 1 Std.

Zur Erinnerung: vor dem 10.5.2008 fuhr man mit dem 21er vom Volkertviertel zum Praterkai: 18 Min. und vom Schwedenplatz: 26 Min.

Robert





Um halb 9 ist Schlafenszeit…

11 04 2010

Glaubt man der SPÖ und den Wiener Linien, so hat Wien fast das beste Öffi-Netz der Welt. Die Leopoldstadt hat seit fast 2 Jahren die U2, Wien bekommt im September einen U-Bahnbetrieb rund um die Uhr am Wochenende und angeblich ist Wien eine Großstadt.

Wenn er überhaupt fährt, steckt der 80A oft im Stau in der Taborstraße

Schön, doch was hilft das den BewohnerInnen des Volkertviertels, die nach 20:30 Uhr noch mit öffentlichen Verkehrsmittel nach Hause kommen wollen – oder gar erst wegfahren wollen?
Nicht viel, denn der letzte Bus der Linie 80A vom Praterstern fährt in Richtung Taborstraße um 20.17 Uhr, von der U-Bahn-Station Taborstraße Richtung Schlachthausgasse um 20.27 Uhr ab. Dann beginnt eh das ORF-Hauptabendprogramm, oder?

Der 21er, der am 10.5.2008 eingestellt wurde, fuhr in der Heinestraße bis Mitternacht. Der 80A hat somit für die Bevölkerung des Volkertviertels eine massive Verschlechterung in der Verkehrsanbindung gebracht.
Deshalb fordert nun eine Bewohnerinitiative aus dem Volkertviertel die Wiener Linien auf, den 80A nun länger (ca. bis 23:30 Uhr) fahren zu lassen. Mittels Online-Petition kann man die Initiative unterstützen.

Wir Grüne unterstützen diese Forderung, sind aber der Meinung, dass der Bus 80A im Volkertviertel gar nichts verloren hat. Weite Wege, eine verwirrende Tempo 50-Schneise in der Tempo 30 – Zone im Volkertviertel, Abgase im Wohnviertel und unattraktive Intervalle. Deshalb ist der Bus meist auch nur schütter besetzt.
Wir sind vielmehr davon überzeugt, dass auf der Strecke Praterstern-Schwedenplatz wieder eine attraktive Straßenbahn auf den Schienen des 21ers verkehren sollte. Idealerweise sollte dieser neue 21er als Durchmesserlinie über den Schwedenplatz hinaus verlängert werden. Entweder als echte Ringrundlinie (so wie vor 1986) oder in Verbindung mit einer anderen Radiallinie, wie z.B. der Linie 46. Das entlastet den überfüllten 2er, bringt wieder ein attraktives Öffi in die Heinestraße und bringt die Vorteile einer Durchmesserlinie (weniger Umsteigen).

Wolfgang





1 Wasserrohrbruch am Kai bringt 21er Erinnerungen

23 07 2009

Da werden die guten Erinnerungen an die Linie 21 wieder geweckt. Ja, ja, es ist schon toll, eine Bim in der Heinestraße sowie in der Mühlfeldgasse zum bzw. vom Schwedenplatz fahren zu sehen.

1er_Heinestrasse

Der 1er vom Schwedenplatz zum Praterstern

So hat auch ein Wasserrohrbruch am Kai (bei der Salztorbrücke), so manch gute Seite.

Wie wärs, wenn immer eine Bim zwischen Schwedenplatz und Praterstern und vielleicht weiter ins Norbahnhofgelände fahren würde.

Robert





AC/DC-Konzert – leere Parkhäuser

27 05 2009

3 Parkreihen in der Mitte + 2 Parkstreifen am Rand = 5-spuriger Gratisparkplatz Engerthstraße

3 Parkreihen in der Mitte + 2 Parkstreifen am Rand = 5-spuriger Gratisparkplatz Engerthstraße

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82A – Kindesweglegung der ÖVP?

12 05 2009

Leerer Bus im Wohnviertel

Leerer Bus im Wohnviertel

SP-Bezirksvorsteher Kubik hat es gestern geschafft, etwas Bewegung in die festgefahrene Diskussion um den Geisterbus 82A im Stuwerviertel zu bringen. Unfreiwillig, aber was soll’s.

Mit seinen Aussagen in der gestrigen Kronenzeitung, die einen klassischen Fall von Realitätsverweigerung darstellen, hat er uns zu einer Presseaussendung gezwungen. Weder war seine Darstellung des Diskussionsabends in der Gebietsbetreuung richtig, noch ist seine Abqualifizierung der initiativen BürgerInnen aus dem Stuwerviertel in Ordnung.

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Obere Augartenstraße/Taborstraße: FußgängerInnen bitte warten

4 05 2009
Taborstraße: Autoverkehr hat lange Grün, die parallel gehenden FußgängerInnen lange Rot

Taborstraße: Autoverkehr hat lange Grün, die parallel gehenden FußgängerInnen lange Rot

Ich habe schon einmal hier im Blog über die unerträgliche Ampelschaltung an der Kreuzung Obere Augartenstraße/Taborstraße berichtet. Nun haben auch zwei Journalisten der Bezirkszeitung einen Lokalaugenschein () durchgeführt und unsere Kritik voll und ganz bestätigt.

FußgängerInnen, die von der U2-Station Taborstraße kommend, die Obere Augartenstraße zum Schöps hin überqueren wollen, müssen ewig warten, während der parallel führende Autoverkehr zur gleichen Zeit Grün hat. Das muss sich endlich ändern. Diese Geringschätzung der FußgängerInnen muss endlich ein Ende haben.
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