Hotel von Jean Nouvel in Wien eröffnet

21 12 2010

Der neue Nouvel-Tower am Donaukanal.

Macht hoch die Tür, die Tor’ macht weit……….termingerecht zur Weihnachtszeit
erstrahlt in güld’nem Lichterglanz der neue Nouvel-Tower am Donaukanal.
5 Sterne für alle LuxusgästInnen, die sich ein bißchen Nobelherberge mit Wellness gönnen wollen.

Taborstraße - Blick in Richtung Donaukanal

Respektvoll verbeugt sich der neue Nouvel-Tower vor Hollein’s Media Tower: Mit vereinter Power stemmten es die beiden, Hans und Jean! Das architektonische Tor zur Leopoldstadt ist offen!

Das Tor ist offen! Aber wo ist der Blick zum Steffl?

Fragen sich die Taborstraßen-Passantinnen.

Gar nicht weit,  im Sofitel Vienna Stephansdom und seinen eleganten Suiten:

  • SUPERIOR: stephansdom blick
  • LUXURY ZIMMER: wienerwaldblick
  • JUNIOR SUITE: altstadtblick
  • PRESTIGE SUITE: stephansdomblick
  • IMPERIAL SUITE: 180° blick

Super Blick,– in den oberen Etagen…

In den unteren Lagen des Luxustempels haben auch die LeopoldstädterInnen gute Aussichten: Auf einen 5 Stockwerke hohen vertikalen Garten, der auf einer Stahlkonstruktion vor der benachbarten Feuerwand wächst und gedeiht. Die 600 m2 große „Grüne Wand“ von Patrick Blanc.
„Rund 20.000 Pflanzen wurden dabei in kleine Erdtaschen aus Wurzelflies eingebettet und werden automatisch mit Brunnenwasser bewässert. Die einzelnen Pflanzensorten wachsen dabei nicht wild durcheinander, vielmehr sind sie in diagonalen Linien gruppiert. ..“

Der ökologische Fußabdruck der Leopoldstadt wird zwar durch die Grüne Wand“ kaum tangiert,- aber wie schön wäre es, wenn sich solche vertikale Gärten fortpflanzten.
Zwar in üblicher Kubaturmaximierung, hat sich am Donaukanal mit dem Nouvel-Tower doch eine elegante weltstädtische Formensprache eingebracht. Mit einer Passage zwischen Prater-, und Taborstraße, die zum ungezwungenen Flanieren, oder auch bei der Rolltreppe Station zu machen, einladet.

http://derstandard.at/1288160272892/Hochhaus-von-Jean-Nouvel-Sofitel-Luxushotel-eroeffnet-am-Donaukanal

http://www.sofitel.com/de/hotel-6599-sofitel-vienna-stephansdom/index.shtml

http://www.news.at/articles/1050/85/284226/luxus-wiener-laende-sofitel-vienna-stephansdom-konzept

http://www.uniqagroup.com/uniqagroup/cms/de/press/press_release/archive/Copy_of_2009/pa_nouvel-tower.jsp





Glühweihnachts-Widerstandl am Augartenspitz

21 12 2010

Die Grünen Leopoldstadt möchten den Widerstands-aktivistInnen und AugartenschützerInnen ein riesengroßes Danke sagen und laden herzlich zu Punsch und anderen Widerstands-Schmankerln am Donnerstag, 23.12., während der Donnerstags-Mahnwache von 16 bis 18 Uhr vor dem Spitz!

Wir freuen uns auf Dein Kommen!

Das Josefinische Erlustigungskomitee ruft weiterhin jeden Donnerstag zur lustig-listigen Mahnwache am Augartenspitz auf und lädt herzlich zum Besuch ein!
Zu Silvester steht ein Widerstandl beim Widerstands-Zelt in der Ob. Augartenstraße 1e.





Sicherheit wird der Zylinderkopfideologie geopfert

17 12 2010

Gehsteigquerungen von Autos bei Hausgaragen und Baustelleneinfahrten sind meist problematisch. Dabei kommt es auch immer wieder zu Unfällen. FußgängerInnen und AutofahrerInnen sehen sich oft schlecht oder zu spät. Solche Überfahrten lassen sich nicht immer vermeiden. Wenn aber ein Kaufhausparkplatz mit mehr als 100 Stellplätzen nur über den Gehsteig erreichbar ist und die Sichtrelationen auch noch schlecht sind, dann besteht für die Bezirkspolitik dringend Handlungsbedarf.

Gefährliche Ausfahrt beim Hofer

So ist es auch beim Kaufhaus Hofer in der Engerthstraße 154.  Die Sicherheit für die FußgängerInnen muss dort dringend verbessert werden. Deshalb haben wir Grüne bei der letzten Bezirksvertretungs-sitzung einen Antrag auf Entschärfung der Situation eingebracht. Das muss gar kein aufwendiger Umbau sein. Vielleicht reicht sogar ein einfacher Verkehrsspiegel.
Die ÖVP glaubte jedoch eine Schikane gegen Autofahrer zu wittern und sah das „Recht auf Eigentum“ gefährdet, wenn man diesem Antrag nachkommt. Unser Einwand, dass es bei dieser Einfahrt vor allem um die Frequenz der Autoüberfahrten geht und dass wir in der Verkehrskommission über Lösungen beraten wollen, stieß bei ihnen auf taube Ohren.

Bei der selbsternannten „Sicherheitspartei“ FPÖ kam dieser Antrag intellektuell ohnehin nur bis zum Rückenmark – sie lehnten ihn kommentarlos ab.

Gut, dass Grüne und SPÖ im Bezirk über eine satte Mehrheit verfügen. Sie, liebe BewohnerInnen der Leopoldstadt, können davon ausgehen, dass es hier zu Verbesserungen kommen wird.

Ihr
Adi Hasch





Bezirksvertretungssitzung vom 15.12

15 12 2010

 

Heute ist die erste Sitzung der neuen Periode. Diese Periode wird interessanter, weil die SPÖ nicht mehr die Absolute hat. Die FPÖ macht auf Fundamentalopposition und die ÖVP ist gespalten.

Heute steht eigentlich nur der Beschluss des Budgets auf dem Programm.

BV Kubik teilt mit:

Auf der Franzensbrückenstraße braucht es nach dem ehemaligen Stadtrat Schicker keinen weiteren Übergang. Die FußgängerInnen können angeblich eh drüber, alles gut! Das ist eine echte Verhöhnung der dortigen BewohnerInnen.

Oxonitsch zur Venediger Au: Schulkinder können nur betreut werden, wenn sie in keine offene Volksschule gehen. Ist eine Nicht-Antwort, weil bisher alle Kinder in die offene Volksschule Venediger Au gehen und alle Schulen in der Umgebung offene Volksschulen sind.

Jetzt gehts zum Budget. Es wird wahrscheinlich eine gemeinsame Zustimmung von Rot, Grün und Schwarz geben. Die FPÖ ist sicher dagegen. Interessant ist, dass die FPÖ in den letzten Jahren nie Änderungsvorschläge eingebracht hat, aber immer dagegen war.

Das Kulturbudget wird heuer um 15.000 erhöht. Wieder gegen die Stimmen der FPÖ.

Unser Antrag auf Abhaltung einer BürgerInnenversammlung zum Lärm am Handelskai wird angenommen. Ein erster Schritt!

Auch unsere Forderung nach einem Zebrastreifen in der Vorgartenstraße Höhe 223 wird angenommen.

Wir wollen, dass 2 Parkplätze beim Spar in der Taborstraße weg sollen, weil es dort mehr Platz braucht wegen der Sichtbehinderungen. Wird weiter diskutiert. ÖVP und FPÖ sind aus Prinzip dagegen, weil Parkplätze weg kann nie gut sein, egal wie gefährlich die Situation auch ist.

Ein weiterer grüner Antrag betrifft die Entschärfung der Situation bei der Franzensbrückenstraße Richtung Untere Donaustraße. Soll entschärft werden, natürlich wieder gegen ÖVP und FPÖ.

FPÖ und ÖVP sind auch gegen eine höhere Sicherheit für die FußgängerInnen bei der Parkplatzausfahrt vom Hofer in der Engerthstraße 154.

Das war der letzte Antrag. Bleibt nur mehr frohe Weihnachten zu wünschen und einen guten Rutsch.

Markus Rathmayr





Offene Daten, Offene Bezirksvorstehung

13 12 2010

Gov2.0 Barcamp
Am vorletzten Freitag, den 3. Dezember 2010, fand das Gov2.0 Barcamp statt. Diese Veranstaltung diente zum Austausch von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und BürgerInnen über die Themen Rathaus 2.0, Open Government und Open Data.

Folgende Fragen wurden diskutiert:

  • Wie soll eine Verwaltung in Zeiten des Internet funktionieren?
  • Was soll sie den BürgerInnen bieten?
  • Welche Informationen sollen verfügbar sein?
Der Transparenz-Kreislauf

Der Transparenz-Kreislauf

Die Veranstaltung wurde von Maria Vassilakou eröffnet und Klaus Werner-Lobo bekannte sich für die Grünen zu einer Öffnung der Verwaltung, für mehr Transparenz und Partizipation der BürgerInnen, die auch im Regierungsübereinkommen festgehalten wurde.

Warum Open Data?
Bei OpenData geht es um die Veröffentlichung von “nicht personenbezogenen” Verwaltungsdaten. Die Verwaltung benötigt für ihre Aufgaben eine Menge an Daten und generiert auch eine große Menge, die durch unsere Steuermittel finanziert werden. Diese Daten sollten uns wieder zur Verfügung gestellt werden. Am besten natürlich kostenfrei und maschinenlesbar.

Wofür braucht man solchen Daten?
Es lassen sich 3 Hauptvorteile nennen.

  • Erleichterung des Alltags für Menschen
  • Entscheidungshilfe im politischen Diskurs
  • Wirtschaftliche Möglichkeiten

Als Beispiel könnten Liftdaten dienen. In einer Stadt mit unzähligen Aufzügen, gibt es immer wieder kurzfristig kaputte Aufzüge. Für behinderte Personen bedeutet das oft große Umwege. Besonders in der U-Bahn vor Ort zu bemerken, dass der Aufzug außer Betrieb ist, ist ärgerlich. Hier könnte eine Webseite mit Informationen über kaputte Lifte schon zuhause die Planung von alternativen Wegen oder eine Anforderung von Hilfen erlauben.

Auch die Wirtschaft kann von öffentlichen Daten profitieren. Innovative Anwendungen (Webseiten, mobile Apps) der Daten können neue Geschäftsfelder erschließen und damit zum Kraftstoff für den Motor der Kreativwirtschaft werden.

Aus Sicht der Grünen kann aber diese Transparenz der Verwaltung auch eine Mitgestaltungsmöglichkeit für die Menschen bieten. Für eine ideale Einbindung der Menschen in den Entscheidungsprozess benötigt es informierte BürgerInnen. Dazu brauchen diese aber eine Entscheidungsgrundlage. Derzeit sind sie auf die gefilterten Nachrichten der Verwaltung und der Medien angewiesen.

Aber nicht nur interessierte Menschen, auch für Journalisten würde dies Möglichkeiten zur umfangreichen Recherche geben. Wenn wir genau wissen, wo der Staat sein Geld ausgibt, können wir auch endlich auf gleicher Augenhöhe darüber diskutieren, wo wir zu sparen anfangen sollen.

Dadurch müßten z. B. Bürger Budgetdaten nicht in mühevoller Handarbeit aus PDFs abtippen, um damit die Sparmaßnahmen zu visualisieren, wie beim Projekt von Robert Harm



oder die einzelnen Inserate in Zeitungen zählen, um damit die Kosten der politischen Inserate hochzurechnen, wie beim Projekt von Georg Holzer
Steuergeld-Wahnsinn

Projekt von Georg Holzer

.

Antrag in der Bezirksvorstehung
Auf Bezirksebene wären wir schon zufrieden, wenn die Bezirksvorstehung unseren Antrag auf Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle zustimmt. 5 Jahre rot-grün wird sich auch daran messen lassen müssen, inwiefern wir die Partizipation der Menschen gefördert haben. Dazu sind ausreichende Informationen notwendig und niedrigschwellige Möglichkeiten zur Kommunikation. Deswegen stellen wir am Mittwoch bei der nächsten Bezirksvorstehungssitzung folgenden Antrag:

Die Bezirksvorstehung möge die Sitzungsprotokolle der Bezirksvertretung auf wien.gv.at veröffentlichen. Weiters sollen alle dazugehörigen Anträge und Anfragen veröffentlicht werden. Als Format für die Protokolle sollte mindestens auch PDF angeboten werden.

Begründung:
Im Jahr 2010 erwarten sich Bürger, dass ihre Verwaltung die Vorteile des Internet nutzt.
Die Stadt Wien ist darin bereits vorbildlich mit ihren Virtuellen Amt (1) oder der Informationsdatenbank des Wiener Landtages und Gemeinderates (2).
Auch andere Bezirke bieten diesen Bürgerservice bereits an. Als Beispiel können die Protokolle der Bezirksvorstehung Neubau (3), Mariahilf (4), Wieden(5), Josefstadt (6), Alsergrund(7), Meidling(8) und Hernals(9) dienen. Die Kosten und der Aufwand sind dafür minimal, können aber den interessierten Bürger einen besseren Einblick in die Arbeit der Bezirksvorstehung ermöglichen.

Links:

  1. http://www.wien.gv.at/amtshelfer/
  2. https://www.wien.gv.at/infodat/
  3. http://www.wien.gv.at/bezirke/neubau/politik/sitzungsprotokolle.html
  4. http://www.wien.gv.at/mariahilf/politik/protokolle/
  5. http://www.wien.gv.at/bezirke/wieden/politik/antraege/index.html
  6. http://www.wien.gv.at/bezirke/josefstadt/politik/protokolle.html
  7. http://www.wien.gv.at/bezirke/alsergrund/politik/antrag.html
  8. http://www.wien.gv.at/bezirke/meidling/politik/sitzungen.html
  9. http://www.wien.gv.at/bezirke/hernals/politik/antraege.html


Die Sitzung am Mittwoch ist wie immer öffentlich zugänglich.
Details und unsere Anträge

Michael





WATERFRONT oder Getreidespeicher

9 12 2010

Waterfront ist Nummer 13 der Zielgebiete der Wiener Stadtplanung.

Wenn man an den Uferzonen von Donaustrom, Neuer Donau und Donaukanal von Waterfront spricht, so kann das schon einmal wirklich zur Front werden.
z.B. Wenn aktuell an einer wichtigen “Waterfront-Stellung” am Handelskai, zwischen Reichsbrücke und Praterbrücke,- mit einigen gut akkordierten magistratischen Begründungen und Stellungnahmen und dem Werkeug § 69,- unbekümmert auf einer Grünland/Erholungsgebiet-Widmung, dem Hotel Hilton Vienna Danube sein geräumiges Konferenzzentrum hinbewilligt wird..
Nach Holiday Inn Vienna, Scandic Crown Hotel, im alten Getreidespeicher an der Donau, ist das Hegen und Pflegen eines potenten internationalen Betreibers irgendwie nachvollziehbar – besonders in Hinblick auf die Geschichte des Objekts.
Der Umbau des Getreidespeichers, in den späten 1980er Jahren, war ein Paradebeispiel von besonders böser „Revitalisierung“ nach dem Motto „renovieren ist billiger als abreißen“.
So ist ein großartiges Bauwerk zur Zombiearchitektur mutiert, Park zum Parkplatz und auf das düstere Erscheinungsbild des Hotels, antwortet der Scandic Crown Steg, über den Handelskai mit einer konkurrenzlosen  Hässlichkeit.
Also wirklich, genug Möglichkeiten den Menschen am Handelskai und mehr den Entzug an öffentlichen Erholungsraum zu kompensieren!
Wirklich mehr als als die bloße Erhaltung und Verbesserung des Radwegs „hinsichtlich Sicherheit und Servicequalität“ oder einer „100% Grasbedeckung“ des Konferenzzentrums hätte da schon noch rausschaun müssen, bei diesem Widmungsgewinn!!!!!
Vielleicht wäre es gar nicht schlecht hin und wieder aus den Zielsetzungen des STEP 5 zu lesen: Eine Traumlektüre!

3x  „Donauraum – Stadtentwicklungsprojekt“

  • “Die gute Zugänglichkeit der Erholungsräume – auch von den öffentlichen Verkehrsmitteln aus – muss garantiert werden. Erholungsflächen in der Nähe der Haltepunkte und alle Uferzonen dürfen keiner exklusiven Nutzung zugeführt werden. Sie müssen allgemein zugänglich sein.”
  • Die Stadtkante entlang des Handelskai sollte betont und die trennende Wirkung der Bahnanlagen durch Reduzierung und Schaffung von Übergängen vermindert werden”
  • „Aus Sicht der Erholungsnutzung stellt in den nächsten Jahren eine verbesserte Vernetzung des Praters mit dem Rechten Donauufer und der Donauinsel ein zentrales Anliegen dar.“






zu PISA: Selektion stellt Kinder und Jugendliche aufs bildungspolitische Abstellgleis

9 12 2010

Eine zukunftsweisende und tiefgreifende Bildungsreform muss dafür sorgen, dass kein Kind aufs Abstellgleis kommt.

Die desaströsen PISA-Ergebnisse sind ein Alarmzeichen und ein Resultat der Fehler, die in der Bildungspolitik jahrelang gemacht wurden. Die ÖVP steht seit Jahren auf der Bremse, was Reformen im Bildungsbereich betrifft. Die gemeinsame Schule für die 6 bis 14-jährigen muss dringend umgesetzt werden, die ÖVP darf hier nicht weiter blockieren.
Im österreichischen Schulsystem wird systematisch selektiert statt individuell gefördert. Wer in einer Klasse oder einer Schule, und sei es auch nur in einem Gegenstand, nicht mithalten kann, wird häufig einfach in eine andere Schule oder in eine andere Leistungsgruppe abgeschoben. Der Weg von einer schlechteren Schule bzw. Leistungsgruppe in eine bessere, ist so gut wie ausgeschlossen.

Dass von dieser Negativ-Selektion in aller erster Linie SchülerInnen aus sozioökonomisch schwächeren Gesellschaftsschichten betroffen sind, ist lange bekannt. Diese Selektion führt zu einer Demotivationsspirale, die letztendlich bei vielen Jugendlichen zu misslungenen Schulkarrieren und Arbeitslosigkeit führt.

Mit ihrem Vorschlag, Kinder mit nicht ausreichenden Deutschkenntnissen in eigene Vorschulklassen abzuschieben, setzt die ÖVP in der aktuellen Debatte leider noch eins drauf. Es ist wohl offensichtlich, dass Kinder Deutsch zu einem guten Teil mit und von anderen Deutsch sprechenden Kindern lernen. Es widerspricht jeder Vernunft, alle Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen in eine Klasse zu setzen. Die ÖVP nimmt mit ihrem Ghettoklassenvorschlag eine Selektion in Kauf, die es einer ganzen Generation von Kindern und Jugendlichen immer schwerer macht, in der Gesellschaft Fuß zu fassen.

Eine zukunftsweisende und tiefgreifende Bildungsreform muss dafür sorgen, dass kein Kind aufs Abstellgleis kommt. Die gemeinsame Schule der 6 bis 14jährigen ist der einzig richtige Weg, um Kinder und Jugendliche ausreichend zu fördern. Für Kinder aus sozio-ökonmisch benachteiligten Verhältnissen spielt auch der zügige Ausbau von Ganztagsschulen eine wichtige Rolle.

Martina





Wanderfalken im Augarten?

8 12 2010

Nistkasten am Flakturm in 40 Meter Höhe

Im März 2010 startete das Artenschutzprojekt „Comeback Wanderfalke“ im Wiener Augarten. An den beiden Flaktürmen wurden vier Nistkästen für Wanderfalken montiert. An dem Projekt sind der Verein BirdLife, die Bundesgärten, das Naturhistorische Museum Wien und die Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 beteiligt.

Wanderfalke am Flakturm

Der Wanderfalke dringt heute immer weiter in den urbanen Raum vor. Zu den beliebten Beutetieren des schnellsten Flugjägers gehört die Haustaube. Doch während der Turmfalke in Wien häufig brütet, gab es vom Wanderfalken bisher nur ein einziges Brutpaar in Wien, weil geeignete Nistmöglichkeiten fehlen. Laut BirdLife ist der Flakturm dafür ideal, weil die Wanderfalken ein sehr hohes Gebäude bevorzugen und es es dort wegen der Nahrung sehr viele Tauben geben muss.

Das Aus für dieses Projekt gerade im Internationalen Jahr der Biodiversität ist ein herber Rückschlag für den Artenschutz in Wien. Damit ist der Augarten um ein Stück Natur ärmer geworden.

Unverständlicherweise wurden am Mi., 1.12. die Nistkästen auf Anweisung des Wirtschaftsministeriums wieder entfernt.
Es stellt sich natürlich die Frage, welche Motive das Wirtschaftsministerium für diese Anweisung hat. Die Burghauptmannschaft begründet im Bericht auf ORF On ihren Schritt damit, dass das Artenschutzprojekt künftige Sanierungen oder Umbauten der Türme erschweren könnte. Auch die Bezirkszeitung hat ausführlich darüber berichtet.

Das klingt ganz so, dass die Demontage der Nistkästen ein Zeichen dafür ist, dass das umstrittene Datencenter-Projekt im Flakturm weiterhin verfolgt wird.

Folgt nach den Sängerknaben-Projekt am Augartenspitz nun der nächste Anschlag auf den Augarten?

Wolfgang





Ehrung. Zum 90. Geburtstag der Zeitzeugin Dagmar Ostermann

1 12 2010

Engagiert gegen das Vergessen.

Eine prominente Bürgerin des 2. Bezirks wird am 6. Dezember 90 Jahre alt:
Dagmar Ostermann.
Sie war zeit ihres Lebens eine engagierte Zeitzeugin über die Geschehnisse im Nationalsozialismus.
Als Jüdin wurde die gebürtige Wienerin nach Auschwitz und Ravensbrück deportiert und überlebte die Konzentrationslager nur knapp.
In den Jahren 1998–2000 wurde von der Lagergemeinschaft Ravensbrück ein Videointerview mit ihr als Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück aufgezeichnet, ein Video, das ihre Lebenserinnerungen an die Verfolgung für die Nachwelt aufbewahrt.

Die Filmemacherin Marika Schmiedt hat nun dieses Material als Grundlage für ihren Dokumentarfilm „Aber in Auschwitz will ich begraben sein“
genommen und mit Aufzeichnungen von Gesprächen mit den Enkelkindern der Dagmar Ostermann ergänzt.

In einem festlichen Rahmen anlässlich des 90. Geburtstags von Dagmar Ostermann soll dieses Filmdokument in Anwesenheit der Jubilarin
am 5. Dezember im Theater Nestroyhof-Hamakom präsentiert werden.

Die Laudatio zu Frau Ostermanns ‚Lebenswerk’, das darin bestand, unermüdlich Erwachsene, Jugendliche, Schülerinnen über die Verbrechen des Nationalsozialismus aufzuklären, werden der Schriftsteller Erich Hackl und die Vorsitzende des Österreichischen Nationalfonds, Hannah Lessing, halten.

Programm:








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