Heute findet die letzte Sitzung vor der Wahl statt. Nervosität pur bei der SPÖ. Viele Anträge wurden willkürlich einfach nicht zugelassen. Dagegen berufen? Geht natürlich, aber zuständig in dieser Reihenfolge:
Magistratsabteilung: Ha!
Bezirksvorsteher: Hahaha!
Bürgermeister: Hahahahaha!
16:00 Uhr
Los gehts!
16:05 Uhr
Grüne und ÖVP protestieren gegen die Willkür der Zulassung von Anträgen (siehe oben). Reaktion? keine!
Die bereits fertiggestellte Eisenbahnunterführung am Nordbahnhof in Verlängerung der Taborstraße hat Platz für eine Straßenbahn.
Mit Freuden verfolgen wir die diversen OTS, wo die anderen Parteien zu unseren Forderungen und Erfolgen Stellung nehmen. So ist aufeinmal auch FPÖ-2-Chef Seidl munter geworden und nimmt eine alte Forderung von uns auf, auch eine Straßenbahn durchs Nordbahnhofviertel zu führen.
Daß wir dzt. eine Kampagne zu 11er statt 11a führen, wo auch Seidl für eine Straßenbahn unterschreiben könnte, hat er wahrscheinlich verschlafen. Wir haben nämlich viele Hände, die wunderbar ineinandergreifen und wir würden zB die BewohnerInnen vom Volkert- und Alliiertenviertel nicht so im Stich lassen, wie zuletzt Seidl es getan hat. Wie beim Runden Tisch für die Verlängerung der Abendfahrtzeit des 80a berichtet wurde, wurde mehrmals versucht mit Hrn. Seidl Kontakt aufzunehmen, er hat nicht einmal geantwortet. Das ist Diskussionsverweigerung.
So stellen wir fest, die FPÖ jedenfalls, ist die einzige Partei, auf die sich die Leopoldstädterinnen und Leopoldstädter zu 100% NICHT verlassen können.
Geschrieben im Wahlkampffieber…
Seit Jahren schon ist der 11A ein Stiefkind der Wiener Linien, seine Benutzung während der Stoßzeiten für die Fahrgäste eine Zumutung. Deshalb haben wir vor 2 Wochen eine Kampagne zur Wiedereinführung der Straßenbahnlinie 11 anstelle des 11A gestartet. Wir haben bei 6 Infoständen und im Internet an die 1.000 Unterschriften für den 11er gesammelt. Und wir haben an den Ständen von den BenutzerInnen des 11A oft gehört, dass es so nicht weitergehen kann.
Der 11A soll endlich bis zum Stadioncenter fahren
Nun dürfte es einen ersten Erfolg geben. Die SP-Bezirksvorsteher aus der Brigittenau und der Leopoldstadt haben am Freitag in einer Presseaussendung verkündet, dass es ab Oktober zu Verbesserungen kommen soll.
Der 11A soll endlich bis zum Stadioncenter verlängert werden. Und zwischen Friedrich-Engels-Platz und der Hillerstraße wird eine zusätzliche Buslinie eingerichtet, um die Intervalle zu verdichten.
Und dazu haben Derfler und Kubik jetzt uns gebraucht?! Das hätten sie ja schon längst machen können.
Die Endstation des 11A zum Stadioncenter zu verlegen, ist eine langjährige Grüne Forderung. Damit können sinnlose und mühsame Umsteigezwänge vermieden werden. Ob der 2. Bus tatsächlich eine Entlastung bringt, werden wir sehen, wenn er einmal fährt. Ich bin da eher skeptisch, weil ich vermute, dass dann halt einfach 2 Busse im Stau stehen werden.
Insoferne glaube ich immer noch, dass eine Straßenbahn die bessere Lösung ist. Aber wie gesagt, diese Zugeständnisse von Derfler und Kubik sind immerhin ein erster Erfolg unserer Aktionen und Ihrer Unterschriften.
Dafür möchten wir uns bei allen UnterzeichnerInnen bedanken.
Auf diesen Vorschlag hat die SPÖ gleich mit einer 1 ½-seitigen Presseaussendung reagiert, in der sie erklärt, warum das nicht geht (so wie alles, was nicht von der SPÖ kommt…).
Die Tatsache, dass in dieser Presseaussendung der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ und die SP-Bezirksvorsteher aus der Brigittenau und der Leopoldstadt zu Wort kommen zeigt, dass sie den Vorschlag als für sich sehr gefährlich betrachten.
Am 10. & 11. Juni 2010 war ich mit der Videokamera unterwegs und zwar im Linienbus 11A, zwischen der Endstelle Krieau und der Millennium City.
Im Bus hatte es über 38°C. und viel Geduld war gefragt!
Hier mein Fahrtbericht vom Donnerstag, den 10. Juni, am Nachmittag:
16:21 ging es vom Praterstern im leeren 82A zur Endstelle des 11A
16:25 an Krieau – 11A fährt vor meiner Nase weg – Monsterstau in der Vorgartenstraße
16:35 kommt der erste 11A – ein zweiter 11A kommt gleich dazu.
16:38 Abfahrt in Richtung Stadion – halb voll – bis Meiereistraße – Engerthstraße retour (baustellenbedingt)
16:43 Station Offenbachgasse
Ampel Elderschplatz – Machstraße – 1:20 Wartezeit
Jungstraße – Vorgartenstraße – ab da füllte sich der Bus – die Türen quietschten
16:50 Lassallestraße – Station 1
16:53 Lassallestraße – Station 2 – Bus = bum voll – weiter zur Millennium City – man wird gut DURCH GESCHAUKELT – dazwischen hatte der Bus 2 Störungen mit der Tür–Hydraulik und musste 2 mal neu gestartet werden
17:02 an Millennium City – 2 Min. später kam der nächste 11A – voll –17:06 kam dann der 3. – voll!
auch der 5A war in Richtig Leopoldstadt voll besetzt!
17:19 ab Millennium City gesteckt voll – Bus hatte eine defekte Tür
17:25 Station Innstraße – eine Frau schrie von außen: bleibens stehn, meine Kinder sind noch drin – Notbremse – ich flog mit Kamera auf eine Frau…
17:27 Eine Frau meinte: …den 21er hams einstellt, ….jeden Tag das selbe Theater, … die Stimmung im Bus war angespannt.
17:33 Lassallestraße (an allen 4 Stationen – viele Menschen)
17:37 Station Hillerstraße – alle mussten aussteigen – Bus fährt aus Plan–Technischen Gründen wieder zurück. (Kurzführung)
17:38Umsteigen in den nächsten Bus – wieder voll – dann Stau in der Engerthstraße (Fahrer öffnete zwischendurch die Türen, damit die Menschen zur U2 gehen konnten.
17:51 Passieren der Kreuzung – Machstraße zur Vorgartenstraße
(Bei einer Grünphase kommen 3 KFZ drüber)
17:55 Ankunft Krieau – Bus 11A fuhr wieder normal über die Offenbachgasse weiter.
In der Vorgartenstraße war Stau vom Elderschplatz bis zur Meiereistraße. (in beiden Richtungen)
Auf den nächsten 11A mussten die Menschen über 20 Min. warten
Auch die Fahrten zwischen 7h – 10h, am 11. Juni 2010 waren ähnlich der Fahrt vom Vortag
Zusammenfassung der beiden Fahrten mit dem 11A:
– SAUNA – QUIETSCHEND – LAUT – MANN /FRAU WIRD DURCH GESCHAUKELT – UNPÜNKTLICH – UNREGELMÄSSIGE INTERVALLE – AMPELSCHALTUNGEN und BAUSTELLENKOORDINATION sind nicht auf die ÖFFIS abgestimmt.
Eine Qual für alle Menschen die auf den 11A angewiesen sind.
Der 11A ist eine absolut wichtige Quer-Verbindung zwischen der Leopoldstadt, der Brigittenau und Döbling.
Dieser Bericht sowie das dazugehörige Video sollen die Politiker und die Wiener Linien wachrütteln, dass diese wichtige Verbindung wieder eine leise, moderne, bequeme und pünktliche Linie wird.
Die Autobuslinie 11A und die U-Bahnlinie U1 sind häufig überlastet. Mit der Bebauung des Nordbahnhofgeländes werden viele zusätzliche Menschen in den Bezirk ziehen. Doch welche öffentlichen Verkehrsmittel werden ihnen zur Verfügung stehen?
Stand der aktuellen Verkehrsplanung der Stadt Wien
Heute sind es 241 Tage, das der 21er mit 19 Stationen, 3 intelligenten Umkehrschleifen und einer Länge von 6,639 km, den Betrieb einstellte. Und diese intelligente und direkteLeopoldstädter Querverbindung zwischen Praterkai und Schwedenplatz mit einer Fahrzeit von 26 min. und das von 5:10 – 23:55,fehlt nach wie vor. (Am Tag im 6 min. Intervall)
Seit dieser Zeit heißt es für viele Menschen öfter umsteigen und hatschen!
Ich hab hier 2 kuriose Beispiele, wo die Wiener Linien in den Linienplänen, einen 20 Minuten Fußweg, für die Kunden als normal betrachten.
Was haben das Umsteigen und ein Fußballmatch gemeinsam? Es gibt jeweils einen Gewinner und einen Verlierer.
Für die österreichische Fußball-Nationalmannschaft war das Jahr 2008 nicht gerade das erfolgreichste, wie man auch beim letzten Spiel gegen die Türkei am 19. November bemerkte. Das Ergebnis: 2:4
I wart auf an Bus und der kummt net, kummt net...
Und beim Umsteigen steht es 1:4 für die Wiener Linien.
Denn die Verlierer sind die Kunden der Wiener Linien, die zwischen ca. 16:30 und Betriebsschluss bei der U2 Station „Stadion“ in einen Bus der Linien 11A, 77A, 82T u. 84A umsteigen wollen oder müssen.
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