Das Nordbahnhof-Areal befindet sich in einer wichtigen Entwicklungsphase. Für den städtebaulichen Ideenwettbewerb ist die Entscheidung gefallen. Im Herbst wird das endgültige Resultat feststehen.
Das Resultat des UniCredit Bank Austria Campus, kennen wir bereits jetzt. Es beansprucht den attraktiven städtebaulichen Übergang zum Praterstern.
So benützten die Grünen Leopoldstadt einen der ersten schönen Frühlingstag zu einem Erkundungsstreifzug mit Christoph Chorherr – zwischen dem bereits Verbauten und in der wilden G’stetten.
Christoph Chorherr - Planungssprecher der Wiener Grünen, (als Jurymitglied mitentscheidend für die Zukunft des wichtigen Stadtteils), zeigte sich als engagierter Beobachter mit der notwendigen Weitsicht für die bauliche, soziale und ökologische Entwicklung. Ein erprobter Scout für die Herausforderungen in unwegsamen Gelände.
Wir “ortsansässige Grüne” haben die Gelegenheit genützt, unsere Vorstellungen, die wir mehrmals mit den NordbahnhofbewohnerInnen kommuniziert haben, direkt vor Ort einzubringen.
Ein paar dieser Punkte wollen wir hier nochmals hervorstreichen:
- Der Wasserturm soll nicht nur “Stadtteilzentrum” werden. Er soll als identitätsstiftendes Element eine Grünanbindung zu der benachbarten Stadtwildnis und Ökobrache haben. Im Kontext zum Campus könnte sich so eine weitere “Grün-, Spiel-, und Erholungszunge” durch diesen Stadtteil ziehen. Das würde auch eine sinnvolle Verknüpfung des neuen Siedlungsgebietes mit den umliegenden Freiräumen (Grüner Pater, Donauufer, Augarten, Grüne Mitte, Nordwestbahnhof) bedeuten.
- Die Nahversorgung sollte nicht auf ein Einkaufszentrum konzentriert sein, sondern es sollen lebendige Erdgeschosszonen für Gewerbe, Handel und Kultur (z.B. in der Bruno-Marke-Allee) angesiedelt sein.
- Ein ausreichend dimensionierter öffentlicher Nahverkehr. Ein modernes Stadtviertel dieser Größe, benötigt auch moderne und vor allen leistungsfähige öffentliche Verkehrsmittel. Lärmende, “stinkende” Autobusse sollen möglichst draußen gehalten und die Verlängerung der Straßenbahnlinie O rasch in Angriff genommen werden.
- Für private Kraftfahrzeuge soll die Durchfahrt durch das Stadtentwicklungsgebiet durch verwaltungsorganisatorische Maßnahmen unterbunden werden. Die Unterbindung von Durchzugsrecht verhindert die Entstehung von nachteiligen Schleichwegen durch das Wohnviertel.
- Der Bildungscampus. Da ein zweiter Bildungscampus auf diesem Gelände notwendig ist, sollte man auch hier versuchen neue Wege zu gehen. Die sogenannten Schul-, Spiel-, und Sportflächen sollten nicht exklusiv, wie bisher, nur dem Schulbetrieb als Nutzungsflächen dienen, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das erfordert allerdings etwas mehr Kommunikation unter den verschiedenen Dienststellen der Stadtverwaltung.
Weiters geht es aber auch noch um die Strahlkraft, die dieses neue Entwicklungsgebiet sowohl auf das Stuwerviertel wie auch auf das Alliiertenviertel ausüben kann. Die bestehenden und zukünftigen Unterführungen sollen dieses in Richtung Nordbahn und Leystraße komfortabel ermöglichen.
Wir Leopoldstädter Grünen freuen uns schon auf die Ergebnisse des Planungswettbewerbs und wünschen allen Beteiligten Engagement, Phantasie und mutige Ideen.
Adi Hasch,
am Nordbahnhof unterwegs mit Uschi Lichtenbegger, Brigitte Redl, Robert Wallner.









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