Da staunte ich aber gewaltig, als ich in der Leopoldstadtausgabe des „roten“ Wiener Bezirksblatt las, dass im Bezirk weiter Grünräume geschaffen werden. Ich fragte mich, was ist denn jetzt los: Werden die Roten jetzt grün? Es würde mich freuen und es würde auch unserer Leopoldstadt gut tun.
Als ich aber weiter las: „Beginnen tut man mit der Aufforstung der Elangründe beim Wiener Hafen“, war auch schon all meine Hoffnung verflogen. Denn bei der Neubepflanzung der Elangründe handelt es sich ja nur um ein Grundstück, das aufgeforstet werden muss, weil der Wiener Hafen im Zuge seines Umbaus 200 Meter flussabwärts einen ganzen Wald gerodet hat. Ohne diese Grünraum-Reparatur hätte er dafür keine Baugenehmigung bekommen.
Es hätte mich ja auch gewundert, wenn die Leopoldstädter SPÖ solch einen Gesinnungswandel durchgemacht hätte. Haben sie ja mit ihrer Politik der letzten fünf Jahre bewiesen, dass ihnen der Schutz des Grünraums wahrlich nicht am Herzen liegt.
Zur Erinnerung nur ein paar Beispiele der letzten Jahre:
*Im Manes Sperber-Park wurden die Bäume gefällt, damit man darunter eine Tiefgarage errichten kann. Die versprochene tolle, schöne Oberflächengestaltung ist jämmerlich ausgefallen.
*Beim Praterstadion mussten im Zuge der Neugestaltung für die Fußball-EM 2008 50, teils über 70 Jahre alte Bäume weichen. Für Parkplätze und für ein sehr fragwürdiges Sicherheitskonzept. Bei ökologischer Planung wären nur ein Drittel der Bäume gefällt worden. Allerdings gäbe es dann auch weniger Parkplätze für die 15 Veranstaltungen
im Jahr, an denen diese tatsächlich genutzt werden.
*Aber auch bei der Neugestaltung des Pratersterns sind viele Bäume, die das Mikroklima wesentlich verbessert haben, gefallen. „Schön ist er geworden, der Praterstern“ sagen die Roten. Warum sie ihn dann nicht offiziell eröffnen, verstehe ich nicht? Wo doch derzeit die roten Stadträte und -rätinnen, zur feierlichen Eröffnung eines jeden neuen Klodeckels in einer Schule ausrücken.
Auf Wunsch könnte ich diese Bespiele jederzeit fortsetzen.
Fazit: Auch wenn am 10 Oktober gewählt wird, „liebe Genossen“, Grün wird man nicht mit einem Artikel, dafür braucht man auch Kompetenz und die habt ihr in den letzten fünf Jahren nicht bewiesen.
Adi Hasch





Was mir hier als Beispiel sehr fehlt, ist natürlich der Augartenspitz: Die SPÖ glänzt hier durch völlige Ignoranz der BürgerInnen, durch Gesprächsverweigerung und Unterstützung eines fragwürdigen Projekts (z.B. schwerer Korruptionsverdacht bei Denkmalamtsgutachten, siehe http://www.erlustigung.org).
Hier wird gerade jetzt Grünraum mit Billigung der SPÖ vernichtet. Vernichtend.
Ja, das stimmt, der augartenspitz fehlt hier noch. die vorkommen dort gehören ja zu den grauslichsten der letzten jahre und die spö bekommt dafür auch den applaus der övp und fpö, aber nicht den der bürger und bürgerinnen. es fehlen auch noch andere beispiele. das sündenregister der spö ist verdammt lang. deshalb schreibe ich ja, dass ich auf wunsch dieses noch weiter ausführen kann.
„jedem das seine“
ich empfehle mal schnell dem erfinder dieser gut gemeinten häupl-parodie, diesen spruch auf seine historie zu überprüfen!!!!!!
Scheiß-Nazis. Nur weil die den Spruch verwendet haben, darf man eine ganz normale Redewendung der deutschen Sprache, die es als „suum cuique“ schon im römischen Recht gegeben hat nicht mehr verwenden…
Aber gut, ich habe den Bildtext jetzt geändert.