Feinstaub: 44 Überschreitungstage in der Taborstraße

8 11 2010

Letzte Woche wurde an der Luftgüte-Messstelle Taborstraße in der Leopoldstadt der Grenzwert für den Gesundheitsschutz von 50 µg PM10/m³ (Konzentration des Feinstaubs) bereits zum 44.mal im Jahre 2010 überschritten – gesetzlich erlaubt sind 25 Tage pro Jahr.

2009 waren es zum selben Zeitpunkt lediglich 13 Überschreitungstage. Das bedeutet, dass die Luft in der Leopoldstadt immer schlechter und ungesünder wird.

Atmen kann in der Leopoldstadt Ihre Gesundheit gefährden

Nachdem bereits im Frühjahr der Grenzwert in der Taborstraße an vielen Tagen überschritten wurde, gab es witterungsbedingt im Sommer eine Atempause. Doch im Herbst häufen sich wieder die Tage mit Überschreitungen.

Feinstaub ist eine ernste Gesundheitsgefahr. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO verursacht verkehrsbedingter Feinstaub allein in Österreich 2.400 Todesfälle und zehntausende Erkrankungen (Asthmaanfälle, chronische Bronchitis und Lungenkrebs) pro Jahr. Die Rußpartikel der Dieselabgase sind wegen der geringen Größe am schädlichsten. 2010 ist ein Jahr mit sehr hoher Feinstaubbelastung.

Wir erwarten uns von BV Kubik, dass er endlich wirksame Maßnahmen zum Schutz der Leopoldstädter Bevölkerung trifft. Weiterhin den Kopf in den Sand zu stecken ist unverantwortlich.

Wolfgang





Augarten: Stopp dem Gifteinsatz

8 10 2010

Gift hat im Augarten nichts verloren, es geht auch ohne

Die Bundesgärten spritzen im Augarten mit dem Breitbandherbizid Roundup von Monsanto, um Unkraut zu bekämpfen. Wir haben das bereits vor dem Sommer kritisiert. Nähere Infos dazu finden Sie hier.

Herbizid Roundup: Nicht ungefährlich für Haustiere

Die Chefin der Bundesgärten hat bereits zugegeben, dass sie das Gift verwenden. Weil es billiger und einfacher zu handhaben ist. Die Stadt Wien hingegen verwendet das Roundup bereits seit Jahrzehnten nicht mehr und bekämpft das Unkraut in den städtischen Parks auf mechanischem Weg, also durch Jäten.

Wir Grüne sind der Meinung, dass dieses Gift absolut nichts im Augarten verloren hat. Die Bundesgärten sollen das Unkraut nur durch Jäten bekämpfen. Deshalb haben wir eine Unterschriftenaktion gestartet und möchten damit beim zuständigen Umweltminister Berlakovich erreichen, dass er den Gifteinsatz im Augarten verbietet.

Sa., 2. Okt.: Die Grünen Leopoldstadt verteilen gemeinsam mit dem Grünen Umweltsprecher, GR Maresch Protestpostkarten vor dem Augarten

Wir haben am letzten Samstag einen Aktionstag im Augarten durchgeführt und viele Augarten-BesucherInnen informiert. Deren Reaktion war eindeutig: Schluss mit dem Gifteinsatz im Augarten. Auch die Krone hat darüber berichtet.

Wir haben Minister Berlakovich auch einen Brief dazu geschrieben. Bisher haben wir von ihm noch keine Antwort erhalten.

Protestieren auch Sie gegen den Gifteinsatz bei Minister Berlakovich. Einen Textvorschlag dazu finden Sie auf unserer Kampagnen-Website.

Wolfgang





Neue Garage in der Ausstellungsstraße für das Novomatic-Casino

8 10 2010

 

250 Meter neben der Messegarage soll nicht die nächste hässliche Hochgarage gebaut werden

 

Die Ausstellungsstraße wird als Wohngegend immer unattraktiver. Statt des Traditions-Wirtshauses „Wieselburger Bierinsel“ plant die Stadt Wien eine Hochgarage, die weiteren Autoverkehr in die Leopoldstadt, insbesondere ins Stuwerviertel locken wird. Der Wurstelprater ist mit U1, U2 und den Schnellbahnen bestens erreichbar und die 1.400 Stellplätze der Messegarage stehen bis auf ein paar wenige Tage im Jahr ziemlich leer.

Wozu als noch eine weitere vierstöckige Garage mit 370 Stellplätzen?

"Tolle Aussicht(en)" für die alteingesessenen AnrainerInnen der AusstellungsstraßeDer größte Nutznießer dieser Garage ist die Novomatic AG, die sich damit einen großen Kundenparkplatz für ihr Casino am Präuscherplatz errichten will. Das bedeutet einen weiteren großen Verkehrserreger für die Ausstellungsstraße und das Stuwerviertel. Aber auch die automobilen BesucherInnen des Eventlokals werden dort wohl parken.

Der Garagenerrichter ist die Pratergarage Errichtungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H. Diese GesmbH gehört zu 47,5% der BIP-Garagengesellschaft Breiteneder Ges.m.b.H. & Co. KG, zu 47,5% der Novomatic AG und zu 5% dem Wiener Praterverband.

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Parkplatz statt Wiese – Grünraumpolitik der SPÖ Leopoldstadt

8 10 2010

Obwohl sich die SPÖ im Wahlkampf immer wieder bemüht, sich ein grünes Mäntelchen anzuziehen, ist ihnen dieses, wenn es um Wählerstimmen geht ziemlich „blunzen“.

 

Die Lagerwiese beim Kleingartenverein - bis letzte Woche

 

So auch in der Kleingartensiedlung Wasserwiese, die mit über 800 Parzellen zu den größten Gartensiedlungen in Wien zählt. Sind ja auch viele Wählerstimmen zu holen und da gibt es besondere „Wahlzuckerl“ vom Herrn Bezirksvorsteher.

Vor der Wahl 2001 bekamen die Kleingärtner als Wahlgeschenk die Umwidmung auf ganzjähriges Wohnen. Das, obwohl alle maßgeblichen Behörden sich gegen eine Umwidmung ausgesprochen hatten, weil für eine so große Anlage jede Infrastruktur fehlt. Bei der Abstimmung im Bezirk blieben die Grünen als einzige Partei übrig. SPÖ, ÖVP und FPÖ wollten unbedingt Stimmen fischen.

Vor der Wahl 2005 forderten die Kleingärtner wieder ein Geschenk. Parkplätze im Landschaftsschutzgebiet. Die SPÖ-Bezirksvorstehung signalisierte Zustimmung, wollte aber doch noch die Wahl abwarten. Die Proteste der Grünen im Bezirk haben schließlich gemeinsam mit der MA22 diese Wahnsinnspläne zu Fall gebracht. Leer mussten die Kleingärtner aber doch nicht ausgehen. Der Parkplatz neben den Hundefreilaufplatz, der gerne von den Hundehaltern genutzt wurde, wurde kurzerhand für die Kleingärtner „beschlagnahmt“.

 

Neue Parkplätze im Prater – das Wahlzuckerl von BV Kubik

 

Wie schon bei den vergangenen Wahlen forderten die Kleingärtner auch bei den Wahlen 2010 ihr Geschenk ein. Welche Überraschung: Auch  dieses Mal wünschten sie sich Parkplätze für ihre blechernen Karossen.
Wie bei den Wahlen zuvor bekamen sie ihr Geschenk auch. So durften sie im Prater eine mehrere hundert Quadratmeter große grüne Lagerwiese zu einem Parkplatz umbauen.
Im Unterschied zu früher nahm die SPÖ diesmal ÖVP und FPÖ nicht mit ins Boot. Sie trauten sich nicht, diese Schandtat den anderen Parteien in der Bezirksvertretung vorher zu verraten. Denn zum einen gönnten sie der FPÖ und der ÖVP den Stimmenfang nicht und zum anderen fürchteten sie sich vor uns Grünen, dass wir ihnen diese Geschenk noch vereiteln könnten.

Denn sie wissen, dass wir ihre schärfsten Kritiker sind, wenn es um den Schutz des Grünraums Prater geht. So konnten wir den Plan zwar noch ans Licht der Öffentlichkeit bringen, doch diesmal ging alles ganz schnell. Noch bevor die Bezirkszeitung darüber berichtete, war die Wiese bereits asphaltiert. Und auch noch rechtzeitig vor Kubiks großem Auftritt beim Wasserwiesenfest am 2. Oktober.

Damit dieses Spiel nicht mehr möglich wird, wollen wir der SPÖ nach dem 10. Oktober einen Riegel vorschieben – wenn Sie uns Ihr Vertrauen schenken.

Ihr
Adi Hasch





Nordbahnhof – SPÖ schießt schnell aus der Hüfte und wir sind froh darüber!

21 09 2010

Da soll doch noch jemand behaupten, dass die Homepage der Grünen Leopoldstadt nicht gelesen wird. Stimmt nicht – vom ÖVP-Stadtrat Walter wissen wir es ja schon seit Jahren, dass er sich der Ideen auf unserer Homepage bedient. Aber auch die Bezirks-SPÖ gehört zu den eifrigsten Lesern unserer Artikel. Als jüngstes Beispiel sei hier der Wasserturm am Nordbahnhofgelände inkl. unserer Gestaltungspläne genannt.

Der Wasserturm am Nordbahnhofgelände

Sowohl SP-Bezirksvorsteher Kubik als auch SP-Gemeinderat Hora haben offensichtlich unseren Homepage-Artikel genau studiert und sind jetzt mit ein paar von unseren Ideen an die Öffentlichkeit getreten. Bis jetzt war es ja so, dass sie im Rathaus denken ließen und alles was von dort kam auch kommentarlos absegneten – und ging es noch so daneben wie etwa der Pratersternumbau.

Doch in ihrer jüngsten Aussendung hieß es – und wir hoffen es hält über die Wahl hinaus:

“Ziel ist es, das städtebauliche Leitbild aus 1994, das für den Nordbahnhof existiert, zu evaluieren und mit den aktuellen Bedürfnissen im Bezirk abzugleichen”, erklärt Hora. Die Beteiligung der BürgerInnen sei ihm dabei ein großes Anliegen, betont Bezirksvorsteher Kubik: “Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteil werden daher bei dem Ideenwettbewerb in der Jury sitzen und die Ideen der Bevölkerung einbringen.”

Natürlich werden wir uns da noch unterhalten müssen, wie den die Menschen ausgesucht werden, die dann in der Jury sitzen sollen. Wir wollen nicht hoffen, dass das dann nur Mitglieder der SPÖ-Sektion sind.

Oder hört, hört:
Wichtig bei der Gestaltung sei die Erhaltung des Wasserturms, sagen die beiden SPÖ-Politiker: “Dieses denkmalgeschützte Bauwerk ist quasi ein Wahrzeichen des Grätzels. Im Ideenwettbewerb sollen Möglichkeiten für eine öffentliche Nutzung erarbeitet werden.”  Ebenfalls bestehen bleiben sollen die ökologisch wertvollen Brachflächen im Nordwesten des Stadtteils.

Wer sagt’s denn, die SPÖ bewegt sich ja doch. Noch vor kurzen hieß es zu diesen Vorschlägen, dass Bürgerbeteiligungen zu zeitaufwendig sind. Dass es ein zu wertvolles innerstädtisches Grundstück ist und dass das Trockenbiotop daher nicht erhalten werden kann. Dass wir dem Eigner ÖBB nicht viel drein reden können…

Open-Air-Sprechstunde der Grünen Leopoldstadt am Bednarpark - mit Gemeinderätin Sabine Gretner und Bezirksvorsteher-Stellvertreter Adi Hasch

Alles in allen sind wir aber froh, dass hier ein Umdenken entsteht, geht es doch um die besten Ideen für den Bezirk. In diesem Sinne spricht nichts dagegen, wenn sich die SPÖ weiterhin bei uns ihre Anregungen holt.

Adi Hasch





Missstände am Nordbahnhof

19 09 2010

Dieser Tage traf ich mich mit mehreren AnrainerInnen des Nordbahnhofgeländes und alle klagten über das gleiche Leid. Die enorme Staubbelastung durch die Bautätigkeit vor ihren Fenstern und keiner kann ihnen helfen.

Unerträgliche Zustände am Nordbahnhofgelände

Die ÖBB als Grundeigentümer verfolgen nur ihre Finanzinteressen. Jeder Euro für ein besseres Miteinander ist ihnen ein Euro zu viel.

Der Wohnbaustadtrat meint nur „wo gebaut wird, staubt es eben“.

Der Bezirksvorsteher sagt, dafür ist die Umweltstadträtin zuständig und hält sich nobel zurück.

Die Umweltstadträtin denkt noch nach, ob hier tatsächlich Handlungsbedarf ist. Will aber noch abwarten. Wie lange noch? Das erfahren die Leute nicht, denn Briefe werden nicht beantwortet.

Und obwohl sich schon mehrere Menschen, wie sie mir versichert haben, telefonisch beschwert haben, heißt es immer: „Sie sind die erste, die sich beschwert .“ Eine Methode, die in der Stadt System hat. Da soll zum einen suggeriert werden, dass in dieser Stadt eh alles in Ordnung ist und dir soll vermittelt werden, dass du ein Querulant bist.

Dabei könnten es die Menschen rund um das Nordbahnhofgelände schon viel besser haben, wäre unser Antrag auf die Verwendung von Planen oder das Feuchthalten der Sand- und Erdhaufen bereits im Vorjahr umgesetzt worden. Dadurch könnte der Sand auf den Baustellen nicht bei jedem Lüfterl hochgewirbelt werden.

Wenn aber alle zuständigen Stellen den Ball den Anderen zuschieben, ist den Leidtragenden nicht gedient. Mit einer absoluten SPÖ-Mehrheit nach der Wahl, wird es wohl so bleiben.

Wer mit mir und der Grünen Planungssprecherin Sabine Gretner über dieses Problem oder anderen Aspekten der Nordbahnhofverbauung (Wasserturmprojekt, die fehlende Straßenbahn und fehlendes shared space am Nordbahnhof) sprechen will, hat dazu am kommenden

Dienstag von 16-18h bei meiner Offenen Sprechstunde am Rudolf-Bednar-Park/ Ecke Fanny-Mintz-Gasse Gelegenheit.

Ich freue mich auf Ihr Kommen,

Adi Hasch





Augartenspitz – Was ist der Denkmalschutz wert?

13 09 2010

Briefkasten – nein. Abriss – ja. Unverständliche Entscheidung des Denkmalamts.

Es heißt, das Denkmalamt hat sogar einmal verboten, an der denkmalgeschützten Mauer des Augartens einen Briefkasten aufzuhängen. Aber wenn die Mauer abgerissen wird, dann ist das Denkmalamt damit einverstanden?

Das darf ja nicht wahr sein. Selbst wenn die Baufirma angibt, alle Ziegelsteine zu sammeln und nach den Bauarbeiten die Mauer wieder aufzubauen, so ist die Mauer jedenfalls verändert. Mal ganz abgesehen von den 2 oder 3 Notausgangstüren, die dann die Mauer unterbrechen werden.

Schon klar, dass bei einer Konzerthalle Notausgangstüren auf die Straße vorgeschrieben werden, aber andererseits ein Beweis mehr, dass der Augartenspitz ein völlig ungeeigneter Platz für eine Konzerthalle ist.

Wer es also noch nicht mitbekommen hat, dass ein großer Teil der Augartenmauer hinter dem Bretterverschlag bereits Ende August abgerissen wurde, kann sich hier davon überzeugen.

Wolfgang





Werden die Roten jetzt Grün?

3 09 2010

SPÖ: Grün raus - Beton rein am Praterstern

Da staunte ich aber gewaltig, als ich in der Leopoldstadtausgabe des „roten“ Wiener Bezirksblatt las, dass im Bezirk weiter Grünräume geschaffen werden. Ich fragte mich, was ist denn jetzt los: Werden die Roten jetzt grün? Es würde mich freuen und es würde auch unserer Leopoldstadt gut tun.

Als ich aber weiter las: „Beginnen tut man mit der Aufforstung der Elangründe beim Wiener Hafen“, war auch schon all meine Hoffnung verflogen. Denn bei der Neubepflanzung der Elangründe handelt es sich ja nur um ein Grundstück, das aufgeforstet werden muss, weil der Wiener Hafen im Zuge seines Umbaus 200 Meter flussabwärts einen ganzen Wald gerodet hat. Ohne diese Grünraum-Reparatur hätte er dafür keine Baugenehmigung bekommen.

Es hätte mich ja auch gewundert, wenn die Leopoldstädter SPÖ solch einen Gesinnungswandel durchgemacht hätte. Haben sie ja mit ihrer Politik der letzten fünf Jahre bewiesen, dass ihnen der Schutz des Grünraums wahrlich nicht am Herzen liegt.
Zur Erinnerung nur ein paar Beispiele der letzten Jahre:





Entschleunigung am Schüttel – aber rasch!

2 09 2010
Halterung ohne Radarbox an der Schüttelstraße

Alle paar Monate verschwindet auf der Schüttelstraße die Radarbox. Und nach ein paar Monaten ist sie plötzlich wieder da. Geisterhaft, keiner weiß warum. Wer allerdings glaubt, dies fällt niemanden auf, der irrt gewaltig. Den Menschen, die am Schüttel wohnen müssen, fällt es schon im Schlaf auf. Denn durch den Wegfall der Radarbox erhöht sich automatisch die Durchschnittsgeschwindigkeit und damit auch die Lärmbelästigung für alle AnwohnerInnen.
Weiter im Text:





Die ÖVP bohrt gerne Löcher in die Erde

27 04 2010

Kreuzung Hauptallee/Stadionallee/Meiereistraße, Teil 2

In Reaktion auf die Diskussion in der Verkehrskommission vom letzten Dienstag und unsere Presseaussendung dazu hat die ÖVP heute ihre Idee eines Tunnels unter der Prater Hauptallee aus der Versenkung geholt und zum x-ten Male als neu verkauft.
Auch die Bezirkszeitung berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe dazu.

Autos raus aus dem Grünen Prater

Zugegeben, der Tunnel würde die Konflikte zwischen AutofahrerInnen und JoggerInnen bzw. RadfahrerInnen entschärfen – aber um welchen Preis? Und damit meine ich nicht nur die Kosten, sondern v.a. die negativen Auswirkungen auf das Landschaftsschutzgebiet Prater.

Dieser Tunnel unter der Hauptallee ist eine echte Schnapsidee. Die Bauarbeiten für einen Tunnel sind in einem Landschaftsschutzgebiet nicht vertretbar und würden die Erholungssuchenden in der Hauptallee viele Monate behindern.

Der wichtigste Grund gegen diesen Tunnel: Er macht diesen Schleichweg für den motorisierten Individualverkehr durch den Grünen Prater noch attraktiver und würde damit noch viel mehr Autos anziehen. Auch die Samstagssperre des Straßenzugs würde in absehbarer Zeit aufgehoben werden, um die automobile Zufahrt zum Einkaufszentrum Stadioncenter am umsatzstärksten Tag zu verbessern.

Interessant sind auch die diversen Kostenschätzungen für dieses Projekt. Während VP-Stadtrat Walter heute von 1,3 bis 1,4 Millionen Euro spricht, ging er noch im Jänner von 1,8 bis 2 Millionen Euro aus. SP-Bezirksvorsteher Kubik schätze die Baukosten auf rund 5 Millionen Euro. Auf Grund des hohen Grundwassers in den Praterauen ist mit einer aufwändigen Bauweise und hohen Kosten zu rechnen. Schäden für den Grundwasserhaushalt der Praterauen sind auch nicht auszuschließen.

Die Kreuzung Hauptallee/Stadionallee ist die unfallträchtigste Kreuzung in der Leopoldstadt. 2008 ereigneten sich hier 5 Unfälle mit Personenschaden. Deshalb muss die Kreuzung rasch entschärft werden.

Wir schlagen daher schon seit langem eine Totalsperre dieser Straße durch den Grünen Prater vor. Das ist die einfachste, billigste, umweltfreundlichste und schnellste Lösung. Als Alternativstrecke steht die bestens ausgebaute, achtspurige Prater-Hochstraße der Südosttangente zur Verfügung.

Interessant auch die Aussagen von SP-Bezirksvorsteher Kubik zu dem Vorschlag. In seiner Presseaussendung behauptet er, dass der Bezirk bereits an einer Lösung für diese Kreuzung arbeitet. In der Verkehrskommission vom letzten Dienstag hat der SP-Vorsitzende der Verkehrskommission davon jedenfalls noch nichts berichten können. Man wird sehen, ob die Arbeit der Bezirksvorstehung auch zu einer Entschärfung der Kreuzung führen wird – und zwar noch vor der Wahl. Viel Hoffnung habe ich da aber nicht.

Wolfgang








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