Nein zum PPP-Modell für Schulen!!!

25 03 2009

Wir sind im 2. Bezirk mit dem Public Private Partnership-Model (PPP) zur Errichtung und dem Betrieb der neuen Schule am Nordbahnhof konfrontiert. Die Errichtung und den Betrieb übernimmt ein privater Betreiber für die nächsten 22 Jahre plus 2 Jahre Kündigungsfrist. Das Modell ist aus folgenden Gründen abzulehnen:

1) Die Stadt Wien will die Erhaltungspflichten privatisieren. Das ist das Eingeständnis es in der Vergangenheit nicht zusammen gebracht zu haben die nötigen Mittel rechtzeitig bereitzustellen. Es ist aber kein Versagen des Prinzips “öffentlich”, sondern ein Versagen des Systems SPÖ-Wien. Ich halte es daher für unerträglich wenn sich die SPÖ aus der Verantwortung stiehlt und es anstatt besser zu machen gar nicht mehr macht!

2) Das PPP-Modell ersetzt demokratische Aushandlungsprozesse durch ein komplexes Vertragswerk. Das ist ein Kernelement des Neoliberalismus und das ohne erkennbaren Mehrwert – nicht das ich der Meinung wäre der Verzicht auf demokratische Prozesse lasse sich finanziell abgelten.

3) Die Laufzeit von 22+2 Jahren ist für ein privatrechtliches Vertragswerk zu Lange für die Substanz von Gebäuden zu kurz. Porr verpflichtet sich nach diesen 24 Jahren ein Gebäude in gutem Zustand zu übergeben. Bei einem Neubau nach modernsten bautechnischen Standards gehe ich davon aus, dass die großen Substanzprobleme erst nach dieser Frist auftreten – siehe unsere aktuellen Sanierungsfälle!

Gleichzeitig ist es äußerst ungewiss ob der private Vertragspartner über die gesamte Lebensdauer des Vertrags existiert. 24 Jahre ist eine doppelte Ewigkeit in der Bauwirtschaft und mit einem möglichen Konkurs ist auch die gewünschte Planbarkeit der Kosten dahin.

4) Dezentralisierung: Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass das Vorgehen der Dezentralsierungsverordnung entspricht. Die Gemeinde Wien entzieht dem Bezirks mittels eines Vertrags die Erhaltungspflichten für das Schulgebäude für 24 Jahre. Das ist re-Zentralisierung durch die Hintertür.

5) Kosten: Zumindest für den Bezirk wird es teurer als die herkömmliche Variante. Die Kosten pro Klasse pro Jahr entsprechen genau den Koste, die wir in der Vergangenheit für die maroden alten Gebäude aufwenden mussten. Und das obwohl das Gebäude im Niedrigenergiestandard errichtet wird und in den ersten Jahre keine größeren Erhaltungskosten anfallen können.

6) Budgetkosmetik: Die Stadt Wien gibt zu diese Schule nur so errichten zu können. sonst wäre das Geld dafür nicht vorhanden. Das kann doch nicht sein, dass laufend Garagen errichtet werden können aber für Schulgebäude fehlt das Geld!





Weg mit dem Bankgeheimnis

15 03 2009

Das Bankgeheimnis schützt nur die wirklich Reichen. Alle anderen zahlen die Zeche dafür in Form von höheren Steuern.

Wie populistisch die gesamte Innenpolitik geworden ist zeigt sich beim Thema Bankgeheimnis. Da wird – auch von ÖVP und SPÖ – mit Ängsten gespielt nur um möglichst volksnah rüber zu kommen. Das Bankgeheimnis hilft nur bei der Steuerhinterziehung, that’s it. Jede/r ArbeitgeberIn muss dem Finanzamt melden, wieviel seine/ihre MitarbeitInnen verdienen. Davon wird dann automatisch die Steuer berechnet und sofort abgezogen. so einfach ist es, und dagegen scheint auch niemand etwas zu haben, denn das nennt man Steuergerechtigkeit!

Bei Einkommen aus Geldvermögen hat die Steuergerechtigkeit aber ihre Grenzen. Da gibt es massig Möglichkeiten die Früchte davon zu genießen, ohne Steuern zu zahlen. Wirklich gut verdienende zahlen für einen Teil des Arbeitseinkommens 50% Einkommensteuer. Für Zinsen und Dividenden sind es nur 25%, also weniger als jeder Durchschnitts- bzw. gar Unterdurchschnittsverdiener bezahlt. Grund dafür ist das Bankgeheimnis. Und je reicher jemand ist desto mehr kommt als Zinden und Dividenden daher. Auch Schwarzgeld ist eher in den Händen von Reichen zu finden, als von Durchschnittspersonen.

 

Also weg mit dem Bankgeheimnis und her mit einer gerechten Besteuerung von den wirklich großen Vermögen und den Früchten davon. damit lassen sich Einkommensteuer und so manch andere Gebühr für Otto- und Mitzi-NormalverbraucherIn senken und der viel zitierte Standort Österreich hat auch mehr davon. Zum einen in der Form von zusätzlicher Kaufkraft für all jene die das Geld dann auch tatsächlich ausgeben, und zum anderen durch mehr Geld für unser Bildungssystem!!!





Verschrottungsprämie – Die Sozialpartnerschaft regiert wieder in Österreich

23 01 2009

2.500,- Euro für ein Autowrack - ein weites Betätigungsfeld für Autoschieber

1.500,- Euro für ein Autowrack - ein weites Betätigungsfeld für Autoschieber

Nachdem sich die österreichische Bundesregierung offenbar darauf geeinigt hat, keine Politik mehr zu machen, stößt die Sozialpartnerschaft (Wirtschaftskammer & ÖGB) in das Politikvakuum vor und regiert in Österreich wie früher.

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Grüne Jobs statt Graue Jobs – Was Faymann und Pröll von Obama lernen können

6 11 2008
Die Nordautobahn sorgt für weiteren Kaufkraftabfluss aus dem Weinviertel

Die Nordautobahn sorgt für weiteren Kaufkraftabfluss aus dem Weinviertel

Viel natürlich, gar keine Frage. Deswegen konzentriere ich mich in meinen Überlegungen nur auf die Klimapolitik.

Laut heutiger Medienberichten sagte der neue amerikanische Präsident Barack Obama u.a. folgendes: „Mein erstes Ziel im Weißen Haus wird eine neue Energiewirtschaft sein. Die „Grünen Jobs“ sind die Möglichkeit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Die Wirtschaft wieder anzukurbeln und das Versprechen einzulösen, die USA in die Unabhängigkeit vom Erdöl zu führen.“

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Umweltpolitik ist sowohl der VP wie der SP in Wahrheit völlig wurscht

27 09 2008

3.Teil der Trilogie “Wer Grüne Inhalte will, muss Grün wählen.“

Wahlkampffinale am Karmelitermarkt

Wahlkampffinale am Karmelitermarkt

Bei unseren Wahl-Infostandln hab ich in den letzten Wochen oft die Frage gehört „Warum soll ich Grün wählen? Die anderen Parteien sind doch eh alle für den Umweltschutz.

Stimmt das?

Ganz und gar nicht. Ja, sie sagen, sie sind für den Umweltschutz und wahrscheinlich steht es sogar in ihren Wahlprogrammen drinnen.
Aber nur leider merkt man eben viel zu wenig davon, bzw. muss man sie an ihren Taten messen. Dann schaut die Sache schon wieder ganz anders aus und es wird klar, dass es sich dabei nur um leere Lippenbekenntnisse handelt und sonst gar nichts.

Hier ein paar Auszüge aus dem Sündenregister der Koalitionsparteien.

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„Unterm Strich ist das teure Öl eine richtige Entwicklung“

4 07 2008

Quizfrage: Von wem stammt dieses Zitat?
Von Grünen, die wieder zurück auf die Bäume wollen oder vom Generaldirektor der OMV?

Richtig, Wolfgang Ruttenstorfer, der aktuelle OMV-Chef spricht es in einem Interview im Kurier vom 4.7.2008 aus.
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