Diesmal leider kein Liveblog von der Bezirksvertretungssitzung Leopoldstadt, aber zumindest nur eine kurze Zeitverzögerung.
3 Stunden Bezirksparlament
28 09 2011Kommentare : 2 Kommentare »
Schlagwörter: ÖVP, Fahrrad, FPÖ, Frauen, Fußgänger, Grüne, Krafftgasse, Krieau, Lassallestraße, Leopoldstadt, Postamt, Radfahren, Radweg, Schüttelstraße, SPÖ, Sperlgasse, Verkehrspolitik
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Die 2.nervigste Ampel von Wien
12 09 2011Bereits seit einigen Jahren kritisieren wir die unmögliche und fußgängerfeindliche Schaltung der Ampel Obere Augartenstraße/Taborstraße und haben sie auch schon in einigen Blog-Beiträgen thematisiert. Nun wurde unsere Position eindrucksvoll bestätigt.
In der Umfrage (über 3.800 Rückmeldungen) von Verkehrsstadträtin Vassilakou nach der nervigsten Ampel Wiens belegte diese Ampel den „eindrucksvollen“ 2. Platz. Im Vergleich mit dem Zustand gleich nach der Einstellung der Straßenbahnlinie 21er im Mai 2008 gab es – auch auf Grund unserer bisherigen Aktivitäten – sicherlich eine Verbesserung in der Ampelschaltung für die Straßenbahn.

Ampel Taborstraße/Obere Augartenstraße: Querverkehr und FußgängerInnen haben lange Rot - gleichzeitig!
Doch das Grundproblem bleibt weiterhin bestehen:
FußgängerInnen, die von der U2-Station Taborstraße kommend, die Obere Augartenstraße stadtauswärts überqueren wollen, haben weniger als 20 Sekunden Grün und müssen danach ewig (bis zu über 2 Minuten Rot) warten, während der parallel führende Autoverkehr zur gleichen (!) Zeit Grün hat. Deshalb gibt es hier sehr viele Rotgeher und gefährliche Situationen.
Und warum ist das dort so? Weil die Einstellung des 21ers die Einführung der Einbahn in der Castellezgasse für den „Ersatzbus“ 80A bedingt. Dadurch bleibt nur mehr die Taborstraße als einzige Straße Richtung Innenstadt. Dieses Nadelöhr schafft den Autoverkehr kapazitätsmäßig nur mehr, indem die Ampeln so geschalten werden, dass sie die FußgängerInnen verhungern lässt.
Die von der MA33 überlegte Einführung einer Räumzeitanzeige wird hier nicht viel helfen, weil das Problem nicht die Räumzeit ist, sondern die überlange Rotzeit für die FußgängerInnen.
Bei dieser Kreuzung ist es notwendig, dass die Grünzeiten für die FußgängerInnen über die Obere Augartenstraße massiv verlängert bzw. die Umlaufzeiten verkürzt werden. Für den Fall, dass sich dadurch ein Auto-Rückstau in der Taborstraße bildet, muss primär darauf geachtet werden, dass dieser Stau nicht die Straßenbahn behindert.
Das kann dadurch erreicht werden, dass die Parkspur zwischen der Oberen Augartenstraße und der Gr. Stadtgutgasse zu den Stoßzeiten ausgeräumt wird und dadurch Platz für die Autos geschaffen werden. Dieses temporäre Halteverbot verlangen wir bereits seit Jahren.
Wir hoffen, dass dieser unrühmliche Stockerlplatz in der wienweiten Umfrage die Verantwortlichen nun dazu bringt, unseren Vorschlag umzusetzen und diese Kreuzung zu entschärfen.
Wolfgang
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Schlagwörter: 21er, 80A, Ampel, Augarten, Öffis, Fußgänger, Grüne, Halteverbot, Leopoldstadt, Straßenbahn, Taborstraße, Verkehrspolitik, Wiener Linien
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3 Postämter sollen geschlossen werden
13 08 2011Laut einem Artikel der bz-Bezirkszeitung will die Post drei Postfilialen in der Leopoldstadt bis Ende 2012 schliessen. Dabei handelt es sich um die Postämter Wehlistraße 309, Engerthstraße 191 und Krummbaumgasse 2–4.
Statt dessen sollen in vier Bawag-Filialen Postschalter eingerichtet werden.
Wir betrachten diese Schließungsabsichten kritisch und als weiteren Schlag gegen eine funktionierende Nahversorgung im Bezirk.
Bereits jetzt bilden sich z.B. vor dem Paketschalter am Postamt Krummbaumgasse öfters lange Warteschlangen. Wir befürchten, dass dies in einer Bankfiliale noch ärger wird. Außerdem schließt die Bawag viermal/Woche bereits um 15 Uhr.
Daneben sind noch weitere Fragen offen:
Wird man in der Bank überhaupt Pakete aufgeben und abholen können?
Werden die Postdienste von den Bankangestellten nebenbei ausgeführt werden?
Wie man im online-Artikel der Bezirkszeitung nachlesen kann, gibt es bereits erste Proteste aus der Bevölkerung gegen die Schließung der Filiale Krummbaumgasse. In einigen Geschäften am Karmelitermarkt liegen bereits Unterschriftenlisten auf (Nachtrag: Obst und Gemüse Milosevic, Schlangen-Apotheke in der Hollandstraße 15 und Pferdefleisch Gumprecht).
Wir würden von euch nun gerne wissen, was Ihr von den geplanten Schließungen haltet und starten daher eine Umfrage. Wir freuen uns aber natürlich auch über zusätzliche Kommentare.
Wolfgang
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Schlagwörter: Bawag, Engerthstraße, Fußgänger, Grüne, Krummbaumgasse, Leopoldstadt, Postamt, Stuwerviertel, Taborstraße, Wehlistraße
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Grüne stoppen Gifteinsatz im Augarten
17 06 2011Im Herbst 2010 haben wir aufgedeckt, dass die Bundesgärten auch im Augarten das bedenkliche Breitbandherbizid „Round Up“ von Monsanto einsetzen. Wie gefährlich dieses Mittel offenbar ist, wurde durch den Bericht im gestrigen Standard (16.6.11) eindrucksvoll bewiesen.
Wir haben damals eine Kampagne gegen diesen Einsatz gestartet.
Wir haben eine Protestkartenaktion an den zuständigen Umweltminister durchgeführt. Allen Augarten-BesucherInnen, die sich daran beteiligt haben, wollen wir ein herzliches Dankeschön dafür aussprechen.
Denn offenbar hat dies so viel Druck erzeugt, dass „Round Up“ von den Bundesgärten im Augarten nun nicht mehr verwendet wird.
Im heurigen Frühjahr gab es dazu intensive Hintergrundgespräche zwischen dem Grünen Umweltsprecher Maresch, dem Büro der Fr. Umweltstadträtin und der Bundesgartenverwaltung.
Diese Gespräche waren erfolgreich. Statt dem Breitbandherbizid „Round Up“ verwenden die Bundesgärten in Zukunft das harmlosere Alternativmittel Finalsan. Finalsan wird aus natürlich nachwachsenden Rohstoffen gewonnen und baut sich im Boden im Gegensatz zu Round Up zu 100% ohne nachweisbare Rückstände ab.
Dieses Beispiel zeigt schön, dass sich Hartnäckigkeit lohnt. Und es zeigt auch, dass die Bevölkerung nicht machtlos ist, wenn es darum geht, Missstände abzustellen.
Wolfgang
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Radstreifen Haidgasse – endlich!
2 06 2011Im Dezember 2007 (!) haben wir den Antrag gestellt, dass in der Haidgasse zwischen Rotenkreuzgasse und Leopoldsgasse das Radfahren gegen die Einbahn erlaubt werden sollte. Im Abschnitt zwischen Taborstraße und Rotenkreuzgasse war das Radfahren gegen die Einbahn bereits seit Jahren erlaubt. Durch die Öffnung kann man nun endlich direkt vom Radweg Rotensterngasse zum Karmelitermarkt fahren.
Wie üblich haben FPÖVP dem Antrag nicht zugestimmt, aber das fällt in der Leopoldstadt ja zum Glück nicht so sehr ins Gewicht, weil es hier eine rotgrüne Mehrheit gibt. Damit war die Sache aber noch lange nicht gegessen.
Zuerst sollte die Maßnahme an die Straßenwiederherstellung nach dem U2-Bau gekoppelt werd
en. Das war sicherlich sinnvoll, doch die U2 fährt ja auch schon wieder seit 3 Jahren in die Leopoldstadt. Und dann kam wohl die Wahl 2010 dazwischen, welche die Umsetzungsgeschwindigkeit weiterhin senkte. Schließlich kostete der Radstreifen gaaanz viele Parkplätze.
Wie auch immer, seit einigen Wochen kann man die Haidgasse endlich in beide Richtungen befahren. Und das ist gut so.
Wolfgang
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Karmeliterplatz
29 03 2011Die niedrigen Häuserzeilen, im Josephinischen Stil, zwischen 1770 und 1780/90 errichtet, machen viel vom besonderen Flair des Karmeliterviertels aus.
Sie liegen in einer wichtigen Schutzzone für Altstadterhaltung in der Leopoldstadt.
Trotzdem scheitern, engagierte Anrainer/innen und die alarmierten Leopoldstädter Grünen regelmäßig, wenn es gilt, spekulativer Zerstörung das Handwerk zu legen.
So endete letztes Jahr die mehr als 200-jährige Geschichte der Häuser Große Sperlgasse 14, Karmelitergasse 3, ganz uncharmant durch Abriss.
Heuer stehen der Großen Sperlgasse 4, Aufstockung und Operative Maßnahmen am Gesamtkörper bevor.
Für Immobilien-Entwickler/innen ist nämlich diese stilvolle Josephinische „Einstöckigkeit“ gar nicht sexi.
Eher eine Geschoßvergeudung und Verbrechen wider den Nutzwertzuwachs.
Überraschung: Wenige Schritte entfernt von diesen Tatorten der Spitzhacke, sieht es ein Eigentümer ganz anders:
„Das Haus am Karmeliterplatz 3 wird renoviert!“
Diese gute Nachricht ist an’s Erdgeschoßfenster geheftet.
Viele Passant/innen haben es schon mit Erleichterung zur Kenntnis genommen.
Das schöne alte Gebäude – „Der Reichsapfel“ – ist in gute Hände gefallen.
Ernst Lemberger, der neue Besitzer, hat sich mit Respekt und Freude, an die Instandsetzung der historischen Liegenschaft gemacht.
Akribische Recherche in Archiven und Beratung durch Experten des Bundesdenkmalamtes, zeigen schon jetzt auf der Baustelle ihre Wirkung.
Der neue Besitzer, mit der Liebe zu alten Plänen klettert mit Vergnügen über die alten Wendeltreppen, um das das rohe Gebäude unverputzt in seinen „archäologischen“ Schichtungen vorzustellen.
Die Herausforderung eine „Josephinische“ Raumaufteilung in zeitgemäße Bewohnbakeit umzuwandeln ist bestens aufgegangen,– vom Dachboden mit seinen wuchtigen Tramen,– bis hinunter zum verwinkelten Innenhof.
Nun geht es für den „Ausnahme-Entwickler“ Ernst Lemberger noch um den nächsten Schritt: eine Mischung von Wohn- und Gewerblicher Nutzung zu finden, die sich mit dem Charme des Karmeliterplatzes gut verquickt.
Möge auch diese Übung gelingen.
Für den behutsamen Umgang mit alter Bausubstanz tosender Applaus!
Wäre schön wenn’s für die Zukunft im Viertel beispielhaft wirken täte.
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Augartenspitz – BürgerInneninitativen fühlen sich über den Runden Tisch gezogen
6 03 2011
Kräne am Augartenspitz, dzt. werden die Baugruben gesichert. Die WiderstandsaktivistInnen empfehlen den Baulöwen, die im Augarten bauen wollen, sich an das Bundesdenkmalamt zu weden.
Für den Montag, 7. März, 9.15, laden die BürgerInneninitiativen zu Fototermin und Pressefrühstück zum Augartenspitz. Anlass ist die Einladung zum Runden Tisch zum Augartenspitz, der an diesem Tag, 7. März, 18 Uhr, mit der Stadträtin Maria Vassilakou, den GemeinderätInnen Sabine Gretner, Karl-Heinz Hora, den Bezirksvorstehern von den Bezirken 2 und 20, Gerhard Kubik und Hannes Derfler, VertreterInnen der Burghauptmannschaft, der Bundesgärten, des Bundesdenkmalamts, der Wiener Sängerknaben und je zwei VertreterInnen der BürgerInneninitiativen Freunde des Augartens, Josefinisches Erlustigungskomitee, Plattform Augarten, stattfinden soll.
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Schwarze SchrebergärtnerInnen
28 02 2011Die ÖVP-Bezirksvorsteherin der Josefstadt, Fr. Mickel, will dem Zweiten jeden zweiten 2er vorenthalten. Sie hat in der Bezirkszeitung allen Ernstes vorgeschlagen, dass nur jede 2. Garnitur der Straßenbahnlinie 2 in die Leopoldstadt fahren soll. Die andere soll bei der Urania umdrehen. Damit will sie die Unregelmäßigkeiten beim Fahrplan des 2ers verringern. Gleichzeitig bedeutete dies aber auch, dass sich die Intervalle des 2ers in der Leopoldstadt verdoppeln würden.
Ein ziemlich absurder Vorschlag, den die Grünen Leopoldstadt natürlich vehement ablehnen. Es mag schon stimmen, dass ein Teil der Verspätungen des 2ers in der Taborstraße entstehen, aber dafür haben wir bereits 2008 einen Vorschlag eingebracht. Ein Spitzenzeiten-Halteverbot vor der Kreuzung Taborstraße x Obere Augartenstraße soll vermeiden, dass der 2er vor dieser Kreuzung stadteinwärts im Autostau steht. Leider haben die anderen Fraktionen diesen Antrag im Bezirksparlament abgelehnt.
Es wäre schon sehr interessant zu erfahren, was eigentlich die ÖVP Leopoldstadt zu diesem Vorschlag ihrer Parteikollegin sagt. Auf deren Homepage ist dazu nichts zu finden. Es ist zu hoffen, dass VP-Klubobmann Skribany zumindest parteiintern seiner Parteikollegin aus dem 8. Bezirk eine Absage erteilt hat.
Wolfgang
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Die Verkehrskommission tagt wieder
2 02 2011
Nach fast 10 Monaten Pause fand gestern wieder eine Sitzung der Verkehrskommission Leopoldstadt statt.
Dabei ging es primär um Radverkehrsanlagen, Zebrastreifen, Verkehrsspiegeln und Fahrbahnanhebungen.
Hier einige Highlights:
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Wanderfalken im Augarten?
8 12 2010Im März 2010 startete das Artenschutzprojekt „Comeback Wanderfalke“ im Wiener Augarten. An den beiden Flaktürmen wurden vier Nistkästen für Wanderfalken montiert. An dem Projekt sind der Verein BirdLife, die Bundesgärten, das Naturhistorische Museum Wien und die Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 beteiligt.
Der Wanderfalke dringt heute immer weiter in den urbanen Raum vor. Zu den beliebten Beutetieren des schnellsten Flugjägers gehört die Haustaube. Doch während der Turmfalke in Wien häufig brütet, gab es vom Wanderfalken bisher nur ein einziges Brutpaar in Wien, weil geeignete Nistmöglichkeiten fehlen. Laut BirdLife ist der Flakturm dafür ideal, weil die Wanderfalken ein sehr hohes Gebäude bevorzugen und es es dort wegen der Nahrung sehr viele Tauben geben muss.

Das Aus für dieses Projekt gerade im Internationalen Jahr der Biodiversität ist ein herber Rückschlag für den Artenschutz in Wien. Damit ist der Augarten um ein Stück Natur ärmer geworden.
Unverständlicherweise wurden am Mi., 1.12. die Nistkästen auf Anweisung des Wirtschaftsministeriums wieder entfernt.
Es stellt sich natürlich die Frage, welche Motive das Wirtschaftsministerium für diese Anweisung hat. Die Burghauptmannschaft begründet im Bericht auf ORF On ihren Schritt damit, dass das Artenschutzprojekt künftige Sanierungen oder Umbauten der Türme erschweren könnte. Auch die Bezirkszeitung hat ausführlich darüber berichtet.
Das klingt ganz so, dass die Demontage der Nistkästen ein Zeichen dafür ist, dass das umstrittene Datencenter-Projekt im Flakturm weiterhin verfolgt wird.
Folgt nach den Sängerknaben-Projekt am Augartenspitz nun der nächste Anschlag auf den Augarten?
Wolfgang
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Schlagwörter: Artenschutz, Augarten, Flakturm, Leopoldstadt, Sängerknaben, Umwelt, Wanderfalke
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