Auf den Barockaden – von der Poesie des Widerstandes

30 10 2011

Der Dokumentarfilm „Auf den Barockaden“ erzählt anhand eines ungewöhnlichen Protests gegen den Bau einer Konzerthalle im denkmalgeschützten Augarten am Augartenspitz, wie Protest und BürgerInnenbeteiligung im 21. Jahrhundert aussehen können.
Von Anfang an hat Doris Kittler mit der Kamera in der Hand über viele Jahre hinweg den Widerstand dokumentiert. Ob es Diskussionen wie das Parkparlament im Aktionsradius Wien waren, oder Treffen der Widerständigen, ob Besetzungen und Wiedereroberungen des Augartenspitzes, Demonstrationen und Erlustigungen, Doris Kittler hat die Szenen auf Film gebannt. Es ist hier die einzigartige Chance, Widerstand gegen Verbauung eines öffentlichen Raums dokumentarisch zu sichern und öffentlich zu machen, und so sind alle aufgerufen, ob sie den Widerstand unterstützt haben, oder nicht, hier einen Beitrag zu leisten.

Crowdfunding

„Auf den Barockaden“ ist von den Filmförderstellen für einen Kinofilm noch nicht ausfinanziert, Filmemacherin Doris Kittler geht nun einen neuen Weg und bittet die engagierte Bevölkerung um Unterstützung! Es geht ganz einfach: Werdet Teil von Crowdfunding (Schwarmfinanzierung) und überweist eine kleine Spende von euro 10,- aufwärts und helft, den Film möglich zu machen!
Kto Nr. 00418 200 002, Bank austria, Blz 12000. Kontoinhaber: Cronos Film Verwendungszweck: Auf den Barockaden. – Dein/Ihr Beitrag zählt! der Film soll im Herbst 2012 in die heimischen Kinos kommen.

Weitere Info: www.auf-den-barockaden.at

Stand des Widerstandsprojekts:
http://www.baustopp.at/

http://www.erlustigung.org/

Vernetzung von BürgerInneninitiativen:
http://www.aktion21.at/





Petra Unger – Frauenspuren in der Leopoldstadt

29 09 2011

Wenn sich Petra Unger auf Frauenspuren bewegt, bewegt sich mit ihr eine stetig  wachsende Gruppe von Interessentinnen entlang einer Route scheinbar zusammenhangsloser Adressen.
Mitte August war es wieder soweit ein unbekanntes Kapitel weiblicher Geschichte der Leopoldstadt im Spaziergang zu entdecken.
Petra Ungers feministischer Rundgang kehrt das übliche: „wir schauen uns was Tolles an, und bekommen die Story dazu“, – ins Gegenteil – wir bekommen eine tolle Story und stehen vor einem ganz unscheinbaren Haustor.
Aber auch nicht immer,- die Jahrhunderte wechseln wie die Straßenseiten, gerade begegnen wir einer habsburgischen Prinzessin in effigie, stellt sich schon eine engagierte Wissenschafterin als Beispiel früh geschaffter Emanzipation vor. Dem anonymen „einfachen“ Frauenleben schaut die Zeitgeschichte beklemmend über die Schulter.

So erhellend und abwechslungsreich kommt man nicht so schnell in der Leopoldstadt herum. Hoffentlich beschert uns Uschi Lichteneggers Engagement bald eine Fortsetzung!

Fotos: http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/sets/72157627651334887/





Frauenspuren in der Leopoldstadt

1 08 2011
Hier Petra Unger beim Praterspaziergang "Sie radeln wie ein Mann, Madame"

Die Geschichte der Frauen in der Leopoldstadt ist vielfältig: Volkssängerinnen, Künstlerinnen, Habsburgerinnen und Gründerinnen von Mädchenschulen haben in der Leopoldstadt gelebt und gewirkt. Viele von ihnen waren Jüdinnen und damit ist die Geschichte der Frauen in der Leopoldstadt auch eine Geschichte der Vertreibung und Ermordung.
Petra Unger recherchiert seit Jahren die Frauen in Wien! Wir freuen uns, zu einem Spaziergang mit Petra Unger auf den Spuren bewundernswerter Frauen, ihren Leistungen und ihrer Schicksale, einladen zu dürfen!

Wann?
17. August 2011 um 18 Uhr
und
31. August 2011 um 17 Uhr und nur für Frauen!

Treffpunkt?
Pfarrkirche St. Leopold, 1020 Wien, Alexander Poch Platz 6

Anmeldung!
Da die Teilnehmer_innen-Anzahl auf 25 Personen beschränkt ist, wird um verbindliche Anmeldung gebeten:
Uschi Lichtenegger – email: uschi.lichtenegger@gruene.at





Ein Kulturwochenende mit Atelierrundgang Q202 8., 9., 10. April 2011 in der Leopoldstadt

8 04 2011

70 Örtlichkeiten mit unzähligen Künsterinnen und Künstlern sind beim heurigem Atelierrundgang in der Leopoldstadt und Brigittenau vertreten, ein paar Satelliten rundum gibt es auch.
Rote Luftballone kennzeichnen die Ausstellungsorte
. Neben Ausstellungen finden auch Veranstaltungen statt, auf der Homepage
http://www.q202.at/pages/wann.wo.php
ist das Programm nachzulesen und dort sind auch alle Details zu erfahren. In vielen Geschäften der Leopoldstadt und in allen teilnehmenden Ateliers liegen die Programme auf.

8.-10. April: KUH202 am Augartenspitz!

Auch die AktivistInnen, die gegen die Konzerthalle Widerstand leisten, laden ein zum künstlerischen und politischen Brennpunkt am Augarten ein! Heuer ist leider der Augartenspitz nicht bei Q202 vertreten, da Kunst nicht politisch sei…
Mehr darüber auf der Seite des Josefinischen Erlustigungskomitees:

http://www.erlustigung.org/

FRIEDens Sessel – Ausstellungseröffnung Sa, 9.4., 16 Uhr

Im Literaturbuffet Lhotzky werden im Rahmen von Q202 eine subjektive Auswahl von Autoren- und Autorinnenporträts von „Wowa“ Wladimir Fried gezeigt, die er bei Lesungen im Literaturbuffet geschossen hat.
Warum FRIED’ens Sessel?

Weil die Fotos von Wowa Fried teilweise auf Ses­seln präsentiert werden, die von AsylwerberInnen und Flüchtlingen im typi­schen Stil ihrer Her­ kunftsländer künstlerisch gestaltet wurden. Die Sessel können bei der Ausstellung erworben werden, der Reinerlös fließt den KünstlerInnen zu.
Buchhandlung Literaturbuffet, Ecke Taborstr./Rotensterng.
http://www.literaturbuffet.com/

Matinée im Theater Hamakom
am Sonntag, 10.4.2011 – 12:00 Uhr
SABINA SPIELREIN:

Habe ich doch trotz aller Stürme meine ästhetische Weltauffassung gerettet.“
Es liest: Jaschka Lämmert. Dramaturgie: Susanne Höhne
Theater Nestroyhof Hamakom, Nestroyplatz 1

http://www.hamakom.at/

Wir wünschen allen LeopoldstädterInnen ein entspannendes Wochenende bei Kultur in der Leopoldstadt und Entdecken der unzähligen Ateliers, Hinterhöfe und dem Kennenlernen der Künstlerinnen und Künstlern!

Uschi





8./9. April – Österreichweite Informationstage zum Fremden-Unrechtspaket

8 04 2011

Wir Grünen unterstützen die Initiative der Zivilgesellschaft!

Am Freitag den 8. und Samstag den 9. April finden auf Initiative von SOS Mitmensch österreichweit Informationstage zum geplanten Unrechtspaket statt, an denen sich die Grünen beteiligen. Denn es braucht eine informierte Öffentlichkeit, um sinnlose Verschärfungen zu verhindern und eine positive und dem Zusammenleben nützliche Integrationspolitik umzusetzen.

Infostand in der Leopoldstadt

Wir Grünen Leopoldstadt stehen am 8. April von 14 Uhr bis 17 Uhr
Ecke Obere Augartenstraße/Taborstraße

Zeugnis, das die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun, der Innenministerin ausstellt!

Verschärfung der Gesetze unter dem Deckmantel der Rot-Weiß-Rot-Karte

 

Unter dem Deckmantel der Rot-Weiß-Rot-Karte wollen die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP die „Ausländergesetze“ wieder verschärfen. Dabei werden diese Gesetze seit bald 20 Jahren permanent verschärft: Hätte dies auch nur irgendwelche Probleme gelöst, dürften wir seit langem keine Probleme mehr haben. Das Gegenteil ist der Fall.

Statt Verbesserungen zu bringen, zerstört dieses Verschärfungspaket bereits bestehende Integration. Es demotiviert und demütigt vorsätzlich langjährig hier Lebende und Neuzuziehende. Die Menschenrechte werden nahezu ausgehöhlt. Schubhaft für Familien etwa soll bleiben, aber in “kind- und familiengerechte Unterbringung” umbenannt werden. Das ist zynisch.

AsylwerberInnen wird das Recht auf Freiheit ohne mit der Wimper zu zucken allein aufgrund des „Unbehagens“ der Innenministerin entzogen. Fremdenpolizeiliche Hausdurchsuchungen werden zur Regel, eine richterliche Anordnung braucht es nicht mehr.

Für das Zusammenleben und für Integration wird hingegen nichts getan: Immer noch gibt es keine flächendeckenden Deutschkurse, kein vernünftiges Bleiberecht, immer noch können Kinder und Jugendliche in Schubhaft genommen werden – trotz massiver Proteste der Zivilgesellschaft.
Das Verschärfungspaket schafft neues Leid durch Entrechtung bereits langjährig hier Lebender und ihrer Familien. Die Taktik der Regierungsparteien war wieder:

Möglichst viele Verschärfungen reinpacken und dann, nach massivem Protest der Zivilgesellschaft und der Grünen ein paar nebensächliche Punkte halbherzig entschärfen. Übrig bleiben dennoch massive Verschärfungen, die dem Zusammenleben einen Bärendienst erweisen!

SOS Mitmensch gegen das fremdenUNrechtsgesetz unterstützen:
http://www.machen-wir-uns-stark.at/

Alle Grünen Infos zum Thema:
http://www.gruene.at/menschenrechte/artikel/lesen/72121/





Der 2er – ein temporäres Kunstobjekt: Repair Democracy

12 03 2011

Migrantinnenrechte sind Frauenrechte!

Ein etwas anderer 2er durchfährt unseren Bezirk, die Fotoinstallation „Repair Democracy“ auf einer Straßenbahngarnitur ist ein großartiges Projekt von Lisl Ponger anläßlich 100 Jahre Frauentag:
Mit den Botschaften „Alle die hier sind, sind von hier“ und „Migrantinnenrechte sind Frauenrechte“ sind starke Frauen abgebildet.
Die Linie 2 fährt auf der Strecke über den Ring, wo vor 100 Jahren am 19.3.1911 20.000 Frauen für mehr Frauenrechte demonstrierten.

„Repair Democracy. Ein Demonstrationszug“. Lisl Ponger und Frauen von Peregrina, LEFÖ, Schwarze Frauen Community, FeMigra, LesMAUS, zu sehen bis Ende Juni 2011 auf der Straßenbahnlinie 2 zwischen Ottakring und Brigittenau.

Weitere Fotos der Straßenbahn:
http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/sets/72157626249553570/
Mehr über das Projekt:
http://www.koer.or.at/cgi-bin/page.pl?id=310;lang=de

100 Jahre später demonstrieren wieder Frauen für ihre Rechte am Ring:
AUS! Aktion. Umsetzung. Sofort.
Demonstration für Frauenrechte am Wiener Ring!
Treffpunkt: Sa 19.3.2011, 14:00 Uhr, Schwarzenbergplatz
Treffpunkt der Leopoldstädterinnen: 12.30 Praterstern, Abmarsch um 13.15
http://www.20000frauen.at/

Uschi Lichtenegger





Augartenspitz – BürgerInneninitativen fühlen sich über den Runden Tisch gezogen

6 03 2011

Kräne am Augartenspitz, dzt. werden die Baugruben gesichert. Die WiderstandsaktivistInnen empfehlen den Baulöwen, die im Augarten bauen wollen, sich an das Bundesdenkmalamt zu weden.

Für den Montag, 7. März, 9.15, laden die BürgerInneninitiativen zu Fototermin und Pressefrühstück zum Augartenspitz. Anlass ist die Einladung zum Runden Tisch zum Augartenspitz, der an diesem Tag, 7. März, 18 Uhr, mit der Stadträtin Maria Vassilakou, den GemeinderätInnen Sabine Gretner, Karl-Heinz Hora, den Bezirksvorstehern von den Bezirken 2 und 20, Gerhard Kubik und Hannes Derfler, VertreterInnen der Burghauptmannschaft, der Bundesgärten, des Bundesdenkmalamts, der Wiener Sängerknaben und je zwei VertreterInnen der BürgerInneninitiativen Freunde des Augartens, Josefinisches Erlustigungskomitee, Plattform Augarten, stattfinden soll.

Baustopp nach wie vor gefordert!





Is schön? – Ausstellung von Gustav Böhm

2 03 2011

Zeichnung von Gustav Böhm

Gustav Böhm arbeitet und experimentiert mit vielen Techniken, er studierte bei Arnulf Rainer, kennengelernt habe ich ihn in einer Vernissage zu seinem Lieblingsmaterial Lehm, wo er mit Begeisterung von der Lehmstadt Nordbahnhof sprach. Weiters über aktuelle Bebauungen, wie am Nordbahnhof und am Augartenspitz und über die ausgestellten Bilder, die eine lange Epoche des Schaffens von Gustav Böhm zeigen, werden wir diskutieren.
Uschi

Ausstellungseröffnung von Gustav Böhm & Diskussion mit Uschi Lichtenegger zu Kunst, Politik und Neubau Nordbahnhof. Am Do 3.3.2011, 20 Uhr im lokativ!
1020 Wien, Arnezhoferstr. 12 (U1 und U2 Praterstern, Ausgang Venediger Au)
http://www.lokativ.at/

Fotos vom Nordbahnhofgelände:
http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/collections/72157620961111744/





Sonntagsmatinée im Theater Nestroyhof/Hamakom „Aus dem Judentum kommt man nicht heraus“

25 01 2011

Im Theater Nestroyhof/Hamakom inszeniert Michael Grunner ein Stück der Israelin Savyon Liebrecht: Die Banalität der Liebe. Ein Gespräch, eine Geschichte über die Liebe zwischen zwei bedeutenden Philosophen des 20. Jhdts. – Hannah Arendt und dem durch sein nationalsozialistisches Engagement nicht unumstrittenen Martin Heidegger.
Mehr dazu: http://www.hamakom.at/index.php?id=397
Ankündigung der Premiere: http://derstandard.at/1295570704521/Wiener-Nestroyhof-Todtnauberg-liegt-an-der-U-1

Für den Salon des Theaters Nestroyhof/Hamakom, hat Susanne Höhne sich mit einem Werk von Hannah Arendt befaßt und eine Textcollage zusammengestellt, aus der Dagmar Schwarz kommenden Sonntag liest.

„Aus dem Judentum kommt man nicht heraus“ – aus Briefen von Rahel Varnhagen und Gedanken dazu von Hannah Arendt

Rahel Varnhagen (1771 – 1833) war eine Jüdin aus Berlin, die von 1790 und 1806, in der Frühzeit der deutschen Romantik, einen Salon in ihrer Dachstube führte, wo die bedeutendsten Männer ihrer Zeit verkehrten. Unter anderem gingen dort der preussische Kronprinz, die Brüder Humboldt, Friedrich Schlegel, Clemes Brentano aus und ein. Rahel, die nicht schön war, wie sie selbst meinte, bezauberte ihre Zeitgenossen durch ihren scharfen und genauen Verstand.
Weiter im Text:





Glühweihnachts-Widerstandl am Augartenspitz

21 12 2010

Die Grünen Leopoldstadt möchten den Widerstands-aktivistInnen und AugartenschützerInnen ein riesengroßes Danke sagen und laden herzlich zu Punsch und anderen Widerstands-Schmankerln am Donnerstag, 23.12., während der Donnerstags-Mahnwache von 16 bis 18 Uhr vor dem Spitz!

Wir freuen uns auf Dein Kommen!

Das Josefinische Erlustigungskomitee ruft weiterhin jeden Donnerstag zur lustig-listigen Mahnwache am Augartenspitz auf und lädt herzlich zum Besuch ein!
Zu Silvester steht ein Widerstandl beim Widerstands-Zelt in der Ob. Augartenstraße 1e.








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