Zeitzeuginnenporträts – Dagmar Ostermann und Ceija Stojka

17 02 2010

Dagmar Ostermann

Einladung zu einem Filmnachmittag

ABER IN AUSCHWITZ WILL ICH BEGRABEN SEIN
Die Geschichte der Dagmar Ostermann
LUNGO DROM. LANGER WEG
Ceija Stojka

Sonntag, 21. 2. 2010
Filmhaus Kino Spittelberg

Hunderte, wahrscheinlich Tausende von Schülerinnen und Schüler lernten Dagmar Ostermann und Ceija Stojka im Unterricht an den Schulen kennen, wo sie sich in bewunderswerter Weise der schmerzlichen Erinnerung aussetzten und den jungen Menschen vom Überleben in den KZs erzählten (begleitet von HistorikerInnen besuchten ab Ende der 1970er Jahre ZeitzeugInnen zu Vorträgen und Gesprächen Schulen). Beide schrieben ihre Erinnerungen nieder, Ceija Stojka schreibt auch Gedichte und Liedtexte und zeigt seit den 1980er Jahren ihre Bilder in Ausstellungen im In- und Ausland.
Ceija Stojka sprach zuletzt im September 2009 beim Selma-Steinmetz-Fest in der an diesem Tag nach Selma Steinmetz umbenannten Arnezhoferstraße aus ihrem Leben. Dagmar Ostermann lebt seit kurzem in der Leopoldstadt.

Nun hat die Filmemacherin Marika Schmiedt zwei liebevolle Porträts von Dagmar Ostermann und Ceija Stojka gestaltet, die am kommenden Sonntag im Filmhaus Kino Spittelberg gezeigt werden.

PREVIEW aus VISIBLE – PORTRAIT-REIHE

ABER IN AUSCHWITZ WILL ICH BEGRABEN SEIN
Die Geschichte der Dagmar Ostermann

LUNGO DROM. LANGER WEG
Ceija Stojka

Sonntag, 21. 2. 2010, 13:00 Uhr
Filmhaus Kino Spittelberg
Spittelberggasse 3
1070 Wien

EINTRITT FREI, Spende
Kartenreservierung möglich unter: artbrut_artbrut@hotmail.com
www.artbrut-video.com

ABER IN AUSCHWITZ WILL ICH BEGRABEN SEIN
Die Geschichte der Dagmar Ostermann
„Juden und Hunden ist der Eintritt verboten!“ – Mit diesem Satz wird Dagmar Ostermann, die einen jüdischen Vater hat, am 11. März 1938 von einem Tag auf den anderen der Besuch in ihrem Stammcafè, der Konditorei Lehmann im 1. Bezirk, untersagt. Die Deportation ins Konzentrationslager Auschwitz überlebt sie, entwürdigt als namenloser Häftling mit der Nummer 21946, nur durch Zufall.

Marika Schmiedt und Ceija Stojka

LUNGO DROM. LANGER WEG
Ceija Stojka
Sie hat den Massenmord an Roma und Sinti in den Konzentrationslagern als eine der wenigen überlebt: die Künstlerin Ceija Stojka. Die Angst, die durch ihre Erinnerungen an die grauenhafte Kindheit im Todeslager und die wieder zunehmenden Verfolgungen von Roma in Europa wach gehalten wird, hat sie an ihre Kinder und Enkelkinder weitergegeben – aber auch die Liebe zum Leben.

Die Video-Edition VISIBLE macht von der Lagergemeinschaft Ravensbrück gesammelte Videointerviews aus den Jahren 1998- 1999 und neu aufgezeichnete Gespräche mit Überlebenden der Konzentrationslager als Filmreihe zugänglich und enthält zehn Portraits von noch lebenden Frauen.
Dabei richtet sich der Blick auch auf die Lebenssituation der nachfolgenden Generationen – im Versuch, die Auswirkungen der Haftzeit in den Konzentrationslagern im Heute sichtbar zu machen – welche Spuren zieht der Holocaust in der zweiten, dritten Generation?
Kontakt: Marika Schmiedt
marika.schmiedt@chello.at


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