Durch die Nacht nach Mistelbach

16 12 2011

In den Jahren 2009 und 2010 fuhr eine Schnellbahn (Theaterzug) täglich von Wien Praterstern um 0:20 Uhr täglich nach Mistelbach (Ankunft Wolkersdorf: 0:52 Uhr). Diesen Nachtzug hat die ÖBB nun eingestellt (fährt nur mehr bis Floridsdorf).

Jede ÖV-Alternative zum Auto ist wichtig

Die Grünen im Bezirk Mistelbach haben daher nun eine Unterschriftensammlung und eine Online-Petition gestartet, um die Wiedereinführung dieses Nachtzugs zu erreichen. Wir halten diese Initiative für sehr unterstützenswert und regen daher zur Unterzeichnung der Petition an.

Manche werden jetzt fragen: Und was geht das die Leopoldstadt an? Doch der Zusammenhang ist gar nicht so schwer herzustellen.

Wenn wir verhindern wollen, dass ArbeitspendlerInnen und Unterhaltungssuchende aus Niederösterreich vermehrt vom Auto auf die Öffis umsteigen, dann müssen viele Maßnahmen gesetzt werden, um ihnen dies zu ermöglichen. Eine Zugsverbindung nach Mitternacht vom Praterstern ist eine dieser Maßnahmen.

Die Leopoldstadt hat als Transitbezirk (Lassallestraße-Praterstraße) besonders stark unter diesem überflüssigen Autoverkehr zu leiden.
Und wenn dieses Angebot nur 20 Autofahrten von jungen Menschen, die unter der Woche die Großdisco Praterdomebesuchen (nicht unbedingt die Hard-Core-DiscobesucherInnen), pro Tag einsparen können, so bringt das den BewohnerInnen des Stuwerviertels bereits eine gewisse Entlastung.

 Wolfgang


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3 Antworten

16 12 2011
Friedrich Hochmann

Das Problem ist, dass für den Nahverkehr, wie eben dem Teaterzug NÖ Zahlungen zu leisten hätte. Solche Zahlung vermindern aber auch das für den Strassenbau zur Verfügung stehende Geld von NÖ. Da E. Pröll liber ein Band zur Eröffung einer neuen Strasse durchschneidet, als sich Gedanken über eine vernünftige Mobilität zu mache, wird eben bei den Zugsverbindungen gespart, damit mehr Geld in die STrassen eingearbeitet wrden kann.

16 12 2011
wolfgangkamptner

Diese Analyse ist leider völlig richtig. Deshalb ist es ja so wichtig, dass die Grüne Verkehrsstadträtin Vassilakou das Gespräch mit dem nö. Verkehrslandesrat sucht, um hier vielleicht doch etwas zu verbessern. Das geschieht auch, doch leider ohne Erfolgsgarantie. Denn die niederösterreichische Verkehrspolitik ist einfach eine Katastrophe, unter deren Auswirkungen halt leider auch die WienerInnen sehr stark zu leiden haben.

19 12 2011
Anonymous

Das Traurige ist: Selbst wenn wir eine ordentliche Citymaut hätten, würden diese Pendler wahrscheinlich weder ausserhalb der Stadt in P+R-Anlagen parken, noch dem NÖ-Verkehrslandesrat die Türen einrennen das er gegen das Einstellen des Zuges eintritt – sondern einfach nur jammern das die Citymaut so teuer ist, und das die armen Pendler belastet werden. ;o(

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