Durch die Nacht nach Mistelbach

16 12 2011

In den Jahren 2009 und 2010 fuhr eine Schnellbahn (Theaterzug) täglich von Wien Praterstern um 0:20 Uhr täglich nach Mistelbach (Ankunft Wolkersdorf: 0:52 Uhr). Diesen Nachtzug hat die ÖBB nun eingestellt (fährt nur mehr bis Floridsdorf).

Jede ÖV-Alternative zum Auto ist wichtig

Die Grünen im Bezirk Mistelbach haben daher nun eine Unterschriftensammlung und eine Online-Petition gestartet, um die Wiedereinführung dieses Nachtzugs zu erreichen. Wir halten diese Initiative für sehr unterstützenswert und regen daher zur Unterzeichnung der Petition an.

Manche werden jetzt fragen: Und was geht das die Leopoldstadt an? Doch der Zusammenhang ist gar nicht so schwer herzustellen.

Wenn wir verhindern wollen, dass ArbeitspendlerInnen und Unterhaltungssuchende aus Niederösterreich vermehrt vom Auto auf die Öffis umsteigen, dann müssen viele Maßnahmen gesetzt werden, um ihnen dies zu ermöglichen. Eine Zugsverbindung nach Mitternacht vom Praterstern ist eine dieser Maßnahmen.

Die Leopoldstadt hat als Transitbezirk (Lassallestraße-Praterstraße) besonders stark unter diesem überflüssigen Autoverkehr zu leiden.
Und wenn dieses Angebot nur 20 Autofahrten von jungen Menschen, die unter der Woche die Großdisco Praterdomebesuchen (nicht unbedingt die Hard-Core-DiscobesucherInnen), pro Tag einsparen können, so bringt das den BewohnerInnen des Stuwerviertels bereits eine gewisse Entlastung.

 Wolfgang





Sonntagsmatinée im Theater Nestroyhof/Hamakom „Aus dem Judentum kommt man nicht heraus“

25 01 2011

Im Theater Nestroyhof/Hamakom inszeniert Michael Grunner ein Stück der Israelin Savyon Liebrecht: Die Banalität der Liebe. Ein Gespräch, eine Geschichte über die Liebe zwischen zwei bedeutenden Philosophen des 20. Jhdts. – Hannah Arendt und dem durch sein nationalsozialistisches Engagement nicht unumstrittenen Martin Heidegger.
Mehr dazu: http://www.hamakom.at/index.php?id=397
Ankündigung der Premiere: http://derstandard.at/1295570704521/Wiener-Nestroyhof-Todtnauberg-liegt-an-der-U-1

Für den Salon des Theaters Nestroyhof/Hamakom, hat Susanne Höhne sich mit einem Werk von Hannah Arendt befaßt und eine Textcollage zusammengestellt, aus der Dagmar Schwarz kommenden Sonntag liest.

„Aus dem Judentum kommt man nicht heraus“ – aus Briefen von Rahel Varnhagen und Gedanken dazu von Hannah Arendt

Rahel Varnhagen (1771 – 1833) war eine Jüdin aus Berlin, die von 1790 und 1806, in der Frühzeit der deutschen Romantik, einen Salon in ihrer Dachstube führte, wo die bedeutendsten Männer ihrer Zeit verkehrten. Unter anderem gingen dort der preussische Kronprinz, die Brüder Humboldt, Friedrich Schlegel, Clemes Brentano aus und ein. Rahel, die nicht schön war, wie sie selbst meinte, bezauberte ihre Zeitgenossen durch ihren scharfen und genauen Verstand.
Weiter im Text:








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