URBAN SIGNS – LOCAL STRATEGIES – CONTINUED
Sechs Positionen aktueller Kunst am Praterstern, Vorplatz West-Ost-Venedigerau und Fluc
analysieren das Ineinanderspielen von durch temporäre Installationen und Interventionen.
Marita Frasers und Alex Lawlers, Heavy Work (stack)
Sonja Gangl, 1 : 2,35
Nikolaus Gansterer, The Urban Alphabet
Christian Mayer, Versetzung der Welt
Viktoria Tremmel / Andreas Strauss, TS 001 LUX
Johannnes Vogl, O.T. (Lichtung)
Acht KünstlerInnen treten seit Anfang Oktober, mit ihren 2009 realisierten Projekten in unmittelbare Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Außenraum der Stadt und dessen gegenwärtigen Entwicklungen und Transformationen rund um den Praterstern.
Wie kaum ein anderer Platz in Wien wurde gerade der Praterstern immer wieder Schauplatz dramatischer Interventionen.
Hinter der großen „Sternbarrikade“ leisteten im Oktober 1848 die Revolutionäre den Kaiserlichen Truppen erbitterten Widerstand, konnten aber nicht verhindern, dass – nachdem sämtliche Häuser um den Praterstern in Brand geschossen worden waren – die Barrikade zwei Tage später fiel.
Vier Jahre danach hat sich Kaiser Franz Joseph an der Stelle des Massakers einen temporären Triumphbogen errichten lassen.
Nicht immer müssen Interventionen im öffentlichen Raum so ausgehen,– nur bei der bald vollendeten, nicht temporären Vorplatzgestaltung, scheint die große „Sternbarrikade“ wieder als ortsgebundenes Trauma auferstanden zu sein…
Umso befreiender eröffnen die sechs „Urbanen Zeichen“ im Zusammenwirken von ästhetischer Form und gesellschaftspolitischem Aktivismus eine 15000 LUX strahlende Sicht auf eine geglückte „Versetzung der Welt“ – bis 1. Dezember 2009.
Bericht von Brigitte Redl Manhartsberger

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