Neues aus der Verkehrskommission, Nov. 2011

9 12 2011

Ende November fand wieder eine Sitzung der Verkehrskommission Leopoldstadt statt. Dabei ging es primär um Fahrbahnumbauten, Ampelschaltungen, Radständer, Entschärfung von Gefahrensituationen und das Fahrverbot am Volkertmarkt.

Anschließend einige Highlights aus dem umfassenden Protokoll der Sitzung.

Durch den Umbau soll die Kreuzung Heinestraße/ Mühlfeldgasse übersichtlicher und sicherer werden.

1) Die MA28 hat einen Plan für ein Projekt zur Umgestaltung der Kreuzung Heinestraße/ Mühlfeldgasse vorgelegt. Dieser sieht recht brauchbar aus. Es wird an allen Ecken großzügige Gehsteigvorziehungen geben. Die Bushaltestelle wird zwischen Mittelinsel (wird versetzt) und Gehsteig verlegt.

2) Unser Antrag auf eine fußgängerfreundlichere Ampelschaltung der Kreuzung Taborstraße/Schmelzgasse/Karmeliterplatz wurde im Finanzausschuss abgelehnt, weil den anderen Parteien die Kosten von 9.000,- für die Änderung zu hoch waren.

3) Wir halten die Rechts-Abbiegerelation von der Taborstraße in die Nordbahnstraße für FußgängerInnen und RadfahrerInnen für sehr gefährlich, weil dort sehr viele Lkws abbiegen. Deshalb wollten wir, dass die Abbiegespur in die Ampelregelung miteinbezogen wird. Das lehnten die anderen Parteien mit dem Hinweis auf die hohen Kosten und den geplanten Umbau des Kreuzungsplateaus (angeblich bereits 2015) ab. Wir wollen jedoch, dass bis 2015 zumindest kleine Verbesserungen der Verkehrssicherheit durchgeführt werden. Wir werden daher in der nächsten Bezirksvertretungssitzung einen Antrag auf eine Stopptafel und eine bessere Markierung der Radfahrerüberfahrt einbringen.

4) Unser Antrag auf eine fußgängerfreundlichere Ampelschaltung der Kreuzung Johann-Böhm-Platz/Wehlistraße wurde laut der Auskunft des MA33-Vertreters erfüllt.

5) Die ÖVP und wir wollen, dass das Verkehrszeichen „Rechtsabbiegegebot“ vom Max-Winter-Platz aus Richtung Molkereistraße kommend in die Ennsgasse entfernt wird. Die MA46 erklärt, dass diese Maßnahme gegen den Durchzugsverkehr im Stuwerviertel gerichtet ist. Wir sehen diese Gefahr nicht. Daher wird die MA46 also nun die Situation neu prüfen.

6) Wir haben weitere Radständer im Nahbereich der U2-Station Taborstraße beantragt. In der Kleinen Pfarrgasse werden 8 neue Ständer in der Parkspur errichtet, auch wenn FPÖVP dagegen gestimmt haben.

Die neue Aufdoppelung in der Franzensbrückenstraße. Leider sehr flach.

7) Wir wollten, dass die Gefahrensituation an der Kreuzung Schüttelstraße-Franzensbrückenstraße überprüft wird. Ein Problem ist das hohe Tempo der Rechtsabbieger von der Schüttelstraße in die Franzensbrückenstraße. Die MA46 kann keine Maßnahmen, die die Sicherheit erhöhen könnten. Wir schlagen eine Busspur von der 80A-Station Laufbergergasse bis zur Franzensbrückenstraße und die Umwandlung der rechten Geradeaus-Spur in eine Geradeaus/Rechtsabbiegerspur vor. Doch das wird von den anderen Fraktionen einhellig abgelehnt und es wird sich hier also nichts ändern.
Ebenfalls an dieser Kreuzung haben wir bereits im letzten Dezember die Entschärfung der Rechts-Abbiegerelation von der Franzensbrückenstraße in die Untere Donaustraße beantragt. Es wurde eine Fahrbahnanhebung errichtet und die Sträucher zur Verbesserung der Sichtrelation geschnitten. Leider ist diese Fahrbahnanhebung sehr flach ausgefallen und wird daher keine große Bremswirkung erzeugen. Doch der MA28-Vertreter erklärt, dass die Richtlinien keine steilere Auffahrt erlauben. Schade.

8.) Wir wollen, dass die unmöglich kleine Aufstellfläche am gemischten Rad/Fußweg „Obere Augartenstraße“ an der Kreuzung Rembrandtstraße umgebaut wird. Das Problem ist bekannt und liegt v.a. darin, dass man Bundesgrund (vom Augarten, der der Burghauptmannschaft gehört) erwerben müsste, um den Rad/Fußweg zu verbreitern. Der Vorsitzende schlägt vor, dass er noch einmal mit den Bundesgärten darüber redet.

Viele Autofahrer benutzen die Marktstraße am Volkertmarkt trotz Fahrverbot als Abschneider

9) In der Marktstraße Volkertmarkt herrscht allgemeines Fahrverbot, ausg. Marktfahrzeuge. Dennoch fahren hier viele Autos illegal durch, was zu gefährlichen Situationen für die Kinder, die am benachbarten Volkertmarkt spielen, führt. Deshalb wollen wir, dass die Durchfahrt durch die Marktstraße z.B. durch Blumentröge versperrt wird. Das wird von der MA46 abgelehnt, weil dann zu wenig Platz für das Umdrehen der Marktfahrzeuge bliebe. Die MA46 prüft und sucht nach anderen Lösungen.

Wolfgang





Tempo 30 – Zonen und Blaulicht

8 11 2011

Ein kurzer Bericht von der heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Leopoldstadt

Nach einigen formalen Abstimmungen wurden zuerst beide Grünen Anträge zur illegalen Durchfahrt über den Volkertmarkt und einer Prüfung einer Verlegung der Endstelle des 11B einstimmig angenommen.

Danach gab es nur 2 FPÖ-Anträge, über die sich längere Diskussionen ergaben.

1) Ein Resolutionsantrag gegen weitere Tempo 30 – Zonen in der Leopoldstadt.
Weiter im Text.





Die 2.nervigste Ampel von Wien

12 09 2011

Bereits seit einigen Jahren kritisieren wir die unmögliche und fußgängerfeindliche Schaltung der Ampel Obere Augartenstraße/Taborstraße und haben sie auch schon in einigen Blog-Beiträgen thematisiert. Nun wurde unsere Position eindrucksvoll bestätigt.

Taborstraße: Autoverkehr hat lange Grün, die parallel gehenden FußgängerInnen lange Rot

In der Umfrage  (über 3.800 Rückmeldungen) von Verkehrsstadträtin Vassilakou nach der nervigsten Ampel Wiens belegte diese Ampel den „eindrucksvollen“ 2. Platz. Im Vergleich mit dem Zustand gleich nach der Einstellung der Straßenbahnlinie 21er im Mai 2008 gab es – auch auf Grund unserer bisherigen Aktivitäten – sicherlich eine Verbesserung in der Ampelschaltung für die Straßenbahn.

Ampel Taborstraße/Obere Augartenstraße: Querverkehr und FußgängerInnen haben lange Rot - gleichzeitig!

Doch das Grundproblem bleibt weiterhin bestehen:
FußgängerInnen, die von der U2-Station Taborstraße kommend, die Obere Augartenstraße stadtauswärts überqueren wollen, haben weniger als 20 Sekunden Grün und müssen danach ewig (bis zu über 2 Minuten Rot) warten, während der parallel führende Autoverkehr zur gleichen (!) Zeit Grün hat. Deshalb gibt es hier sehr viele Rotgeher und gefährliche Situationen.

Und warum ist das dort so? Weil die Einstellung des 21ers die Einführung der Einbahn in der Castellezgasse für den „Ersatzbus“ 80A bedingt. Dadurch bleibt nur mehr die Taborstraße als einzige Straße Richtung Innenstadt. Dieses Nadelöhr schafft den Autoverkehr kapazitätsmäßig nur mehr, indem die Ampeln so geschalten werden, dass sie die FußgängerInnen verhungern lässt.

Die von der MA33 überlegte Einführung einer Räumzeitanzeige wird hier nicht viel helfen, weil das Problem nicht die Räumzeit ist, sondern die überlange Rotzeit für die FußgängerInnen.

Bei dieser Kreuzung ist es notwendig, dass die Grünzeiten für die FußgängerInnen über die Obere Augartenstraße massiv verlängert bzw. die Umlaufzeiten verkürzt werden. Für den Fall, dass sich dadurch ein Auto-Rückstau in der Taborstraße bildet, muss primär darauf geachtet werden, dass dieser Stau nicht die Straßenbahn behindert.
Das kann dadurch erreicht werden, dass die Parkspur zwischen der Oberen Augartenstraße und der Gr. Stadtgutgasse zu den Stoßzeiten ausgeräumt wird und dadurch Platz für die Autos geschaffen werden. Dieses temporäre Halteverbot verlangen wir bereits seit Jahren.
Wir hoffen, dass dieser unrühmliche Stockerlplatz in der wienweiten Umfrage die Verantwortlichen nun dazu bringt, unseren Vorschlag umzusetzen und diese Kreuzung zu entschärfen.

Wolfgang





Schwarze SchrebergärtnerInnen

28 02 2011

Klingt stark nach verfrühtem Aprilscherz

Die ÖVP-Bezirksvorsteherin der Josefstadt, Fr. Mickel, will dem Zweiten jeden zweiten 2er vorenthalten. Sie hat in der Bezirkszeitung allen Ernstes vorgeschlagen, dass nur jede 2. Garnitur der Straßenbahnlinie 2 in die Leopoldstadt fahren soll. Die andere soll bei der Urania umdrehen. Damit will sie die Unregelmäßigkeiten beim Fahrplan des 2ers verringern. Gleichzeitig bedeutete dies aber auch, dass sich die Intervalle des 2ers in der Leopoldstadt verdoppeln würden.

Ein ziemlich absurder Vorschlag, den die Grünen Leopoldstadt natürlich vehement ablehnen. Es mag schon stimmen, dass ein Teil der Verspätungen des 2ers in der Taborstraße entstehen, aber dafür haben wir bereits 2008 einen Vorschlag eingebracht. Ein Spitzenzeiten-Halteverbot vor der Kreuzung Taborstraße x Obere Augartenstraße soll vermeiden, dass der 2er vor dieser Kreuzung stadteinwärts im Autostau steht. Leider haben die anderen Fraktionen diesen Antrag im Bezirksparlament abgelehnt.

Es wäre schon sehr interessant zu erfahren, was eigentlich die ÖVP Leopoldstadt zu diesem Vorschlag ihrer Parteikollegin sagt. Auf deren Homepage ist dazu nichts zu finden. Es ist zu hoffen, dass VP-Klubobmann Skribany zumindest parteiintern seiner Parteikollegin aus dem 8. Bezirk eine Absage erteilt hat.

Wolfgang





Lokal Leopoldsgasse 33 – soeben bezogen, schon zu klein!

20 10 2010

Grünraum 2

Aufgrund des Wachsens der Grünen Leopoldstadt, nicht nur die Zahl der WählerInnenstimmen, sondern auch der MandatarInnen und der AktivistInnen, sind wir wieder auf Lokalsuche.

Unsere Vorstellungen:
Ort: nahe des Bezirksamts, Karmelitergasse
Größe: ca. 60-90 m2 – ein Raum, geeignet für Ausstellungen, ca. 20-30 Leute sollen Platz finden,  plus ein kleinerer Raum, geeignet als Lager, Büro
Küchenzeile vorhanden, oder Einbau möglich
Barrierefreier Zugang, Behinderten-WC, wenn nicht vorhanden, Einbau möglich

Wir renovieren auch gerne!
Fein wäre, wenn wir vor dem Lokal sitzen könnten, wenn es Sonne gäbe und es leistbar ist :-)

Wir freuen uns über Rückmeldungen! Bitte mailen an leopoldstadt@gruene.at oder tel. 0676 898 400 202





Augarten: Stopp dem Gifteinsatz

8 10 2010

Gift hat im Augarten nichts verloren, es geht auch ohne

Die Bundesgärten spritzen im Augarten mit dem Breitbandherbizid Roundup von Monsanto, um Unkraut zu bekämpfen. Wir haben das bereits vor dem Sommer kritisiert. Nähere Infos dazu finden Sie hier.

Herbizid Roundup: Nicht ungefährlich für Haustiere

Die Chefin der Bundesgärten hat bereits zugegeben, dass sie das Gift verwenden. Weil es billiger und einfacher zu handhaben ist. Die Stadt Wien hingegen verwendet das Roundup bereits seit Jahrzehnten nicht mehr und bekämpft das Unkraut in den städtischen Parks auf mechanischem Weg, also durch Jäten.

Wir Grüne sind der Meinung, dass dieses Gift absolut nichts im Augarten verloren hat. Die Bundesgärten sollen das Unkraut nur durch Jäten bekämpfen. Deshalb haben wir eine Unterschriftenaktion gestartet und möchten damit beim zuständigen Umweltminister Berlakovich erreichen, dass er den Gifteinsatz im Augarten verbietet.

Sa., 2. Okt.: Die Grünen Leopoldstadt verteilen gemeinsam mit dem Grünen Umweltsprecher, GR Maresch Protestpostkarten vor dem Augarten

Wir haben am letzten Samstag einen Aktionstag im Augarten durchgeführt und viele Augarten-BesucherInnen informiert. Deren Reaktion war eindeutig: Schluss mit dem Gifteinsatz im Augarten. Auch die Krone hat darüber berichtet.

Wir haben Minister Berlakovich auch einen Brief dazu geschrieben. Bisher haben wir von ihm noch keine Antwort erhalten.

Protestieren auch Sie gegen den Gifteinsatz bei Minister Berlakovich. Einen Textvorschlag dazu finden Sie auf unserer Kampagnen-Website.

Wolfgang








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