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DAS BLOG DER GRÜNEN IN WIEN LEOPOLDSTADT


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Picknicken im „Wohnzimmer“ Augarten

Der Augarten ist 9758558484_351132f8cf_bauch für uns Grüne ein wichtiges Naherholungsgebiet, wo wir uns bei den Aufenthalten im Augarten erholen und Energie für unsere Aktivitäten schöpfen.

Heute Sonntag trafen wir uns zu einem Picknick im Lindenheim im Augarten, neben der Bunkerei. Wir brachten neben einem Biofrühstück unsere Decken und Liegestühle mit, auch unsere Freunde und Freundinnen nutzten diese, um die Herbstsonne zu genießen.

Liegestühle-Augarten-0913Vor Ort diskutierten wir, warum der Augarten nicht wie alle anderen Parks in Wien zu benutzen ist, sondern wir von Verboten umgeben sind. Ein Grund ist, dass der Augarten der Burghauptmannschaft (Wirtschaftsministerium) untersteht und nicht der Stadt Wien. Dagegen setzt eine moderne Parkordnung die Anliegen der BesucherInnen um, und spart mit Verboten. Derzeit haben BesucherInnen im Augarten stets das Gefühl, Verbotenes zu tun, wird Ihnen doch bei den Eingängen bereits gesagt, was sie alles nicht tun dürfen…

Auch das von allen Institutionen im Augarten mit beschlossene Leitbild war Thema und natürlich auch die Zufahrt der Autos zum „Parkplatz“ vor dem Restaurant decòr. Unsere Forderungen für den Augarten bleiben aufrecht!

Wir Grünen fordern für den Augarten:

  • Gleiche Rechte für die Augarten-Besucherinnen und Besucher wie in anderen Parks von Wien.
  • Umsetzung des beschlossenen Leitbilds – v.a. einen neuen Eingang am Augartenspitz und einen regelmäßigen Runden Tisch.
  • Autos raus aus dem Augarten – oder fahren Sie mit Ihrem Auto ins Wohnzimmer?


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Unser Augarten!

Danke an euch alle, die Ihr heute in den Augarten gekommen seid! Solidarisch für jene, die gestern noch von der Security aus den Wiesen, auch von den ausgewiesenen Liegewiesen, verwiesen worden waren, picknickten heute viele AugartenliebhaberInnen im Augarten, in den besagten „barocken“ Wiesen.

Augartenpicknick Mai 2013_2

An die 100 Leute beim Picknick auf den Wiesen beim Eingang. Auch die Wiese beim Awawa war voll.

Heute am 16.5. fand also ein historisches Flashmob-Picknick auf den Wiesen im Augarten statt. Am Tag davor verwies ein privater Sicherheitsdienst im Auftrag der Burghauptmannschaft noch die Menschen aus den Grünflächen und drohte für heute Strafen an. Nicht zu vergessen die Eltern der Kindergartenkinder, die ihren Nachwuchs nicht mit Auto, sondern mit Rädern in den Kindergarten mitten im Augarten bringen und noch am Tag zuvor vom Sicherheitsdienst von den Rädern geholt wurden und so Kinder zum Weinen brachten.

Gegen überzogene Verbote spricht sich auch der Grüne Gemeinderat Klaus Werner-Lobo aus.

“Die Zeiten, in denen die autoritäre Maxime ‘Rasen betreten verboten’ in öffentlichen Parkanlagen herrscht sollten längst vorbei sein. Der Augarten gehört uns allen, die Burghauptmannschaft ist lediglich Verwaltungsorgan und möge die Parkordnung dringend im Sinne der öffentlichen Nutzung reformieren anstatt private Securitys auf Familien zu hetzen die dort Erholung suchen.”

Dem schließen wir uns an, denn der Augarten ist ein öffentlicher Erholungsraum für jung und alt, ein Begegnungsort für AnrainerInnen und Menschen unterschiedlichster Herkunft. Dank der Facebook-Community war das mediale Echo (Standard online und ein langer Bericht in Wien heute) groß, und die Burghautpmannschaft ruderte zurück. Es seien nur die vier Wiesenflächen gemeint…
Die Parkordnung fordere das Verbot von Radfahren, das Liegen und Spielen in den Wiesen. – Warum kommuniziert die Burghauptmannschaft nicht im Vorfeld mit den AugartenbesucherInnen? Wen stört die bisherige Vorgangsweise einer stillen Duldung wirklich?

Anderswo - in  Sydney: Please walk in the grass

Anderswo – in Sydney: Please walk in the grass

Jedenfalls, wir bleiben dran. Bitte gebt uns Bescheid, was die Security so tut, wenn sie ihre Runden zieht: Ruft entweder am grünen Handy (0676/898 400 202) an oder schickt mir eine Mail (uschi.lichtenegger@gruene.at).

Uschi Lichtenegger


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Für Wiesenfreiheit im Augarten!

AugartenfeelingDas Naherholungsgebiet Augarten ist bedroht. Seit dem 15. Mai 2013 vertreiben private Securities im Auftrag der Burghauptmannschaft Menschen von den Liegewiesen im Augarten, drohen mit Polizei und zwingen die Eltern und ihre mitradelnden Kinder auf dem Weg zum Augartenkindergarten zum Absteigen. Andererseits sind AutobesitzerInnen und KundInnen des Restaurants Decor gerne im Augarten gesehen und dürfen auch nächtens mit dem Auto in den Augarten einfahren.

Augarten Schuhe ausziehenFlashmob-Picknick am Donnerstag, 16. Mai 2013, 17 Uhr im Augarten

Lassen wir uns das nicht gefallen! Der Augarten gehört uns allen! Die Zeiten, in denen “Rasen betreten verboten” für öffentliche Parks geherrscht hat, sollten dem vorigen Jahrhundert angehören. Wir wollen keine privaten Securityfirmen, die uns aus öffentlichen Raum vertreiben.

Wir treffen uns auf der ersten großen Wiese nach dem Eingang (zwischen Restaurant Décor und Bunkerei) zum Picknick-Flashmob. Alles was verboten ist, bringt mit! Liegematten, Picknickausrüstung, Instrumente, Räder, Rodeln, Skier. Und was euch sonst noch einfällt.

BITTE KOMMEN, WEITERLEITEN, WEITERSAGEN!!!

AugartenwidmungDer Augarten gehört uns allen!

Der Augarten ist 1775 von Josef II. als ein Erlustigungsort für alle Menschen gewidmet, der Augarten gehört uns allen, der Besitzer ist die Republik Österreich. Der Verwalter – der also quasi uns alle als EigentümerInnen vertritt – ist die Burghauptmannschaft, die im Ministerium von BM Mitterlehner (Wirtschaft, Familie und Jugend) angesiedelt ist.

Für die Verwaltung des barocken Gartens sind die Bundesgärten zuständig – zugehörig dem Ministerium von BM Berlakovic. Und wenn es nach diesem ginge, gäbe es Gift auch im Augarten, welches nicht nur für die Bienen, sondern auch für Menschen schädlich ist.


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Quo vadis Augarten?

quo vadis augarten zumtobel 1Eine wirklich sehenswerte Ausstellung ist innerhalb von wenigen Minuten von der Leopoldstadt erreichbar (Stephansplatz) und noch bis kommenden Donnerstag, 21.3., 17 Uhr, im Zumtobel Lichtforum zu sehen. StudentInnen der TU Wien, Raumgestaltung, haben sich in der Semesterarbeit mit dem Augarten beschäftigt und haben kreative Ideen auf Papier und in die Ausstellung eingebracht.

Konkret: Präsentiert werden die Entwurfsergebnisse der Studierenden der Fakultät für Architektur und Raumplanung der Technischen Universität Wien.
quo vadis augarten zumtobel 2
Das Objekt Augarten:

Der Augarten und seine Nachbarschaft haben in den letzten Jahren einen Aufschwung erfahren. Bestehende Einrichtungen wurden renoviert oder neuen Funktionen zugeführt, andere wurden neu errichtet. So reihen sich zwischen Taborstraße und Gaußplatz die Wiener Sängerknaben, die Porzellanfabrik Augarten, die Bunkerei, das Awawa, das Stadtgartenamt und die Pfarre Muttergottes am Gaußplatz.

Die Aufgabenstellung:
Als Bauplatz für die Entwurfsthemen wurde der Vorbereich des Augartens entlang der Oberen Augartenstraße gewählt, mit dem Ziel die städtebauliche Achse entlang der Oberen Augartenstraße aufzubrechen und den Vorbereich des Augartens mit den Architekturen und Funktionen im Augarten zu vernetzen.
quo vadis augarten zumtobel 3
Die Präsentation der Arbeiten fand am 5. März statt, von diesem Event stammen auch die Fotos. Bei der Podiumsdiskussion nahmen unter Moderation Anton Kottbauer, Ass. Professor TU Wien Raumgestaltung, teil: Dietmar Feistel, Delugan Meissl Associated Architects, Martin Forstner, Gebietsbetreuung Stadterneuerung, Brigitte Mang, Bundesgärten Wien, Innsbruck
StudentenvertreterIn

Die Ausstellung Quo vadis Augarten? ist im Zumtobel Lichtforum Wien, Jasomirgottstraße 3-5, 1010 Wien, noch nächste Woche von Montag, 18.3. bis Donnerstag, 21.3., 8.00 – 17.00 zu besichtigen.

Kurzvorstellung von einzelnen Arbeiten im Link weiter unten:
http://www.raumgestaltung.tuwien.ac.at/presse/articles/quo-vadis-augarten.html

Weitere Fotos der Ausstellung:http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/sets/72157632966184699/


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Wintersport im Augarten

Wann werden diese Schilder endlich abmontiert?

Wann werden diese Schilder endlich abmontiert?

Vor rund einem Jahr habe ich bereits einen Blogbeitrag zu den skurrilen Verboten im Augarten geschrieben. Erwartungsgemäß hat die Burghauptmannschaft darauf nicht im geringsten reagiert. Also stehen die Schilder immer noch in der Gegend herum.

Zum Glück kümmert sich niemand darum. Nach den starken Schneefällen am Samstag war der Augarten voll mit Mini-RodlerInnen und Schneemann-ArchitektInnen – ein Schneemannbauverbot hat die Burghauptmannschaft auf ihren Schildern übrigens noch vergessen.

Jedenfalls hat es jetzt gerade wieder zu schneien begonnen und ich kann allen nur raten, den Schnee morgen noch auszunutzen. Schneemänner kann es gar nie genug geben.

Seltsame Gesellen im Park

Seltsame Gesellen im Park

Und noch etwas kann ich empfehlen – Langlaufen im Augarten. Ich war heute – trotz Verbot – und werde morgen sicher wieder gehen.

Rudolph, the red nose rendeer (snowman)

Rudolph, the red nose rendeer (snowman)

Ein mutiger Langläufer trotzt dem Verbot ;-)

Ein mutiger Langläufer trotzt dem Verbot ;-)

Und falls ich doch eine Besitzstörungsklage bekommen sollte, werden sich die Zeitungen sicherlich über diese Skurrilität freuen. Besser wäre es natürlich, wenn diese blöden Schilder gleich abmontiert werden würden.

Wolfgang