Grüner Frauenbericht 2011

7 03 2011

Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner mit dem Frauenbericht 2011. Foto: Martin Juen

Judith Schwentner, Grüne Frauensprecherin, präsentierte anläßlich des Internationalen Frauentags am 8. März den diesjährigen Frauenbericht der Grünen im Parlament. Der Bericht beschäftigt sich heuer mit den Themen Frauenarbeit, Bildung, Budget, Frauen mit Behinderung und Migration, Gewalt, Gesundheit, Alter…
Mit dem Untertitel „Frauenleben in Österreich“ wird ein Querschnitt über die Situation im Leben der Frauen behandelt, ergänzt mit einleitenden Aufsätzen zu den Themen von betroffenen Frauen und statistischem Material – Grüne Forderungen und Lösungen werden prominent und übersichtlich dargestellt.
Vor allem die enge Verflechtung der Sozialpartner mit den Großparteien, was auch die geringe Repräsentanz von Frauen in der Politik verstärkt, kritisierte Judith Schwentner bei der Pressekonferenz. Die Forderung nach einer gesetzlichen Frauenquote für Politik, Sozialpartner und Aufsichtsräte kommt nicht von ungefähr. Im Vorstand der Bundesarbeiterkammer liege der Frauenanteil bei 12,5 Prozent, so Schwentner, die Landwirtschaftskammer verzichte überhaupt gänzlich auf Frauen im Präsidium…

 
Beispiel Frauenehrungen:





Is schön? – Ausstellung von Gustav Böhm

2 03 2011

Zeichnung von Gustav Böhm

Gustav Böhm arbeitet und experimentiert mit vielen Techniken, er studierte bei Arnulf Rainer, kennengelernt habe ich ihn in einer Vernissage zu seinem Lieblingsmaterial Lehm, wo er mit Begeisterung von der Lehmstadt Nordbahnhof sprach. Weiters über aktuelle Bebauungen, wie am Nordbahnhof und am Augartenspitz und über die ausgestellten Bilder, die eine lange Epoche des Schaffens von Gustav Böhm zeigen, werden wir diskutieren.
Uschi

Ausstellungseröffnung von Gustav Böhm & Diskussion mit Uschi Lichtenegger zu Kunst, Politik und Neubau Nordbahnhof. Am Do 3.3.2011, 20 Uhr im lokativ!
1020 Wien, Arnezhoferstr. 12 (U1 und U2 Praterstern, Ausgang Venediger Au)
http://www.lokativ.at/

Fotos vom Nordbahnhofgelände:
http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/collections/72157620961111744/





10 Jahre Ehrung „Frau des Jahres“

2 03 2011

Am 8.3. ehren und feiern die Grünen Leopoldstadt zum 10. Mal die „Frau des Jahres“. Anlaß genug, hier einen kurzen Rückblick zu halten, wie es begann und die Frauen des Jahres kurz vorzustellen.

Herbst 2001

Männer ehren Männer. Unter schwarzblau wurde hier richtig Kult betrieben, weltweit wurde der Männer-Award aus der Staatsoper übertragen. Wir Grünen suchten die Frauen im öffentlichen Raum, in Statistiken, auch im Lexikon der Österreichischen Geschichte von 1932 bis zur Gegenwart sind Frauen nur marginal vertreten. Informationen über ihr Leben zu sammeln, wird von offizieller Seite weder anerkannt, noch besonders unterstützt.
Um dem etwas entgegen zu setzen, ließen sich die Frauen der Grünen Leopoldstadt, federführend die Bezirksrätinnen Heidi Cammerlander und Gerda Medek, etwas einfallen: Die „Frau des Jahres“ war geboren.
Auf diese Art ehren die Grünen Leopoldstadt nun seit 2002 jedes Jahr am Internationalen Frauentag, dem 8. März, eine Frau – stellvertretend für die zahlreichen Frauen der Zivilgesellschaft, die enorm viel für die Gesellschaft leisten und dafür wenig Anerkennung erhalten.

„Frauen des Jahres“ 2002-2011:





Sonntagsmatinée im Theater Nestroyhof/Hamakom „Aus dem Judentum kommt man nicht heraus“

25 01 2011

Im Theater Nestroyhof/Hamakom inszeniert Michael Grunner ein Stück der Israelin Savyon Liebrecht: Die Banalität der Liebe. Ein Gespräch, eine Geschichte über die Liebe zwischen zwei bedeutenden Philosophen des 20. Jhdts. – Hannah Arendt und dem durch sein nationalsozialistisches Engagement nicht unumstrittenen Martin Heidegger.
Mehr dazu: http://www.hamakom.at/index.php?id=397
Ankündigung der Premiere: http://derstandard.at/1295570704521/Wiener-Nestroyhof-Todtnauberg-liegt-an-der-U-1

Für den Salon des Theaters Nestroyhof/Hamakom, hat Susanne Höhne sich mit einem Werk von Hannah Arendt befaßt und eine Textcollage zusammengestellt, aus der Dagmar Schwarz kommenden Sonntag liest.

„Aus dem Judentum kommt man nicht heraus“ – aus Briefen von Rahel Varnhagen und Gedanken dazu von Hannah Arendt

Rahel Varnhagen (1771 – 1833) war eine Jüdin aus Berlin, die von 1790 und 1806, in der Frühzeit der deutschen Romantik, einen Salon in ihrer Dachstube führte, wo die bedeutendsten Männer ihrer Zeit verkehrten. Unter anderem gingen dort der preussische Kronprinz, die Brüder Humboldt, Friedrich Schlegel, Clemes Brentano aus und ein. Rahel, die nicht schön war, wie sie selbst meinte, bezauberte ihre Zeitgenossen durch ihren scharfen und genauen Verstand.
Weiter im Text:





Ehrung. Zum 90. Geburtstag der Zeitzeugin Dagmar Ostermann

1 12 2010

Engagiert gegen das Vergessen.

Eine prominente Bürgerin des 2. Bezirks wird am 6. Dezember 90 Jahre alt:
Dagmar Ostermann.
Sie war zeit ihres Lebens eine engagierte Zeitzeugin über die Geschehnisse im Nationalsozialismus.
Als Jüdin wurde die gebürtige Wienerin nach Auschwitz und Ravensbrück deportiert und überlebte die Konzentrationslager nur knapp.
In den Jahren 1998–2000 wurde von der Lagergemeinschaft Ravensbrück ein Videointerview mit ihr als Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück aufgezeichnet, ein Video, das ihre Lebenserinnerungen an die Verfolgung für die Nachwelt aufbewahrt.

Die Filmemacherin Marika Schmiedt hat nun dieses Material als Grundlage für ihren Dokumentarfilm „Aber in Auschwitz will ich begraben sein“
genommen und mit Aufzeichnungen von Gesprächen mit den Enkelkindern der Dagmar Ostermann ergänzt.

In einem festlichen Rahmen anlässlich des 90. Geburtstags von Dagmar Ostermann soll dieses Filmdokument in Anwesenheit der Jubilarin
am 5. Dezember im Theater Nestroyhof-Hamakom präsentiert werden.

Die Laudatio zu Frau Ostermanns ‚Lebenswerk’, das darin bestand, unermüdlich Erwachsene, Jugendliche, Schülerinnen über die Verbrechen des Nationalsozialismus aufzuklären, werden der Schriftsteller Erich Hackl und die Vorsitzende des Österreichischen Nationalfonds, Hannah Lessing, halten.

Programm:





Zur freien Entnahme

9 11 2010

Tierfiguren aus Alltagsmüll stehen in Rassismusfreien Zonen in der Leopoldstadt und dürfen dort ungestraft gefladert werden!
Für einen Beitrag zu den Rassismusfreien Zonen ließen sich Theresa Dückelmann und Sabrina Winkler etwas Außergewöhnliches einfallen. So stehen bunte, abstrakt gehaltene Tierfiguren, welche mit „Rassismusfreie ZoneN Wien“ gekennzeichnet sind, in Rassismusfreien ZoneN und warten auf neue BesitzerInnen.
Sinn der Idee ist nicht nur Rassismusfreie ZoneN zu kennzeichnen, sondern auch diese in die Wohnzimmer der Menschen zu bringen. Diese dürfen somit unbestraft mitgenommen werden!
Die Tiersymbolik steht dafür, dass Rassismus eine von Menschen Hand erzeugte Selektion ist, die anerzogen wird, da sie weder im natürlichen menschlichen Verhalten noch in der Natur existiert. Die verschiedenen unrealistischen Farben der jeweiligen Tiere sollen die Erkennung der Unwichtigkeit durch ihre Farben verdeutlichen.
Idee & Konzept: Theresa Dückelmann Organisation, Ausführung, Bau, Verteilen & Finanzierung: Sabrina Winkler, Th. Dückelmann. Mehr auf der Webseite: http://craezy.magix.net/website
Weitere Fotos auf dem Fotoaccount der Grünen Leopoldstadt:
http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/sets/72157625348639174/





Ausstellung „Zerstörte Synagogen“ eröffnet

14 10 2010

Im Grätzelzentrum am Max-Winterplatz wurde gestern die Ausstellung „Zerstörte Synagogen“, erstellt von Bob Martens und Herbert Peter, eröffnet. Diese war zuvor schon in der Brigittenau zu sehen und wurde jetzt mit Schautafeln der Synagogen der Leopoldstadt ergänzt.
In den letzten Jahren wurden über 20 Synagogen virtuell rekonstruiert und in die Straßenzüge eingebaut. Auch Modelle sind zu sehen und Pläne wurden ausgegraben.
Es sprachen Peter Mlczoch (GB), BV Gerhard Kubik und Ausstellungsmacher Bob Martens. Es begrüßte auch der „Doyen“ der österreichischen Synagogenforschung, Pierre Genée, die Gäste. BesucherInnen brachten sich in die Diskussion ein und erzählten von ihrem Wissen zu Synagogen und Bethäusern. Ein Büchertisch des Verlags Mandelbaum mit einschlägigen Büchern und die Publikation
Die zerstörten Synagogen Wiens
Wien: Mandelbaum, 2010, 2. Auflage
von den Ausstellungsmachern Bob Martens und Herbert Peter lagen auf.
Mehr zu den technischen Details der virtuellen Rekonstruktion der Synagogen auf der Webseite von Bob Martens: http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/6646/
Die interessante Ausstellung ist nur bis zum 29. Oktober zu sehen, also schnell vorbeischaun, am besten gleich kommenden Sonntag, 17.10., 15 Uhr, es werden neue Stationen des Wegs der Erinnerung durch die Leopoldstadt eröffnet:

WEG DER ERINNERUNG LEOPOLDSTADT – neue Stationen und ihre Geschichte(n)
Sonntag, 17.Oktober 2010 um 15h
im Grätzelzentrum der Gebietsbetreuung

Eröffnung: Es sprechen Angehörige und Elisabeth Ben David-Hindler (Verein Steine der Erinnerung).
Anschließend Begehung einiger Stationen im Stuwerviertel.

Ausstellung „Zerstörte Synagogen“, 13. bis 29. Oktober 2010
Montag bis Mittwoch 9.00 – 12.00 Uhr, 13.00 – 17.00 Uhr, Donnerstag, 13.00 – 19.00 Uhr, Freitag, 9.00 – 12.00 Uhr – am besten nach tel. Voranmeldung, damit der Ausstellungsraum nicht gerade besetzt ist: (+43 1) 214 39 04
Ort: Grätelzentrum der Gebietsbetreuung
Max-Winter Platz 23, 1020 Wien

Mehr Fotos zur Ausstellungseröffnung hier.





FPÖ lässt „Kellernazi“ auf die Leopoldstadt los

4 10 2010
Foto: Martin Juen

Foto: Martin Juen

Die Leopoldstadt war während der Nazizeit jener Bezirk, von dem die meisten Menschen jüdischer Herkunft deportiert und zu Tausenden ermordet wurden oder vielleicht gerade noch die Flucht schafften. Hier gibt es noch immer genug an Aufarbeitung zu tun. Schlimm sind nun die Kandidaturen von Menschen auf der FPÖ-Bezirksliste, die ein ausgesprochen fragwürdiges Verhältnis zur braunen Vergangenheit haben.

Auf Platz 4 kandidiert Franz Lindenbauer. Er ist jener junge Mann, dem ein Hakenkreuz auf die Haut gekritzelt wurde und dieses noch sichtbar stolz in die Kamera gehalten und im Internet veröffentlicht hat. Seine Rechtfertigung später: Es sei ihm im Suff raufgekritzelt worden und habe es gar nicht bemerkt…..!

So etwas macht man nicht zum „Spaß“, es erfüllt den Tatbestand der Wiederbetätigung, auch wenn es die eigene Haut ist. Es ist außerdem ein deutliches Signal der FPÖ, dass braun bei den Blauen willkommen ist.

Dem aber nicht genug, haben die Bezirksfreiheitlichen auch noch braune Wahlhelfer im Einsatz. So war vor nicht all zu langer Zeit ein Jürgen D. als Straches und Seidls Wahlhelfer im Gemeindebau Handelskai 214 und auch im Wurstelprater unterwegs. 
News hat jetzt Fotos von Jürgen D. in eindeutiger Pose abgebildet. (Abschrift von APA nachstehend. Faksimile wird noch nachgeliefert!) Es besteht auch hier kein Zweifel, dass Jürgen D. mit dem braunen Sumpf liebäugelt. Bei den Bezirksblauen dürften die Neonazis aber trotzdem gerne gesehen sein, denn der Bezirksobmann versucht auch hier wieder einmal zu beschwichtigen. Es wäre also höchst an der Zeit, Herr Seidl, wenn sie diese braunen Gestalten schon nicht sehen können, wenn sie es vielleicht einmal mit riechen versuchen.
Mir ist schon klar, dass Sie jetzt wieder „OTS-mäßig“ über mich herfallen werden, denn die Politik der FPÖ ist ja: Das Braune an uns säubern wir nicht selbst, sondern wir schlagen den, der uns darauf aufmerksam macht.

Ich versprech es Ihnen, ich sehe es gelassen, denn ein Leitspruch meiner Politik ist : „Wehret den Anfängen“, das bin ich der Leopoldstadt schuldig.

Adi Hasch

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Nordbahnhof: Ansturm auf den Wasserturm

1 10 2010

Der alte Wasserturm als Stadtteilzentrum am Nordbahnhof

Schon bei unserer open air – Sprechstunde beim Rudolf Bednar Park merkten wir, dass es ein reges Interesse am von den Grünen entwickelten Kommunikationsprojekt Wasserturm, dem Nordbahnhofgelände selbst und den bevorstehenden Planungen gibt.

Brigitte Redl – Grüne Bezirksrätin in spe – organisierte eine Fachführung und konnte dafür den Historiker und Stadtforscher Manfred Schenekl gewinnen, der uns durch das Areal begleitete. Etwas Internetwerbung, aber auch ein wirklich guter Bericht in der Bezirkszeitung mit Terminankündigung ließ erwarten, dass wir nicht alleine durch das Gelände streunen werden.

Stadtforscher Manfred Schenekl referiertDass es aber gezählte 82 Personen waren, die diese Führung mit uns machten, war wirklich nicht zu erwarten und stellte uns auch akustisch vor eine Herausforderung.

Manfred Schenekl gab einen höchst interessanten historischen Abriss des Areals, von der einstigen Aulandschaft über den wichtigsten Kohlenbahnhof der Monarchie, seinen Aufstieg und auch den Niedergang, bis zum kriegswichtigen Versorgungsbahnhof im Naziregime samt seiner Zerstörung durch die Alliierten. Aber auch das Interesse der Stadt Wien an der städtebaulichen Entwicklung dieser zentrumsnahe „Brache“ bis zur Erstellung des städtebaulichen Leitbild 1994 war Thema.

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Spaziergang auf dem Nordbahnhofgelände!

30 09 2010

Noch liegt der Wasserturm versteckt in der Gstettn des Nordbahnhofs.

Die Grünen Leopoldstadt laden herzlich zu einem Spaziergang auf dem Nordbahnhofgelände!
Manfred Schenekl, Historiker und Stadtforscher, begleitet uns durchs Areal.
Bei einem Lokalaugenschein auf dem Gelände des ehemaligen Nordbahnhofs können wir genaueren Aufschluss über die neue Wohnhausanlage gewinnen, aber auch die Geschichte kommt nicht zu kurz. Der Wasserturm und sein Lebensumfeld, die Gstettn, kann später mit den BewohnerInnen langfristig erobert werden.
Mit Adi Hasch, Bezirksvorsteher-Stellvertreter, Brigitte Redl-Manhartsberger, Architektur- vermittlerin und Grünen BezirksrätInnen.
Wann? Freitag, 1. Oktober, 16:30 Uhr Treffpunkt? Bednar Park, Ecke Fanny-Mintz-Gasse Ende? ca. 18:00
Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Plan des Nordbahnhofs








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