Das sieht man am Life Ball um nur 13 Euro

19 05 2009
Der Life Ball 2009

Der Life Ball 2009

Gerry Keszlers Life Ball ist eine gute Sache, darum soll es hier nicht gehen. Der Life Ball kämpft gegen Ausgrenzung und das bis jetzt gut. Ausgrenzung ist aber das, was 2009 passiert ist. Die Ringstraße war Quer gesperrt. Menschen, die vom Parlament kamen, konnten nicht zu Menschen, die von der Uni kamen. Die tollen verkleideteten Gestalten wurden mit Bim, Bus aber auch mit genug Hummer und anderen Limousinen bis 3 Meter vor den Eingang gekarrt und dann durfte der “Pöbel” sie – an die Zäune gedrängt – kurz von hinten sehen. Die Tribünen, die Sicht hatten, waren Werbetribünen mit irgendwelchen VIPs. Die bezahlte Tribüne gab weder einen Blick auf den roten(blauen) Teppich noch auf die Bühne (siehe Bild). Gerry! Das ist eine absolute Abzocke gewesen. Ex-Vizebürgermeisterin Laska überließ ihm den Rathausplatz nur unter der Bedingung, dass die Bevölkerung freien Zugang hat. Kaum ist die Laska weg, bleibt der Pöbel draussen. Von den tollen, atmospährischen Rathauspark blieben nur ein paar Mobil-Klos. Der Rathausplatz muss offen und frei zugänglich bleiben!!!

Herzlichst Ihre Ulli Böhmdorfer





Gegen das machistische Eierschaukeln

29 04 2009

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Der ÖGB hatte in der Schuldebatte vor allem um viele junge Kolleginnen gekämpft, weil diese Frauen hätten mit der bösen, bösen Schulreform von Frau Schmid keine Arbeit gefunden – so Neugebauer. Durchsichtig, berechnend und widerwertig sind diese Sätze bei mir eingefahren. Den armen jungen Frauen musste der alte Fritz helfen. Wem er nicht helfen wollte und der ganze ÖGB offensichtlich nicht, war Frau Wilhelmine Moik. Sie wurde 1894 in Wien geboren, lernte Näherin, schloß sich den Sozialdemokraten an und arbeitete im und für den ÖGB und war u.a. Mitbegründerin der Frauenorganisation, deren Vorsitzende jetzt Frau Csörgits ist. Im Austro-Faschismus und währende der Nazi-Zeit war sie öfters interniert. Sie ist für ihre Überzeugung eben eingestanden.

Der ÖGB baut nun eine neue Zentrale im 2. Bezirk und suchte aus 2 Vorschlägen den Namen für die Platzbenennung aus – Wilhelmine Moik und ein ehemaliger ÖGB-Präsident – hier sind Namen Schall und Rauch, ein Präsident halt, gab ja schon viele, Karriere wie gehabt). Der Mann wird dem Platz seinen Namen geben. Frau Moik wird nicht nur nicht bedacht, sondern noch dazu auf die Rückseite des ÖGB Gebäudes verbannt. Zum Personaleingang sozusagen – eine Schande! Frau Czsörgits sitzt auf einem Sessel, den Wilhelmine Moik für sie erkämpft hat. Ja, ist so, schreibt sie in einem Mail an die Grünen Leopoldstadt. Kampfgeist hab ich aus dem mail nicht lesen können – leider. Ich kann mir die Abstimmung gut vorstellen: Männer à la Neugebauer & Co – die gehören weg und starke kämpferische Frauen an die Macht.
Frauen aller Fraktionen vereinigt Euch!

Herzlichst und kämpferisch Ihre Ulli Böhmdorfer





Bezirksvorsteher Kubik stolpert über den Prater und den 21-er und tritt zurück

1 04 2009

RücktrittBezirksvorsteher Kubik gab heute Früh überraschend seinen Rücktritt bekannt. Der Langzeitpolitiker konnte seine Verwicklung in den Prater-Vorplatzskandal nicht mehr verbergen. Die Einstellung der geliebten Bim 21er machte ihn für viele langjährige SPÖ Wähler im Bezirk unwählbar. Schon lange war in den Reihen der Bezirks-SPÖ Unruhe über Kubiks Führungsstil zu bemerken. Nun haben sich die SPÖ Bezirksräte entschlossen, BV Kubik zum Rücktritt zu bewegen. Nachfolgerin wird Astrid Rompolt, derzeit Vorsitzende der Jungen Generation Leopoldstadt. Rompolt möchte endlich die männerdominierte Struktur der Bezirkspartei aufbrechen. „Das wird auch bedeuten, dass viele Männer, die bis jetzt ihre Positionen sicher hatten, sich und ihre Arbeitsweise hinterfragen lassen müssen“ verkündet sie kämpferisch.

Heute ist der 1.April und leider entpuppen sich manche Meldungen als nicht wahr. Aber träumen wird man ja noch dürfen!

Herzlichst Ihre Ulli Böhmdorfer





Es grünt (noch) nicht in der Leopoldstadt

13 09 2008

Die Fahrbar im Einsatz am Vorgartenmarkt

Die neue grüne Fahrbar, die Architektin DI Regina Lettner entworfen und die DI Martin Köck produziert hat, war erstmals diesen Samstag in der Leopoldstadt im Einsatz. Umweltfreundlich wahlkämpfen die Grünen mit der Fahrbar, während die SPÖ mit einem luft- und lärmverschmutzenden Diesel-Freiluftbus die Straßen unsicher macht. Die Bezirkspolitiker der SPÖ nehmen keine Rücksicht auf die sowieso schon hohe Feinstaubbelastung im Bezirk, die nicht ausschließlich durch den Autoverkehr erzeugt wird, sondern auch durch die große Anzahl von Baustellen, die uns die SPÖ in den letzten Jahren zugemutet hat. Und nun ist der Praterstern dran und verschmutzt den Bezirk.

Wie uns ein Bewohner der Kleingartenanlage Grünland berichtete, wird dort nicht nur für Baustellen im 2. Bezirk Beton gemischt und damit die Straßen verschmutzt. Die LKWs versorgen von dort aus auch andere Bezirke. Es wurde noch nie ein Wasserwaschwagen der gesehen.

Grün wählen, grün leben!!!





Wildern im Prater – Damals und heute

9 06 2008

Um 1600 hat Rudolf II das Wildern im Prater bei hoher Strafe verbieten lassen. Die Wiener hielten sich nicht daran und schossen ab, was ihnen gerade vor die Büchse lief. Königlich eingesetzte „Oberwächter“ liefen den Wilderern hinterher, ohne ihr Treiben verhindern zu können. Die Wiener hatten sich ihr Recht auf den Prater einfach geholt. Ca. 150 Jahre später gab Joseph II den Prater für das Volk frei.

Wieder ca. 250 Jahre später – am 7. Juni 2008 besetzt ein kleines, tapferes Grüppchen Erholungssuchender rund um die Bezirksgrünen in der Leopoldstadt ein weiteres Stück Prater – nämlich die Rasenfläche vor dem funkelnden und verglasten Spielcasino von Novomatic. Das Rasenstück, um das es hier geht, wurde zwar von Novomatic gepachtet, es ist aber als EPK, d.h. als Erholungsgebiet Park gewidmet. Deswegen hat sich die furchtlose Gruppe daran gemacht, am Samstag Vormittag den Platz, der ja der Bevölkerung gehört, endlich mittels Picknick nutzungskonform zu verwenden. Die Sonne schien kräftig, der Kaffe war ausgezeichnet. Es gab selbst gemachten Kuchen und frische Früchte. Bis der „Oberwächter“ vom Casino dieses bunte Treiben verbieten wollte. Das Recht liegt aber auf der Seite der Wiener Bevölkerung. WIR und auch SIE dürfen die Rasenfläche verwenden. Novomatic hat sich mit dem Pachtvertrag lediglich die Pflicht erkauft, das Rasenstück zu pflegen und sicher nicht das Recht, die BürgerInnen davon zu vertreiben.

Wie wird im 21. Jahrhundert vertrieben? Zumindest hat man nicht auf die tapferen BürgerInnen geschossen, wie Rudolf II das noch angeordnet hatte. Novomatic hat die Rasensprenkelanlage gegen die Gallier (ups, natürlich gegen die LeopoldstädterInnen) eingesetzt. Nach fast 2 Wochen Dauerregen auch eine umwelttechnisch bedenkliche Maßnahme. Die findigen Erholungssuchenden ließen sich dadurch nicht stören. Kühlten sich ab und genossen den Vormittag auf einer Wiese, in die sich bis dato noch kein Hund verirrt hatte. Deswegen kann dieser Platz dazu empfohlen werden z.B. barfüßig Frisby zu spielen. Wenn die Sprenkelanlage läuft, an heißen Tagen, ist der Platz ein besonderes Vergnügen. Lassen Sie sich diesen Spaß nicht entgehen!

Name gesucht: Dieser Platz ist kein Privatgrund, sondern er ist öffentlich, deswegen suchen die Grünen Leopoldstadt Vorschläge für einen Namen. Schicken Sie Ihre Namensvorschläge an leopoldstadt@gruene.at Der beste Vorschlag wird in der nächsten Bezirksvertretungssitzung eingebracht.

Beispiele: Platz der Wilderer, Wasserplatz, Wiener Platz, etc.

amüsiert lg ulli





Was wollen uns die Verantwortlichen damit sagen!?!

27 05 2008

Letzte Woche bin ich mit der S-Bahn nach Baden gefahren. Dabei ist mir aufgefallen: es gibt in der ganzen Halle keine Möglichkeit seine Tasche abzustellen, außer ich stelle sie direkt auf den Boden. Mein Frühstück (Topfengolatsche und Kaffee) wollte ich dort aber nicht platzieren. Deswegen musste ich Tasche, Frühstück, Schirm halten und gleichzeitig eine Karte aus dem Automaten ziehen. O.k. 5 komplizierte Minuten später – Tasche, Frühstück, Schirm, Karte, Wechselgeld, Geldbörsel – alles auf meinen Armen jonglierend, suchte ich eine Bank, um mich zu setzen und alles wieder auf seinen Platz zu räumen. Jedoch(!) es gibt in der ganzen Halle keine Möglichkeit, sich hinzusetzen. Schön langsam kapierte ich. Wer das immer geplant hat (Architekt), und wer dazu auch immer den Auftrag gegeben hat (Politiker). Hier soll nicht verweilt werden. Einkaufen soll man schon, aber bitte nicht einfach nur herumstehen, oder die Beine ausrasten, oder sich begegnen. Hier möchte man(n) die Menschen nur durchschleusen. Sie sollen nicht stehen und nicht sitzen und nicht plaudern. Dies ist kein Treffpunkt, weiter, weiter, nur nicht stehen bleiben, hopp, hopp – eigentlich grauslig und gruselig! Der nächste Bahnhof wird dann mit Stacheldraht innen ausgekleidet, damit die Menschen sich nicht mehr anlehnen können, oder wie? herzlichst Ulli





Kindheitserinnerungen… in der Castellezgasse

25 04 2008

Es ist ein reines Vergnügen sich durch die Castellezgasse über die Klanggasse zur Taborstraße zu Fuß oder mit dem Rad zu bewegen. Ich werde an meine Kindheit erinnert, in der ich Knöcheltief durch Gatsch gewatet bin. Wer die Zeit hat, einen Umweg in Kauf zu nehmen, sollte diese Ecke meiden. Die Bauarbeiter reißen alles auf, für Fußgänger und Radfahrer bleibt nur ein Haufen Schutt, durch den wir uns durchkämpfen müssen. Abdeckungen wie Bretter oder ähnliches gibt es nicht. Wozu auch? herzlichst – völlig versaut ulli








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