Keine Radständer am Gehsteig!

25 09 2009

Es ist unbestritten, dass es in Wien viel zu wenige Radständer gibt. Das liegt auch daran, dass die Aufstellung von Radbügel Bezirkssache ist und die Bezirke meist viel zu knausrig sind und nicht viel zahlen wollten.

Deshalb haben wir Grüne bereits seit langem verlangt, dass die Stadt Wien die Radbügel aus dem Zentralbudget zahlt. Nach jahrelangen, zähen Verhandlungen ums liebe Geld gibt es nun endlich 3 Förderschienen der Stadt Wien, die dafür Gelder aus den Einnahmen der Parkraumbewirtschaftung verwendet. In den letzten Wochen wurden daher auch vermehrt neue Radbügel aufgestellt.

Das ist gut so.

Negativbeispiel in der Heinestraße

Negativbeispiel in der Heinestraße

Nicht so gut – aber leider nicht anders zu erwarten – ist, dass in der Leopoldstadt einige Radbügel auf Gehsteigen aufgestellt wurden.

Das lehnen wir vehement ab! Parkende Fahrzeuge – auch Räder – gehören in die Parkspur!

Ein besonders negatives Beispiel sind die Radständer, die am Gehsteig in der Heinestraße, knapp 200m von der U1-Station Praterstern entfernt, mitten am Gehsteig aufgestellt wurden.
Dort ist der Gehsteig zwar recht breit, aber zwischen Schanigarten und Radständern bleibt für die FußgängerInnen jetzt nicht mehr viel Platz.

Stellt sich die Frage, warum die Radständer nicht in der Parkspur errichtet wurden? Ging es dabei wirklich nur darum, dass kein Parkplatz verloren geht oder sollte die Werbetafel mit Stadtrat Schicker möglichst prominent platziert werden?

Jedenfalls ist davon auszugehen, dass in nächster Zeit weitere Radständer in der Leopoldstadt montiert werden. Falls Ihnen einer davon am Gehsteig im Weg steht, beschweren Sie sich am besten bei SP-Bezirksvorsteher Kubik, denn letztendlich ist er dafür verantwortlich. Außerdem können zumindest die Modelle, die nicht in den Boden einbetoniert, sondern nur angeschraubt sind, auch relativ leicht versetzt werden.

Wolfgang


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Eine Antwort

30 12 2009
Michael Lunardi

Das angeführte Negativbeispiel des Radständers am Gehsteig ist auch mir (als täglich dort passierender Fußgänger) tatsächlich ein Ärgernis, das allerdings über die weit in den Gehsteig hineinragenden Pflanzkisten des „Bio-Geschäftes“ mitbedingt ist. Wohl in erster Linie für dessen KundInnen montiert wird der offene Durchgangsraum darüber sehr verengt.

Zur im Artikel anklingenden Hoffnung, „dass in nächster Zeit weitere Radständer in der Leopoldstadt montiert werden“, darf ich bei dieser gelegenheit auch ein Negativbeispiel (nämlich negativ im Sinne enttäuschter Hoffnungen) anführen:

Im Zuge der Neugestaltung des Pratersterns wurden beim U-Bahn-Aufgang Heinestraße die vormals neben dem U-Bahn-Aufgang montierten „Anlehnbügel“ für Fahrräder entfernt und nicht mehr angebracht. Dafür aber erfuhr die nahe liegende Citybike-Station eine massive Erweiterung. Eine Anfrage beim Bürgerdienst ergab, dass die Magistratsabteilung 28 im Bereich des U-Bahn-Aufgangs Heinestraße tatsächlich keine neuen Radständer mehr plant. Deren Fehlen bringt aber Radfahrer, welche ihren Weg mit der U-Bahn fortsetzen wollen, in die missliche Lage, aus Sicherheitsgründen ihr Gefährt an Lichtmasten oder anderen fix montierten „Ankettmöglichkeiten“ parken zu müssen (wovon man sich jeden Tag selbst überzeugen kann). Das ersatzlose Entfernen der Fahrradständer ist jedenfalls völlig unverständlich und entgegen aller Beteuerungen im Masterplan Verkehr 2003, „fahrradfreundliche Bedingungen“ schaffen zu wollen, um den Radverkehrsanteil zu steigern. Vielleicht könnt ihr da im zuständigen Ausschuss noch einmal eine entsprechende Urgenz-Anfrage einbringen.
LG Michael Lunardi

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