Blick in eine künftige Nachbarschaft
Eine „Märchenstunde“ wurde von Bezirksvorsteher Derfler (Wien 20) und Stadtrat DI Schicker abgehalten, alles was es an Schlagworten zu Stadtplanung und -entwicklung gab, wurde freudvoll in den Raum geworfen. Ob gender, gendermainstream, nachhaltig, grün, Stichstraßen – kein Durchzugsverkehr, Fahrrad – wo, wenn nicht dort -, Carsharing, Citybikes, Straßenbahn, die Höhen sind „weitgehend“ an den Bestand angepaßt, usw.
Der Haken, wenn in ca. 10 Jahren gebaut werden wird, kann alles schon wieder anders sein, die Geldgeber werden das sagen haben… aber mit dem Leitbild hat man sich schon durch ein paar Wahlen hindurch präsentiert und teil-finanziert konnte es mit EU-Mitteln werden.
Eckdaten
44 Hektar, ca. 12.000 Wohnungen, ca. 5.000 Arbeitsplätze. In der Mitte ein „Centralpark“. Dominanz durch die Baublöcke und es sind schon wieder Hochhäuser zu sehen, wo es natürlich auch wieder bestimmte Höhenachsen gibt, an denen sich die Architekten orientiert haben… Garagen sollen pro Block errichtet werden. Baubeginn ca. in 10 Jahren, realistische Umsetzungszeit wieder weit über ein Jahrzehnt. – Das hängt mit dem neuen Güterterminal Inzersdorf zusammen, dorthin übersiedelt der Frachtenbahnhof Nordwestbahnhof, so ein Vertreter der ÖBB.
“Stadt muss leben”
Unter diesem Titel wurde eingeladen. Durch die Fenster sieht man die Flaktürme, der Augarten ist so klein, daß er nicht als Parkfläche erkennbar ist. Ja die Stadt muß leben, mit ihr die Natur, die halt anderswo derzeit abgeholzt wird, damit Investoren die Baugründe gut verwerten können, wie am Nordbahnhof und im Augarten.
Leitbildprozeß – sind die BürgerInnen gefragt, wenn es mit der Bauphase losgeht?
Zum Leitbildprozeß waren auch die BürgerInnen miteingeladen und konnten „Empfehlungen“ abgeben. Jetzt bei der Präsentation war davon nichts mehr zu hören, daß die BürgerInnen aufgefordert werden, sich einzubringen. Auch an eine kulturelle Nutzung ist nicht gedacht.

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