Wagenplatz Treibstoff nun in der Krieau

30 03 2010

Foto: Martin Juen

Beide Wagenplätze bleiben in der Leopoldstadt – Wagenplatz Treibstoff übersiedelte wenige hundert Meter weiter zur Krieau und verhandelt nun mit der Stadt Wien, ob sie auf diesem Platz bleiben können. Der “rasende Reporter” Martin Juen war mit Kamera vor Ort und berichtet in seinem Blog detailliert über die Beweggründe der WagenplatzbewohnerInnen und ihren Willen zum konstruktiven Gespräch, sowie über eine hetzerische Pressemeldung der FPÖ.

Illegale Mülldeponie?

Bei einem Besuch des Wagenplatzes fällt sofort eine Mülldeponie ins Auge. Neben viel Schotter ist Restmüll zu sehen. Hoffentlich ist kein Sondermüll abgelagert worden, wir werden diese Deponie melden.

Artikel zu den Wagenplätzen auf  Blog2:

Vom Leben in Freiheit

Wagenplatz Hafenzufahrtsstraße trifft Ute Bock





Radständer Herminengasse – endlich!

29 03 2010

„Gut Ding braucht Weile“ – oder?

Über die fehlenden Radständer bei der U2-Station Schottenring, Eingang Herminengasse habe ich hier im Blog ja bereits geschrieben.

Also zur Chronologie noch mal kurz:

10.5.2008: Die U2 wird in die Leopoldstadt verlängert.

28.10.2008: Grüner Antrag auf Radständer in der Herminengasse.

24.3.2009: Antwort von Fr. Stadträtin Brauner (SPÖ): „Anfang 2009 werden 8 Radständer aufgestellt.”

März 2010: 10 Radständer werden neben dem Eingang Herminengasse der U2-Station Schottenring errichtet.

Jetzt kann mensch natürlich sarkastisch das Sprichwort „Gut Ding braucht Weile“ bemühen, doch ich finde, es ist bezeichnend dafür, welch geringen Stellenwert die rote Bezirksvorstehung dem Radverkehr in der Leopoldstadt einräumt – trotz aller Lippenbekenntnissen.

Eigentlich sollte es nicht einmal eine Diskussion darüber geben, dass bei neu eröffneten U-Bahnstationen auch ausreichend Radständer stehen, und zwar schon dem Tag der Inbetriebnahme der U-Bahn. Und nicht erst knapp 2 Jahre später.





Feinstaub: SPÖ braucht immer noch massive Nachhilfe

24 03 2010

Asthmakranke, Foto: shutterstockLetzte Woche haben wir im Umweltausschuss die akute Feinstaub-Problematik zum Thema gemacht (hier der Bericht dazu). Der Vorsitzende des Ausschusses, der langgediente SPÖ-Politiker Walzer, versprach wie immer, das Thema werde in die Bezirksvertretung getragen und dort diskutiert. Eine Woche später nun also der reality check: und wie da diskutiert wurde, das Niveau war unterirdisch.

Walzer meinte, so viele Tote werdens schon nicht sein und im übrigen wisse er gar nicht was wir wollten, denn der ganze Feinstaub käme eh mit dem Wind daher und da könne man nichts machen. Der Winter sei eh schon vorbei (da haben die roten Genossen herzlich gelacht, so köstlich fanden sie den Witz) und die Kinder seien da ja eh nicht so viel draussen. Es wurde bagatellisiert und lächerlich gemacht.

Den Rest des Beitrags lesen »





Liveblog von der BV Sitzung am 23.3.2010

23 03 2010

ich setze hier fort, wo Markus, der schon gehen musste, aufgehört hat. oder hat er heute nicht gebloggt? Egal, es ist gerade sehr spannend:

Resolutionsantrag #2: Eine selten spannende Situation: Über einen FP Antrag “gegen weitere Lärmbelästigung der Anrainer durch einen Betrieb des sog. Tel-Aviv-Strandes” wird quer durch alle Fraktionen unterschiedlich abgestimmt.

Auch bei uns gibt es eine heftige Diskussion, ob die Lärmbelästigung durch Lokale entlang einer 6-spurigen Autobahn, und damit die Wahrung der Anrainer-Interessen schwerer wiegt, als das Recht in der Stadt auch im Freien feiern zu können etc etc.

Da es so eine Situation in den letzten Jahren noch nie gegeben hat, herrscht totales Chaos. Niemand weiss wie die Stimmen gezählt und zugeordnet werden sollen..

Dazu kommt, dass einer unserer Mandatare eine Abänderungsantrag gestellt hat (“weitere gesundheitsbeeinträchtigende Lärmbelästigungen”), dem mehrheitlich zugestimmt wurde..

Jetzt ist die Abstimmung doch geglückt: Beide Anträge, mit und ohne Abänderung, werden mit SPÖ-Mehrheit abgelehnt.

Nächster Antrag #4 (FP): Rück-Umdrehung der erst kürzlich umgedrehten Einbahn Vorgartenstrasse zwischen Machstr. und Sturgasse. Die Widersprüche des fossilen Verkehrs brechen auf – das Hin- und Herdrehen von Einbahnen als ultima ratio zur Problemlösung der Auswirkungen des Molochs Autoverkehr..

Schliesslich einigt man sich auf eine Zuweisung in die Verkehrskommission, wie das bei solchen Widersprüchen üblich ist..

VP-Antrag #7: Überprüfung der Buslinie 82A, mit dem Ziel diesen zwischen Praterstern und Stadion obsolet zu machen. SP hält erwartungsgemäss ein Plädoyer für den Bus.

Wolfgang konfrontiert die VP mit ihrem alten Antrag zur Errichtung des 82A, der damals als Argument von VP-SP verwendet wurde, um den 21er einstellen zu können, als dessen Ersatz der 82A damals gepriesen wurde – und vor allem auch, um die geplante Volksbefragung zum 21er bei dessen Einstellung abblasen zu können.

Der bei der Wortergreifung noch verstohlen handyphonierende VP-Redner (allgemeines Gelächter) ergreift das Wort.. windet sich wie ein Aal, man konnte ja vorher nicht wissen.. die Entscheidung zur Einstellung des 21ers war ja schon gefallen, blablablabla… “die Schienen des 21er gibt es ja leider gar nicht mehr, so traurig das ist” .. die Krokododilstränen sind unerträglich..

Der Antrag wird von der SP Mehrheit erwartungsgemäss abgelehnt.

VP Antrag #8 über Prüfung der Barrierefreiheit in Stationen des ÖV: einstimmig angenommen, keine Diskussion.

VP Antrag #9 zur Müllsammelstelle beim Augarten: einstimmig angenommen

#14 (die grosse Lücke in der Nummerierung kommt von vielen unserer nicht zugelassenen Anträgen zum Thema Feinstaub): Grüner Antrag zur Öffnung aller Einbahnen für den Radverkehr als Teil einer neuen Feinstaub-Initiative: Die Anträge 14-16 teilen das Thema “Feinstaub” und werden daher gemeinsam diskutiert, aber getrennt abgestimmt.

SP ist wie immer pikiert wenn das Thema aus Tapet kommt.. (zur Info: Die Messstelle Taborstrasse hat heuer schon wesentlich mehr Überschreitungen als im ganzen Jahr zulässig.. heute wieder bereits Spitzen von 100 ug/m³, bei einem Grenzwert von 50 ug..)

VP Wortmeldung “Problem existiert, aber Anträge greifen zu kurz.. denn viel Feinstaub wird importiert.. ” blablabla immer dieselbe Leier

Diverse Polemiken gegen das Radfahren, wie immer wenn VP-FP sonst nichts einfällt.

Wie immer zum Thema Feinstaub, werden alle 3 Anträge von VP-SP-FP niedergestimmt.

19:09 Pause.

19:30 Diskussion über unseren Antrag zur “Ganztagsschule Sperlgasse 2a / Angliederung der leerstehenden Schule Schwarzingergasse 4″: Antrag wird mit der SP gemeinsam angenommen

#18: Grüner Antrag “Massnahmen zu setzen, welche der Zunehmenden Zerstörung der historischen Bausubstanz rund um den Karmelitermarkt und in anderen Teilen des Bezirkes Einhalt gebieten” SP will offenbar nicht.. redet sich auf MA37 aus, VP “hat lang diskutiert”, “erkennt in machen Bereichen Probleme”… will Zuweisung in den Bauausschuss.. Antrag wird von VP-SP abgelehnt.

#19: Grüner Antrag: Verlängerung des 39A. SP will Abänderung, keine Fixierung auf eine Linie. VP will Zuweisung in Verkehrskommission. Schliesslich wird der abgeänderte Antrag einstimmig angenommen.

#20: Grüner Antrag: Reduzierung des Tempos in der Scholzgasse. FP will keine Raser bemerkt haben. Wird mit der SP gemeinsam angenommen

#21: SP-VP-FP Antrag: Umbenennung des “Scandic-Crown-Stegs” in “Roman Köhler Steg”. Martina: “Wir werden nicht zustimmen, solange nicht 50% nach Frauen benannt sind.” VP ist hörbar entsetzt, holt zu einem Rundumschlag geben das “scheussliche” Binnen-I aus, etc etc.

Wird mit SP-VP-FP angenommen. Huchu wir haben einen Roman-Köhler-Steg!

Damit endet diese Veranstaltung.





Ehrung von Elisabeth Ben David-Hindler zur Frau des Jahres am Weltfrauentag, 8.3.2010

16 03 2010

Foto: Martin Juen

Ein berührendes aber doch auch humorvolles Fest gab es für die Frau des Jahres am 99. Internationalen Frauentag. Wie wir auf der Webseite der Grünen Leopoldstadt schon berichtet haben, wurde heuer Elisabeth Ben David Hindler, Initiatorin und Koordinatorin der Steine der Erinnerung geehrt.
Nachdem Terezija Stoisits in Ihrer Laudatio davon erzählte, wie sich die “Steine der Erinnerung” (als Verneigung vor den ermordeten jüdischen BewohnerInnen vieler Wiener Häuser) von der Leopoldsstadt ausgehend nach und nach auch in anderen Wiener Bezirken verbreiten, strich die Urheberin der Idee der “Steine der Erinnerung”, Frau Elisabeth Ben David Hindler hervor, welchen großen Mut es braucht, weniger die Erinnerungssteine in unermüdlicher Arbeit mit ihrem kleinen Team zu installieren, als vielmehr als Frau nicht in falscher Bescheidenheit die Ehrung “Frau des Jahres 2010″ froh anzunehmen.
Nun können wir auch ein paar Fotos nachreichen:
Fotos von Martin Juen.
Fotos von Wolfgang Kamptner.

Und noch eine Frauengeschichte, die der beeindrucken Billa-Kassierin, Frau Chen





Der Augartenspitz und die SPÖ

14 03 2010

Pühringer: Hände weg vom Augarten

ÖVP und FPÖ überbieten sich ja in ihren Aussagen mit Solidaritätsbekundungen mit dem Ober-Altsängerknaben Nettig und dem „erfolgreichen“ Hedgefonds-Manager Pühringer.

Aber was sagt eigentlich die SPÖ Leopoldstadt zum Konflikt rund um den Augartenspitz? Abgesehen von der klaren Haltung des Bürgermeisters, der voll hinter dem Sängerknaben-Projekt steht, haben sich Bezirksvorsteher Kubik und die SPÖ Leopoldstadt bisher mit Aussagen zum Augartenspitz sehr zurückgehalten und immer auf ihre Nicht-Zuständigkeit verwiesen. Nur an einem Verkehrskonzept für die Konzerthalle bastelt Kubik seit letztem Sommer, wie er einmal verlautbaren ließ – seither haben wir aber nichts mehr davon gehört.

Und was sagt jetzt die SPÖ wirklich?





Historisches Ensemble Karmeliterviertel in Gefahr!

12 03 2010

In der großen Sperlg. 14 in der Schutzzone wurde ein Biedermeierhaus abgerissen.

Immer öfter droht historischen Wohnhäusern die Abrissbirne. Ab sofort können Sie uns unter schutzzone@gruene.at Fälle von bedrohten Häusern melden.

Von Sabine Gretner

Wienweit werden immer mehr historische Wohnhäuser abgerissen, obwohl sie in Schutzzonen oder unter Denkmalschutz stehen. Neubauten sind hier für Investoren lukrativere Immobilien, obwohl sie das Wiener Stadtbild und den Charakter bestimmter Grätzel für immer zerstören. In der Nähe der verlängerten U-Bahnlinie U2 greift die Abbrissbirne derzeit massiv um sich.
Die WienerInnen können uns ab sofort Fälle von bedrohten historischen Häusern melden. Mail an  schutzzone@gruene.at.
Was derzeit passiert:





“Die gelbe Straße” von Veza Canetti

12 03 2010

Eva Dité, Evelyn Fuchs, Ernst Christian Mathon

lesen von den

krotesken, bitterbösen Figuren in der Ferdinandstraße
im

Kosmos Theater

13. März 2010, 22:00 Uhr

Elias Canetti in seinem Vorwort: „… sie [Veza Canetti] schrieb mit Witz und Schärfe. Ihre Erzählungen, obschon sie von Mitgefühl für benachteiligte Menschen diktiert schienen, waren zu knapp und zu scharf, um sentimental zu wirken … ,Die Gelbe Straße’ handelt von der Unantastbarkeit des Menschen auch in seiner größten Gefährdung.“

Die „Gelbe Straße“- die Ferdinandstraße





Wir haben den Feinstaub-Oscar!

8 03 2010

Im Augarten fielen heute am Spitz die schönen alten Bäume. Sie waren Teil der “grünen Lunge” mitten in einer sonst nicht so gesunden Umgebung. Denn in der Taborstrasse, keine hundert Meter weit entfernt, werden seit Jahren die höchsten Feinstaubwerte Wiens gemessen (kann man hier nachlesen). Seit Jahresbeginn hatte unser Bezirk schon mehr Feinstaubalarmtage als in einem ganzen Jahr erlaubt wären, kein Scherz: wir bekommen den Umweltgift-Oscar.

Wir haben heute versucht, den sonst eher im umweltpolitischen Dornröschenschlaf dümpelnden Umweltausschuss aufzurütteln und für diese Gefahr zu sensibilisieren. Den Rest des Beitrags lesen »





War Rambo ein Sängerknabe?

8 03 2010

Baumschnitt trotz Menschen in den Bäumen

Heute Morgen haben Bauarbeiter im Auftrag der Sängerknaben mit der Rodung der Bäume am Augartenspitz begonnen. Obwohl AugartenschützerInnen auf die Bäume klettern konnten, haben die Arbeiter mit der Kettensäge Ast um Ast auf diesen Bäumen runtergeschnitten.
Verletzungen haben sie damit bewusst in Kauf genommen. Nähere Infos

Ein erstes großes Zeichen des Widerstands nach der heutigen Brutalo-Räumung ist die Kundgebung der AugartenschützerInnen um 15 Uhr am Augartenspitz.
Kommt alle und schaut euch selber diese Schande einer angeblichen Kulturinstitution an.

Wolfgang

Aktuelle Fotos von der Rodung








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