Ehrung. Zum 90. Geburtstag der Zeitzeugin Dagmar Ostermann

1 12 2010

Engagiert gegen das Vergessen.

Eine prominente Bürgerin des 2. Bezirks wird am 6. Dezember 90 Jahre alt:
Dagmar Ostermann.
Sie war zeit ihres Lebens eine engagierte Zeitzeugin über die Geschehnisse im Nationalsozialismus.
Als Jüdin wurde die gebürtige Wienerin nach Auschwitz und Ravensbrück deportiert und überlebte die Konzentrationslager nur knapp.
In den Jahren 1998–2000 wurde von der Lagergemeinschaft Ravensbrück ein Videointerview mit ihr als Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück aufgezeichnet, ein Video, das ihre Lebenserinnerungen an die Verfolgung für die Nachwelt aufbewahrt.

Die Filmemacherin Marika Schmiedt hat nun dieses Material als Grundlage für ihren Dokumentarfilm „Aber in Auschwitz will ich begraben sein“
genommen und mit Aufzeichnungen von Gesprächen mit den Enkelkindern der Dagmar Ostermann ergänzt.

In einem festlichen Rahmen anlässlich des 90. Geburtstags von Dagmar Ostermann soll dieses Filmdokument in Anwesenheit der Jubilarin
am 5. Dezember im Theater Nestroyhof-Hamakom präsentiert werden.

Die Laudatio zu Frau Ostermanns ‚Lebenswerk’, das darin bestand, unermüdlich Erwachsene, Jugendliche, Schülerinnen über die Verbrechen des Nationalsozialismus aufzuklären, werden der Schriftsteller Erich Hackl und die Vorsitzende des Österreichischen Nationalfonds, Hannah Lessing, halten.

Programm:





POLITDATING und Grüner CONTAINER am Schwedenplatz

4 10 2010

Wir freuen uns, dass das „Zelt“ vor der Wahl von der Staatsoper in die Nähe unserer Insel, auf den Schwedenplatz, gerückt ist.
Sie finden dort GrünpolitikerInnen, AktivistInnen, WählerInnen, alle Produkte von Gruenzeux – T-Shirts, Kindermützen mit „voller Ideen“, Taschen mit Sprüchen u.v.m. – und auch die Grünen aus der Leopoldstadt!
Ein sehr engagiertes Projekt dort ist unglaubliche 3 Tage wach:

Wir bleiben 72h für dich auf und kämpfen um jede Stimme. Schau vorbei: beim 72h live stream auf wien.gruene.at oder am Schwedenplatz. – Donnerstag, 6.10. 7h bis Sonntag 10.10. 7h

Zuvor haben wir noch junge Erwachsene aus den Bezirken 1 und 2 eingeladen, uns ihre Meinung zu sagen, unter dem stimmigen Titel

Politdating im Grünen Container am Schwedenplatz

Mittwoch, 6.10., 18.00–20.30 Uhr

Mit Angelika Adensamer und Rainer Fussenegger (Grüne Wien 1)
Uschi Lichtenegger und Dominik Lueger (Grüne Wien 2)
Klaus Werner-Lobo (Grüne Wien)

Grün trifft sich. Be part of it.

Uschi Lichtenegger





Rettet den Club Planetarium

2 10 2010

Am Donnerstag erfuhren wir bei der Pressekonferenz “Rettet den Club Planetarium”, dass der Mietvertrag für den völlig unsubventionierten und sehr erfolgreichen Club Planetarium nicht verlängert wird und somit Ende Oktober ausläuft. Stattdessen soll in dem 130 m² großen fensterlosen Saal das “Kompetenzzentrum Migration – Deutsch im Park” unterkommen.
Wir fordern den Erhalt des Clubs Planetarium!





Nordbahnhof: Ansturm auf den Wasserturm

1 10 2010

Der alte Wasserturm als Stadtteilzentrum am Nordbahnhof

Schon bei unserer open air – Sprechstunde beim Rudolf Bednar Park merkten wir, dass es ein reges Interesse am von den Grünen entwickelten Kommunikationsprojekt Wasserturm, dem Nordbahnhofgelände selbst und den bevorstehenden Planungen gibt.

Brigitte Redl – Grüne Bezirksrätin in spe – organisierte eine Fachführung und konnte dafür den Historiker und Stadtforscher Manfred Schenekl gewinnen, der uns durch das Areal begleitete. Etwas Internetwerbung, aber auch ein wirklich guter Bericht in der Bezirkszeitung mit Terminankündigung ließ erwarten, dass wir nicht alleine durch das Gelände streunen werden.

Stadtforscher Manfred Schenekl referiertDass es aber gezählte 82 Personen waren, die diese Führung mit uns machten, war wirklich nicht zu erwarten und stellte uns auch akustisch vor eine Herausforderung.

Manfred Schenekl gab einen höchst interessanten historischen Abriss des Areals, von der einstigen Aulandschaft über den wichtigsten Kohlenbahnhof der Monarchie, seinen Aufstieg und auch den Niedergang, bis zum kriegswichtigen Versorgungsbahnhof im Naziregime samt seiner Zerstörung durch die Alliierten. Aber auch das Interesse der Stadt Wien an der städtebaulichen Entwicklung dieser zentrumsnahe „Brache“ bis zur Erstellung des städtebaulichen Leitbild 1994 war Thema.

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Nordbahnhof – SPÖ schießt schnell aus der Hüfte und wir sind froh darüber!

21 09 2010

Da soll doch noch jemand behaupten, dass die Homepage der Grünen Leopoldstadt nicht gelesen wird. Stimmt nicht – vom ÖVP-Stadtrat Walter wissen wir es ja schon seit Jahren, dass er sich der Ideen auf unserer Homepage bedient. Aber auch die Bezirks-SPÖ gehört zu den eifrigsten Lesern unserer Artikel. Als jüngstes Beispiel sei hier der Wasserturm am Nordbahnhofgelände inkl. unserer Gestaltungspläne genannt.

Der Wasserturm am Nordbahnhofgelände

Sowohl SP-Bezirksvorsteher Kubik als auch SP-Gemeinderat Hora haben offensichtlich unseren Homepage-Artikel genau studiert und sind jetzt mit ein paar von unseren Ideen an die Öffentlichkeit getreten. Bis jetzt war es ja so, dass sie im Rathaus denken ließen und alles was von dort kam auch kommentarlos absegneten – und ging es noch so daneben wie etwa der Pratersternumbau.

Doch in ihrer jüngsten Aussendung hieß es – und wir hoffen es hält über die Wahl hinaus:

“Ziel ist es, das städtebauliche Leitbild aus 1994, das für den Nordbahnhof existiert, zu evaluieren und mit den aktuellen Bedürfnissen im Bezirk abzugleichen”, erklärt Hora. Die Beteiligung der BürgerInnen sei ihm dabei ein großes Anliegen, betont Bezirksvorsteher Kubik: “Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteil werden daher bei dem Ideenwettbewerb in der Jury sitzen und die Ideen der Bevölkerung einbringen.”

Natürlich werden wir uns da noch unterhalten müssen, wie den die Menschen ausgesucht werden, die dann in der Jury sitzen sollen. Wir wollen nicht hoffen, dass das dann nur Mitglieder der SPÖ-Sektion sind.

Oder hört, hört:
Wichtig bei der Gestaltung sei die Erhaltung des Wasserturms, sagen die beiden SPÖ-Politiker: “Dieses denkmalgeschützte Bauwerk ist quasi ein Wahrzeichen des Grätzels. Im Ideenwettbewerb sollen Möglichkeiten für eine öffentliche Nutzung erarbeitet werden.”  Ebenfalls bestehen bleiben sollen die ökologisch wertvollen Brachflächen im Nordwesten des Stadtteils.

Wer sagt’s denn, die SPÖ bewegt sich ja doch. Noch vor kurzen hieß es zu diesen Vorschlägen, dass Bürgerbeteiligungen zu zeitaufwendig sind. Dass es ein zu wertvolles innerstädtisches Grundstück ist und dass das Trockenbiotop daher nicht erhalten werden kann. Dass wir dem Eigner ÖBB nicht viel drein reden können…

Open-Air-Sprechstunde der Grünen Leopoldstadt am Bednarpark - mit Gemeinderätin Sabine Gretner und Bezirksvorsteher-Stellvertreter Adi Hasch

Alles in allen sind wir aber froh, dass hier ein Umdenken entsteht, geht es doch um die besten Ideen für den Bezirk. In diesem Sinne spricht nichts dagegen, wenn sich die SPÖ weiterhin bei uns ihre Anregungen holt.

Adi Hasch





10 Künstlerinnen und das Blaue Wunder

14 09 2010

FPÖ Kundgebung 9.9.2010 - Publikum und Gegendemonstration. Foto: Martin Juen

10.10.10
10 Künstlerinnen und das Blaue Wunder
Anlässlich der Wiener Gemeinderatswahlen am 10. 10. 2010 zeigt die Galerie vor Ort, Wohlmutstraße 14-16, künstlerische Auseinandersetzungen mit den Themen der Wiener Politik und insbesondere des zu erwartenden Wahlkampfes. Die Ausstellung versteht sich als Kritik an den üblicherweise nichts sagenden Versprechungen und vereinfachenden Lösungen auf den Wahlplakaten und insbesondere als Gegengewicht zu fremdenfeindlichen Äußerungen von Politikerinnen.

In Kooperation mit dieser Ausstellung laden die Grünen Leopoldstadt zu politisch-kreativen Interventionen. EINTRITT FREI.

Freitag, 24. 9. 2010, 19.00 Uhr:
#1 DIE POLITIK IN DER KULTUR. Zur Beteiligung der MigrantInnen an der Wiener Kulturpolitik
Diskussionsabend mit: Radostina Patulova, freie Wissenschaftlerin, maiz, Vorstandsmitglied der IG Kultur Österreich
Petja Dimitrova, Künstlerin, Vorsitzende der IG Bildende Kunst, lehrt an der Akademie der Bildenden Künste in Wien
Ljubomir Bratic, Sozialwissenschafter, Co-Autor der Studie “Perspektiven der Kunst- und Kulturpolitik in Wien mit besonderem Fokus auf Migrationsrealität”
Begrüßung: Peter Horn, Kultursprecher der Grünen Leopoldstadt

Freitag, 1. 10. 2010, 19.00 Uhr:
#2 BUMSTA NAZI! Lachen über Rechtsextreme.
Martina Wurzer & Guests lesen Passagen aus einschlägigen Texten.
Begrüßung: Martina Wurzer, Spitzenkandidatin der Grünen Leopoldstadt für den Gemeinderat, Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Antifaschismus, Antirassismus, Zeitgeschichte, Frauen, Kultur

Freitag, 8. 10. 2010, 19.00 Uhr:
#3 FRAUENFILMABEND
Begrüßung: Uschi Lichtenegger, Klubvorsitzende der Grünen Leopoldstadt
Dagmar Ostermann und Ceija Stojka sind eingeladen.

„Aber in Auschwitz will ich begraben sein“
Die Geschichte der Dagmar Ostermann
2009. Länge 42 min. Regie: Marika Schmiedt
Beginn ca. 19.15

„Juden und Hunden ist der Eintritt verboten!“ 
Mit diesem Satz wird Dagmar Ostermann, die einen jüdischen Vater hat, am 11. März 1938 von einem Tag auf den anderen der Besuch in ihrem Stammcafè, der Konditorei Lehmann im 1. Bezirk, untersagt.
Die Deportation ins Konzentrationslager Auschwitz überlebt sie, entwürdigt als namenloser Häftling mit der Nummer 21946, nur durch Zufall.

Simone de Beauvoir live
Ein Filmporträt von Alice Schwarzer
1974. 45 min. Emma film edition
Beginn ca. 20.30

Seit 1971 waren Beauvoir und Schwarzer politische Weggefährtinnen und Freundinnen, was die ganz ungewöhnliche Intimität des Porträts erklärt. U.a. reden Beauvoir und Sartre erstmals in diesem Film über die Spielregeln ihrer Beziehung.

LUNGO DROM. LANGER WEG
Ceija Stojka
2009. 48 min. Regie: Marika Schmiedt
Beginn ca. 21.30

Sie hat den Massenmord an Roma und Sinti in den Konzentrationslagern als eine der wenigen überlebt: die Künstlerin Ceija Stojka.
Die Angst, die durch ihre Erinnerungen an die grauenhafte Kindheit im Todeslager und die wieder zunehmenden Verfolgungen von Roma in  Europa wach gehalten wird, hat sie an ihre Kinder und Enkelkinder weitergegeben - aber auch die Liebe zum Leben.

I have dreamt of working as a hairdresser
Dokumentarfilm von Lidija Mirkovic
Marikahaymatfilm 2008. 90 min
Beginn ca. 22.30

Den Kindern steht die Angst in den Augen, als sie am Flughafen Belgrad ankamen. Die Roma-Familien wurden aus Deutschland abgeschoben. Von nun an sie sammeln sie Abfälle, putzen Schuhe oder handeln auf dem Flohmarkt. Die Lebensbedingungen am Rande der Gesellschaft in den Slums sind unhygienisch oder sogar gefährlich. Schüler werden zu Opfern rechter Gewalttäter. Sie müssen sich als Straßenmusiker, Bettler oder Prostituierte durchschlagen. Es gibt viel Resignation und wenig Hoffnung. Das Schicksal von Iva und ihr Traum, Friseurin zu werden, geben dem Dokumentarfilm den Rahmen.





Zweierlei Maß

27 08 2010

Am frühen Abend des 24.8. saß ich mit Freunden im Schanigarten vom Cafe Korb in der Tuchlaube im ersten Bezirk.

Wie in fast allen Schanigärten Wiens kam auch hier eine Augustin-Verkäuferin mit migrantischem Hintergrund vorbei und bot ihre Zeitung an. Plötzlich schoss der Kellner, auch mit migratischem Hintergrund (Deutscher), auf die Augustin-Verkäuferin zu und schrie, dass sie sich schleichen soll und der Augustin in diesem Lokal nicht angeboten werden darf. Er verlangte ihre Legitimationsnummer und meinte, dass er sich bei der Redaktion beschweren wird. Er kam von seinem Ärger auch nicht runter als wir ihm sagten, wir haben diese Frau zu uns gerufen, um ihr zwei Zeitungen abzukaufen.

“Die dürfen hier nicht rein, die dürfen hier nicht rein“, kläffte er weiter.

Als wenig später der Kronenzeitungsverkäufer, vom Kellner unbehelligt durch die Tischreihen “tanzen” durfte, musste ich ihn schon zur Rede stellen, ob im Cafe Korb mit zweierlei Maß gemessen wird. Seine lapidare Antwort:

“Die Kronenzeitung ist was anderes.”

Meine Frage: Ob er das inhaltlich meint, verneinte er. Aber was dann? Da ich annehme, dass der Kellner, der ja selbst einen migrantischen Hintergrund hat, nicht aus rassistisch motivierten Gründen gehandelt hat, muss ich davon ausgehen, dass es hier eine Weisung der Geschäftsleitung gibt, die “Armut” vom Lokal fernzuhalten.

Wahrlich ein Armutszeugnis.

Adi Hasch





Der Renner-Preis 2010 geht an drei Vereine aus der Leopoldstadt: Hemayat, Steine der Erinnerung, Theodor Kramer Gesellschaft

28 07 2010

Elisabeth Ben David Hindler, Initiatorin der „Steine der Erinnerung“, Frau des Jahres 2010

Wir freuen uns, drei Vereine aus der Leopoldstadt sind die diesjährigen Preisträger der Dr.-Karl-Renner-Stiftung:

Der Verein Hemayat (arabisch für “Schutz”) wurde 1995 gegründet und bietet seither Hilfe für Folter- und Kriegsüberlebende an. Ein Großteil der Patienten stammt dabei aus Tschetschenien, Afghanistan, dem Iran und Georgien. Die Unterstützung von Hemayat ist dabei für die Klienten kostenlos.

Der Verein Steine der Erinnerung gestaltete 2005 die Straße der Erinnerung am Volkertplatz: in den Boden gesetzte Messingtafeln – Steine der Erinnerung – schaffen eine Gedenkstätte für die ermordeten und vertriebenen Menschen.
Das Projekt führte zu den „Wegen der Erinnerung“, die zu vielen für das frühere jüdische Leben…





Frauensache

15 04 2010

Treffen der Grünen Frauen Leopoldstadt.
Gästin Grüne Familiensprecherin Daniela Musiol

Das Thema Obsorge und Besuchsrecht wird medial, aber auch in privaten Runden, immer wieder heftig diskutiert.
Justizministerin Bandion-Ortner hat für das nächste halbe Jahr Reformen in diesem Bereich angekündigt.

Die Grünen Frauen Leopoldstadt laden alle Frauen dazu ein, dieses sensible Thema gemeinsam mit der Grünen Familiensprecherin und Nationalratsabgeordneten Daniela Musiol zu diskutieren: Soll es hier zu Änderungen kommen und in welche Richtung sollen diese gehen?

Begrüßung: Martina Wurzer, Kandidatin der Grünen Leopoldstadt für den Gemeinderat, Vorstandsmitglied Grüne Frauen Wien

Danach laden wir zu einem Glas Wein.
Wann: Dienstag, 20. April 2010, 19:30 Uhr
Wo: grünraum2, Leopoldsgasse 33
Nur für Frauen.

Film: Im Bazar der Geschlechter





Historisches Ensemble Karmeliterviertel in Gefahr!

12 03 2010

In der großen Sperlg. 14 in der Schutzzone wurde ein Biedermeierhaus abgerissen.

Immer öfter droht historischen Wohnhäusern die Abrissbirne. Ab sofort können Sie uns unter schutzzone@gruene.at Fälle von bedrohten Häusern melden.

Von Sabine Gretner

Wienweit werden immer mehr historische Wohnhäuser abgerissen, obwohl sie in Schutzzonen oder unter Denkmalschutz stehen. Neubauten sind hier für Investoren lukrativere Immobilien, obwohl sie das Wiener Stadtbild und den Charakter bestimmter Grätzel für immer zerstören. In der Nähe der verlängerten U-Bahnlinie U2 greift die Abbrissbirne derzeit massiv um sich.
Die WienerInnen können uns ab sofort Fälle von bedrohten historischen Häusern melden. Mail an  schutzzone@gruene.at.
Was derzeit passiert:








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