Wagenplatz Hafenzufahrtsstraße trifft Ute Bock

28 07 2009

Schnell machen die Leute vom Wagenplatz ihre Ankündigung war, wir „überweisen monatlich 500 Euro an ein Sozialprojekt im jeweiligen Grätzl“ und haben heute Ute Bock aufgesucht, um ihr Anliegen vorzutragen.
Wagenplatz trifft Ute Bock

Ute Bock begrüßte Klaus, Martin und Mayly und hinter einem Berg von Akten, die eher immer höher und dichter werden und ein Ende nie verheißen. Sie betonte, dass sie dringend Hilfe benötige und das Geld gerne annehmen werde.



Von Ute Bocks Schützlingen

So hat sie 6 Wohnungen anmieten können, wo schon dringend Familien auf eine menschenwürdige Unterkunft gewartet haben.
Sie erzählt die Geschichte von einer Frau, eine Dialysepatientin, die aus Traiskirchen gehen musste, weil eigentlich Ungarn für sie zuständig sei. Nach ein paar Tagen ohne Dialyse traf sie mehr tot als lebendig bei Ute Bock ein, die sich für die Frau einsetzte und auch die Unterstützung der Zuständigen aus Traiskirchen gewinnen konnte, die ihrerseits dann für einen Dialyseplatz im Krankenhaus in Wiener Neustadt sorgten.
Oder von einer Frau, die schwanger war und für die Krankenversicherung eine ärztliche Bestätigung für die Schwangerschaft brauchte, die sie wiederum nicht bekam, weil sie (noch) nicht krankenversichert war.
Von jungen Leuten, denen sie das Vorstudienjahr finanziere, weil Ute Bock Ausbildung und Arbeit für das Um und Auf der Menschen hält und dass sie dann mit zusätzlichen Prüfungsgebühren, neben den nicht geringen Studiengebühren, konfrontiert ist und dann es natürlich schafft, auch das zu finanzieren…
Oder dass sie der Stadt Wien, dem Jugendamt, sehr dankbar ist, dass 6 Kinder nach Saalbach auf Kinderlager fahren können. Dass aber auch das Jugendamt eine lange Liste führt, was nicht alles die Kinder mithaben müssten, neben Sommerkleidung auch Pullover, Regenzeug, Toilettesachen und ein bisschen Taschengeld. – Und ihr könnt sicher sein, Ute Bock hat auch dafür wieder Geld aufgetrieben, ihre Schützlinge werden von Anfang dort integriert sein, und sich nicht schämen, weil sie vielleicht zuwenig Gewand, keine Zahnpasta oder kein Taschengeld haben…

Ute Bock ist rund um die Uhr gefordert!

Martin, Mayly und Klaus fragen Ute Bock, wie viele Leute sie denn betreue. – Ute Bock: ca. 2.000. Rund 1.500 Gemeldete gibt es hier – das sei wichtig, damit Ute Bocks Schützlinge auch Post bekommen können. Weiters sind ca. 300 Menschen in Wohnungen untergebracht und weitere 200 sind im Umfeld, holen Rechtsauskünfte, bekommen Essen und warten vielleicht auch auf eine Wohnung.

Und wie viele Leute arbeiten hier für Ute Bock?

Zwei Jobs werden vom Fonds Soziales Wien bezahlt, hier wird Beratung angeboten.
Alle anderen Tätigkeiten sind ehrenamtlich.
Ute Bock erzählt noch von den vielen vielen Kleinspendern, die 20, 30 Euro überweisen und die so wichtig sind. Und von denjenigen, die kein Geld haben, dafür Kleider spenden und hier die Räume füllen. Einmal wöchentlich, Donnerstag vormittags, wird Kleidung in der Engerthstraße ausgegeben. Zuletzt – im Juli! – haben 80 Menschen von den KIeiderspenden gebraucht gemacht!

Es kommt ein kleines Mädchen, sie holt Essen für ihre Mutter und Geschwister. – Ute Bock arbeitet unermüdlich rund um die Uhr.

Danke Frau Bock, dass sie die Arbeit tun, die der Staat nicht macht, für die der Staat zuständig wäre…
Und ein Danke den Menschen, die Ute Bock mit Geld, mit Sach-, Eß- und Arbeitsspenden unterstützen – wie eben die BewohnerInnen des Wagenplatzes in der Hafenzufahrtsstraße!

Hier noch die Kontodaten für deine/Ihre Spende!
Der Wagenplatz in der Hafenzufahrtsstraße hat eine neue Webseite.


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