Tempo 30 Zonen und die Macht der Wiener Linien!

17 11 2009

Vor kurzem wurde das Alliiertenviertel in der Leopoldstadt, abgegrenzt durch die Straßen Taborstraße – Am Tabor – Nordbahnstraße, flächendeckend als Tempo 30  Zone ausgeschildert, sowie das Radfahren gegen die Einbahn, in allen Einbahnen zugelassen. Der dazugehörige Antrag wurde bereits 1999 im Bezirksparlament von den Grünen Leopoldstadt eingebracht und nach “nur” 10 Jahren auch umgesetzt.

Fürs Volkertviertel wurde der Antrag im Jahr 2001 gestellt. Tempo 30 Zone und Radfahren gegen alle Einbahnen, abgegrenzt durch die Straßen, Taborstraße – Am Tabor – Nordbahnstraße – Praterstern und Heinestraße, wurde gefordert.

Und wer glaubt, dass über die Sicherheit von Schulkindern und über Tempo 30 Zonen Stadtrat Schicker oder Bezirksvorsteher Kubik entscheiden, der irrt gewaltig – nein – es entscheiden die Wiener Linien! wie es in einer Anfrage aus dem Jahr 2006 hervorgeht.

Und deshalb gibt es im Volkertviertel nicht nur viele Schulen, sondern eine unübersichtliche und durchlöcherte Tempo 30 Zone. Diese Eunuchen-Lösung ist als gefährlich einzustufen und  daher inakzeptabel für alle Schulkinder und auch inakzeptabel für die Lebenshilfe in der Rueppgasse.

Tempo 30 Lücke 1 / Volkertstraße

Bild 1 + 2 Die Lücken der T30 Zone in der Volkertstraße,

mehr Bilder unter: Tempo 30 Zone im Volkert- und Alliiertenviertel

Was haben Sie, Herr Stadtrat Schicker, mit folgender Passage in Ihre Presseaussendung vom 11. August 2009 gemeint?

“Tempo-30-Zonen: Deren Ausweitung wird zur Verkehrsberuhigung in Wohngebieten weiter vorangetrieben. 2009 sind u.a. im Volkert-und Alliiertenviertel in der Leopoldstadt sowie in Gersthof Tempo-30-Zonen geplant:”

Wird es eine volle oder “nur” eine halbe Tempo 30 Zone?

Und so bleiben die Mühlfeldgasse, die Rueppgasse (Nr.8-22), die Volkertstraße (Nr.2-16), der Volkertplatz (Nr.11-15), die Holzhausergasse, die Kleine Stadtgutgasse (Nr.10-16) und die Fugbachgasse (2-10), Tempo 50 Strecken.

Und Radfahren gegen die Einbahn gibt es nicht in der Volkertstraße (Nr.2-16), am Volkertplatz (Nr.11–15) und in der Holzhausergasse.

Kurz angedacht: Wann wird das Karmeliterviertel flächendeckend Tempo 30 Zone? Auch im Karmeliterviertel gibt es jede Menge an Schulen.

Immerhin wurde dieser Antrag der Leopoldstädter Grünen erst am 28. März 2000 gestellt.

Robert




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5 Antworten

26 11 2009
Friedrich Hochmann

Nichts gegen Tempo 30 Zonen, aber bei einem ordentlichen Vollzug der StVO u.zw. §43 Abs. 2 StVO müssten auf den Hauptstrassen aufgrund der Lärmbelastung von mehr als 75dB, was dem 4-fachen des Grenzwertes für den vorsorglichen Gesundheitsschutz nach WHO entspricht, verkehrsbeschränkende Maßnahmen gesetzt werden. Zu diesen könnte auch eine Tempo 30 Begrenzung gezählt werden. Solche Maßnahmen würden auch die Freude am Autofahren dämpfen und zu einer Verminderung des Verkehrsaufkommens beitragen und damit zu einer Vermindrung des CO2-Ausstosses

26 11 2009
Friedrich Hochmann

Die Öffis sollen nun, nahc einem Vorschlag der JVP dadurch attraktiver werden, dass zu den Wocheneden die U-Bahnen durchfahren sollen. Super. Damit wird den Anrainern der in hochlage geführten U-Bahnen zu den Wochenenden jede Nachtruhe genommen. Alles nur damit jene die sich den teuren Eintritt in eine Disco und die dortigen sehr hohen Getränkepreise selbstverständlich leisten, rasch und billlig nach Hause fahren können. Den Steuerzahlern kostet dieser Spass ohnehin nur ca. 5Mill. €, denn die Nachtbusse, die ja die Versorgung der Fläche mit den Öffis sicherstellen, sollen ja weiter fahren, denn ohne diese würde es wohl sehr schlecht mit dem raschen Heimkommen aussehen. Wenn man schon zu den Wochenenden einen 24 Std. Betrieb der U-Bahn einführen möchte, so sollten vorher die in Hochlage geführten Strecken eingehaust und zur alternativen Energiegewinnung (Fotovoltaik) genutzt werden, sodass auch EU-Förderungen genutzt werden könnten.

27 11 2009
Friedrich Hochmann

Die ERsatzlösungen für den eingestellten 21er sind ein einziger Murks. Der 1A bleibt bei der Station Krieau, wodurch die Bewohner des Pensionistenheimes zu unnötigem Umsteigen gezwungen werden, wenn sie z.B. in das Ambulatorium bei der Pensionsversicherung wollen. Der 82A fährt praktisch leer in der Gegend herum. die Öffis in der Heinestrasse stellen um 20h30 den Betrieb ein, dadurch ergibt sich, zumindest inder Gedankenwelt der Wiener Linien, ein hohes Maß an “Attraktivität”. Weiters sind erhebliche Kosten für die Errichtung der diversen Haltestellenvorziehungen aufgelaufen, die noch dazu mehrmals umgebaut wurden. Dieser Unsinn hätte mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit einfach dadurch vermieden werden können, wenn die betroffene Bevölkerung rechtzeitig eingebunden und der Umstand berücksichtigt worden wäre, dass in absehbarer Zeit die WU auf das Messegelände übersiedelt. Die Ideen der Bevölkerung hätten z.B. Studenten der TU möglichst vom Institut für Verkehrsplanung gesammelt und strukturiert werden können. Die Kosten eines derartigen Vorgehens wäre wahrscheinlich auch aus dem Bezirksbudget zu bestreiten gewesen.

29 11 2009
wolfgangkamptner

Herr Hochmann, Sie haben ja so recht!

Die 11A-Anbindung geht ab, sodass sogar das Stadioncenter eine Unterschriftenaktion auf ihrer Homepage unterstützt, der 82A gurkt so gut wie leer durch das Stuwerviertel und der frühe Betriebsschluss des 80A zwischen Praterstern und U2-Taborstraße ist eine Zumutung.

Deshalb haben wir bereits vorgeschlagen, dass der 82A durch den 80B (kommt von Simmering und endet derzeit bei der U2-Station Krieau) ersetzt wird und direkt über die Ausstellungsstraße zum Praterstern geführt wird. Der 11A könnte dann auch die derzeitige Endstation des 82A bei der U2-Station Stadion nutzen.

Leider haben SPÖVP und FPÖ unseren entsprechenden Antrag im Juni 2009 im Bezirksparlament abgelehnt. Wir treten aber weiterhin für eine Änderung ein. Und spätestens nach den Wahlen nächstes Jahr, wenn die absolute Mehrheit der SPÖ weg sein wird, werden die Karten auch neu gemischt.

22 01 2010
Friedrich Hochmann

Die Idee mit der Verlängerung des 80B über die Ausstellungsstrasse zum Praterstern finde ich sehr gut. Es sollte aber auch eine Verlängerung des 5A über die Praterstrasse zum Praterstern überlegt werden. Damit eürden sich sehr viele direkte Umsteigemöglichkeiten am Praterstern ergeben. Der verlängerte 80B sollte aber nicht an der derzeitigen Endstelledes 82A enden, bzw. beginnen, da diese Endstelle kaum wer findet (Hinweise zu dieser fehlen am Praterstern) und für die Wissenden nur über einen uninteresant langen Gehweg von den Bussen, Strassenbahnlinie O, der Schnellbahn aber auch den U-Bahnlinien zu erreichen ist. Die Unterschriften-Aktion des Stadioncenters wurde zwar von der B.I. Stuwerviertel und der B.I. Handelskai beworben, wurde aber nicht sehr professionel aufgezogen und eswurde im Center selbst für die Unterschriftensammlung keine Werbung gemacht.

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