Umspannwerk Krieau

7 09 2011

Die Entfernung der  abgebildeten Bäume erfolgte nach den Bestimmungen des Wiener Baumschutzgesetzes rechtmäßig, so die Antwort aus dem zuständigen Magistratischen Bezirksamt.

Zwischen dem Erholungsgebiet „Grüner Prater“ und den denkmalgeschützten Tribünen der Trabrennbahn Krieau soll durch die Abänderung des Flächenwidmungsplanes ein Umspannwerk, mit Gebäudehöhe 9,0 m, Kubatur 8.100 m3 ermöglicht werden.

Der Verkauf der nötigen Fläche des Umspannwerkes an die Wienstrom GmbH wurde von der Gemeinde schon im „Vorfeld“ abgewickelt.

Das laufende naturschutzrechtliche Verfahren wurde mit der Methode Kettensäge zügig planiert. Trotz des noch offenen Flächenwidmungsverfahrens wurde letzte Woche eine ca. 1.500m2 große Baustelle eingerichtet und 6 Bäume gefällt.

Noch bevor klar war, ob die Flächenumwidmung überhaupt beschlossen wird, begann wienstrom also mit den Bauarbeiten und fällte die Bäume. Damit werden vollendete Tatsachen geschaffen, egal ob noch ein besseres Grundstück für das Umspannwerk gefunden hätte werden können. Wir Grüne haben immer für einen Alternativstandort plädiert, der nicht im Prater liegt.

Ein Teil Erholungs- und Landschaftsschutzgebiet des Grünen Prater soll wieder vor ungebremsten Verwertungsdruck der Immobilienentwickler zurückweichen.
Es sind gerade Großprojekte wie die WU oder die hochgewuchteten Investorengebäude an der „Waterfront“ die immens viel Energie fressen .
Nach dem Verursacherprinzip kann der logische Standort des Umspannwerkes daher nur im Bereich dieser hungrigen „Entwicklungspotenziale“ gesehen werden.
Um eine weitere Ausdünnung des Grünen Praters und die Zerstörung des legendären Ambientes rund um die Tribünen der Krieau und den historischen Bildhauerwerkstätten zu verhindern:
Benützt die Möglichkeit zur Stellungnahme im Zuge der öffentlichen Auflage der Flächenumwidmung!

Ort: Bezirksvorstehung für den 2. Bezirk, 2., Karmelitergasse 9

Einsichtnahme in den Planentwurf bis 22. September 2011, Amtsstunden
Letztmalig Informationen durch Mitarbeiter/in der MA 21 A
8. September 2011 von 15 bis 17.30 Uhr
Schriftliche Stellungnahmen zu diesem Entwurf, können während der öffentlichen Auflage, an die MA 21 A  unter Angabe der Plannummer 7661E, gerichtet werden.
Stellungnahme online bis 22. September

Bilder dazu: http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/sets/72157627592206142/






Grüne stoppen Gifteinsatz im Augarten

17 06 2011

Im Herbst 2010 haben wir aufgedeckt, dass die Bundesgärten auch im Augarten das bedenkliche Breitbandherbizid „Round Up“ von Monsanto einsetzen. Wie gefährlich dieses Mittel offenbar ist, wurde durch den Bericht im gestrigen Standard (16.6.11) eindrucksvoll bewiesen.

Die Kampagne der Grünen war erfolgreich

Wir haben damals eine Kampagne gegen diesen Einsatz gestartet.
Wir haben eine Protestkartenaktion an den zuständigen Umweltminister durchgeführt. Allen Augarten-BesucherInnen, die sich daran beteiligt haben, wollen wir ein herzliches Dankeschön dafür aussprechen.

Denn offenbar hat dies so viel Druck erzeugt, dass „Round Up“ von den Bundesgärten im Augarten nun nicht mehr verwendet wird.
Im heurigen Frühjahr gab es dazu intensive Hintergrundgespräche zwischen dem Grünen Umweltsprecher Maresch, dem Büro der Fr. Umweltstadträtin und der Bundesgartenverwaltung.
Diese Gespräche waren erfolgreich. Statt dem Breitbandherbizid „Round Up“ verwenden die Bundesgärten in Zukunft das harmlosere Alternativmittel Finalsan. Finalsan wird aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und baut sich im Boden im Gegensatz zu Round Up zu 100% ohne nachweisbare Rückstände ab.

Dieses Beispiel zeigt schön, dass sich Hartnäckigkeit lohnt. Und es zeigt auch, dass die Bevölkerung nicht machtlos ist, wenn es darum geht, Missstände abzustellen.

Wolfgang





Wanderfalken-Comeback im Augarten?

15 04 2011

Wanderfalke am Nordturm (April 2011 - © fotobaldrian)

Im letzten Dezember habe ich schon einmal über das Projekt der Nistkästen für Wanderfalken auf den Augarten-Flaktürmen berichtet.

Doch leider wurden diese Nistkästen aus nicht nachvollziehbaren Gründen von der Burghauptmannschaft wieder entfernt.

Die beiden Nistkästen am kleinen Flakturm

Nach intensiven Verhandlungen des Vereins BirdLife mit dem neuen Burghauptmann Mag. Sahl und zwei parlamentarischen Anfragen der Grünen an Wirtschafts- und Umweltminister wurden jetzt zumindest die beiden Nistkästen am kleineren Flakturm wieder angebracht.

Darüber freuen wir uns natürlich sehr und hoffen, dass der Wanderfalke diese Nistkästen heuer noch annimmt, obwohl es natürlich schon recht spät im Jahr ist.

bz-Artikel vom 6.4.2011

Gleichzeitig fragen wir uns aber auch, warum die Nistkästen am größeren Flakturm nicht mehr montiert wurden? Im Bezirkszeitungs-Artikel vom 6.4.2011 begründet der Burghauptmann dies mit „Rücksichtnahme auf den derzeitigen Mieter des Flakturms“. Gemietet ist der Flakturm immer noch von der Firma DCV, die im Flakturm ein Datencenter errichten wollte (oder doch etwa immer noch will?).
Doch der Sprecher der DCV erklärte in dem Artikel auch klar, dass er nichts gegen die Nistkästen einzuwenden hätte.

Um diesen Widerspruch aufzuklären hat der Umweltsprecher der Wiener Grünen, GR Maresch, nun einen Brief an den Burghauptmann geschrieben. Wir sind auf dessen Antwort schon sehr gespannt.

Wie auch immer, jetzt liegt es am Wanderfalken, ob er das Angebot annimmt und im Augarten brütet.

Wolfgang





Formel 1-Grand Prix am Nordbahnhof

1 04 2011

Bald sind Ferraris auch am Nordbahnhof zu hören.

Die Gerüchte gab es schon länger, jetzt ist es fix: Wien wird in die Formel-1-Familie aufgenommen und richtet den Großen Preis von Wien aus. Der Nordbahnhof machte das Rennen, ist die Leopoldstadt doch seit Jahren erprobt in Abhaltung von Großereignissen. Eine Tradition des Automobil-Rennsports, wie die des Großen Preises von Monaco, soll bereits 2013 gestartet werden, sind sich Bernie Ecclestone und Michael Häupl einig.

Weiter im Text mit “Vorbild Monaco”





Baumfällungen in der Offenbachgasse

31 03 2011

Die großen Bäume in der Offenbachgasse sorgten fürs Mikroklima im Grätzl. Foto: Martin Juen

Sieben große schöne gesunde Bäume wurden am 22. März in der Offenbachgasse für ein paar wenige Parkplätze gefällt, deren Errichtung unseres Erachtens keine Notwendigkeit darstellen. Den AnrainerInnen, die uns anriefen, wie meist wenn Bäume fallen, möchten wir sagen: Auch unter rot-grün stehen wir für Bäume, für Umweltschutz und werden uns weiterhin für Grünraum und Klimaschutz in der Leopoldstadt einsetzen.

Bauarbeiten in der Offenbachgasse

Mitte März begannen Straßenumbauarbeiten in der Offenbachgasse, die noch bis Mitte April dauern werden. Die Fahrbahn wird erneuert, die Parkspuren erweitert, das heißt, statt 2 Längsparkspuren stehen nach Fertigstellung 1 Schräg- und 1 Längsparkspur zur Verfügung. Soweit, so gut. Für ein paar mehr Parkplätze wurden 7 große gesunde Bäume geopfert.

Weiter im Bericht.





Die 6. Stromtankstelle in der Leopoldstadt in Betrieb

16 03 2011

Robert Wallner mit seinem E-BikeAm Dienstag fand unter regem Interesse von JournalistInnen die Eröffnung der 6. Stromtankstelle im Bezirk statt. Es handelt sich dabei um eine Telefonzelle der Telekom mit integrierter Stromtankstelle und sie befindet sich beim Pratervorplatz.

Im Moment ist diese vorwiegend für E-Bikes, E-Mopdeds und E-Motorräder geeignet, da diese direkt neben dem Strommodul abgestellt werden können und E-Bikes auch an den Bügeln befestigt werden können.

In einem nächsten Schritt sind auch schon Kästchen geplant, in den die Akkus von E-Bikes aufgeladen werden können und dabei aber sicher abgesperrt sind. Dies hat auch den weiteren Vorteil, dass in einem derartigem Schrank gleich viele derartige Boxen Platz haben.

Gerade im Bereich der E-Bikes ist die Effizienz durch den zusätzlichen Motor besonders gut und daher ist es begrüßenswert, dass direkt am Prater eine Möglichkeit besteht, E-Bikes wieder aufzuladen.

Einziger Wermutstropfen ist, dass die Stromtankstelle keinen Ökostrom anbietet und daher in geringem Ausmaß sogar Atomstrom abgibt! siehe Atomkraftwerke in Mitteleuropa

Mehr Fotos bei Flickr





Atomkraftwerke in Mitteleuropa

14 03 2011

Anlässlich der drohenden nuklearen Katastrophe in Japan ist es wieder einmal Zeit, daran zu erinnern, dass auch in unmittelbarer Nähe der österreichischen Grenze einige Kernkraftwerke stehen, die a) in erdbebengefährdeten Zonen stehen und b) große Sicherheitsmängel aufweisen.

Explosion des Reaktors Fukushima 1 in Japan

Es ist noch völlig unklar, welche Auswirkungen die außer Kontrolle geratenen AKWs in Japan auf die Bevölkerung haben wird. Aber es ist klar, dass die Gefahr einer radioaktiven Verseuchung weiter Teile Japans nicht gering ist. Und daher müssen wir uns die Frage stellen, ob wir dieses Risiko auch in Europa eingehen wollen?

Neben all der vielen rationalen Argumente gegen die „friedliche“ Nutzung der Atomkraft, müssen sich alle Befürworter von AKWs die Frage gefallen lassen, ob sie das Risiko verantworten können, dass große Gebiete Europas und damit auch Österreichs durch einen Super-GAU auf Jahrtausende hinaus unbewohnbar werden?

Jedenfalls bin ich immer noch ziemlich fassungslos, dass der deutsche Außenminister Westerwelle die wieder aufkeimende Diskussion um die geplante Laufzeitverlängerung von deutschen AKWs als parteipolitischen Streit abtut und vor einer voreiligen Atom-Debatte warnt.

Doch der Betrieb eines Atomkraftwerkes ist keine innerstaatliche Angelegenheit, sondern die vorsätzliche Gefährdung von Millionen Menschen. Schluss damit!

Kommt morgen, am Dienstag 15.3.2011, um 18:30 Uhr zur Rampe vor dem Parlament zur
Mahnwache für den sofortigen Atomausstieg!

Weiters möchte ich noch darauf hinweisen, dass Global 2000 eine Petition für den Atomausstieg gestartet hat.
Ziel ist eine EU-weite Volksabstimmung zum Thema Atomausstieg.

Wolfgang





Neues Zeitalter für RadfahrerInnen in Wien!

4 02 2011

Die RadlerInnen sollen sich in Luft auflösen, meint wohl diese/r Autobesitzer/in, der genau auf dem Schwenk des Radwegs vom Gehsteig auf die Fahrbahn steht. - Das könnte bei Radstraßen allerdings nicht passieren.

Der nächste Schneefall kommt bestimmt! – Mit der rot-grünen Regierung sind wir nun mit vielen Wünschen und Forderungen besonders von RadfahrerInnen konfrontiert, die sich in den letzten Wochen besonders auf die Aussagen der Grünen Stadrätin Maria Vassilakou beziehen und Schwachstellen der Räumung von Schnee auf den Radwegen aufzeigen. Maria Vassilakou wird zitiert:

“Mein Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs in der Stadt deutlich anzuheben. Dazu gehört auch, dass RadfahrerInnen als gleichrangige VerkehrsteilnehmerInnen wahrgenommen werden und sie ebenso einen Anspruch auf Räumung ihrer Wege haben wie FußgängerInnen und AutofahrerInnen”, stellte Vassilakou klar.

Hier wurde ein erster Schritt gesetzt, es gibt einen im Internet einsichtbaren Plan, welche Radwege zuerst geräumt werden und ein Telefon, wo schlecht oder nicht geräumte Radverkehrsanlagen gemeldet werden können (01/546 48):

http://www.wienweb.at/tvcontent.aspx?menu=3&cid=175382
http://www.wien.gv.at/rk/msg/2011/01/24014.html

RadlerInnen, ihr seid nun aufgerufen, diese Services auch zu nützen und Schwachstellen aufzuzeigen!

Thema: Radstraßen

In den letzten Tagen wurden auch in den Medien die Radstraßen thematisiert und auf orf.at gibt es eine Umfrage, wie wir die Radstraßen sehen. Bitte beteiligt Euch bei der Abstimmung:

Die Stadt gehört uns – Ciclovia!

In Bogota werden jeden Sonntag von 7 Uhr bis 14 Uhr Straßen für AutofahrerInnen gesperrt und für die Besetzung der Bevölkerung freigegeben. Das betrifft nicht nur ein kleines Stück eines abgegrenzten Gebietes, nein, das freigegebene Netz durchzieht die Stadt, damit alle am öffentlichen Raum teilhaben können.
Auf youtube finden sich hier viele Filme, die Lust aufs Mittun machen!

Ein ambitioniertes Ziel – auch für Wien. Im Koalitionspakt mit der SPÖ haben wir Grünen als ersten Schritt in diese Richtung vier autofreie Wochenenden für die Ringstraße vereinbart.

Wir freuen uns schon auf Spaß und Bewegung am autofreien Ring!

Uschi





Signale für die Zukunft am Nordbahnhofareal

1 02 2011

Bis zur Realisierung des letzten Stückes des Nordbahnhofareals wird noch einiges Wasser die Donau runterfließen,– die bereits „Ansässigen“ verfolgen natürlich schon jetzt mit großer Aufmerksamkeit die Entwicklung rund um den Wasserturm und die „Nordbahnhof-Brache“.

Infotafel in der Gebietsbetreuung

Bei der Infoveranstaltung der Gebietsbetreuung am 18.1. am Max Winter Platz bot der Überblick zum Stand der Dinge, wie der Ausblick auf die künftigen Planungen, Anlass genug für Dialog und Auseinandersetzung mit den gut aufgestellten Expertinnen für Stadtplanung, Grünraum und Verkehr der MA21A und der ÖBB.

Die sollen nun das Projekt Nordbahnhof auf die Schiene stellen.
Ein offener Ideenwettbewerb für das letzte Teilstück NBH sollte im ersten Halbjahr 2012 ausgeschrieben werden.
Die Unterlagen der Ausstellung werden ab nächster Woche auf der wien.gv.at Homepage zu finden sein.

Gutes Material für zukünftige partizipatorische Beteiligungen!!!!!
Auch das gegenwärtige Leben auf einer jahrzehntelangen Baustelle, bietet einiges an Herausforderung.
first of all Feinstaub (mit galizischer Ölkontaminierung?)





Feinstaub: 44 Überschreitungstage in der Taborstraße

8 11 2010

Letzte Woche wurde an der Luftgüte-Messstelle Taborstraße in der Leopoldstadt der Grenzwert für den Gesundheitsschutz von 50 µg PM10/m³ (Konzentration des Feinstaubs) bereits zum 44.mal im Jahre 2010 überschritten – gesetzlich erlaubt sind 25 Tage pro Jahr.

2009 waren es zum selben Zeitpunkt lediglich 13 Überschreitungstage. Das bedeutet, dass die Luft in der Leopoldstadt immer schlechter und ungesünder wird.

Atmen kann in der Leopoldstadt Ihre Gesundheit gefährden

Nachdem bereits im Frühjahr der Grenzwert in der Taborstraße an vielen Tagen überschritten wurde, gab es witterungsbedingt im Sommer eine Atempause. Doch im Herbst häufen sich wieder die Tage mit Überschreitungen.

Feinstaub ist eine ernste Gesundheitsgefahr. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO verursacht verkehrsbedingter Feinstaub allein in Österreich 2.400 Todesfälle und zehntausende Erkrankungen (Asthmaanfälle, chronische Bronchitis und Lungenkrebs) pro Jahr. Die Rußpartikel der Dieselabgase sind wegen der geringen Größe am schädlichsten. 2010 ist ein Jahr mit sehr hoher Feinstaubbelastung.

Wir erwarten uns von BV Kubik, dass er endlich wirksame Maßnahmen zum Schutz der Leopoldstädter Bevölkerung trifft. Weiterhin den Kopf in den Sand zu stecken ist unverantwortlich.

Wolfgang








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