Autobahnbau trotz Schuldenbremse?

12 12 2011

So können die Schulden ganz leicht gebremst werden

Die Schuldenbremse ist derzeit das Thema Nr. 1 in Österreich. Derzeit ist die Schuldenbremse aber nicht mehr als ein Schlagwort, mit dem die Regierungsspitzen die Ratingagenturen hinhalten wollen. Solange die konkreten Maßnahmen, mit denen 2017 ein Defizit von 0,35% erreicht werden soll, nicht einigermaßen klar sind, bedeutet eine Zustimmung zur Schuldenbremse, die Katze im Sack zu kaufen.

Autobahnen zerstören die Landschaft

Sehr eindeutig ist hingegen die Aussage von Finanzministerin Fekter, wonach es für Infrastruktur-Investitionen aber eine Ausnahme vom Schuldenstopp geben sollte. Und bei einer ÖVP-Vertreterin darf man getrost davon ausgehen, dass sie hier primär neue Autobahnen meint. Denn Nebenbahnen stellt diese Partei ja lieber ein.

Das darf doch wohl nicht wahr sein. Österreich hat bereits jetzt eines der dichtesten Autobahnnetze in der EU, unsere Autobahnen sind erstklassig ausgebaut. Wenn nun in Folge der Schuldenbremse in allen Bereichen, z.B. bei der Bildung, Gesundheit oder im Sozialbereich gespart werden soll, der Autobahnbau aber ungebremst weitergehen soll, so ist das unverständlich und ungerecht. Auch wenn die Asfinag-Schulden (12 Milliarden Euro) derzeit noch nicht budgetwirksam sind, so werden sie es in Zukunft sicher werden. Denn die Republik Österreich haftet zu 100% für die Schulden der Asfinag und spätestens unsere Kinder werden sie zurückzahlen müssen.

Aktion der Plattform vor dem Verkehrsministerium

Diese Problematik thematisiert daher bereits seit Monaten die Plattform Zukunft statt Autobahn, ein Zusammenschluss aus BürgerInneninitiativen gegen die Lobauautobahn und den wichtigen NGOs (Greenpeace, Global 2000, WWF, VCÖ, etc.). Wir unterstützen deren Forderung nach einer österreichweiten BürgerInnenbefragung über das Projekt der Lobauautobahn. Schließlich sind es ja 3 Mrd. an Steuergeldern von allen ÖsterreicherInnen, die letztendlich unter der Donau und dem Nationalpark vergraben werden sollen.

Wir haben u.a. aus finanziellen Gründen bereits 2010 einen Stopp des Autobahn-Neubaus gefordert. Daher unterstützen wir auch die heutige Forderung des VCÖs, den Autobahn-Neubau bis zum Jahr 2020 auf Eis legen. Damit sollen laut – sehr vorsichtiger – VCÖ-Schätzung Ausgaben von 4,5 Mrd. Euro vermieden werden. Geld, das nach der Schuldenbremsen-Logik mittelfristig durch Einsparungen im Sozial- oder Gesundheitsbereich oder durch neue Steuern aufgebracht werden müsste. Macht grob geschätzt etwa 1.000,- pro SteuerzahlerIn in Österreich.

Also, wenn schon sparen, dann bitte beim überflüssigen Neubau von Autobahnen anfangen!!!

Wolfgang





Neues aus der Verkehrskommission, Nov. 2011

9 12 2011

Ende November fand wieder eine Sitzung der Verkehrskommission Leopoldstadt statt. Dabei ging es primär um Fahrbahnumbauten, Ampelschaltungen, Radständer, Entschärfung von Gefahrensituationen und das Fahrverbot am Volkertmarkt.

Anschließend einige Highlights aus dem umfassenden Protokoll der Sitzung.

Durch den Umbau soll die Kreuzung Heinestraße/ Mühlfeldgasse übersichtlicher und sicherer werden.

1) Die MA28 hat einen Plan für ein Projekt zur Umgestaltung der Kreuzung Heinestraße/ Mühlfeldgasse vorgelegt. Dieser sieht recht brauchbar aus. Es wird an allen Ecken großzügige Gehsteigvorziehungen geben. Die Bushaltestelle wird zwischen Mittelinsel (wird versetzt) und Gehsteig verlegt.

2) Unser Antrag auf eine fußgängerfreundlichere Ampelschaltung der Kreuzung Taborstraße/Schmelzgasse/Karmeliterplatz wurde im Finanzausschuss abgelehnt, weil den anderen Parteien die Kosten von 9.000,- für die Änderung zu hoch waren.

3) Wir halten die Rechts-Abbiegerelation von der Taborstraße in die Nordbahnstraße für FußgängerInnen und RadfahrerInnen für sehr gefährlich, weil dort sehr viele Lkws abbiegen. Deshalb wollten wir, dass die Abbiegespur in die Ampelregelung miteinbezogen wird. Das lehnten die anderen Parteien mit dem Hinweis auf die hohen Kosten und den geplanten Umbau des Kreuzungsplateaus (angeblich bereits 2015) ab. Wir wollen jedoch, dass bis 2015 zumindest kleine Verbesserungen der Verkehrssicherheit durchgeführt werden. Wir werden daher in der nächsten Bezirksvertretungssitzung einen Antrag auf eine Stopptafel und eine bessere Markierung der Radfahrerüberfahrt einbringen.

4) Unser Antrag auf eine fußgängerfreundlichere Ampelschaltung der Kreuzung Johann-Böhm-Platz/Wehlistraße wurde laut der Auskunft des MA33-Vertreters erfüllt.

5) Die ÖVP und wir wollen, dass das Verkehrszeichen „Rechtsabbiegegebot“ vom Max-Winter-Platz aus Richtung Molkereistraße kommend in die Ennsgasse entfernt wird. Die MA46 erklärt, dass diese Maßnahme gegen den Durchzugsverkehr im Stuwerviertel gerichtet ist. Wir sehen diese Gefahr nicht. Daher wird die MA46 also nun die Situation neu prüfen.

6) Wir haben weitere Radständer im Nahbereich der U2-Station Taborstraße beantragt. In der Kleinen Pfarrgasse werden 8 neue Ständer in der Parkspur errichtet, auch wenn FPÖVP dagegen gestimmt haben.

Die neue Aufdoppelung in der Franzensbrückenstraße. Leider sehr flach.

7) Wir wollten, dass die Gefahrensituation an der Kreuzung Schüttelstraße-Franzensbrückenstraße überprüft wird. Ein Problem ist das hohe Tempo der Rechtsabbieger von der Schüttelstraße in die Franzensbrückenstraße. Die MA46 kann keine Maßnahmen, die die Sicherheit erhöhen könnten. Wir schlagen eine Busspur von der 80A-Station Laufbergergasse bis zur Franzensbrückenstraße und die Umwandlung der rechten Geradeaus-Spur in eine Geradeaus/Rechtsabbiegerspur vor. Doch das wird von den anderen Fraktionen einhellig abgelehnt und es wird sich hier also nichts ändern.
Ebenfalls an dieser Kreuzung haben wir bereits im letzten Dezember die Entschärfung der Rechts-Abbiegerelation von der Franzensbrückenstraße in die Untere Donaustraße beantragt. Es wurde eine Fahrbahnanhebung errichtet und die Sträucher zur Verbesserung der Sichtrelation geschnitten. Leider ist diese Fahrbahnanhebung sehr flach ausgefallen und wird daher keine große Bremswirkung erzeugen. Doch der MA28-Vertreter erklärt, dass die Richtlinien keine steilere Auffahrt erlauben. Schade.

8.) Wir wollen, dass die unmöglich kleine Aufstellfläche am gemischten Rad/Fußweg „Obere Augartenstraße“ an der Kreuzung Rembrandtstraße umgebaut wird. Das Problem ist bekannt und liegt v.a. darin, dass man Bundesgrund (vom Augarten, der der Burghauptmannschaft gehört) erwerben müsste, um den Rad/Fußweg zu verbreitern. Der Vorsitzende schlägt vor, dass er noch einmal mit den Bundesgärten darüber redet.

Viele Autofahrer benutzen die Marktstraße am Volkertmarkt trotz Fahrverbot als Abschneider

9) In der Marktstraße Volkertmarkt herrscht allgemeines Fahrverbot, ausg. Marktfahrzeuge. Dennoch fahren hier viele Autos illegal durch, was zu gefährlichen Situationen für die Kinder, die am benachbarten Volkertmarkt spielen, führt. Deshalb wollen wir, dass die Durchfahrt durch die Marktstraße z.B. durch Blumentröge versperrt wird. Das wird von der MA46 abgelehnt, weil dann zu wenig Platz für das Umdrehen der Marktfahrzeuge bliebe. Die MA46 prüft und sucht nach anderen Lösungen.

Wolfgang





Tempo 30 – Zonen und Blaulicht

8 11 2011

Ein kurzer Bericht von der heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Leopoldstadt

Nach einigen formalen Abstimmungen wurden zuerst beide Grünen Anträge zur illegalen Durchfahrt über den Volkertmarkt und einer Prüfung einer Verlegung der Endstelle des 11B einstimmig angenommen.

Danach gab es nur 2 FPÖ-Anträge, über die sich längere Diskussionen ergaben.

1) Ein Resolutionsantrag gegen weitere Tempo 30 – Zonen in der Leopoldstadt.
Weiter im Text.





Radfahren in der Lassallestraße

20 10 2011

Die Stadtautobahn Lassallestraße schaufelt Autoverkehr in die Leopoldstadt

Die Lassallestraße ist eine Bundesstraße (B8) und eine der am meisten befahrenen Straßen in der Leopoldstadt. Doch in der Lassallestraße sind nicht nur viele Autos auf 6 Spuren unterwegs, auch die U1 transportiert im Untergrund täglich Tausende Menschen. Und schließlich fahren an starken Tagen auch noch fast 6.000 RadfahrerInnen in der Lassallestraße. Und das auf einem 2-Richtungs-Gehsteig-Radweg, der nicht mehr dem aktuellen Stand der Verkehrsplanung entspricht.

Weiter im Text:





Die “Kritische Masse” und die Leopoldstadt

15 09 2011

Diesen Freitag, den 16.9.2011, ist es wieder Zeit für Critical Mass. Wer gemeinsam mit anderen gemütlich und mit viel Platz für sich durch Wien radeln möchte, sollte unbedingt dabei sein.

Bei Critical Mass geht es darum, dass sich eine kritische Masse an Radfahrern trifft, gemeinsam radelt und sich damit Platz im öffentlichen Raum schafft. Durch die Menge der Radler kann auch auf Straßen gefahren werden, wo sonst nur Autos fahren. Man sieht dadurch die Stadt von einer anderen Seite, die normalerweise den Autofahrern vorbehalten ist. Im Gegensatz zu uns auf unseren Rädern, können sie aber die Stadt nicht so genießen, weil sie entweder an den Häuserfronten schnell vorbeiziehen oder im Stau stecken und im Frust die Rückseite des Vorderautos anstarren.

Im Mai waren wir mit 700 RadlerInnen am Gürtel und Wienzeile unterwegs. Kurz vor dem Ende haben wir noch ein paar Runden vor Schloss Schönbrunn gedreht.

Der Naked-Bike-Ride im Juni war so etwas wie der offizielle Höhepunkt der Critical-Mass-Ausfahrten. Heuer gab es wunderschönes Wetter und viele hatten etwas weniger Bekleidung an. Die ganz mutigen haben sich verkleidet oder mit Bodypainting herausgeputzt.

Dabei ging es auch durch die Leopoldstadt über die Praterstraße und Praterstern, den wir dreimal umrundet haben. Danach weiter über die 3-spurige Lassallestraße, wo statt den Autorasern gemütliche Radfahrer unterwegs zur Reichsbrücke waren. Zum Abschluss gab es auf die Donauinsel Essen von der Volxküche und viele kühlten sich in der neuen Donau ab.
Auch im Juli und August ging es durch die Leopoldstadt. Für die jetzige Ausfahrt im September ist wieder ideales Wetter mit Sonnschein vorhergesagt. Wer sich ein Bild machen will, dem sei das Youtube-Video vom Juni empfohlen:

Und im Anschluss an die Critical Mass gibt es noch die Möglichkeit, am Jubiläums-Friday-Night-Skating (200. Ausgabe) teilzunehmen – auch mit Fahrrädern. Abfahrt ist wie immer um 21 Uhr am Wiener Heldenplatz.
Diesmal geht es über die A22 – Nordbrücke nach Floridsdorf. Oft hat man nicht die Gelegenheit, mit Skates und Fahrrädern auf einer Autobahn zu fahren.

Wäre es nicht herrlich, wenn wir immer ungefährdet die normalen Straßen benützen könnten? Wir wollen uns nicht mehr mit engen, gefährlichen, Konflikte mit Fußgängern fördernden Radwegen abfinden.

Am 22.9.2011 findet übrigens der alljährliche autofreie Tag statt, um für eine umweltfreundliche Mobilitätspolitik zu werben. Unter anderen mit der Sperre des Rings und einem Rasen am Ring zum gemütlichen Picknicken.

Mike und Robert





Die 2.nervigste Ampel von Wien

12 09 2011

Bereits seit einigen Jahren kritisieren wir die unmögliche und fußgängerfeindliche Schaltung der Ampel Obere Augartenstraße/Taborstraße und haben sie auch schon in einigen Blog-Beiträgen thematisiert. Nun wurde unsere Position eindrucksvoll bestätigt.

Taborstraße: Autoverkehr hat lange Grün, die parallel gehenden FußgängerInnen lange Rot

In der Umfrage  (über 3.800 Rückmeldungen) von Verkehrsstadträtin Vassilakou nach der nervigsten Ampel Wiens belegte diese Ampel den „eindrucksvollen“ 2. Platz. Im Vergleich mit dem Zustand gleich nach der Einstellung der Straßenbahnlinie 21er im Mai 2008 gab es – auch auf Grund unserer bisherigen Aktivitäten – sicherlich eine Verbesserung in der Ampelschaltung für die Straßenbahn.

Ampel Taborstraße/Obere Augartenstraße: Querverkehr und FußgängerInnen haben lange Rot - gleichzeitig!

Doch das Grundproblem bleibt weiterhin bestehen:
FußgängerInnen, die von der U2-Station Taborstraße kommend, die Obere Augartenstraße stadtauswärts überqueren wollen, haben weniger als 20 Sekunden Grün und müssen danach ewig (bis zu über 2 Minuten Rot) warten, während der parallel führende Autoverkehr zur gleichen (!) Zeit Grün hat. Deshalb gibt es hier sehr viele Rotgeher und gefährliche Situationen.

Und warum ist das dort so? Weil die Einstellung des 21ers die Einführung der Einbahn in der Castellezgasse für den „Ersatzbus“ 80A bedingt. Dadurch bleibt nur mehr die Taborstraße als einzige Straße Richtung Innenstadt. Dieses Nadelöhr schafft den Autoverkehr kapazitätsmäßig nur mehr, indem die Ampeln so geschalten werden, dass sie die FußgängerInnen verhungern lässt.

Die von der MA33 überlegte Einführung einer Räumzeitanzeige wird hier nicht viel helfen, weil das Problem nicht die Räumzeit ist, sondern die überlange Rotzeit für die FußgängerInnen.

Bei dieser Kreuzung ist es notwendig, dass die Grünzeiten für die FußgängerInnen über die Obere Augartenstraße massiv verlängert bzw. die Umlaufzeiten verkürzt werden. Für den Fall, dass sich dadurch ein Auto-Rückstau in der Taborstraße bildet, muss primär darauf geachtet werden, dass dieser Stau nicht die Straßenbahn behindert.
Das kann dadurch erreicht werden, dass die Parkspur zwischen der Oberen Augartenstraße und der Gr. Stadtgutgasse zu den Stoßzeiten ausgeräumt wird und dadurch Platz für die Autos geschaffen werden. Dieses temporäre Halteverbot verlangen wir bereits seit Jahren.
Wir hoffen, dass dieser unrühmliche Stockerlplatz in der wienweiten Umfrage die Verantwortlichen nun dazu bringt, unseren Vorschlag umzusetzen und diese Kreuzung zu entschärfen.

Wolfgang





Ciclovia in der Leopoldstadt

2 09 2011

Ich kann mir ja nicht vorstellen, dass es wirklich viele Menschen gibt, die die wirren Presseaussendungen des blauen Gemeinderats Mahdalik wirklich lesen, aber diesmal greift er wirklich ein interessantes Thema auf.

Unsere Grüne Stadträtin Maria Vassilakou hat in einem Falterinterview die Durchführung von Ciclovias nach dem Vorbild aus Bogota für Sommer 2012 angekündigt. Dabei geht es darum, an Sonntagen einzelne Straßen stundenweise für den Autoverkehr zu sperren, um die Fläche für andere Verwendungen freizubekommen. Man kann dann dort Radfahren, Skaten, Gymnastik und andere Sportarten betreiben – oder einfach nur Spazieren gehen.

Einfach, die Stadt aus ungewohnter Perspektive ungefährdet genießen. In Bogota sind es jeden Sonntag insgesamt rund 100km Straßen, in Wien ist in einem ersten Schritt nur an einzelne Straßenzüge gedacht.

Schaut euch den youtube-Bericht dazu an. Er ist ziemlich beeindruckend und zeigt schön, wofür man die Straße noch verwenden kann, außer für das Abstellen von Autos. Und es gibt in vielen anderen Städten auch schon Nachahmer der kolumbianischen Idee.

Maria Vassilakou bezeichnet in dem Falter-Interview auch die Praterstraße als geeignet für Ciclovia und möchte sie zumindest einmal sperren. Wir halten das für eine sehr gute Idee und sind davon überzeugt, dass das auch die Mehrzahl der LeopoldstädterInnen so sehen werden.

Und der Herr Mahdalik kann den Sonntag gerne in Transdanubien verbringen, wenn er auf Straßensperren allergisch reagiert.

Wolfgang





ÖVP – die Österreichische Verhinderungspartei

8 05 2011

Wir Grüne wollen die Gabelsbergergasse, eine kleine Gasse im Volkertviertel mit Hilfe des „Shared Space“-Modells aufwerten und haben deshalb in der letzten Bezirksvertretungssitzung einen entsprechenden Antrag gestellt.

Die ÖVP sorgt sich um die Autos

Reflexartig lehnt die ÖVP diesen Vorschlag ab und fürchtet sich in der Bezirkszeitung  vor einem “Parkplatzklau”.

Hier zeigt sich wieder einmal die Prioritätenreihung der ÖVP. Zuerst kommen die Autos, dann die Kinder.

Shared Space („gemeinsam genutzter Raum“) bezeichnet eine Planungsphilosophie, nach der vom Verkehr dominierter öffentlicher Straßenraum lebenswerter, sicherer sowie im Verkehrsfluss verbessert werden soll.
Zentrale Elemente jeden „Shared Space“-Modells  sind

1)      eine Verkehrsfläche in einer Ebene, also ohne Separierung in Fahrbahn und Gehsteig,

2)      keine oder nur sehr wenige, abmarkierte Parkplätze, um bestmöglichen Sichtkontakt aller VerkehrsteilnehmerInnen zu gewährleisten, sowie

3)      keine oder kaum Verkehrszeichen und Ampeln, nur die Rechts-Vorrangregel hat Gültigkeit.

Autoverkehr ist in einer „Shared Space“-Zone genauso möglich, doch sollte das Tempo an die Gegebenheiten angepasst sein, also nicht viel schneller als Schrittgeschwindigkeit.

Warum die Gabelsbergergasse?

Die Gabelsbergergasse ist eine kurze Straße ohne Durchzugsverkehr. Sie liegt zwischen der Volksschule Vereinsgasse und der Hauptschule Pazmanitengasse und könnte daher als Freizeit- und Spielraum für die SchülerInnen dienen.

Auch Baumpflanzungen sind auf Grund der Einbautensituation punktuell möglich, das hat die Gebietsbetreuung bereits vor Jahren erhoben.

Weiters bietet sich die Gabelsbergergasse auch deswegen an, weil SPÖ und Grüne in der letzten Bezirksvertretungssitzung beschlossen haben, dass die am Nordbahnhofgelände geplante Garage (direkt an den Schnellbahnschienen, in Fortsetzung von Am Tabor) zum Teil als Wohnsammelgarage fungieren soll. Die Entfernung zwischen dem Garagenstandort und der Gabelsbergergasse beträgt Luftlinie 300m. In den Richtlinien für Wohnsammelgaragen ist auch ein Rückbau von Stellplätzen an der Oberfläche vorgesehen, hierfür würde sich das Projekt Gabelsbergergasse anbieten. Das nur als Antwort auf die rhetorische Frage von VP-Bezirksparteiobmann Walter ‚Wohin mit den Autos?’.

Wir erwarten uns nun, dass der Magistrat ein Projekt ausarbeitet und dem Bezirk vorlegt.

Wir gehen zwar davon aus, dass der Antrag alleine noch nicht ausreicht, um dieses Projekt umzusetzen doch es war sicherlich der erste wichtige Schritt.

Wolfgang





Neues Zeitalter für RadfahrerInnen in Wien!

4 02 2011

Die RadlerInnen sollen sich in Luft auflösen, meint wohl diese/r Autobesitzer/in, der genau auf dem Schwenk des Radwegs vom Gehsteig auf die Fahrbahn steht. - Das könnte bei Radstraßen allerdings nicht passieren.

Der nächste Schneefall kommt bestimmt! – Mit der rot-grünen Regierung sind wir nun mit vielen Wünschen und Forderungen besonders von RadfahrerInnen konfrontiert, die sich in den letzten Wochen besonders auf die Aussagen der Grünen Stadrätin Maria Vassilakou beziehen und Schwachstellen der Räumung von Schnee auf den Radwegen aufzeigen. Maria Vassilakou wird zitiert:

“Mein Ziel ist es, den Anteil des Radverkehrs in der Stadt deutlich anzuheben. Dazu gehört auch, dass RadfahrerInnen als gleichrangige VerkehrsteilnehmerInnen wahrgenommen werden und sie ebenso einen Anspruch auf Räumung ihrer Wege haben wie FußgängerInnen und AutofahrerInnen”, stellte Vassilakou klar.

Hier wurde ein erster Schritt gesetzt, es gibt einen im Internet einsichtbaren Plan, welche Radwege zuerst geräumt werden und ein Telefon, wo schlecht oder nicht geräumte Radverkehrsanlagen gemeldet werden können (01/546 48):

http://www.wienweb.at/tvcontent.aspx?menu=3&cid=175382
http://www.wien.gv.at/rk/msg/2011/01/24014.html

RadlerInnen, ihr seid nun aufgerufen, diese Services auch zu nützen und Schwachstellen aufzuzeigen!

Thema: Radstraßen

In den letzten Tagen wurden auch in den Medien die Radstraßen thematisiert und auf orf.at gibt es eine Umfrage, wie wir die Radstraßen sehen. Bitte beteiligt Euch bei der Abstimmung:

Die Stadt gehört uns – Ciclovia!

In Bogota werden jeden Sonntag von 7 Uhr bis 14 Uhr Straßen für AutofahrerInnen gesperrt und für die Besetzung der Bevölkerung freigegeben. Das betrifft nicht nur ein kleines Stück eines abgegrenzten Gebietes, nein, das freigegebene Netz durchzieht die Stadt, damit alle am öffentlichen Raum teilhaben können.
Auf youtube finden sich hier viele Filme, die Lust aufs Mittun machen!

Ein ambitioniertes Ziel – auch für Wien. Im Koalitionspakt mit der SPÖ haben wir Grünen als ersten Schritt in diese Richtung vier autofreie Wochenenden für die Ringstraße vereinbart.

Wir freuen uns schon auf Spaß und Bewegung am autofreien Ring!

Uschi





Information Planungen Nordbahnhof 18.1.2011

18 01 2011

Heute von 15 bis 18 Uhr findet in der Gebietsbetreuung Leopoldstadt am Max Winter-Platz eine Informationsveranstaltung zum Nordbahnhofgelände statt.

Sorry wegen der Kurzfristigkeit, ich habe die Information von der GB v. 14.1. – siehe nachstehend – erst jetzt gelesen. Da das Nordbahnhofgelände viele BewohnerInnen des Bezirks interessiert, stelle ich die Ankündigung trotzdem noch auf den Blog.

Im Herbst gab es großes Interesse für die Führung durch das Nordbahnhofgelände mit dem Historiker und Stadtforscher Manfred Schenekl und Architekturvermittlerin Brigitte Redl-Manhartsberger, hier der Link zu den Fotos und zum Blog.

http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/sets/72157625074804016/
http://gruene.blog2.at/2010/10/01/nordbahnhof-ansturm-auf-den-wasserturm/

Herzlich
Uschi

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Hier das Schreiben:

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bezirksvorsteher für den 2. Bezirk, Gerhard Kubik, die Magistratsabteilung 21A und die ÖBB Immobilien laden Sie zu einem Informationshalbtag ein, der einen Überblick über den Stand der Dinge und einen Ausblick auf die zukünftigen Planungen im Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof geben wird.

Information + Ausstellung Aktuelle Entwicklungen und Planungen am Nordbahnhof

Wann: 18. Jänner, 15:00 – 20:00 Uhr Wo: Gebietsbetreuung Leopoldstadt
Max-Winter-Platz 23, 1020 Wien

Auf dem Areal des ehem. Nordbahnhofs sind bis heute eine Vielzahl neuer Gebäude und unterschiedliche Nutzungen entstanden. Bis 2025 soll hier ein Stadtteil entstehen, der alle Qualitäten und Funktionen des innerstädtischen Wohnens und Arbeitens mit einem hohen Freizeit- und Erholungswert vereint.

Für einen Teil dieses Areals wird derzeit ein städtebaulicher Ideenwettbewerb vorbereitet.

Wir freuen uns auf Ihr Interesse, Ihre Wünsche und Anregungen !








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