Baumfällungen in der Offenbachgasse

31 03 2011

Die großen Bäume in der Offenbachgasse sorgten fürs Mikroklima im Grätzl. Foto: Martin Juen

Sieben große schöne gesunde Bäume wurden am 22. März in der Offenbachgasse für ein paar wenige Parkplätze gefällt, deren Errichtung unseres Erachtens keine Notwendigkeit darstellen. Den AnrainerInnen, die uns anriefen, wie meist wenn Bäume fallen, möchten wir sagen: Auch unter rot-grün stehen wir für Bäume, für Umweltschutz und werden uns weiterhin für Grünraum und Klimaschutz in der Leopoldstadt einsetzen.

Bauarbeiten in der Offenbachgasse

Mitte März begannen Straßenumbauarbeiten in der Offenbachgasse, die noch bis Mitte April dauern werden. Die Fahrbahn wird erneuert, die Parkspuren erweitert, das heißt, statt 2 Längsparkspuren stehen nach Fertigstellung 1 Schräg- und 1 Längsparkspur zur Verfügung. Soweit, so gut. Für ein paar mehr Parkplätze wurden 7 große gesunde Bäume geopfert.

Weiter im Bericht.





Bezirksvertretungssitzung vom 29.3.2011

29 03 2011

das ist ein LIVE-Blog. Da ich nicht alles mitschreiben kann, versuche ich Punkte aufzuschnappen die mir halt so in den Ohren nachklingen.

…zu Anträgen aus alten Sitzungen (Antworten aus den Magistratsdienststellen):

Kreuzung Augartenstrasse X Rembrandtstrasse: eine Verlängerung der Grünzeiten für Fussgänger ist “nicht möglich”, da es zu einer “Leistungseinbusse” des ÖV und des MIV kommen würde.

Die VLSA wird weiters mir LED ausgestattet, um eine gleichmässigere Ausleuchtung zu erzielen.

Zur Erläuterung: Es gab an dieser Kreuzung immer wieder brenzlige Situationen, weil einerseits die Grünzeiten für Fussgänger zu kurz sind, andererseits, da es keine Vollkreuzung ist, die Autofahrer öfter mal bei Rot drüber fahren, da die VLSA einfach übersehen wird.

Weiter im Lifeblog.





Karmeliterplatz

29 03 2011

Die niedrigen Häuserzeilen, im Josephinischen Stil, zwischen 1770 und 1780/90 errichtet, machen viel vom besonderen Flair des Karmeliterviertels aus.
Sie liegen in einer wichtigen Schutzzone für Altstadterhaltung in der Leopoldstadt.
Trotzdem scheitern, engagierte Anrainer/innen und die alarmierten Leopoldstädter Grünen regelmäßig, wenn es gilt, spekulativer Zerstörung das Handwerk zu legen.
So endete letztes Jahr die mehr als 200-jährige Geschichte der Häuser Große Sperlgasse 14, Karmelitergasse 3, ganz uncharmant durch Abriss.
Heuer stehen der Großen Sperlgasse 4, Aufstockung und Operative Maßnahmen am Gesamtkörper bevor.
Für Immobilien-Entwickler/innen ist nämlich diese stilvolle Josephinische „Einstöckigkeit“  gar nicht sexi.
Eher eine Geschoßvergeudung und Verbrechen wider den Nutzwertzuwachs.

Überraschung: Wenige Schritte entfernt von diesen Tatorten der Spitzhacke, sieht es ein Eigentümer ganz anders:
„Das Haus am Karmeliterplatz 3 wird renoviert!“
Diese gute Nachricht ist an’s Erdgeschoßfenster geheftet.
Viele Passant/innen haben es schon mit Erleichterung zur Kenntnis genommen.
Das schöne alte Gebäude – „Der Reichsapfel“ – ist in gute Hände gefallen.
Ernst Lemberger, der neue Besitzer, hat sich mit Respekt und Freude, an die Instandsetzung der historischen Liegenschaft gemacht.
Akribische Recherche in Archiven und Beratung durch Experten des Bundesdenkmalamtes, zeigen schon jetzt auf der Baustelle ihre Wirkung.
Der neue Besitzer, mit der Liebe zu alten Plänen klettert mit Vergnügen über die alten Wendeltreppen, um das das rohe Gebäude unverputzt in seinen „archäologischen“ Schichtungen vorzustellen.
Die Herausforderung eine „Josephinische“ Raumaufteilung in zeitgemäße Bewohnbakeit  umzuwandeln ist bestens aufgegangen,– vom Dachboden mit seinen wuchtigen Tramen,– bis hinunter zum verwinkelten Innenhof.
Nun geht es für den „Ausnahme-Entwickler“ Ernst Lemberger noch um den nächsten Schritt: eine Mischung von Wohn- und Gewerblicher Nutzung zu finden, die sich mit dem Charme des Karmeliterplatzes gut verquickt.
Möge auch diese Übung gelingen.
Für den behutsamen Umgang mit alter Bausubstanz tosender Applaus!
Wäre schön wenn’s für die Zukunft im Viertel beispielhaft wirken täte.





Führung Bürogebäude Praterstern

18 03 2011

Führung durch das neue Büro-Gebäude am Praterstern
Mittwoch 23.03. 2011, 16:30

Treffpunkt: Praterstern, U-Bahn Eingang Lassallestraße
Führung: Projektarchitekt Dipl.-Ing. Alfred Willinger,
Architekten Tillner& Willinger ZT GmbH
Organisation: Brigitte Redl-Manhartsberger, BR Grüne Leopoldstadt
Beschränkte Teilnehmer/innenzahl!!!
Anmeldung
: brigitte.redl@gruene.at

Das Bürogebäude Praterstern Nr.3Das neue markante ÖBB Büro-Gebäude an der Einmündung der Nordbahnstraße in den “Stern”, liegt an einem der hochwertigen Knotenpunkte des öffentlichen Verkehrs, in Wien.
Die Logistik von S-Bahn-, diverse Eil- und Regionalzug- Linien, zwei U-Bahnen und Straßenbahn-, Autobuslinien ist hier gebündelt. Fußgänger und Fahrradwege kreuzen sich. Die Frequenzen steigen.
Der angesagte Treffpunkt U-Bahn Eingang Lassallestraße, ist so auch der logische Ausgangpunkt unseres Rundganges, von den öffentlichen  Erschließungsbereichen, hinein in das Innenleben einer neuen ÖBB Zentrale.
Viele Herausforderungen am Standort Nordbahnhof.
Der Weg vom Wettbewerbsentwurf Richter/Tillner bis zur aktuellen Fertigstellung des Bauwerks, durch Architekten Tillner& Willinger, erschließt sich beim aussichtsreichen Rundgang mit Arch. Willinger.

Dank an Architekten Tillner& Willinger ZT GmbH





Die 6. Stromtankstelle in der Leopoldstadt in Betrieb

16 03 2011

Robert Wallner mit seinem E-BikeAm Dienstag fand unter regem Interesse von JournalistInnen die Eröffnung der 6. Stromtankstelle im Bezirk statt. Es handelt sich dabei um eine Telefonzelle der Telekom mit integrierter Stromtankstelle und sie befindet sich beim Pratervorplatz.

Im Moment ist diese vorwiegend für E-Bikes, E-Mopdeds und E-Motorräder geeignet, da diese direkt neben dem Strommodul abgestellt werden können und E-Bikes auch an den Bügeln befestigt werden können.

In einem nächsten Schritt sind auch schon Kästchen geplant, in den die Akkus von E-Bikes aufgeladen werden können und dabei aber sicher abgesperrt sind. Dies hat auch den weiteren Vorteil, dass in einem derartigem Schrank gleich viele derartige Boxen Platz haben.

Gerade im Bereich der E-Bikes ist die Effizienz durch den zusätzlichen Motor besonders gut und daher ist es begrüßenswert, dass direkt am Prater eine Möglichkeit besteht, E-Bikes wieder aufzuladen.

Einziger Wermutstropfen ist, dass die Stromtankstelle keinen Ökostrom anbietet und daher in geringem Ausmaß sogar Atomstrom abgibt! siehe Atomkraftwerke in Mitteleuropa

Mehr Fotos bei Flickr





Frauen gehen für ihre Rechte auf den Ring!

15 03 2011

Organisation: Plattform http://www.20000frauen.at/
Treffpunkt: Samstag, 19. März 2011, um 14.00 am Schwarzenbergplatz; die Demoroute führt über die Ringstraße zum Parlament.
Wir Leopoldstädterinnen gehen gemeinsam über die Praterstraße und dem Ring zum Schwarzenbergplatz zur Demo.

Unser Treffpunkt:
12.30 Uhr Praterstern beim Tegetthoff-Denkmal
13.15 Uhr: Abmarsch zum Schwarzenbergplatz

Frauen, beteiligt euch! Frauen, seid laut und sichtbar!

AUS! Aktion Umsetzung. Sofort.
Am 19. März 1911 demonstrierten 20.000 Frauen für ihre Rechte auf dem Wiener Ring. 100 Jahre später nimmt die Plattform www.20.000frauen.at dieses historische Datum zum Anlass, die noch immer nicht erfüllten, sowie neu entstandene Anliegen der Frauen sichtbar und hörbar zu machen und für deren sofortige Umsetzung zu kämpfen.
Bereits über 174 Organisationen haben sich der Plattform angeschlossen: Die Demonstration am 19. März soll der Auftakt eines neuen gemeinsamen Weges von Frauenvereinen, NGOs und Interessenvertretungen sein.

„Jede verfügbare Statistik beweist das Gegenteil der vielzitierten, angeblich schon erreichten Emanzipation. Frau-Sein bedeutet nach wie vor Benachteiligung, Diskriminierung, Sexismus und Gewalt ausgesetzt zu sein“, sagte Petra Unger, Sprecherin der Plattform, bei der Auftakt-Pressekonferenz.

Aufruf der Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek:
http://www.frauen.bka.gv.at/site/cob__42715/6608/default.aspx

Bericht von der 2. Pressekonferenz:
http://diestandard.at/1297820338899/Endspurt-zur-grossen-Frauendemo-Warten-nicht-noch-100-Jahre

Forderungen der Grünen Frauen der Leopoldstadt auf der Plattform 20000 Frauen:
http://www.20000frauen.at/2011/01/grune-frauen-leopoldstadt/





Atomkraftwerke in Mitteleuropa

14 03 2011

Anlässlich der drohenden nuklearen Katastrophe in Japan ist es wieder einmal Zeit, daran zu erinnern, dass auch in unmittelbarer Nähe der österreichischen Grenze einige Kernkraftwerke stehen, die a) in erdbebengefährdeten Zonen stehen und b) große Sicherheitsmängel aufweisen.

Explosion des Reaktors Fukushima 1 in Japan

Es ist noch völlig unklar, welche Auswirkungen die außer Kontrolle geratenen AKWs in Japan auf die Bevölkerung haben wird. Aber es ist klar, dass die Gefahr einer radioaktiven Verseuchung weiter Teile Japans nicht gering ist. Und daher müssen wir uns die Frage stellen, ob wir dieses Risiko auch in Europa eingehen wollen?

Neben all der vielen rationalen Argumente gegen die „friedliche“ Nutzung der Atomkraft, müssen sich alle Befürworter von AKWs die Frage gefallen lassen, ob sie das Risiko verantworten können, dass große Gebiete Europas und damit auch Österreichs durch einen Super-GAU auf Jahrtausende hinaus unbewohnbar werden?

Jedenfalls bin ich immer noch ziemlich fassungslos, dass der deutsche Außenminister Westerwelle die wieder aufkeimende Diskussion um die geplante Laufzeitverlängerung von deutschen AKWs als parteipolitischen Streit abtut und vor einer voreiligen Atom-Debatte warnt.

Doch der Betrieb eines Atomkraftwerkes ist keine innerstaatliche Angelegenheit, sondern die vorsätzliche Gefährdung von Millionen Menschen. Schluss damit!

Kommt morgen, am Dienstag 15.3.2011, um 18:30 Uhr zur Rampe vor dem Parlament zur
Mahnwache für den sofortigen Atomausstieg!

Weiters möchte ich noch darauf hinweisen, dass Global 2000 eine Petition für den Atomausstieg gestartet hat.
Ziel ist eine EU-weite Volksabstimmung zum Thema Atomausstieg.

Wolfgang





Der 2er – ein temporäres Kunstobjekt: Repair Democracy

12 03 2011

Migrantinnenrechte sind Frauenrechte!

Ein etwas anderer 2er durchfährt unseren Bezirk, die Fotoinstallation „Repair Democracy“ auf einer Straßenbahngarnitur ist ein großartiges Projekt von Lisl Ponger anläßlich 100 Jahre Frauentag:
Mit den Botschaften „Alle die hier sind, sind von hier“ und „Migrantinnenrechte sind Frauenrechte“ sind starke Frauen abgebildet.
Die Linie 2 fährt auf der Strecke über den Ring, wo vor 100 Jahren am 19.3.1911 20.000 Frauen für mehr Frauenrechte demonstrierten.

„Repair Democracy. Ein Demonstrationszug“. Lisl Ponger und Frauen von Peregrina, LEFÖ, Schwarze Frauen Community, FeMigra, LesMAUS, zu sehen bis Ende Juni 2011 auf der Straßenbahnlinie 2 zwischen Ottakring und Brigittenau.

Weitere Fotos der Straßenbahn:
http://www.flickr.com/photos/leopoldstadt/sets/72157626249553570/
Mehr über das Projekt:
http://www.koer.or.at/cgi-bin/page.pl?id=310;lang=de

100 Jahre später demonstrieren wieder Frauen für ihre Rechte am Ring:
AUS! Aktion. Umsetzung. Sofort.
Demonstration für Frauenrechte am Wiener Ring!
Treffpunkt: Sa 19.3.2011, 14:00 Uhr, Schwarzenbergplatz
Treffpunkt der Leopoldstädterinnen: 12.30 Praterstern, Abmarsch um 13.15
http://www.20000frauen.at/

Uschi Lichtenegger





Grüner Frauenbericht 2011

7 03 2011

Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner mit dem Frauenbericht 2011. Foto: Martin Juen

Judith Schwentner, Grüne Frauensprecherin, präsentierte anläßlich des Internationalen Frauentags am 8. März den diesjährigen Frauenbericht der Grünen im Parlament. Der Bericht beschäftigt sich heuer mit den Themen Frauenarbeit, Bildung, Budget, Frauen mit Behinderung und Migration, Gewalt, Gesundheit, Alter…
Mit dem Untertitel „Frauenleben in Österreich“ wird ein Querschnitt über die Situation im Leben der Frauen behandelt, ergänzt mit einleitenden Aufsätzen zu den Themen von betroffenen Frauen und statistischem Material – Grüne Forderungen und Lösungen werden prominent und übersichtlich dargestellt.
Vor allem die enge Verflechtung der Sozialpartner mit den Großparteien, was auch die geringe Repräsentanz von Frauen in der Politik verstärkt, kritisierte Judith Schwentner bei der Pressekonferenz. Die Forderung nach einer gesetzlichen Frauenquote für Politik, Sozialpartner und Aufsichtsräte kommt nicht von ungefähr. Im Vorstand der Bundesarbeiterkammer liege der Frauenanteil bei 12,5 Prozent, so Schwentner, die Landwirtschaftskammer verzichte überhaupt gänzlich auf Frauen im Präsidium…

 
Beispiel Frauenehrungen:





Die neue „UniCredit Bank Austria – Town“ Nordbahnhof

6 03 2011

Das Areal des ehemaligen Nordbahnhofs hat überraschend prominenten Besuch bekommen.
Bei einer Pressekonferenz mit Bürgermeister Häupl, Ba CA Generaldirektor Willibald Cerko und ÖBB Chef Christian Stern, wurde der Standort Nordbahnhof  als neues Headquarter  der Bank Austria vorgestellt.
Die neue „UniCredit Bank Austria – Town“,  “ein innovativer Unternehmensstandort mit internationalem Format, gebaut nach ökologisch nachhaltigen Kriterien….” wird sich face to face mit der interkulturellen Wohnsiedlung finden.
Da  kann’s zu Impulsen kommen……
Der nächste Schritt am Nordbahnhof wird jedenfalls ein von der der Unicredit Group Bank Austria ausgeschrieber, geladener, einstufiger städtebaulicher Wettbewerb mit (voraussichtlich) 10 TeilnehmerInnen sein.
Lageplan:

Information unter: http://konzern.oebb.at/de/Presse/Presseinformationen/2011_03_03_Bank_Austria_errichtet_Hauptstandort/Visualisierungen_PK_512311-0217_BACA.pdf

Ein zweiter Wettbewerb betrifft das restliche Areal im Norden des Geländes,
Ein EU-weiter, offener, 2-stufiger Ideenwettbewerb.
Von der ersten Stufe werden 8 TeilnehmerInnen ausgewählt, deren Entwürfe in der zweiten Stufe konkretisiert werden sollen.
Weitere Informationen:

http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/projekte/nordbahnhof/ideenwettbewerb.html

Gute Ideen braucht der Bezirk, wenn das Schwergewicht „UniCredit Bank Austria – Town“ mit den Bedürfnissen der BewohnerInnen ins Lot gebracht werden soll.

 

 

 








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