Schwarze SchrebergärtnerInnen

28 02 2011

Klingt stark nach verfrühtem Aprilscherz

Die ÖVP-Bezirksvorsteherin der Josefstadt, Fr. Mickel, will dem Zweiten jeden zweiten 2er vorenthalten. Sie hat in der Bezirkszeitung allen Ernstes vorgeschlagen, dass nur jede 2. Garnitur der Straßenbahnlinie 2 in die Leopoldstadt fahren soll. Die andere soll bei der Urania umdrehen. Damit will sie die Unregelmäßigkeiten beim Fahrplan des 2ers verringern. Gleichzeitig bedeutete dies aber auch, dass sich die Intervalle des 2ers in der Leopoldstadt verdoppeln würden.

Ein ziemlich absurder Vorschlag, den die Grünen Leopoldstadt natürlich vehement ablehnen. Es mag schon stimmen, dass ein Teil der Verspätungen des 2ers in der Taborstraße entstehen, aber dafür haben wir bereits 2008 einen Vorschlag eingebracht. Ein Spitzenzeiten-Halteverbot vor der Kreuzung Taborstraße x Obere Augartenstraße soll vermeiden, dass der 2er vor dieser Kreuzung stadteinwärts im Autostau steht. Leider haben die anderen Fraktionen diesen Antrag im Bezirksparlament abgelehnt.

Es wäre schon sehr interessant zu erfahren, was eigentlich die ÖVP Leopoldstadt zu diesem Vorschlag ihrer Parteikollegin sagt. Auf deren Homepage ist dazu nichts zu finden. Es ist zu hoffen, dass VP-Klubobmann Skribany zumindest parteiintern seiner Parteikollegin aus dem 8. Bezirk eine Absage erteilt hat.

Wolfgang


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5 Antworten

28 02 2011
Heinz Egger

Na super, es sind ja jetzt schon die Intervalle kaum erträglich.

Aber es ist schon lustig zu sehen, dass eine Straße schuld sein soll, wenn in der Josefstadt die Bim nicht kommt.

5 03 2011
Friedrich Hochmann

DAs Problem bei der bisherigen Verklehrspolitik ist, dass diese emotional und rein betriebswirtschaftlich ausgerichtet ist, statt dass die Physik und die Volkswirtschaft als Richtlinie diente. Es geht zumeist um die Vermeidung von Staus, obwohl diese eine notwendige Rückkopplung für das System Verkehr darstellen, wobei ohne eine solche jedes System instabil wird, wie sich bei einzigen System ohne Rückkopplung, die atomare Kettenreaktion, zeigt.
Auch sind die betriebswirtschftlichen Vorteile Einzelner durch Vermeidung von Staus sicher weit geringer als die volkswirtschaftlichen Verluste durch Verkehrsbelastungen, wie Lärm, Feinstaub und Abgase die zu sehr schwerden Kraheiten und Frühpensioniereung, aber auch sehr erheblichen Wertminderungen von Immoblien führen und von der Allgemeinheit getragen werden müssen.
Bezüglich des Mickl-Vorschlages kann man nur auf den hl. Florian verweisen. So nach dem Motto halt meine Intervalle kurz verlängere die der anderen.

11 04 2011
wolfgangkamptner

Schon interessant, dass die ÖVP Brigittenau gegen den Mickel-Vorschlag protestiert. Der ÖVP in der Leopoldstadt ist das offenbar wurscht.

12 04 2011
Friedrich Hochmann

Vielleicht liegt der unterbliebene Protest der ÖVP Leopoldstadt daran, dass in der ÖVP Leopoldstadt die Erreichung einer einheitlichen Meinung kaum möglich ist, wie ja z.B. das Stimmverhalten der beiden ÖVP Mandatare im Bezirksbauausschuss in Beziug auf den Hotelzubau zeigt.

15 04 2011
Robert Wallner

Da kann was wahres dran sein.

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