In Hinblick auf die derzeit laufende Bürgerbefragung zur geplanten Garage unter dem Trunnerpark sind ein paar Bemerkungen angebracht.
Beginnen wir mit Norbert Walter, seines Zeichen ÖVP-Stadtrat und stellvertretender Bezirksparteiobmann der ÖVP Leopoldstadt.
Unsere Ablehnung der Wohnsammelgarage Trunnerpark bezeichnete er als eine „Politik des Zurück auf die Bäume“.
Ob er da bei Schreiben der Presseaussendung wohl die falsche Platte aufgelegt hatte? Er sollte sich vielleicht einmal mit den Argumenten der Bürgerinitiative auseinandersetzen und die Parkplatzsituation vor Ort anschauen. Die meisten Mitglieder der Bürgerinitiative besitzen ein Auto, finden ganz leicht einen Parkplatz vor ihrer Haustür und wollen auch nicht zurück auf die Bäume. Sie wollen vor allem nicht gezwungen werden, sich einen teuren Garageplatz nehmen zu müssen. Radikale Autohasser sehen anders aus.
„Park ohne Garage“
SPÖ-Bezirksvorsteher Kubik wiederum warb in einer aus Steuergeld finanzierten „Amtlichen Mitteilung“ ganz offen für die Garage. Soll sein, doch dem Inhalt muss ich vehement widersprechen.
Es stimmt ganz einfach nicht, dass die Tiefgarage die zwingende Voraussetzung für die Vergrößerung des Trunnerparks ist. Der Bezirk kann die die Parkerweiterung und weitere Baumpflanzungen im Viertel auch aus eigener Tasche zahlen. Ein/e Grüne/r Bezirksvorsteher/in würde keine 3,3 Mio. Euro aus dem Bezirksbudget für eine 5. Fahrbahnspur am Handelskai verwenden, er würde das Geld in die Aufwertung des Volkert- und Alliiertenviertels stecken. Dafür würde schon ein Teil der 3,3 Mio. reichen. Aber hier gibt es eben unterschiedliche Prioritäten bei Rot und Grün.
Im Übrigen ist es ein großer demokratischer Fortschritt, dass die Bürgerinitiative den Bezirksvorsteher zu dieser Befragung „gezwungen“ hat. Das ist unbestritten das Verdienst der Bürgerinitiative. Beim letzten umstrittenen Garagenprojekt im Manès-Sperber-Park hat sich BV Kubik ja noch mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, die betroffenen AnrainerInnen mitreden zu lassen.
Sollte die Garage abgelehnt werden, so ist es jedenfalls unsere Aufgabe, die vorgesehene Neugestaltung des Grätzels mit einem erweiterten Park im Bezirk durchzusetzen – ohne Garage. Damit werden wir am Tag nach der Befragung beginnen.
Wolfgang



Dass Kubik GEld für eine völlig unnötige 5. Spur am Handelskai ausgeben will ist ein Skandal der Extraklasse. GEld für eine Sanierung der desolaten und dahe extrem lauten Fahrbahndecke des Handelskais ist dagegen nicht vorhanden. Wofür auch, die Sache erweckt den Eindruck, dass die Meinung in der Bezirksvorstehung herrscht, dass die Anrainer des Handelskais ruhig im Lärm verrecken sollen. Aus diesem Grund bindet man sie auch nicht in den Handelskai betreffenden Planungen mit ein, wie z.B. die wahnwitzigen Bürobauten entlang der U2, die zu einer Erhöhung des Verkehrsaufkommens von 34000 auf 50500 Fahrzeuge pro Tag führen wird (lt. Büro Dr. Rosinak, das von der Stadt Wien gerne beeschäftigt wird), oder eben die unnötige 5. Spur am Handelskai . Kubik und kumpane haben es leider noch immer nicht geschnallt, dass ein stau ein notwendiges Korrektiv zum Verkehr ist und eine Rückkopplung darstellt, die für die Stabilität eines Systems absolut notwenig ist. Es gibt nur einen natürlichen Prozess der keine Rückkopplung aufweist; die atomare Kettenraktion und was dabei herauskommt hat Hiroshima gezeigt.
Also bei aller Freundlichkeit: „Alte“ Bäume sind das nicht, da auf dem Foto.
Zugegeben, ich weiß zwar nicht, wie alt sie sind. Aber sie sind schöne, große Bäume (6-10m hoch). Keine Stangerln, wie sie meistens auf Garagen gesetzt werden, weil bei einem Erdkörper von 1,65m Höhe eben keine großen Bäume wachsen können. Sowohl aus statischen Gründen als auch aus Gründen der Wasserversorgung.
Doch die sind schon alt und groß gewachsen! Achten Sie auf die Größe im Vergleich zu den Häusern im Hintergrund am Foto oder kommen sie einmal vorbei. Die Bäume sind wirklich schön und sehenswert und der kleine Park ist jetzt nett zum Verweilen. Das sind zwei Bergahorn und zwei prächtige Linden (in der Mitte ist noch ein kleinerer Baum der im Frühling wunderschön blüht, was das ist weiß ich leider nicht)
Lieber Peter!
Alles im Leben ist ja bekanntlich relativ. So auch das Alter.
Aber für mich sind´s schon alte Bäume – im Vergleich zu angedachten Ersatzpflanzungen, die durchschnittlich max. 4 J. alt sind, in jedem Fall.
Laut Schätzung eines Baumexperten sind die beiden „Bergahorn“ mindestens 80 Jahre alt, die beiden „Linden“ mindestens 30 Jahre, der „Zierapfel“ ca. 40 Jahre und der „Chinesische Glücksbaum“ auf dem Areal des Arbeitsinspektorates, der dem Garagenbau in Folge ebenso zum Opfer fallen würde, ist zumindest 100 Jahre alt.
Wenn man nun bedenkt, dass ein Bergahorn bis ca. 500 Jahre und eine Linde sogar bis zu 2000 Jahre alt werden kann, hätten sie also gut noch ein paar Jährchen vor sich.
Vorausgesetzt natürlich wir ermöglichen ihnen weiter zu leben.
Die beiden Bilder sagen mehr als tausend Worte!
Auch wenn man ein solches Garagendach als Park bezeichnet, das ist kein Park, das ist Anrainer-Ver…. und Mannes Sperber rotiert wahrscheinlich im Grab.
Am Tabor ist derzeit kein (offizieller) Park sondern einfach „nur“ öffentlicher Grund…
Egal wie die Widmung aussieht, das ist seit Jahrzehnten i ein typischer Wiener Beserlpark den jeder in der Gegend als Beserlpark oder (den kleinen Park) Am Tabor bezeichnet.
Woher die Bezeichnung TRUNNER(park)GARAGE kommt , weiß kein Mensch!
Am Volkertplatz (sieht ähnlich trostlos aus wie der Mannes Sperber Park am Bild und wenn man darauf hinweist, heißt es seitens der Gebietsbetreuung, das ist ja kein Park, das ist ein Platz, der Vergleich wäre nicht zulässig und der Platz ist doch super und ganz toll und überhaupt….) wurde auch eine Straße aufgelassen obwohl sich angeblich kein Garagenbetreiber fand. … aber ganz plötzlich findet sich einer für eine Gegend, in der es massenhaft Parkplärtze gibt? Irgendetwas ist da megafaul.
Wenn der Bezirk soöö um mehr Grün für die Anrainer bemüht ist, dann wäre es nur logisch, gesetzlich vorgeschriebene (?) Nachpflanzungen durchzusetzen, das passiert aber leider nicht.
Bitte der evangelischen Kirche auf die Zehen steigen, was ist mit den Nachpflänzugen der zwei großen (höher als das Pfarrhaus) alten Bäume die auf deren Grund im Vorjahr gefällt wurden? Bis jetzt ist nichts passiert. Das ist doch gesetzlich vorgeschrieben?
Lieber Herr Kamptner,
erfolgen Neupflanzungen nicht normalerweise im Frühjahr? Welche Möglichkeiten gibt es für Anrainer um Nachpflanzungen von gefällten Bäumen durchzusetzen? Wo kann man Anzeige erstatten, denen (und weiteren Missetätern) auf die klerikalen Zehen steigen usw…?
Danke für ihre Bemühungen!
selbstverständlich muss auch die evangelische kirche die gesetzlich vorgeschriebenen nachpflanzungen machen. oder dafür ablösen zahlen, sollten sie diese nicht auf ihren grundstück bewerkstelligen können.
und selbstverständlich werden wir von den grünen darauf achten, dass dies auch tatsächlich geschieht. dass dies bisher noch nicht gemacht wurde, liegt auch daran, dass es einfach noch nicht sicher ist, wie das gesamte umfeld gestaltet werden wird. mit und noch besser ohne garage.