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DAS BLOG DER GRÜNEN IN WIEN LEOPOLDSTADT


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Verkehrsberuhigung im Rotensternviertel

Im neuen Nordbahnviertel wird bereits bei der Planung berücksichtigt, Durchfahrten des MIV (motorisierten Individualverkehr) zu unterbinden.

Es ist uns Grünen daher ein Anliegen auch in den alteingesessenen Wohngrätzeln der Leopoldstadt, wo bereits beinahe flächendeckend Tempo 30 gilt, Schleichwege und Durchfahrten des MIVs zu unterbinden.

Im Rotensternviertel war die Vereinsgasse ein solcher Schleichweg, der von der Heinestraße über die Große Stadtgutgasse zur Taborstraße führte und das nicht selten mit überhöhter Geschwindigkeit.

In der Bezirksvertretungssitzung am 25.9.2012 haben wir daher den Antrag zur Verkehrsberuhigung der Vereinsgasse gestellt, der angenommen wurde und zur Bearbeitung an die Kommission für Verkehrsangelegenheiten zugewiesen wurde.

In der Verkehrskommission wurden verschiedene Vorschläge diskutiert, u.a. habe ich folgenden Vorschlag eingebracht, die Einbahnen so zu ändern, dass Schleichwege unterbunden und Zu- und Abfahrten von den Hotels, den Betrieben und den Garagen ohne Probleme funktionieren.

Anfang Juni 2014 wurden nun folgende Einbahnen im Rotensternviertel geändert:IMG_2500IMG_2498

 

 

 

 

 

Die Vereinsgasse wurde Einbahn von der Großen Stadtgutgasse zur Heinestraße.
Die Pazmanitengasse wurde Einbahn von der Heinestraße zur Großen StadtIMG_2511gutgasse.

Große Stadtgutgasse:
1. Teil: wurde Einbahn von der Taborstraße zur Castellezgasse.
2. Teil: wurde Einbahn von der Taborstraße zur Josefinengasse.
3. Teil: Gegenverkehrsbereich zwischen Josefinengasse und Vereinsgasse.

Weitere Bilder findet Ihr unter:

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Ein Hinweis: Änderung von Einbahnen bringen oft nicht gleich den gewünschten Erfolg, sondern benötigen einige Zeit bis die Verkehrsberuhigung wirkt. Schauen wir mal.

Sollten auch Sie sich in Ihrem Wohnviertel bzw. Wohngrätzel durch vermehrte Durch- bzw Schleichwegfahrten belästigt fühlen, so schreiben uns unter: leopoldstadt@gruene.at

Vereinsgasse zwischen Heinestraße und Große Stadtgutgasse

Vereinsgasse zwischen Heinestraße und Große Stadtgutgasse

Robert

 


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Schluss mit Bus!

Lange waren die Touristenbusse im 1. Bezirk ein Ärgernis, zwängten sich dort die 15-20 Tonner durch die Altstadt, behinderten Verkehr und Citybusse, brachten die Fensterscheiben der AnrainerInnen zum Klirren. Dank Grüner Initiative ist Schluss damit: Durchfahrt verboten, Zufahrt nur mit Einzelberechtigung, Ein- und Aussteigen auf genau definierten Routen am Rand des Bezirks. Und wo fahren die Busse jetzt? – Richtig, im Karmeliterviertel.

Big Bus HaidgasseBusse raus aus dem Karmeliterviertel

Die Big Bus Sightseeing Tour zum Karmelitermarkt und dann über die Haidgasse zur Taborstraße war bereits eine Zumutung für das Karmeliterviertel. Die neu hinzugekommenen 2 Busrouten der Vienna Sightseeing Tours (gelbgrüne Busse) durch die Malzgasse zum Karmelitermarkt sind aber jetzt definitiv zu viel. Die BewohnerInnen der engen Gassen in den unteren Stockwerken leben nun Aug in Aug mit den im Stockautobus oben sitzenden TouristInnen…

Wie kam es zu diesen neuen Busrouten durch das Karmeliterviertel?

Die Firma Vienna Sightseeing Tours hat bei der zuständigen MA65 um eine Genehmigung für diese Route angesucht. Bei den darauf folgenden Verhandlungen gab es gegen die Routen keine Einwände – auch nicht vom Vertreter des Bezirksvorstehers. – Wir Grünen waren in die Verhandlungen nicht involviert, sondern wurden erst durch die Bürgerinitiative aus der Malzgasse von den neuen Verkehrs- und Lärmerregern informiert.

Malzgasse

Malzgasse

Gründung der BürgerInneninitiative Hop OFF Karmeliterviertel –
rascher Erfolg: Runder Tisch mit allen Beteiligten

Schon kurz nach Gründung der BürgerInnenInitiative gab es neben vielen Medienberichten bereits ein Gespräch im Büro Vassilakou zu diesem Thema. Dabei wurde beschlossen, dass es einen Runden Tisch geben soll, bei dem eine Lösung für das Problem gesucht werden soll. An dem Runden Tisch sollen die Busbetreiber, der Bezirksvorsteher, die MA65, die MA46 und VertreterInnen der Bürgerinitiative teilnehmen.

Die BI https://www.facebook.com/hopoffkarmeliterviertel?fref=ts
Medienberichte:
http://www.meinbezirk.at/wien-02-leopoldstadt/chronik/runder-tisch-gegen-bus-aerger-d948138.html
http://wien.orf.at/news/stories/2646378/
http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,1015886
Umfrage in der Bezirkszeitung:
http://www.meinbezirk.at/wien/wien-02-leopoldstadt/service/voting/action/mode/show/id/6489/

Schluss mit Bus!

Keine Touristenbusse im Karmeliterviertel. Wir Grünen fordern die Verlegung der Busrouten in die Hauptverkehrsstraßen. TouristInnen, die den Karmelitermarkt und das Kriminalmuseum besuchen wollen, könnten auch bei einer neu zu schaffenen Station in der Taborstraße (Höhe Tandelmarktgasse) aussteigen und zu Fuß zum Markt und zum Museum gehen. Denn TouristInnen sind willkommen! Sie sollen, wie die LeopoldstädterInnen, die Geschäfte, den Markt und die vielen Schanigärten nutzen können, ohne von den lärmenden Bussen vertrieben zu werden.

Ein aussagekräftiger Film-Augenschein von Robert Wallner: Busse im Karmeliterviertel


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Radfahrverbot am neuen WU-Campus??

Radfahrverbot am WU CampusDer neue WU-Campus wurde zu einem Beispiel gelungener Planung und Umsetzung eines einzigartigen Infrastrukturprojekts für den Bildungsstandort Wien, aber auch von moderner Stadtentwicklung im Allgemeinen. Der Campus bietet etwa 1000 Abstellplätze für Fahrräder und zwei Citybike-Stationen direkt am Campus bzw. in unmittelbarer Nähe. Die WU will mit diesem Campus eine Vorreiterrolle in vielen Bereichen einnehmen, was sie definitiv auch tut – dennoch ist es höchst ärgerlich und widersprüchlich, dass es am Campus ein Radfahrverbot gibt. Die Anordnung der Rad-Abstellanlagen rund um den Campus ist sehr gelungen, daher fährt der Großteil ohnehin am Radweg rundherum.

Ziel ist es nicht, den Campus zu einer Durchzugsstrecke fürs Rad zu machen, sondern vielmehr Wege zwischen den einzelnen Gebäuden auch über den Campus direkt zu erreichen. Einerseits zu versuchen den Radverkehr zu attraktivieren und auch in anderen Aspekten möglichst ökologisch zu arbeiten und dann aber andererseits ein Fahrverbot zu verhängen, widerspricht sich.

kombinierter Rad- und Fußweg bei der WUEs ist doch etwas merkwürdig, dass auf dem vergleichsweise schmalen Weg von der U-Bahn kommend ein kombinierter Rad- und Fußweg möglich ist und auch gut funktioniert, am weitläufigen Campus hingegen ein Fahrverbot besteht. Da es sich beim Campus-Gelände um ein Privatgrundstück handelt, ist für das Fahrverbot die WU bzw. die BIG (Bundesimmobiliengesellschaft) zuständig.


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Ferry Dusika-Stadion wird Elise Steininger-Stadion

Elise Steininger Stadion_1

Uschi Lichtenegger und Martina Wurzer vor dem “Elise Steininger Stadion”. Foto: Martin Juen

Die Grünen Frauen Wien benennen anlässlich des Internationalen Frauentags 2014 das nach dem NSDAP-Mitglied Ferry Dusika benannte Wiener Radrennstadion nach der Frauenradsportpionierin Elise Steininger (1854-1927). „Es gibt viele Frauen, die es wert sind, öffentlich erinnert zu werden“, plädiert Martina Wurzer, Frauensprecherin der Grünen Wien. „Benennung der Erinnerungsorte nach innovativen Vorkämpferinnen, Heldinnen und Visionärinnen, statt der Erinnerung an männliche Personen, deren „Verdienst“ Abwertung, Gewalt und Verhetzung war.“

Straßenbenennungen sind Ehrungen

Viele faszinierende Frauen und ihre Leistungen werden in dieser (Stadt-)Geschichte nicht erwähnt und damit vergessen. Gleichzeitig gelten 159 Straßenbezeichnungen laut Bericht der Historikerkommission der Stadt Wien aufgrund ihrer antisemitischen, faschistischen oder rassistischen Vergangenheit als kritisch. Ferry Dusika gehört zu den bedenklich eingestuften Personen. Dusika war nicht nur Radrennfahrer, sondern auch Mitglied der NSDAP und SA-Oberscharführer. Nach ihm sind derzeit eine Gasse im 22. Bezirk und das Radstadion im 2. Bezirk benannt. Wien ist anders, Wien ehrt nach wie vor einen Nazi.

Elise Steininger gründete den ersten Frauenradfahrverein Österreichs

Die Grünen Frauen Wien haben 116 Frauenbiografien in einem Wienerinnen(stadt)plan zusammengestellt. In einer Hommage wird an starke Frauen erinnert. Eine der Frauen, auf deren Spuren gewandert werden kann, ist Elise Steininger. Sie gründete 1893 den ersten Frauenradfahrverein Österreich-Ungarns. Sie und ihre Mitstreiterinnen leisteten viel für Frauen im Radrennsport und die Eroberung neuer Räume. Das Rad machte die Frauen mobil, räumlich wie gesellschaftlich. Damals galt es als unweiblich, sich auf den Sattel zu schwingen. Die Radpionierinnen haben viele Barrieren überwunden und mit einschränkenden Konventionen gebrochen.

Elise Steininger Stadion_2

Foto: Martin Juen

Es gibt genug bedeutende Frauen für die Benennung von Verkehrsflächen als Alternative zu jenen Namensgebern, die von der Historikerkommission auf Grund ihrer antisemitischen, rassistischen oder dem Nationalsozialismus nahe stehenden Haltung als kritisch eingestuft wurden. Die Einsetzung der Historikerkommission war hier ein erster wichtiger Schritt, nun sollte auch den Empfehlungen der Kommission (Bericht S. 13) gefolgt werden. Diese reichen von Umbenennung über präzise Erklärungstafeln bis hin zu künstlerischen Interventionen. „Letztere können eine kritische Perspektive auf biographische Hintergründe der jeweiligen Straßenbezeichnungen nachhaltig vermitteln.“

Die Leopoldstadt betreffend sind drei Namen im Bericht der Historikerkommission angeführt. Neben dem Dusika-Stadion ist die Benennung nach Oswald Thomas als bedenklich eingestuft, die Arnezhoferstraße wird als „Sonderfall“ gesehen. Bei letzteren wurde trotz vieler Interventionen weder umbenannt – nach Selma Steinmetz – noch eine Zusatztafel gesetzt. Wir fordern für alle drei genannten Personen, die Ehrungen abzuerkennen, die drei öffentlichen Orte neu auszuzeichnen.
Und mit Elise Steininger und dem Hallenradstadion den Anfang tun.

Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Elise_Steininger

Die Gründung des Radvereins

Der Bericht der Historikerkommission

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Die “Mariahilfer Straße” der Leopoldstadt

Die Mariahilfer Straße ist für ganz Wien wichtig

Die Mariahilfer Straße ist für ganz Wien wichtig

Heute hat die Befragung über die Mariahilfer Straße endlich begonnen. Es geht darum, ob in der Mariahilfer Straße wieder Autos stauen sollen oder ob für die BewohnerInnen des 6. und 7.Bezirks – die eh schon sehr wenig Freiraum haben – ein hochwertiger Naherholungsraum geschaffen wird. Es geht auch darum, die Geschäftsstraße Mariahilfer Straße für EinkäuferInnen noch attraktiver zu machen und damit den Geschäften auf der und rund um die Mariahilfer Straße Wettbewerbsvorteile zu verschaffen – auch wenn das manche Geschäftsleute bzw. deren Vertretung noch nicht verstanden haben.

Aber das Ergebnis der Befragung hat auch für die Verkehrspolitik in ganz Wien eine große Bedeutung. Endet die Befragung negativ, wird es in den nächsten Jahren kaum möglich sein, Verkehrsberuhigungsprojekte umzusetzen. Die BezirksvorsteherInnen aller Bezirke werden sich damit nicht die Finger verbrennen wollen.

Und somit geht es auch für uns in der Leopoldstadt bei dieser Befragung ein Stück weit darum, wie es mit der Taborstraße weitergehen wird. Soll sie weiterhin eine Verkehrshölle mit einer hohen Feinstaubbelastung bleiben und das Geschäftesterben in der Taborstraße damit weitergehen? Oder soll sie endlich verkehrsberuhigt werden und der Durchzugsverkehr auf höherrangige Straßen verlagert werden?

Man muss die Taborstraße ja nicht gleich auf der ganzen Länge zu einer Fußgängerzone machen, ein Umbau in eine Begegnungszone mit der Schaffung von attraktiven und verkehrsarmen Freiräumen für die Bevölkerung wäre schon ein großer Fortschritt zum Status Quo.

Auch darum geht es also bei der Mariahilfer Straßen-Abstimmung.
Falls Ihr/Sie also Bekannte in Neubau oder Mariahilf habt/haben, wäre es jetzt die richtige Zeit, diese daran zu erinnern, die ausgefüllte Stimmkarte in den nächsten Briefkasten zu werfen.

Denn es wird ziemlich knapp werden.

Wolfgang