Ingeborg Strobl: WIEN UND ANDERSWO

18 03 2012

 

Ingeborg Strobl – Präsentation in Wort und Bild
Donnerstag, 22.03.12, 19:00 Uhr
grün2, Novaragasse 7

Die Präsentation WIEN UND ANDERSWO umkreist alltägliche Realitäten ohne das Gerüst der üblichen Kategorisierungen. Ein anderer Blick auf Vertrautes, andere, verborgene Zusammenhänge – sehr subjektiv wahrgenommen und interpretiert.
Einen direkten Blick auf das Besondere bietet das Lokal der Grünen Leopoldstadt, das nun zum Teil der Präsentation wird: Strobls Wand-Arbeit für den U2 Aufgang Novaragasse „Ein Garten (zum Beispiel)“, direkt vis-à-vis der Grünen.

Frühlingsbotschaft 

Für viele Leopoldstädter/innen ist Ingeborg Strobls florale Wand-Arbeit zum U2-Aufgang Novaragasse „Ein Garten (zum Beispiel)“ Alltagsvertrautheit.
Inmitten des urbanen Raums erkennen nicht nur wir Grünen von visà-vis die Zeichen für ein neues politisches und ökologisches Verständnis, das uns an den Wert von lokalen Pflanzen und Lebensmitteln erinnert.
Die Gelegenheit der Urheberin des „Gartens“ zu begegnen, bietet sich am Donnerstag im grün2.

Ingeborg Strobl, 1949 in Schladming geboren, studierte 1967-72 an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, 1972-74 am Royal College of Art in London. Sie lebt und arbeitet in Wien.
Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und Projekte im öffentlichen Raum bezeugen die Bandbreite ihrer künstlerischen Arbeit.
In den 1970er Jahren arbeitete Ingeborg Strobl vor allem als Keramikerin und Grafikerin. In den 80er Jahren erfolgt eine Hinwendung zu formal reduzierten, zeichenhaft-symbolischen Tierfiguren. Zusammen mit Ona B., Evelyne Egerer und Birgit Jürgenssen gründete sie 1988 die Gruppe „Die Damen“, prozessorientierte Performance stand im Vordergrund. Ingeborg Strobl ist in verschiedenen Medien wie Fotografie, Film, Grafik, Comics, Künstlerbuch, Installation, Film oder Objektkunst zu Hause. Allen Medien immanent ist die Thematisierung von Natur, Kunst und Künstlichkeit.

 





Eröffnung von Grün2 durch Maria Vassilakou

12 03 2012

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Uschi Lichtenegger, Klubobfrau Grüne Leopoldstadt, durchschnitten das grüne Band und eröffneten das Lokal GRÜN2. Foto: Wladimir Fried

Endlich war es soweit! Am 7.3.2012 um 18.15 durchschnitt Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou symbolisch ein grünes Band und eröffnete das Lokal Grün2 der Grünen Bezirksorganisation Leopoldstadt. Ein Meilenstein für die Grünen Leopoldstadt!
Das Lokal Grün2 – Grün Quadrat – liegt in der Novaragasse 7 direkt gegenüber dem Aufgang der U2-Station Taborstraße, ist sehr zentral im Bezirk gelegen und aus allen Teilen der Leopoldstadt relativ leicht erreichbar.
In der Eröffnungsrede sprach Maria Vassilakou von der Herausforderung die Grünräume zu erhalten und trotzdem innovative Projekte zuzulassen, der besondere Schutz gilt aber in diesem Zusammenhang dem Erholungsgebiet Prater. Dass nachwievor die Feinstaubbelastung in der Leopoldstadt sehr hoch ist und Handlungsbedarf aller Verantwortlichen gefordert ist.
Positives berichtete Maria Vassilakou von der Durchwegung des Augartens. Hier ist mit einer Öffnung noch heuer zu rechnen, für den kommenden Sommer ist die Zeit zu knapp.

Nationalratsabgeordneter Wolfgang Zinggl eröffnete die Fotoausstellung "Occupy Augartenspitz!" von Martin Juen. Foto: Wladimir Fried

Nationalrat Wolfgang Zinggl eröffnete gleichzeitig auch die Ausstellung Occupy Augartenspitz! Diese Ausstellung zeigt in 27 Bildern des Fotografen Martin Juen eine fotografische Dokumentation des Widerstands gegen die Verbauung am Augartenspitz.

Bei großartiger Jazz-Musik von Anita Horn und Ensemble und freiem Buffet kamen rund 200 LeopoldstädterInnen und warfen ein neugieriges Auge auf das neue Lokal, welches zu einem Kommunikationszentrum in der Leopoldstadt werden soll. Die tolle Stimmung lud zum Verweilen ein, die letzten Gäste verließen kurz vor Mitternacht das Lokal.

Die nächste Veranstaltung im Grün2 am Donnerstag, 15. 3., 19 Uhr ist eine Podiumsdiskussion und trägt den Titel

„Kampf um den öffentlichen Raum, Beispiel Augartenspitz“.

Es diskutieren Sabine Gretner (ehem. Grüne Gemeinderätin), Uschi Schreiber (Aktionsradius Wien), Raja Schwahn-Reichmann (Josefinisches Erlustigungskomitee). Moderation: Sibylle Hamann (freie Journalistin, Autorin).

http://dieleopoldstadt.at/beitrag/article/1/occupy-augar.html

Davor laden am Mittwoch, 14.3., die Grünen Leopoldstadt zur BezirksrätInnen-Sprechstunde – 17 bis 19 Uhr – und ab 19 Uhr gibt es das 1. open house.
Mehr Fotos im flickr-Album der Grünen Leopoldstadt:
http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/sets/72157629192000502/
Uschi Lichtenegger





Grüner Lauftreff ab 12. März im Prater

11 03 2012

Die Grüne Sportvernetzung lädt zum ersten gemeinsamen Laufengehen ein, und zwar möchten wir, Christoph Obenhuber und Dominik Lueger ab sofort einen regelmäßigen Lauftreff anbieten. Der erste Termin findet am Montag, den 12. März statt, der Treffpunkt ist um 18:30 Uhr bei der “Kilometer 2″-Markierung  auf der Prater Hauptallee (auf Höhe des Ernst-Happel-Stadions).

Geplant ist, sich an einem fixen Wochentag zumindest alle 2 Wochen zu treffen (vorläufig mal der Montag, um sportlich in die Woche zu starten ;-) ) und die Hauptallee zu belaufen, ein bissl zu quatschen und auch ein paar inhaltliche Inputs zum Aufwärmen, Dehnen, Lauftechnik, Trainingsplänen oder Ähnliches zu geben.

Mehr zu den grünen Sportaktivitäten: Grüne Sportvernetzung auf Facebook





Grün2 eröffnet am Marianne-Schoiswohl-Platz

7 03 2012

Nur noch wenige Stunden, dann eröffnet Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou unser neues Grünes Bezirkslokal in der Novaragasse 7.

Ein besonderes Zuckerl ist auch die Aktion Wienerinnenplatz der Grünen Frauen Wiens, Frauen im öffentlichen Raum sichtbar zu machen und einen feministischen Stadtplan zu erstellen. So liegt Grün 2 am Marianne-Schoiswohl-Platz, eine großartige Frau, die wir Grünen Anfang des neuen Jahrtausends kennenlernten, als sie mit „ihren“ Kindern der VS Czerninplatz tolle Projekte umsetzte.

Grün2 soll ein Zentrum der Kommunikation werden

Wir haben uns für das Lokal direkt gegenüber dem Aufgang der U2-Station Taborstraße entschieden, weil es eben zentral im Bezirk gelegen ist. So sind wir aus allen Teilen der Leopoldstadt relativ leicht erreichbar. Unser neues Lokal – Grün2 – Grün Quadrat – ist ein Angebot an alle Leopoldstädterinnen und Leopoldstädter, mit uns Grünen im Bezirk in Kontakt zu treten. Was wir im Bezirk bewirken können, wollen wir gerne mit allen Interessierten diskutieren und erarbeiten. Grün2 soll für kreative und politische Menschen Raum und Ort für Kommunikation bieten.

Im Grün2 finden auch wechselnde Ausstellungen statt. Zum Start zeigen wir „Occupy Augartenspitz!“ – eine fotografische Dokumentation des Widerstands gegen die Verbauung am Augartenspitz vom Fotografen Martin Juen. Die Eröffnungsworte spricht Wolfgang Zinggl, Nationalratsabgeordneter und Kultursprecher der Grünen.

Eine besondere Veranstaltung findet einen Tag nach der Eröffnung vom Grün2, am Internationalen Frauentag statt: Die Ehrung von Gül Lüle zur Frau des Jahres 2012. Mit diesem Frauenpreis waren wir Grünen Leopoldstadt VorreiterInnen, wir feiern dieses Fest nunmehr zum 11. Mal.

Ganz besonders freuen wir uns natürlich darüber, dass die Grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou das neue Lokal morgen, Mittwoch, 7. März, um 17:30 Uhr eröffnet. Alle LeopoldstädterInnen sind zu diesem kleinen Fest bei Buffet und freiem Eintritt herzlich eingeladen!

Uschi Lichtenegger





Ein neuer Postpartner für das Karmeliterviertel fehlt

6 03 2012

Die Pläne der Post AG. Für sie endet die Leopoldstadt offenbar bei der Taborstraße.

Klubobfrau Lichtenegger übergibt Bezirksvorsteher Kubik die von den Grünen gesammelten Unterschriften gegen die Postamtsschließungen. Foto: Juen.

Am Montag, den 27.2. fand im Haus der Begegnung in der Leopoldstadt eine Bürgerversammlung zu den geplanten Postamtsschließungen statt. Wie nicht anders zu erwarten war, haben die Vertreter der Post AG die geplanten Änderungen verteidigt. Offenbar ist es eine österreichweite Strategie der Post, die meisten ihrer Postämter in Bawag-Filialen zu verlegen. Die Frage, ob dadurch die Qualität der Postdienstleistungen erhalten werden kann, konnte an diesem Abend nicht beantwortet werden. Auch nicht meine konkrete Frage, ob durch die Zusammenlegungen die Anzahl der Postschalter in der Leopoldstadt noch geringer und damit die Warteschlangen für die PostkundInnen noch länger werden.

Die Postvertreter meinten, dass die geplanten Verlegungen keine Standortfrage seien. Dem muss ich heftig widersprechen. Gehen wir die einzelnen Standorte konkret durch.

1) Das Postamt 1022 am Praterstern soll in die Bawag-Filiale in der Praterstraße 68 verlegt werden – diese Filiale ist gerade einen Häuserblock vom Hauptpostamt in der Weintraubengasse entfernt. Tausende LeopoldstädterInnen, die derzeit täglich am größten Öffi-Knoten der Leopoldstadt vorbeikommen und ihre Postgeschäfte so nebenbei am Nachhauseweg erledigen können, können dies nicht mehr tun.

2) Das Postamt 1024 in der Engerthstraße 191 soll in die Bawag-Filiale in der Lassallestraße 36 verlegt werden. Vom Zentrum des Stuwerviertels an dessen Rand. Hier war allerdings Bewegung zu erkennen. Die Post kündigte an, im Bereich Engerthstraße/Hillerstraße einen Postpartner – der zumindest einige Funktionen eines echten Postamts übernehmen soll – zu suchen. Das wäre zumindest schon ein erster Erfolg der Proteste von Bürgerinitiativen, Grünen und Poldi.

Über 200 LeopoldstädterInnen nahmen an der Bürgerversammlung teil und protestierten gegen die Postamtsschließungen. Foto: Juen.

3) Das Postamt 1025 in der Krummbaumgasse 2 soll in die Bawag-Filiale in der Taborstraße 37 verlegt werden. Auch diese Bawag-Filiale ist am Rande eines Wohnviertels, des Karmeliterviertels, 550m vom jetzigen Postamt entfernt. Jenes liegt direkt neben dem Karmelitermarkt im Grätzlzentrum. Diese Verlegung bedeutet eine Schwächung des Karmelitermarkts. BewohnerInnen, die am äußersten Rand des Karmeliterviertels – beim Gaußplatz – wohnen, müssen in Zukunft 1,2 km bis zum Postamt 1025 gehen.

Das Podium: Bezirksvorsteher Kubik und die Herren Mondschein und Fuchs von der Post AG. Foto: Juen.

Hier war bei der Bürgerversammlung von Seiten der Post keinerlei Bewegung zu erkennen. Sollte der Standort Krummbaumgasse tatsächlich geschlossen werden, so verlangen wir rund um den Karmelitermarkt einen zusätzlichen Postpartner.

Denn was im Stuwerviertel möglich ist, sollte im Karmeliterviertel auch möglich sein.

Wolfgang





Postamtsschließungen in der Leopoldstadt

22 02 2012

Gabriela Moser, Renate Pachler, Uschi Lichtenegger und Michael Ortner mit den Unterschriften der BürgerInnen gegen die Schließung der Postämter. Foto: Martin Juen

Seit Monaten kämpfen BürgerInnen der Leopoldstadt, wie auch die Grünen und die KPÖ, gegen die Schließung der Postämter Krummbaumgasse 2-4, Engerthstraße 191 und Wehlistraße 309. Tagtäglich erleben die Kunden der Postfilialen, die mit Paketen, Briefen, Überweisungen, Abhebungen u.v.a.m. auf die Post angewiesen sind, lange Warteschlangen und lange Wartezeiten. Wie es künftig weitergehen soll, wird in einer BürgerInnenversammlung am 27.2.2012 präsentiert.

Von wo die Post holen – noch mehr Lebenszeit für Schlange stehen verwenden?

Postschalter in den Bawag-Filialen in der Taborstraße, in der Lassallestraße und im neuen ÖGB-Hauptquartier sollen eingerichtet werden. Und auch Postpartner werden gesucht. ZB wurde einem Geschäft am Karmelitermarkt Euro 3.000 von der Post AG angeboten. Wie soll das zu finanzieren sein? Gerüchte gibt es schon, dass es Interessenten für das Postlokal in der Krummbaumgasse gibt, vielleicht möchte hier die Post noch ein bisserl Gewinn auf Kosten der BewohnerInnen des Karmeliterviertels machen?

Das Postamt in der Krummbaumgasse liegt im Zentrum des Karmeliterviertels

Auch könnten die Bawag-Filialen überfordert sein. ZB gibt es in der Lassallestraße meist die Schlange bis zur Tür, die KundInnen steigen sich im Eingangsbereich gegenseitig auf die Füße. Zusätzlich ist die Bawag-Filiale in der Taborstraße 37 wegen der Stiegen vor dem Eingang nicht barrierefrei.

Die Nahversorgung leidet

Ein weiterer wichtiger Aspekt: es wird immer die Nahversorgung hochgerühmt, hier aber wird sie aber zerschlagen. Die Postämter liegen gut erreichbar zentral in ihren Grätzln. Die Ersatzstandorte verlängern die Wege zum Postamt für die meisten BewohnerInnen. Besonders für ältere Menschen ist das ein massiver Eingriff in ihre Lebensqualität, und vielleicht wieder auf Hilfe angewiesen zu sein.

Gabriela Moser, Grüne Nationalrats-Abgeordnete, bei der Unterschriftenübergabe an die zuständige Verkehrsministerin Doris Bures. Foto: Grüne Leopoldstadt

Über 3.000 Unterschriften gegen die Schließung der Postämter

Nach den ersten Meldungen in der Öffentlichkeit wurden sofort Unterschriftenaktionen gestartet. Wir Grünen haben im Herbst am Karmelitermarkt und in der Engerthstraße, wie auch im Internet Unterschriften gesammelt. Am Karmelitermarkt lagen in mehreren Geschäften von BürgerInnen gestaltete Listen auf, beim Postamt Engerthstraße war neben uns Grünen auch die Initiative poldi und die KPÖ aktiv.

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Zuständige Verkehrsministerin Bures bekam Unterschriften überreicht

Bei einem Termin der Grünen Nationalrats-Abgeordnete Gabriela Moser wurden der zuständigen Verkehrministerin Doris Bures die Unterschriftenlisten überreicht. Wir erwarten uns von Ministerin Bures, dass sie die Befürchtungen von über 3.000
Leopoldstädtern und Leopoldstädterinnen ernst nimmt und in Verhandlungen mit der Post AG die geplanten Schließungen verhindert.

Die BürgerInnen der Leopoldstadt stehen hinter ihren Postämtern!

Unsere Wahrnehmung bei den Standln, also in persönlichen Kontakten, im www, per Telefon ist überall gleich: Hier sind sich alle Leopoldstädterinnen und Leopoldstäder einig, die Postämter müssen erhalten bleiben.

Information BürgerInnenversammlung

Am Montag, 27.1., um 19 Uhr findet im Haus der Begegnung am Praterstern eine von der Bezirksvertretung beschlossene BürgerInnenversammlung statt. Vertreter der Post sollen ein Konzept zu den Überlegungen zur Schließung bzw. Verlegung von Postämtern und Schaffung von Postpartnern präsentieren und stehen den BewohnerInnen und Geschäftsleuten für Fragen zur Verfügung – so steht es in der Einladung.
Alle Fragen, wie zB, ob euer Postamt im April noch offen hat und warum die Post die Nahversorgung zerschlagen will…, auf der BürgerInnenversammlung ist die Gelegenheit, sie zu stellen.

Uschi Lichtenegger





Ab Sommer 2012: Neue Autobuslinie 5B

29 01 2012

Neuer Bus als wichtige tangentiale Öffi-Verbindung im Bezirk

Nun ist es ganz offiziell und auch schon auf der Website der Stadt Wien nachzulesen. Ab Sommer 2012 wird eine neue Autobuslinie vom Praterstern (U1, U2) über die Taborstraße (U2), die Obere Augartenstraße, den Gaußplatz, den Wallensteinplatz und die Jägerstraße (U6) nach Heiligenstadt (U4) fahren.

Der Bus 5B ist v.a. für die östlichen Teile des Karmeliterviertels eine wichtige Querverbindung zu mehreren U-Bahnlinien, zur Tabor- und zur Wallensteinstraße. Außerdem bedeutet dies auch, dass die derzeit viel zu kurzen Betriebszeiten des 80A westlich des Pratersterns der Vergangenheit angehören, weil der 80A hier durch den 5B ersetzt wird und jener länger fahren wird.

Die neue Buslinie war echt eine schwere Geburt und ich frage mich immer wieder, wieso es in Wien so lange dauert, bis sich gute Ideen durchsetzen, aber wurscht, nun dauert es ja „nur“ noch ein paar Monate.

Früher fuhr in der Oberen Augartenstraße noch durchgehend eine Straßenbahn, nun kommt zumindest wieder ein Bus

Wir Grüne haben eine durchgehende ÖV-Verbindung in der Oberen Augartenstraße bereits seit langem gefordert. Eine Buslinie haben wir im März 2010 beantragt. Diesen Antrag hat Finanzstadträtin Brauner zuerst abgelehnt, weil ihrer Meinung nach dafür kein Bedarf bestand. Doch dann verkündeten die beiden Bezirksvorsteher aus dem 2. und 20. Bezirk in einer Presseaussendung im Wahlkampf 2010, dass es diese Buslinie ab 2011 doch kommen soll.

Und jetzt ist er endlich fix. Mit Sommer 2012. Spät, aber immerhin.

Wolfgang





50 Jahre Schnellbahn in Wien

17 01 2012

Schnellbahnen und U-Bahnen sind das Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs in Wien. Mit Hilfe dieser Schnellverbindungen rücken die Wiener Bezirk, aber auch das niederösterreichische Umland nahe zusammen.

http://www.flickr.com/photos/32360853@N05/sets/72157628909908693/

Bei der heutigen Zugstaufe: GR Rüdiger Maresch, Verkehrssprecher der Wiener Grünen und ÖBB-Chef Christian Kern

Die Schnellbahn fährt in Wien nun bereits seit 50 Jahren.  Anlässlich dieses Jubiläums veranstalten die ÖBB heute am Praterstern einen kleinen Festakt. Um 11 Uhr gibt es einige Festansprachen und eine Zugstaufe. Anschließend bieten die ÖBB Medienvertreter und S-Bahn-Fans (Anmeldung über Facebook) eine ca. 1stündige Rundfahrt (Praterstern-Meidling-Donauländebahn, über Stadlau und Floridsdorf zurück zum Bahnhof Wien Praterstern) mit dem getauften Zug an.
Darüberhinaus gilt heute die Freifahrt für alle Kunden auf dem ÖBB-Netz innerhalb der Kernzone Wiens.

Schließlich wird morgen in 8 Bezirksmuseen die Sonderausstellung „50 Jahre Wiener Schnellbahn“ (von 17. Jänner 2012 bis zum 1. Juli 2012) eröffnet. Die Eröffnung der Ausstellung im Bezirksmuseum Leopoldstadt findet am 17.1.2012 um 18:30 Uhr statt.

Die Verlängerung der S45 bringt den BewohnerInnen der Leopoldstadt viele Vorteile

Wir Grüne setzen auf attraktivere Öffis, um den Autoverkehr in der Stadt effektiv reduzieren zu können. Deshalb treten wir in den Verhandlungen mit den ÖBB auch schon seit Jahren für eine Verlängerung der S45-Vorortelinie von der jetzigen Endstation Handelskai über die Donauuferbahn bis zum Praterkai (Verknüpfung mit der S80) ein.
Da nun auch unser Koalitionspartner sehr eindeutig davon spricht, bin ich optimistisch, dass wir diese Erweiterung des Schnellbahnverkehrs in der Leopoldstadt in den nächsten Jahren durchsetzen können. Wann genau, das steht leider noch in den Sternen.

Wolfgang





Durch die Nacht nach Mistelbach

16 12 2011

In den Jahren 2009 und 2010 fuhr eine Schnellbahn (Theaterzug) täglich von Wien Praterstern um 0:20 Uhr täglich nach Mistelbach (Ankunft Wolkersdorf: 0:52 Uhr). Diesen Nachtzug hat die ÖBB nun eingestellt (fährt nur mehr bis Floridsdorf).

Jede ÖV-Alternative zum Auto ist wichtig

Die Grünen im Bezirk Mistelbach haben daher nun eine Unterschriftensammlung und eine Online-Petition gestartet, um die Wiedereinführung dieses Nachtzugs zu erreichen. Wir halten diese Initiative für sehr unterstützenswert und regen daher zur Unterzeichnung der Petition an.

Manche werden jetzt fragen: Und was geht das die Leopoldstadt an? Doch der Zusammenhang ist gar nicht so schwer herzustellen.

Wenn wir verhindern wollen, dass ArbeitspendlerInnen und Unterhaltungssuchende aus Niederösterreich vermehrt vom Auto auf die Öffis umsteigen, dann müssen viele Maßnahmen gesetzt werden, um ihnen dies zu ermöglichen. Eine Zugsverbindung nach Mitternacht vom Praterstern ist eine dieser Maßnahmen.

Die Leopoldstadt hat als Transitbezirk (Lassallestraße-Praterstraße) besonders stark unter diesem überflüssigen Autoverkehr zu leiden.
Und wenn dieses Angebot nur 20 Autofahrten von jungen Menschen, die unter der Woche die Großdisco Praterdomebesuchen (nicht unbedingt die Hard-Core-DiscobesucherInnen), pro Tag einsparen können, so bringt das den BewohnerInnen des Stuwerviertels bereits eine gewisse Entlastung.

 Wolfgang





Autobahnbau trotz Schuldenbremse?

12 12 2011

So können die Schulden ganz leicht gebremst werden

Die Schuldenbremse ist derzeit das Thema Nr. 1 in Österreich. Derzeit ist die Schuldenbremse aber nicht mehr als ein Schlagwort, mit dem die Regierungsspitzen die Ratingagenturen hinhalten wollen. Solange die konkreten Maßnahmen, mit denen 2017 ein Defizit von 0,35% erreicht werden soll, nicht einigermaßen klar sind, bedeutet eine Zustimmung zur Schuldenbremse, die Katze im Sack zu kaufen.

Autobahnen zerstören die Landschaft

Sehr eindeutig ist hingegen die Aussage von Finanzministerin Fekter, wonach es für Infrastruktur-Investitionen aber eine Ausnahme vom Schuldenstopp geben sollte. Und bei einer ÖVP-Vertreterin darf man getrost davon ausgehen, dass sie hier primär neue Autobahnen meint. Denn Nebenbahnen stellt diese Partei ja lieber ein.

Das darf doch wohl nicht wahr sein. Österreich hat bereits jetzt eines der dichtesten Autobahnnetze in der EU, unsere Autobahnen sind erstklassig ausgebaut. Wenn nun in Folge der Schuldenbremse in allen Bereichen, z.B. bei der Bildung, Gesundheit oder im Sozialbereich gespart werden soll, der Autobahnbau aber ungebremst weitergehen soll, so ist das unverständlich und ungerecht. Auch wenn die Asfinag-Schulden (12 Milliarden Euro) derzeit noch nicht budgetwirksam sind, so werden sie es in Zukunft sicher werden. Denn die Republik Österreich haftet zu 100% für die Schulden der Asfinag und spätestens unsere Kinder werden sie zurückzahlen müssen.

Aktion der Plattform vor dem Verkehrsministerium

Diese Problematik thematisiert daher bereits seit Monaten die Plattform Zukunft statt Autobahn, ein Zusammenschluss aus BürgerInneninitiativen gegen die Lobauautobahn und den wichtigen NGOs (Greenpeace, Global 2000, WWF, VCÖ, etc.). Wir unterstützen deren Forderung nach einer österreichweiten BürgerInnenbefragung über das Projekt der Lobauautobahn. Schließlich sind es ja 3 Mrd. an Steuergeldern von allen ÖsterreicherInnen, die letztendlich unter der Donau und dem Nationalpark vergraben werden sollen.

Wir haben u.a. aus finanziellen Gründen bereits 2010 einen Stopp des Autobahn-Neubaus gefordert. Daher unterstützen wir auch die heutige Forderung des VCÖs, den Autobahn-Neubau bis zum Jahr 2020 auf Eis legen. Damit sollen laut – sehr vorsichtiger – VCÖ-Schätzung Ausgaben von 4,5 Mrd. Euro vermieden werden. Geld, das nach der Schuldenbremsen-Logik mittelfristig durch Einsparungen im Sozial- oder Gesundheitsbereich oder durch neue Steuern aufgebracht werden müsste. Macht grob geschätzt etwa 1.000,- pro SteuerzahlerIn in Österreich.

Also, wenn schon sparen, dann bitte beim überflüssigen Neubau von Autobahnen anfangen!!!

Wolfgang








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