Frauen in der Sexarbeit haben ein Recht auf…
- eine verständliche, klare Regelung der Prostitution
- das Ende der Sittenwidrigkeit
- den Stopp der polizeilichen Registrierung
- ein freiwilliges, kostenloses Gesundheitsangebot
- Verhütungsmittel und
- nachhaltige, passgenaue Beratungsangebote
Wiener Grüne Frauen – für sicheres und selbstbestimmtes Arbeiten!

Uschi Lichtenegger, Monika Vana und Barbara Huemer vor dem Ambulatorium im 3., wo sie anläßlich des Hurentags den Sexarbeiterinnen ein Frühstück servierten und Rosen schenkten.
Anlässlich des heutigen Internationalen Hurentags solidarisieren sich die Wiener Grünen Frauen mit den Sexarbeiterinnen und fordern mehr Rechte statt Kriminalisierung der Sexarbeit, die Abschaffung der Sittenwidrigkeit und bessere Arbeitsbedingungen in der Prostitution. Dazu findet eine Kundgebung der Wiener Grünen gemeinsam mit der Beratungsorganisation LEFÖ und dem Forum Sexworker.at von 14 bis 18 Uhr am Urban-Loritz-Platz mit Musik statt. Hinkommen – anschauen!
In der Früh fand schon eine Aktion der Grünen Frauen vor dem STD-Ambulatorium statt, der einzigen Stelle in Wien, bei der Sexarbeiterinnen die wöchentliche Gesundenuntersuchung vornehmen können. Ohne wöchentliche Gesundenuntersuchung kein „Grüner Deckel“ – also keine Berechtigung zur Sexarbeit! Dazu kommt noch die Meldepflicht von Sexarbeiterinnen bei der Polizei. Aus unserer Sicht reine Schikane: Wir fordern, dass die Gesundenuntersuchung bei allen niedergelassenen ÄrztenInnen in Wien vorgenommen werden kann.
Mehr über die grünen Forderungen zum Hurentag: http://diestandard.at/1271377936567/Gruene-fordern-Einklagbarkeit-von-Honorare
Sexarbeit Thema bei der BürgerInnenversammlung „Aktuelle Verkehrsfragen im Stuwerviertel“
Allzuwörtlich nahm Bezirksvorsteher Kubik den bereits vor einem Jahr beschlossenen Antrag zur Bürgerversammlung zum Thema Verkehr. Auf der Einladung zu dieser war auch zu lesen, daß der BV zu Straßenprostitution informieren wolle, auf der Rückseite standen Ergebnisse einer Arbeitsgruppe zu Sexarbeit, über dieses 7-Punkte-Programm haben wir ebenfalls schon informiert:
Beitrag Prostitution und Feigheit der Politik.
Somit wurde die BürgerInnenversammlung zu einer emotionell geführten Diskussion, abwechselnd Verkehr und Prostitution, wobei keines der Themen schlußendlich sachlich diskutiert werden konnte. Ob hier vielleicht Absicht dahinter lag, um von der katastrophalen SP-Verkehrspolitik im Stuwerviertel abzulenken? Mehr zur Verkehrspolitik auf der Homepage der Grünen Leopoldstadt.
Was passiert nun im Stuwerviertel zur Straßenprostitution?
Der Verein Sophie, BildungsRaum für Sexarbeiterinnen, Leitung Mag.a Eva Van Rahden, betreut eine Hotline, Mo-Fr 10 – 18 Uhr:
0676 88 666 222 (eine Ausweitung der Hotline ist aus Kostengründen nicht möglich, so Eva Van Rahden auf der Bürgerversammlung)
und hält Sprechstunden ab mit ExpertInnen von Juni bis Ende Nov. jeden Do, ausgenommen Feiertage, 17 – 18 Uhr im Grätzelzentrum Stuwerviertel in Wien 2, Max Winter-Platz 23.
Die Polizei wird verstärkt im Stuwerviertel auf Sicherheit achten, StreetworkerInnen von Sophie werden nächtens, aber auch tagsüber versuchen, mit den Sexarbeiterinnen Kontakt aufzunehmen und sie über die Illegalität von Sexarbeit im Stuwerviertel hinweisen.
Nach 6 Monaten sollen alle Maßnahmen evaluiert werden und wir fordern, daß die StuwerviertlerInnen in einer öffentlichen Veranstaltung die Ergebnisse erfahren und auch, wie die Umsetzung der Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für SexarbeiterInnen, wie zB die Abschaffung der Sittenwidrigkeit, vorangeht.

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