Beim Lesen der gestern verteilten Bezirkszeitung gab es 3 Artikeln, bei denen ich nicht wusste, ob ich lachen oder weinen sollte.
1. Akt: FPÖ – Halluzinationen oder bloße Lüge?
FPÖ-Klubobmann Seidl schreibt, dass wir Grüne in der letzten Bezirksvertretungssitzung einem Antrag auf eine Prüfung einer Verlängerung der Linie 80A bis zum Gaußplatz nicht zugestimmt haben. Das stimmt. Wir lehnen nämlich den 80A westlich des Pratersterns überhaupt ab, weil wir für die Wiedereinführung des 21ers in diesem Bereich eintreten.
Sehr wohl sollte es aber einen direkten Bus zwischen Gaußplatz und U2-Taborstraße geben, aber da sollte eher der 39A aus der Brigittenau verlängert werden, wie es die Wiener Linien ja schon einmal vorgeschlagen haben.
Seidl schreibt aber auch, dass wir abgelehnt hätten, „weil die Freiheitlichen diesem Antrag zugestimmt haben.“ Das stimmt ganz und gar nicht. Wir haben aus den oben beschriebenen Gründen abgelehnt und diese Ablehnung einfach nicht noch einmal begründet.
Liegt es nun daran, dass Klubobmann Seidl bei dieser Sitzung gefehlt hat und ihm falsches berichtet wurde, oder hat er sich unbedingt was aus den Fingern saugen müssen, um uns ans Bein zu pinkeln?
2. Akt: ÖVP – Schizophrenie oder Chuzpe?
In einem Artikel lässt sich ÖVP-Leopoldstadt-Parteiobmann Walter als „Anti-Pergola-Ritter“ bezeichnen und kritisiert die sinnentleerte Stahlkonstruktion am Praterstern. Der interessante Schlusssatz lautet: „Die ÖVP Leopoldstadt macht sich daher weiterhin für die Entfernung der Pergola stark.“
Aha, und warum hat dann die ÖVP Leopoldstadt in der letzten Bezirksvertretungs-sitzung mit SPÖ und FPÖ unseren Antrag auf Entfernung der Pergola geschlossen abgelehnt? Redet der VP-Obmann vielleicht nicht mit den VP-BezirksrätInnen oder gibt es 2 ÖVP-Parteien in der Leopoldstadt?
3. Akt: SPÖ – Sie wollen es einfach nicht verstehen
In der letzten Bezirksvertretung haben wir einen Antrag gegen Rassismus und Verhetzung eingebracht, in dem wir den EU-Wahlkampf der FPÖ verurteilt haben. Dieser Antrag wurde mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und FPÖ abgelehnt.
Weiters wurde in derselben Sitzung ein Antrag von SPÖ, ÖVP und FPÖ ein sehr weich formulierter Antrag eingebracht, bei dem die FPÖ kein Problem hatte, mitzugehen. Bezirksvorsteher Kubik kritisiert uns nun dafür, dass wir dem SPÖ/FPÖ-Antrag nicht zugestimmt haben. Er folgert, dass wir gegen ein friedliches Miteinander seien – starker Tobak.Das Problem dahinter, das die SPÖ einfach nicht erkennen will, lesen Sie hier.






80A, 82A, 39A? Häh?
Kenn’ mich nicht aus. Der Inhalt des FPÖ-Artikels (lt. Scan) deckt sich nur relativ unvollkommen mit der Wiedergabe auf dieser Seite.
Ausserdem ist in dem Satz “weil die Freiheitlichen diesem Antrag nicht zugestimmt haben” ein “nicht” zuviel.
Es ist auch gar nicht einfach, bei dem Busringelspiel, das sich Wr. Linien und Bezirkvorsteher an Stelle der Straßenbahnlinie 21 einfallen haben lassen, den Durchblick zu behalten.
Beim FPÖ-Artikel beziehe ich mich nur auf die Unterstellung, dass wir nur deswegen der 80A-Verlängerung zum Gaußplatz nicht zugestimmt haben, weil die FPÖ dafür gestimmt hat. Das ist einfach Nonsens.
Das Wörtchen “nicht” war wirklich zu viel. Danke für den Hinweis.
Ja eh, aber im FPÖ-Artikel wird mit “dem Antrag” auf den 82A bezug genommen (so wie ich den Artikel interpretiere). Es kann ja sein, dass es nur einen Antrag gab der beide Buslinien behandelte, aber das geht nicht klar hervor, und weil hier vom 80A gesprochen wird, im FPÖ-Artikel aber vom 82A konnte ich die Zurückweisung der “Unterstellung” nicht nachvollziehen, da die FPÖ zwar parteitaktische Gründe unterstellt, aber, so wie ichs verstanden habe, nicht beim gleichen Antrag. Das fand ich etwas verwirrend. Vielleicht könnte man noch etwas ausführen welche Anträge es gab, was angenommen wurde und was nicht.
Na gut, wenn’s sein muss, dann versuche ich halt, den FPÖ-Artikel auszudeutschen.
Zuerst berichtet Seidl vom ÖVP-Antrag für eine Prüfung einer geänderten Trassenführung des 80A zwischen Taborstraße und Gaußplatz.
Dann macht er unvermittelt einen inhaltlichen Schwenk und kritisiert – zu Recht – den sinnlosen Bus 82A im Stuwerviertel.
Und am Schluss bezieht er sich wieder auf den ÖVP-Antrag zum 80A und stellt eine unwahre Behauptung über den Grund unserer Ablehnung dieses Antrags in den Raum.
Ich hoffe, damit alle Klarheiten beseitigt zu haben
Danke – nun hab’ ich’s behirnt.
Verlängerung einer buslinie???
Busse müssen abgeschaft werden!!!
Sie stinken, und verpesten die Umwelt… im Schnitt nicht mehr als 3 Fahrgäste, der Umweltschaden pro User ist ein WAHNSINN!
Ein moderner SUF, bei durchschnittlicher auslatung, ist da wesentlich umwelttauglicher.
Euer Kurtl