Der Ghostwriter der FPÖ für Presseaussendungen ist offenbar ein echt begnadeter Stammtisch-Literat. Im Ernst. Zwar sorgen seine Formulierungen immer wieder für Erheiterung, aber vom schriftstellerischen Standpunkt aus gesehen hat der Mann (eine Frau wird es bei der FPÖ wohl kaum sein) echt was drauf. Ohne wenn und aber.
Ein gutes Beispiel dafür war die heutige Presseaussendung des FP-Klubobmanns der Leopoldstadt. Eine Rücktrittsaufforderung klingt normalerweise wesentlich fader.
FP-Seidl fordert Rücktritt von zwei grünen Fesslungskünstlern
Utl.: Grüne Bezirksräte sollen den Jutehut nehmen =
Wien, 09-10-09 (OTS) – Der Baum, an den sich der Leopoldstädter
Grün-Bezirksrat Horn nicht mit routinierter Betroffenheitsmiene
ketten und gegen was weiß er was demonstrieren würde, ist noch nicht
gepflanzt. Vor seiner Klubobfrau Lichtenegger wiederum ist kein Zaun
im ganzen Bezirk sicher, wenn sie sich in gerechter Empörung mit
Fair-Trade-Fahrradschlössern aus Nicaragua abschleppsicher befestigt
und drei Tage ohne Unterbrechung lautstark “Widerstand” skandiert.
Auch bei der äußerst schmutzigen Augartenbesetzung waren die beiden
guten Menschen wieder an vorderster Front zu finden. Für ihre vom
Steuerzahler finanzierte Tätigkeit als Bezirksmandatar bleibt ob
ihrer tagelangen Unbeweglichkeit an Baum oder Zaun dann eher wenig
Zeit. Der Leopoldstädter FPÖ-Obmann KO Wolfgang Seidl schlägt daher
vor, dass sich die beiden Demo-Professionisten in Hinkunft auf ihre
wahre Berufung als Fesslungskünstler konzentrieren und nicht länger
dem Steuerzahler auf der Tasche liegen.
OTS0111 2009-10-09/11:39
Dennoch bin ich echt sauer. Liest Herr Seidl vielleicht nicht die Zeitung „Österreich“? Dort ist auf einem Foto eindeutig zu erkennen, dass auch ich bei dem paramilitärischen Überfall am Mittwoch Früh vor Ort war. Auch mir hat ein übereifriges Mitglied der Sängerknaben-Security den Daumen umgebogen.
Also, dass Herr Seidl nicht auch mich zum Rücktritt auffordert, das nehm’ ich direkt persönlich…
Wolfgang
FP-Seidl fordert Rücktritt von zwei grünen Fesslungskünstlern
Utl.: Grüne Bezirksräte sollen den Jutehut nehmen =
Wien, 09-10-09 (OTS) – Der Baum, an den sich der Leopoldstädter
Grün-Bezirksrat Horn nicht mit routinierter Betroffenheitsmiene
ketten und gegen was weiß er was demonstrieren würde, ist noch nicht
gepflanzt. Vor seiner Klubobfrau Lichtenegger wiederum ist kein Zaun
im ganzen Bezirk sicher, wenn sie sich in gerechter Empörung mit
Fair-Trade-Fahrradschlössern aus Nicaragua abschleppsicher befestigt
und drei Tage ohne Unterbrechung lautstark “Widerstand” skandiert.
Auch bei der äußerst schmutzigen Augartenbesetzung waren die beiden
guten Menschen wieder an vorderster Front zu finden. Für ihre vom
Steuerzahler finanzierte Tätigkeit als Bezirksmandatar bleibt ob
ihrer tagelangen Unbeweglichkeit an Baum oder Zaun dann eher wenig
Zeit. Der Leopoldstädter FPÖ-Obmann KO Wolfgang Seidl schlägt daher
vor, dass sich die beiden Demo-Professionisten in Hinkunft auf ihre
wahre Berufung als Fesslungskünstler konzentrieren und nicht länger
dem Steuerzahler auf der Tasche liegen.
OTS0111 2009-10-09/11:39


was heißt “dem Steuerzahler auf der Tasche liegen“?
Seidl weiß wieder mal nicht, was er fabulieren lässt. Waren es nicht in der letzten Aussendung noch Hundertschaften von BerufsdemonstrantInnen, die den Augartenspitz besetzt hielten?
Na und DIE können jetzt ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen, DAS ist ein Steuer- und Kaufkraftentgang. Die Partei des kleinen Mannes sollte sich um diese Menschen kümmern, die sie in ihren fabulösen Presseaussendungen erfindet und nicht wieder um die Machenschaften der Großindustriellen.