Ciclovia in der Leopoldstadt

2 09 2011

Ich kann mir ja nicht vorstellen, dass es wirklich viele Menschen gibt, die die wirren Presseaussendungen des blauen Gemeinderats Mahdalik wirklich lesen, aber diesmal greift er wirklich ein interessantes Thema auf.

Unsere Grüne Stadträtin Maria Vassilakou hat in einem Falterinterview die Durchführung von Ciclovias nach dem Vorbild aus Bogota für Sommer 2012 angekündigt. Dabei geht es darum, an Sonntagen einzelne Straßen stundenweise für den Autoverkehr zu sperren, um die Fläche für andere Verwendungen freizubekommen. Man kann dann dort Radfahren, Skaten, Gymnastik und andere Sportarten betreiben – oder einfach nur Spazieren gehen.

Einfach, die Stadt aus ungewohnter Perspektive ungefährdet genießen. In Bogota sind es jeden Sonntag insgesamt rund 100km Straßen, in Wien ist in einem ersten Schritt nur an einzelne Straßenzüge gedacht.

Schaut euch den youtube-Bericht dazu an. Er ist ziemlich beeindruckend und zeigt schön, wofür man die Straße noch verwenden kann, außer für das Abstellen von Autos. Und es gibt in vielen anderen Städten auch schon Nachahmer der kolumbianischen Idee.

Maria Vassilakou bezeichnet in dem Falter-Interview auch die Praterstraße als geeignet für Ciclovia und möchte sie zumindest einmal sperren. Wir halten das für eine sehr gute Idee und sind davon überzeugt, dass das auch die Mehrzahl der LeopoldstädterInnen so sehen werden.

Und der Herr Mahdalik kann den Sonntag gerne in Transdanubien verbringen, wenn er auf Straßensperren allergisch reagiert.

Wolfgang





Taubentod durch Glasfassade Bahnhof Praterstern

13 07 2011

SchnellbahnbenützerInnen Richtung Floridsdorf sind immer wieder mit toten Tauben konfrontiert, wenn Sie aus dem Fenster Richtung Praterstraße sehen. Es wird Zeit, dass von den ÖBB hier Maßnahmen gesetzt werden, um diesen Tod der Vögel zu verhindern.

„Tote Taube, tote Taube, tote Taube…“

so wurden wir zuletzt wieder von einer Bahnreisenden informiert. „Der Zug bleibt stehen, man sieht hinaus und genau auf tote Tauben. Der Zug fährt an und tote Taube, tote Taube, tote Taube…“

Weiter im Text:





Sitzung der Bezirksvertretung vom 21.6.2011

21 06 2011

Schönen heißen Dienstag Nachmittag.

Für die Walcherstraße gibt es noch keine Lösung. Ziel ist ja die Geschwindigkeit des Verkehrs drastisch zu reduzieren. Weitere Ortsverhandlungen werden folgen.

56.072 EUR konnte der Bezirksvorsteher 2010 frei verfügbar vergeben. Ausgegeben wurde:

Spenden & Unterstützungen: 31%

Veranstaltungen für und von Bewohner: 32%

Der Rechnungsabschluss wird beschlossen

Der Radweg beim neuen ÖBB-Gebäude soll nach einem Antrag von uns saniert werden. Einstimmig!

Beim Augarten wird geprüft, ob die Zufahrt zum neuen Restaurant “decor im augarten” so zulässig ist. Auch die Rechtmäßigkeit des Parkplatzes soll geprüft werden. Derzeit fahren alle in den Augarten, um dort zu parken und das kann’s ja nicht sein. Die ÖVP findest das übrigens nicht.

Die Situation mit den Blumentrögen auf dem Nestroyplatz wird in der Verkehrskommission behandelt, immerhin. Gegen die Stimmen der SPÖ übrigens!

Die FPÖ geht wieder mal gegen den TelAviv-Beach vor. Natürlich ohne Mehrheit.

Weiters will die FPÖ mit Wastewatchern gegen Obdachlose am Praterstern vorgehen. Auch das findet zwar die Zustimmung der ÖVP, aber keine Mehrheit.

Die ÖVP und FPÖ wollen außerdem, dass man von der Reichsbrücke wieder rechts abbiegen können soll. Das Ganze wurde vor ein paar Jahren geändert weil es immer wieder Unfälle gab. Keine Mehrheit.

Die FPÖ und ÖVP wollen den Radverkehr einschränken und Radfahren gegen die Einbahn in der Haidgasse wieder aufheben! Auch hier bleibt Blau-Schwarz in der Minderheit.

Die Bezirksvertretung will für das Stuwerviertel AnrainerInnenparken, einstimmig!

Grüne und SPÖ wollen eine Wohnsammelgarage im Bereich der Vereinsgasse errichten – bei gleichzeitigem Rückbau der Stellplätze an der Oberfläche. Blau-Schwarz ist dagegen.

Alle unsere Anträge findet Ihr hier.





Radstreifen Haidgasse – endlich!

2 06 2011

Keine Umwege mehr für RadfahrerInnen in der Haidgasse

Im Dezember 2007 (!) haben wir den Antrag gestellt, dass in der Haidgasse zwischen Rotenkreuzgasse und Leopoldsgasse das Radfahren gegen die Einbahn erlaubt werden sollte. Im Abschnitt zwischen Taborstraße und Rotenkreuzgasse war das Radfahren gegen die Einbahn bereits seit Jahren erlaubt. Durch die Öffnung kann man nun endlich direkt vom Radweg Rotensterngasse zum Karmelitermarkt fahren.

Wie üblich haben FPÖVP dem Antrag nicht zugestimmt, aber das fällt in der Leopoldstadt ja zum Glück nicht so sehr ins Gewicht, weil es hier eine rotgrüne Mehrheit gibt. Damit war die Sache aber noch lange nicht gegessen.

3 ½ Jahre hat es gedauert

Zuerst sollte die Maßnahme an die Straßenwiederherstellung nach dem U2-Bau gekoppelt werd

en. Das war sicherlich sinnvoll, doch die U2 fährt ja auch schon wieder seit 3 Jahren in die Leopoldstadt. Und dann kam wohl die Wahl 2010 dazwischen, welche die Umsetzungsgeschwindigkeit weiterhin senkte. Schließlich kostete der Radstreifen gaaanz viele Parkplätze.

Wie auch immer, seit einigen Wochen kann man die Haidgasse endlich in beide Richtungen befahren. Und das ist gut so.

Wolfgang





ÖVP – die Österreichische Verhinderungspartei

8 05 2011

Wir Grüne wollen die Gabelsbergergasse, eine kleine Gasse im Volkertviertel mit Hilfe des „Shared Space“-Modells aufwerten und haben deshalb in der letzten Bezirksvertretungssitzung einen entsprechenden Antrag gestellt.

Die ÖVP sorgt sich um die Autos

Reflexartig lehnt die ÖVP diesen Vorschlag ab und fürchtet sich in der Bezirkszeitung  vor einem “Parkplatzklau”.

Hier zeigt sich wieder einmal die Prioritätenreihung der ÖVP. Zuerst kommen die Autos, dann die Kinder.

Shared Space („gemeinsam genutzter Raum“) bezeichnet eine Planungsphilosophie, nach der vom Verkehr dominierter öffentlicher Straßenraum lebenswerter, sicherer sowie im Verkehrsfluss verbessert werden soll.
Zentrale Elemente jeden „Shared Space“-Modells  sind

1)      eine Verkehrsfläche in einer Ebene, also ohne Separierung in Fahrbahn und Gehsteig,

2)      keine oder nur sehr wenige, abmarkierte Parkplätze, um bestmöglichen Sichtkontakt aller VerkehrsteilnehmerInnen zu gewährleisten, sowie

3)      keine oder kaum Verkehrszeichen und Ampeln, nur die Rechts-Vorrangregel hat Gültigkeit.

Autoverkehr ist in einer „Shared Space“-Zone genauso möglich, doch sollte das Tempo an die Gegebenheiten angepasst sein, also nicht viel schneller als Schrittgeschwindigkeit.

Warum die Gabelsbergergasse?

Die Gabelsbergergasse ist eine kurze Straße ohne Durchzugsverkehr. Sie liegt zwischen der Volksschule Vereinsgasse und der Hauptschule Pazmanitengasse und könnte daher als Freizeit- und Spielraum für die SchülerInnen dienen.

Auch Baumpflanzungen sind auf Grund der Einbautensituation punktuell möglich, das hat die Gebietsbetreuung bereits vor Jahren erhoben.

Weiters bietet sich die Gabelsbergergasse auch deswegen an, weil SPÖ und Grüne in der letzten Bezirksvertretungssitzung beschlossen haben, dass die am Nordbahnhofgelände geplante Garage (direkt an den Schnellbahnschienen, in Fortsetzung von Am Tabor) zum Teil als Wohnsammelgarage fungieren soll. Die Entfernung zwischen dem Garagenstandort und der Gabelsbergergasse beträgt Luftlinie 300m. In den Richtlinien für Wohnsammelgaragen ist auch ein Rückbau von Stellplätzen an der Oberfläche vorgesehen, hierfür würde sich das Projekt Gabelsbergergasse anbieten. Das nur als Antwort auf die rhetorische Frage von VP-Bezirksparteiobmann Walter ‚Wohin mit den Autos?’.

Wir erwarten uns nun, dass der Magistrat ein Projekt ausarbeitet und dem Bezirk vorlegt.

Wir gehen zwar davon aus, dass der Antrag alleine noch nicht ausreicht, um dieses Projekt umzusetzen doch es war sicherlich der erste wichtige Schritt.

Wolfgang





Ring frei für RadlerInnen

5 04 2011

Tausende RadfahrerInnen warteten vor dem Burgtheater auf die Abfahrt

Am letzten Sonntag gab es im Zuge des ARGUS-Radfestes am Rathausplatz eine große Radparade rund um die Ringstraße. Die Schätzungen in den Medien schwankten zwischen 5.000-8.000 RadfahrerInnen, die dem Aufruf der Organisatoren gefolgt waren und die Gunst der Stunde nutzten, einmal in aller Ruhe über die Wiener Prachtstraße radeln zu können. Und zwar auf der Fahrbahn und nicht am leider viel zu schmalen und konfliktträchtigen Ringradweg. Während die Spitze der Radparade bereits am Schwedenplatz wartete, fuhren die letzten RadlerInnen erst vom Burgtheater los. Es war einfach ein tolles Feeling.

RadfahrerInnen am Ring, so weit das Auge reichte

Jeder und jede, der/die nicht dabei war, kann sich im tollen Video von Robert oder in der großen Bildersammlung davon überzeugen, was er/sie versäumt hat. Doch es wird sicher nicht die letzte Gelegenheit dafür gewesen sein.
Wir Grüne verlangen bereits seit langem, dass die Ringstraße permanent autofrei werden soll. Leider war die SPÖ Wien noch nicht so weit und deshalb konnten wir sie bei den Koalitionsverhandlungen – noch – nicht davon überzeugen.

Auch die Grüne Verkehrsstadträtin Vassilakou war mit von der Partie

Aber zumindest haben wir als ersten Schritt einige autofreie Wochenenden am Ring pro Jahr ausgehandelt. Das nächste Mal planen wir es für die Mobilitätswoche vor dem europaweiten Autofreien Tag  im September.
Wenn das Wetter passt, nehmen wir dann die 10.000er-Schallmauer an TeilnehmerInnen ins Visier.

Wolfgang





Formel 1-Grand Prix am Nordbahnhof

1 04 2011

Bald sind Ferraris auch am Nordbahnhof zu hören.

Die Gerüchte gab es schon länger, jetzt ist es fix: Wien wird in die Formel-1-Familie aufgenommen und richtet den Großen Preis von Wien aus. Der Nordbahnhof machte das Rennen, ist die Leopoldstadt doch seit Jahren erprobt in Abhaltung von Großereignissen. Eine Tradition des Automobil-Rennsports, wie die des Großen Preises von Monaco, soll bereits 2013 gestartet werden, sind sich Bernie Ecclestone und Michael Häupl einig.

Weiter im Text mit “Vorbild Monaco”





Baumfällungen in der Offenbachgasse

31 03 2011

Die großen Bäume in der Offenbachgasse sorgten fürs Mikroklima im Grätzl. Foto: Martin Juen

Sieben große schöne gesunde Bäume wurden am 22. März in der Offenbachgasse für ein paar wenige Parkplätze gefällt, deren Errichtung unseres Erachtens keine Notwendigkeit darstellen. Den AnrainerInnen, die uns anriefen, wie meist wenn Bäume fallen, möchten wir sagen: Auch unter rot-grün stehen wir für Bäume, für Umweltschutz und werden uns weiterhin für Grünraum und Klimaschutz in der Leopoldstadt einsetzen.

Bauarbeiten in der Offenbachgasse

Mitte März begannen Straßenumbauarbeiten in der Offenbachgasse, die noch bis Mitte April dauern werden. Die Fahrbahn wird erneuert, die Parkspuren erweitert, das heißt, statt 2 Längsparkspuren stehen nach Fertigstellung 1 Schräg- und 1 Längsparkspur zur Verfügung. Soweit, so gut. Für ein paar mehr Parkplätze wurden 7 große gesunde Bäume geopfert.

Weiter im Bericht.





Schwarze SchrebergärtnerInnen

28 02 2011

Klingt stark nach verfrühtem Aprilscherz

Die ÖVP-Bezirksvorsteherin der Josefstadt, Fr. Mickel, will dem Zweiten jeden zweiten 2er vorenthalten. Sie hat in der Bezirkszeitung allen Ernstes vorgeschlagen, dass nur jede 2. Garnitur der Straßenbahnlinie 2 in die Leopoldstadt fahren soll. Die andere soll bei der Urania umdrehen. Damit will sie die Unregelmäßigkeiten beim Fahrplan des 2ers verringern. Gleichzeitig bedeutete dies aber auch, dass sich die Intervalle des 2ers in der Leopoldstadt verdoppeln würden.

Ein ziemlich absurder Vorschlag, den die Grünen Leopoldstadt natürlich vehement ablehnen. Es mag schon stimmen, dass ein Teil der Verspätungen des 2ers in der Taborstraße entstehen, aber dafür haben wir bereits 2008 einen Vorschlag eingebracht. Ein Spitzenzeiten-Halteverbot vor der Kreuzung Taborstraße x Obere Augartenstraße soll vermeiden, dass der 2er vor dieser Kreuzung stadteinwärts im Autostau steht. Leider haben die anderen Fraktionen diesen Antrag im Bezirksparlament abgelehnt.

Es wäre schon sehr interessant zu erfahren, was eigentlich die ÖVP Leopoldstadt zu diesem Vorschlag ihrer Parteikollegin sagt. Auf deren Homepage ist dazu nichts zu finden. Es ist zu hoffen, dass VP-Klubobmann Skribany zumindest parteiintern seiner Parteikollegin aus dem 8. Bezirk eine Absage erteilt hat.

Wolfgang





Neues Zeitalter für RadfahrerInnen in Wien!

4 02 2011

Die RadlerInnen sollen sich in Luft auflösen, meint wohl diese/r Autobesitzer/in, der genau auf dem Schwenk des Radwegs vom Gehsteig auf die Fahrbahn steht. - Das könnte bei Radstraßen allerdings nicht passieren.

Der nächste Schneefall kommt bestimmt! – Mit der rot-grünen Regierung sind wir nun mit vielen Wünschen und Forderungen besonders von RadfahrerInnen konfrontiert, die sich in den letzten Wochen besonders auf die Aussagen der Grünen Stadrätin Maria Vassilakou beziehen und Schwachstellen der Räumung von Schnee auf den Radwegen aufzeigen. Maria Vassilakou wird zitiert:

“Mein Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs in der Stadt deutlich anzuheben. Dazu gehört auch, dass RadfahrerInnen als gleichrangige VerkehrsteilnehmerInnen wahrgenommen werden und sie ebenso einen Anspruch auf Räumung ihrer Wege haben wie FußgängerInnen und AutofahrerInnen”, stellte Vassilakou klar.

Hier wurde ein erster Schritt gesetzt, es gibt einen im Internet einsichtbaren Plan, welche Radwege zuerst geräumt werden und ein Telefon, wo schlecht oder nicht geräumte Radverkehrsanlagen gemeldet werden können (01/546 48):

http://www.wienweb.at/tvcontent.aspx?menu=3&cid=175382
http://www.wien.gv.at/rk/msg/2011/01/24014.html

RadlerInnen, ihr seid nun aufgerufen, diese Services auch zu nützen und Schwachstellen aufzuzeigen!

Thema: Radstraßen

In den letzten Tagen wurden auch in den Medien die Radstraßen thematisiert und auf orf.at gibt es eine Umfrage, wie wir die Radstraßen sehen. Bitte beteiligt Euch bei der Abstimmung:

Die Stadt gehört uns – Ciclovia!

In Bogota werden jeden Sonntag von 7 Uhr bis 14 Uhr Straßen für AutofahrerInnen gesperrt und für die Besetzung der Bevölkerung freigegeben. Das betrifft nicht nur ein kleines Stück eines abgegrenzten Gebietes, nein, das freigegebene Netz durchzieht die Stadt, damit alle am öffentlichen Raum teilhaben können.
Auf youtube finden sich hier viele Filme, die Lust aufs Mittun machen!

Ein ambitioniertes Ziel – auch für Wien. Im Koalitionspakt mit der SPÖ haben wir Grünen als ersten Schritt in diese Richtung vier autofreie Wochenenden für die Ringstraße vereinbart.

Wir freuen uns schon auf Spaß und Bewegung am autofreien Ring!

Uschi








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