Kundenvertreibungspolitik der Wiener Linien

21 05 2012

Bike&Ride? – nie gehört!

Die Kombination von Radfahren und U-Bahnfahren ist eine der schnellsten und intelligentesten Fortbewegungsarten in der Stadt. Leider sind die Wiener Linien gerade dabei, diese Kombination zu torpedieren und damit ihre eigenen Kunden zu verscheuchen. Meiner Meinung nach eine ziemlich unintelligente Politik.

Es gibt rund um viele U-Bahnstationen im 2. Bezirk eh schon viel zu wenige Radständer, daher ist es seit vielen Jahren übliche Praxis, Fahrräder an den Handläufen rund um die Stationsgebäude anzuhängen. Sicherlich nicht die beste Lösung, aber immer noch besser als alle Verkehrszeichen rund um die U-Bahnstationen zu behängen.

Warum stört dieses Fahrrad die Wiener Linien?

Letzte Woche haben die Wiener Linien damit begonnen, Radverbotsschilder bei den U-Bahnstationen anzubringen. Und es wurden bereits Fahrräder tatsächlich abgeschleppt. Mich würde echt interessieren, was die Wiener Linien daran wirklich stört. Mir fällt kein vernünftiger Grund ein.

Konkret geht es hier um die U2-Station Taborstraße, aber offenbar ist das nicht die einzige U-Bahnstation, bei der die Wiener Linien durchgreifen. Statt dass die Wiener Linien selber auf ihrem Grund Radständer errichten, vertreiben sie mit dieser kurzsichtigen Politik ihre eigenen Kunden.

Bei dieser Station gibt es jetzt schon zu wenige Radständer, deswegen haben wir im Juni 2011 beantragt, dass neue Radständer errichtet werden. Im November (!) 2011 erklärte uns der SP-Vorsitzende der Bezirks-Verkehrskommission, dass in der Kleinen Pfarrgasse 8 neue Radständer in der Parkspur errichtet werden. Leider hat er nicht dazugesagt, wann. Immerhin ist das bereits wieder ein halbes Jahr her. Ich werde ihn wohl wieder mal fragen müssen, wann diese Radständer kommen.

Wann kommt der Bolzenschneider der Wiener Linien?

Übrigens, die Beschwerde-Mailadresse der Wiener Linien lautet: kundendienst@wienerlinien.at

Wolfgang





Open House mit Gemeinderat Maresch

4 04 2012

Open House am Mi., 11.4.

An jedem 2. Mittwoch im Monat laden wir alle interessierten LeopoldstädterInnen in Zukunft im Grün2 in der Novaragasse 7 von 19 bis 21 Uhr zu einem Open House der Grünen Leopoldstadt ein.

Hier hoffen wir auf regen Austausch mit den BewohnerInnen unseres Bezirks. Wir berichten gerne von unserer Arbeit im Bezirk und laden auch Grüne Mandatare aus Land und Bund ein, um uns alle zu informieren.

Rüdiger Maresch kommt in die Leopoldstadt

Am kommenden Mittwoch, den 11.4. wird der Umwelt- und Verkehrssprecher der Wiener Grünen, Gemeinderat Rüdiger Maresch, als special guest zu uns kommen und für Ihre/Deine Fragen zur Verfügung stehen (19-21 Uhr).

Fragen bzw. Themen gibt es in der Leopoldstadt sicherlich mehr als genug.

-         Wann kommen die neuen Straßenbahnen-Verlängerungen in der Leopoldstadt (Linie O und 18)?
-         Wird es in der Leopoldstadt neue Wohnsammelgaragen geben?
-         Welche Ampelschaltungen machen besondere Probleme?
-         Kommt die Verlängerung der Schnellbahn S45 bis zum Praterkai?
-         Staubbelastung am Nordbahnhofgelände und Baumfällungen in der Leopoldstadt?
-         uvam.

Wir würden uns sehr freuen, Euch/Sie zu diesem interessanten Termin begrüßen zu können.

Wolfgang





Das Bezirksparlament tagt wieder

27 03 2012

Wieder einmal ein Live-Blog von der Sitzung der Bezirksvertretung Leopoldstadt.

Das Amtshaus in der Karmelitergasse 9

16 Uhr: Es gibt heute wieder einmal eine Menge ZuschauerInnen. Gut, wenn diese Sitzungen nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Anträge aus verangenen Sitzungen:

- Wir wollten, dass die Zufahrt zum Schulzentrum Kl. Sperlgasse von illegal einfahrenden bzw. parkenden Pkws freigehalten wird.
Es gab eine Ortsverhandlung. Ergebnis: Keine baulichen Maßnahmen möglich, aber die MA67 wird ersucht, verstärkte Kontrollen durchzuführen, um das Fahrverbot zu kontrollieren.
Na immerhin, hoffen wir, dass das etwas bringt.

- Wir haben beantragt, dass die Endstelle der Linie 11B verlegt wird, weil die derzeitige Endstelle eine unzumutbare Lärm- und Abgasbelastung für die AnrainerInnen darstellt. Stadträtin Brauner antwortet, dass das leider nicht sinnvoll und möglich sei.
Von Grüner Seite war das sicherlich nicht das letzte Wort in dieser Angelegenheit.

Und nun kommen wir zu den heutigen Anträgen:

- Die ÖVP verlangt, dass die Zelte auf der Wiese neben dem Augartenspitz polizeilich geräumt wird. Die SPÖ erklärt, dass sie getrennt abstimmen werden. Das kommt sonst fast gar nicht vor, sehr ungewöhnlich.
VP-Hefelle, der medial die Räumung verlangt hat, berichtet von persönlichen Bedrohungen, die ihm erzählt wurden. Er sagt, dass sich die SPÖ durchlavieren will und dass Häupl ein großer Befürworter der Konzerthalle ist.
Hefelle glaubt nicht, dass es hier tatsächlich Demonstrationen bzw. Veranstaltungen gibt.
Adi Hasch (Grüne): Es finden regelmäßig Kulturveranstaltungen im Zelt statt. Es ist halt eine andere Art der Kultur, nicht die Sängerknaben-Kultur.
Beide Kulturformen haben ihre Berechtigung. Verschiedene Kulturformen müssen in der Leopoldstadt möglich sein.
Hefelle repliziert: Er hat 13 Ostbahn-Kurti-CDs, aber keine einzige der Sängerknaben. (*Aha, löblich, aber was sagt uns das?*)
Inzwischen ist Hefelle bei der Verkehrspolitik der Grünen angelangt, interessante Verknüpfung…
Ihn stört die Besetzung und sagt, dass das auch die Bevölkerung so sieht – behauptet er…
Hasch erklärt, dass Hefelle den Kulturkampf begonnen hat, indem er diesen Antrag gestellt hat.
Dögl (Grüne): Es geht um den öffentlichen Raum. Auch die Sängerknaben besetzen öffentlichen Raum. Wer beschwert sich hier wirklich?
Lichtenegger (Grüne): Es ist dort keine Besetzung, es ist eine öffentliche Kundgebung, die polizeilich angemeldet und nicht untersagt ist. Diese Kundgebung ist ein Recht aller Staatsbürger. Schlimm, wenn dieses Grundrecht von der Bezirksvertretung beschnitten wird.

Abstimmung: Der Antrag wird mit den Stimmen von FPÖVP und einigen BezirksrätInnen der SPÖ knapp angenommen. Hier haben die Stimmen der SPÖ den Ausschlag gegeben.

- Wir beantragen Radfahren gegen die Einbahn in der Glockengasse von der Gr. Stadtgutgasse bis zur Novaragasse.
Der Antrag wird mit den grünroten Stimmen der Verkehrskommission zugewiesen.

- Seit heuer halten sich viele AutofahrerInnen nicht mehr an das Wochenendfahrverbot in der Stadionallee/Meiereistraße. Trotz häufiger Polizeipräsenz hat sich daran in den letzten Wochen nichts geändert. Wir beantragen, dass Maßnahmen gesetzt werden, die diese Entwicklung unterbinden. Diese Maßnahmen sollen in der Verkehrskommission erarbeitet werden.
Der Antrag wird gegen die Stimmen der FPÖ der Verkehrskommission zugewiesen.

- Die FPÖ beantragt ein generelles Bettelverbot im Bezirk.
Es gibt eine grundsätzliche Debatte zwischen uns und der FPÖ. Die FPÖ „sorgt“ sich um die armen Bettler aus Osteuropa und breitet alle gängigen Gerüchte aus – Zwang, Selbstverstümmelung, organisiertes „Verbrechen“, Verschleppung, Gsindl, Autoschieberbanden, etc.
Wir meinen, dass die Armut bekämpft werden soll und nicht die Armen.
Die ÖVP glaubt zwar auch, dass die meisten Bettler zu organisierten Banden gehören, aber es gibt auch einige wenige andere. Und jene würden mit diesem Antrag auch getroffen werden, deshalb wird die ÖVP getrennt abstimmen.
Die SPÖ wird dagegen stimmen, weil es eh ein neues Landesgesetz gibt, welches gegen die organisierte Bettlerei gerichtet ist.
Abstimmung: Alle außer der FPÖ stimmen gegen den Antrag.

- Die SPÖ bringt einen Antrag ein, der die Prostitution von 6-22h verbieten soll. Es soll geprüft werden, ob die Straßenprostitution überhaupt in der Leopoldstadt verboten werden kann. Auch sollen die rechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung von selbstverwalteten Laufhäusern geprüft werden.
Lichtenegger (Grüne) berichtet, dass es derzeit auf Landesebene intensive Gespräche gibt, um die Schwächen des aktuellen Prostitutionsgesetz zu beheben. Diese Gespräche sollten abgewartet werden, es soll keine Präjudizierungen durch einen Beschluss der Bezirksvertretung geben. Deshalb werden die Grünen den Antrag ablehnen.
Ein Tiefpunkt der Debatte stellt ein Zwischenruf eines bekannten FPÖ-Scharfmachers und -Bezirksrat dar: Als Uschi über die aktuellen Entwicklungen berichtet und erwähnt, dass die schwarzen Prostituierten untergetaucht sind, ruft dieser FPÖ-Bezirksrat dazwischen: „Gott sei Dank!“ – Kommentar überflüssig…
Der Antrag wird mit den Stimmen von SPÖ und FPÖVP angenommen.

- Die SPÖ möchte die Parkraumbewirtschaftung rund um die Wirtschaftsuni und das Viertel2 ausdehnen, was natürlich Sinn macht.
Der Antrag wird von Grünen und SPÖ mehrheitlich angenommen.

- Wir wollen, dass die U2-Station Taborstraße auf Taborstraße/Augarten umbenannt wird. Diesem Vorschlag haben die anderen Parteien bereits in der vorhergehenden Präsidiale zugestimmt, sodass daraus ein Allparteienantrag wurde, dem in der Sitzung natürlich alle zustimmen.

Die Sitzung endet ca. um 18:15 Uhr.

Wolfgang





Ein neuer Postpartner für das Karmeliterviertel fehlt

6 03 2012

Die Pläne der Post AG. Für sie endet die Leopoldstadt offenbar bei der Taborstraße.

Klubobfrau Lichtenegger übergibt Bezirksvorsteher Kubik die von den Grünen gesammelten Unterschriften gegen die Postamtsschließungen. Foto: Juen.

Am Montag, den 27.2. fand im Haus der Begegnung in der Leopoldstadt eine Bürgerversammlung zu den geplanten Postamtsschließungen statt. Wie nicht anders zu erwarten war, haben die Vertreter der Post AG die geplanten Änderungen verteidigt. Offenbar ist es eine österreichweite Strategie der Post, die meisten ihrer Postämter in Bawag-Filialen zu verlegen. Die Frage, ob dadurch die Qualität der Postdienstleistungen erhalten werden kann, konnte an diesem Abend nicht beantwortet werden. Auch nicht meine konkrete Frage, ob durch die Zusammenlegungen die Anzahl der Postschalter in der Leopoldstadt noch geringer und damit die Warteschlangen für die PostkundInnen noch länger werden.

Die Postvertreter meinten, dass die geplanten Verlegungen keine Standortfrage seien. Dem muss ich heftig widersprechen. Gehen wir die einzelnen Standorte konkret durch.

1) Das Postamt 1022 am Praterstern soll in die Bawag-Filiale in der Praterstraße 68 verlegt werden – diese Filiale ist gerade einen Häuserblock vom Hauptpostamt in der Weintraubengasse entfernt. Tausende LeopoldstädterInnen, die derzeit täglich am größten Öffi-Knoten der Leopoldstadt vorbeikommen und ihre Postgeschäfte so nebenbei am Nachhauseweg erledigen können, können dies nicht mehr tun.

2) Das Postamt 1024 in der Engerthstraße 191 soll in die Bawag-Filiale in der Lassallestraße 36 verlegt werden. Vom Zentrum des Stuwerviertels an dessen Rand. Hier war allerdings Bewegung zu erkennen. Die Post kündigte an, im Bereich Engerthstraße/Hillerstraße einen Postpartner – der zumindest einige Funktionen eines echten Postamts übernehmen soll – zu suchen. Das wäre zumindest schon ein erster Erfolg der Proteste von Bürgerinitiativen, Grünen und Poldi.

Über 200 LeopoldstädterInnen nahmen an der Bürgerversammlung teil und protestierten gegen die Postamtsschließungen. Foto: Juen.

3) Das Postamt 1025 in der Krummbaumgasse 2 soll in die Bawag-Filiale in der Taborstraße 37 verlegt werden. Auch diese Bawag-Filiale ist am Rande eines Wohnviertels, des Karmeliterviertels, 550m vom jetzigen Postamt entfernt. Jenes liegt direkt neben dem Karmelitermarkt im Grätzlzentrum. Diese Verlegung bedeutet eine Schwächung des Karmelitermarkts. BewohnerInnen, die am äußersten Rand des Karmeliterviertels – beim Gaußplatz – wohnen, müssen in Zukunft 1,2 km bis zum Postamt 1025 gehen.

Das Podium: Bezirksvorsteher Kubik und die Herren Mondschein und Fuchs von der Post AG. Foto: Juen.

Hier war bei der Bürgerversammlung von Seiten der Post keinerlei Bewegung zu erkennen. Sollte der Standort Krummbaumgasse tatsächlich geschlossen werden, so verlangen wir rund um den Karmelitermarkt einen zusätzlichen Postpartner.

Denn was im Stuwerviertel möglich ist, sollte im Karmeliterviertel auch möglich sein.

Wolfgang





Rodelverbot im Augarten

12 02 2012

Schade. Früher war der Augarten ein Eldorado für Downhill-Racer, wilde Skeleton-PilotInnen und angehende Wasalauf-SiegerInnen. Doch damit ist ab sofort Schluss.

Nichts als Verbote im Wintersportgebiet Augarten

Im Zuge ihrer angekündigten Charmeoffensive verbieten die Bundesgärten nun alle diese gefährlichen Freizeitaktivitäten im Augarten. Sollen sich die hoffnungsvollen Nachwuchs-SportlerInnen ihre Sportarten doch im Fernsehen anschauen. Da können sie sich wenigstens nicht so leicht dabei wehtun und die Bundesgärten haben keine Scherereien mit der Haftung, falls doch einmal ein Baum oder ein Mistkübel im Weg stehen sollte.

Aber jetzt einmal im Ernst: Seit kurzem steht beim Haupteingang zum Augarten in der Oberen Augartenstraße – ja, das ist dort, wo übrigens immer noch die Autos der Restaurant-BesucherInnen mit dem Auto reinfahren dürfen – ein Schild. Falls ich es richtig interpretiere, verbieten die Bundesgärten damit das Rodeln, Skifahren und Langlaufen im Augarten.

Darf ich jetzt nicht mehr rodeln?

Generationen von Kindern haben die kleinen Hügeln und abschüssige Flächen im Augarten genutzt, um bei geringer Schneelage in nächster Wohnnähe Wintersport zu betreiben, entweder mit Rodel und Bob oder mit Skiern. Das war nicht nur gesund, es hat auch viel Spaß gemacht.

Und das wollen die Bundesgärten nun verbieten? Das ist doch absurd. Daher werden wir den zuständigen Burghauptmann auffordern, dieses Verbot wieder aufzuheben.

Wolfgang





Ab Sommer 2012: Neue Autobuslinie 5B

29 01 2012

Neuer Bus als wichtige tangentiale Öffi-Verbindung im Bezirk

Nun ist es ganz offiziell und auch schon auf der Website der Stadt Wien nachzulesen. Ab Sommer 2012 wird eine neue Autobuslinie vom Praterstern (U1, U2) über die Taborstraße (U2), die Obere Augartenstraße, den Gaußplatz, den Wallensteinplatz und die Jägerstraße (U6) nach Heiligenstadt (U4) fahren.

Der Bus 5B ist v.a. für die östlichen Teile des Karmeliterviertels eine wichtige Querverbindung zu mehreren U-Bahnlinien, zur Tabor- und zur Wallensteinstraße. Außerdem bedeutet dies auch, dass die derzeit viel zu kurzen Betriebszeiten des 80A westlich des Pratersterns der Vergangenheit angehören, weil der 80A hier durch den 5B ersetzt wird und jener länger fahren wird.

Die neue Buslinie war echt eine schwere Geburt und ich frage mich immer wieder, wieso es in Wien so lange dauert, bis sich gute Ideen durchsetzen, aber wurscht, nun dauert es ja „nur“ noch ein paar Monate.

Früher fuhr in der Oberen Augartenstraße noch durchgehend eine Straßenbahn, nun kommt zumindest wieder ein Bus

Wir Grüne haben eine durchgehende ÖV-Verbindung in der Oberen Augartenstraße bereits seit langem gefordert. Eine Buslinie haben wir im März 2010 beantragt. Diesen Antrag hat Finanzstadträtin Brauner zuerst abgelehnt, weil ihrer Meinung nach dafür kein Bedarf bestand. Doch dann verkündeten die beiden Bezirksvorsteher aus dem 2. und 20. Bezirk in einer Presseaussendung im Wahlkampf 2010, dass es diese Buslinie ab 2011 doch kommen soll.

Und jetzt ist er endlich fix. Mit Sommer 2012. Spät, aber immerhin.

Wolfgang





Ein Zeichen gegen Rechtsextremismus

26 01 2012

Am 27. Jänner 2012 jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Wir Grüne sind Teil einer Plattform, die eine Gedenk- und Aktionswoche gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus veranstaltet.

Die extreme Rechte Europas trifft sich in Wien

Während die Rechten am WKR-Ball in der Hofburg tanzen, machen wir eine Kundgebung. Die Kundgebung gegen Rechtsextremismus und WKR-Ball beginnt am Heldenplatz ab 18:30 Uhr. Kommt zur Demo und setzt damit ein Zeichen.

Ein Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus in unserer heutigen Gesellschaft. Und dagegen, dass sich Österreichs Rechtsaußengesellschaft in der Hofburg mit einschlägig bekannten rechten Recken aus ganz Europa vernetzt. Die Hofburg ist einer der repräsentativsten und herrschaftlichsten Orte. Das Treffen erhält dadurch enormen symbolischen Wert und gibt den Rechten in Europa viel Selbstvertrauen.

Wolfgang





50 Jahre Schnellbahn in Wien

17 01 2012

Schnellbahnen und U-Bahnen sind das Rückgrat des Öffentlichen Verkehrs in Wien. Mit Hilfe dieser Schnellverbindungen rücken die Wiener Bezirk, aber auch das niederösterreichische Umland nahe zusammen.

http://www.flickr.com/photos/32360853@N05/sets/72157628909908693/

Bei der heutigen Zugstaufe: GR Rüdiger Maresch, Verkehrssprecher der Wiener Grünen und ÖBB-Chef Christian Kern

Die Schnellbahn fährt in Wien nun bereits seit 50 Jahren.  Anlässlich dieses Jubiläums veranstalten die ÖBB heute am Praterstern einen kleinen Festakt. Um 11 Uhr gibt es einige Festansprachen und eine Zugstaufe. Anschließend bieten die ÖBB Medienvertreter und S-Bahn-Fans (Anmeldung über Facebook) eine ca. 1stündige Rundfahrt (Praterstern-Meidling-Donauländebahn, über Stadlau und Floridsdorf zurück zum Bahnhof Wien Praterstern) mit dem getauften Zug an.
Darüberhinaus gilt heute die Freifahrt für alle Kunden auf dem ÖBB-Netz innerhalb der Kernzone Wiens.

Schließlich wird morgen in 8 Bezirksmuseen die Sonderausstellung „50 Jahre Wiener Schnellbahn“ (von 17. Jänner 2012 bis zum 1. Juli 2012) eröffnet. Die Eröffnung der Ausstellung im Bezirksmuseum Leopoldstadt findet am 17.1.2012 um 18:30 Uhr statt.

Die Verlängerung der S45 bringt den BewohnerInnen der Leopoldstadt viele Vorteile

Wir Grüne setzen auf attraktivere Öffis, um den Autoverkehr in der Stadt effektiv reduzieren zu können. Deshalb treten wir in den Verhandlungen mit den ÖBB auch schon seit Jahren für eine Verlängerung der S45-Vorortelinie von der jetzigen Endstation Handelskai über die Donauuferbahn bis zum Praterkai (Verknüpfung mit der S80) ein.
Da nun auch unser Koalitionspartner sehr eindeutig davon spricht, bin ich optimistisch, dass wir diese Erweiterung des Schnellbahnverkehrs in der Leopoldstadt in den nächsten Jahren durchsetzen können. Wann genau, das steht leider noch in den Sternen.

Wolfgang





Durch die Nacht nach Mistelbach

16 12 2011

In den Jahren 2009 und 2010 fuhr eine Schnellbahn (Theaterzug) täglich von Wien Praterstern um 0:20 Uhr täglich nach Mistelbach (Ankunft Wolkersdorf: 0:52 Uhr). Diesen Nachtzug hat die ÖBB nun eingestellt (fährt nur mehr bis Floridsdorf).

Jede ÖV-Alternative zum Auto ist wichtig

Die Grünen im Bezirk Mistelbach haben daher nun eine Unterschriftensammlung und eine Online-Petition gestartet, um die Wiedereinführung dieses Nachtzugs zu erreichen. Wir halten diese Initiative für sehr unterstützenswert und regen daher zur Unterzeichnung der Petition an.

Manche werden jetzt fragen: Und was geht das die Leopoldstadt an? Doch der Zusammenhang ist gar nicht so schwer herzustellen.

Wenn wir verhindern wollen, dass ArbeitspendlerInnen und Unterhaltungssuchende aus Niederösterreich vermehrt vom Auto auf die Öffis umsteigen, dann müssen viele Maßnahmen gesetzt werden, um ihnen dies zu ermöglichen. Eine Zugsverbindung nach Mitternacht vom Praterstern ist eine dieser Maßnahmen.

Die Leopoldstadt hat als Transitbezirk (Lassallestraße-Praterstraße) besonders stark unter diesem überflüssigen Autoverkehr zu leiden.
Und wenn dieses Angebot nur 20 Autofahrten von jungen Menschen, die unter der Woche die Großdisco Praterdomebesuchen (nicht unbedingt die Hard-Core-DiscobesucherInnen), pro Tag einsparen können, so bringt das den BewohnerInnen des Stuwerviertels bereits eine gewisse Entlastung.

 Wolfgang





Autobahnbau trotz Schuldenbremse?

12 12 2011

So können die Schulden ganz leicht gebremst werden

Die Schuldenbremse ist derzeit das Thema Nr. 1 in Österreich. Derzeit ist die Schuldenbremse aber nicht mehr als ein Schlagwort, mit dem die Regierungsspitzen die Ratingagenturen hinhalten wollen. Solange die konkreten Maßnahmen, mit denen 2017 ein Defizit von 0,35% erreicht werden soll, nicht einigermaßen klar sind, bedeutet eine Zustimmung zur Schuldenbremse, die Katze im Sack zu kaufen.

Autobahnen zerstören die Landschaft

Sehr eindeutig ist hingegen die Aussage von Finanzministerin Fekter, wonach es für Infrastruktur-Investitionen aber eine Ausnahme vom Schuldenstopp geben sollte. Und bei einer ÖVP-Vertreterin darf man getrost davon ausgehen, dass sie hier primär neue Autobahnen meint. Denn Nebenbahnen stellt diese Partei ja lieber ein.

Das darf doch wohl nicht wahr sein. Österreich hat bereits jetzt eines der dichtesten Autobahnnetze in der EU, unsere Autobahnen sind erstklassig ausgebaut. Wenn nun in Folge der Schuldenbremse in allen Bereichen, z.B. bei der Bildung, Gesundheit oder im Sozialbereich gespart werden soll, der Autobahnbau aber ungebremst weitergehen soll, so ist das unverständlich und ungerecht. Auch wenn die Asfinag-Schulden (12 Milliarden Euro) derzeit noch nicht budgetwirksam sind, so werden sie es in Zukunft sicher werden. Denn die Republik Österreich haftet zu 100% für die Schulden der Asfinag und spätestens unsere Kinder werden sie zurückzahlen müssen.

Aktion der Plattform vor dem Verkehrsministerium

Diese Problematik thematisiert daher bereits seit Monaten die Plattform Zukunft statt Autobahn, ein Zusammenschluss aus BürgerInneninitiativen gegen die Lobauautobahn und den wichtigen NGOs (Greenpeace, Global 2000, WWF, VCÖ, etc.). Wir unterstützen deren Forderung nach einer österreichweiten BürgerInnenbefragung über das Projekt der Lobauautobahn. Schließlich sind es ja 3 Mrd. an Steuergeldern von allen ÖsterreicherInnen, die letztendlich unter der Donau und dem Nationalpark vergraben werden sollen.

Wir haben u.a. aus finanziellen Gründen bereits 2010 einen Stopp des Autobahn-Neubaus gefordert. Daher unterstützen wir auch die heutige Forderung des VCÖs, den Autobahn-Neubau bis zum Jahr 2020 auf Eis legen. Damit sollen laut – sehr vorsichtiger – VCÖ-Schätzung Ausgaben von 4,5 Mrd. Euro vermieden werden. Geld, das nach der Schuldenbremsen-Logik mittelfristig durch Einsparungen im Sozial- oder Gesundheitsbereich oder durch neue Steuern aufgebracht werden müsste. Macht grob geschätzt etwa 1.000,- pro SteuerzahlerIn in Österreich.

Also, wenn schon sparen, dann bitte beim überflüssigen Neubau von Autobahnen anfangen!!!

Wolfgang








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