Auf die Radler „vergessen“

7 08 2010

Radfahren in der Leopoldstadt, Teil 2

Weitere 2 radfeindliche Örtlichkeiten in der Leopoldstadt:

RadfahrerInnen haben sich bei Baustellen in Luft aufzulösen

1) Die Wehlistraße östlich des Stadions wird derzeit umgebaut. Statt den 21er-Schienen wird es in Zukunft Schrägparkplätze geben. Außerdem wird es einen völlig sinnlosen Radweg geben. Dieser Radweg in einer Nebenstraße, am Gehsteig, versteckt hinter der Parkspur, mit lauter potentiellen Konfliktpunkten mit dem Autoverkehr bei jeder Kreuzung, ist nicht nur unnötig, sondern sogar gefährlich. Radstreifen auf der Fahrbahn wären die viel bessere Lösung.

Doch auch in der Bauphase zeigt die rote Bezirksvorstehung ihr Desinteresse an guten Radverbindungen. Im Zuge der Baustelle wurde in der Wehlistraße ab dem Marathonweg eine Einbahnregelung eingeführt – ohne Ausnahme für den Radverkehr. Wollen RadfahrerInnen ab dem Stadioncenter zum Praterkai fahren, so bleibt ihnen legalerweise jetzt nur mehr der Handelskai. Und der ist für RadfahrerInnen nicht wirklich zu empfehlen.

Dieser Zustand ist indiskutabel und so fordere ich Bezirksvorsteher Kubik hiermit auf, sich bei der MA46 für eine Ausnahmeregelung für RadfahrerInnen in der Wehlistraße zwischen Marathonweg und Praterkai einzusetzen.

FußgängerInnen und RadfahrerInnen dürfen sich um Restflächen streiten, die Lkw-Gefahr kommt unterdessen von links

2) Im Oktober 2008 starb ein älterer Radfahrer am Rad- und Gehweg in der Taborstraße. Über den darauffolgenden Radfahrersicherheitsgipfel und der Ortsverhandlung habe ich bereits im letzten Dezember gebloggt.

Und vor allem darüber, dass sich hier überhaupt nichts verbessert hat. Kürzlich habe ich diesen Radweg wieder einmal benutzt und bei allen 3 Ausfahrten aus dem ÖBB-Gelände habe ich – obwohl eindeutig im Vorrang – scharf abbremsen müssen, um nicht von Lkws bzw. Pkws gerammt zu werden. Eigentlich unglaublich, dass dort noch nicht mehr passiert ist.

Normalerweise heißt es ja „Muss erst was passieren, damit etwas geschieht?“. Doch in diesem Fall hat nicht einmal der tragische Unfall von 2008 dazu geführt, dass Bezirksvorsteher Kubik ein Ohrwaschl rührt. Er hat abgestritten, dass der Radweg dort am Gehsteig brandgefährlich ist und nach dem medial hochstilisierten Radfahrersicherheitsgipfel den Kopf einfach wieder in den Sand gesteckt. Eigentlich kann man ja nur hoffen, dass es hier keine weiteren Unfälle gibt.

Spätestens nach der Wahl und dem Verlust der absoluten Mehrheit der SPÖ Leopoldstadt muss sich hier etwas ändern!

Wolfgang


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2 Antworten

16 08 2010
Robert

Bei allen Baustellen in der Leopoldstadt wird immer betont, für Autler wirds wenig Probleme geben.

Für FußgängerInnen und Öffi-Kunden tut man schon weniger.

Und die RadfahrerInnen: was! das sind auch Verkehrsteilnehmer….die sollen doch über die Hauptallee fahren, aber Achtung, bei der Meiereistraße haben wieder die Autler Vorrang!

23 08 2010
Friedrich Hochmann

Es ist ja schon irgendwie typisch für ULHBV Kubik, dass er nie einsieht, wenn seine Super-Planung unerwünschte oder nicht zufriedenstellende Ergebnisse liefert. Er ist eben der Meinung, dass er sich nicht iren kann und wenn es so aussehen sollte, so stimmen die Tatsachen eben nicht.

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